SP 1 - Kap. 8

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laura-siegemund  on July 15, 2012

Subjects:

Sozialpsychologie

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SP 1 - Kap. 8

Prosoziales Verhalten
-> von der Gesellschaft allgemein als vorteilhaft / gewinnbringend für andere Menschen und / oder das bestehende politische System
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Prosoziales Verhalten -> von der Gesellschaft allgemein als vorteilhaft / gewinnbringend für andere Menschen und / oder das bestehende politische System
Helfen -> Verhaltensweise, die das Wohlergehen einer anderen Person schützt / verbessert
-> es muss eine VerhaltensINTENTION dahinterstecken
Klassifikationssystem des Helfens -> Pearce & Amato

1.) Planungsgrad
-> spontan & informell vs. geplant & formell

2.) Schweregrad

3.) Art des Kontakts
-> direkt vs. indirekt / vermittelt
Altruismus vs. egoistisch motiviertes Helfen Altruismus:
-> primäres Ziel des Helfens = Wohlergehen der anderen Person schützen / verbessern
-> möglicher persönlicher Nutzen ist nicht intendiert

Egoistisch motiviertes Helfen:
-> eigene Bedürfnisbefriedigung steht im Vordergrund, Helfen ist nur Mittel zum Zweck
Theorie der Verwandtenselektion-> Hamilton & Meyer
-> Hilfeleistung steigt linear mit dem Grad der genetischen Verwandtschaft
-> Hilfeverhalten insbesondere in lebensbedrohliche Situationen

-> Konzept der Gesamtfitness:
eigener Reproduktionserfolg setzt sich zusammen aus:
1.) direkte Fitness: direkte Weitergabe der eigenen Gene
2.) Gesamtfitness: indirekte Weitergabe der eigenen Gene durch Verwandte

->
Resiproker Altruismus -> Trivers
-> Altruismus im biologischen Sinne => Fitnesskosten für Helfer, Fitnessvorteile für Rezipienten
-> Prinzip der Wechselseitigkeit:
Hilfe für Nichtverwandten (zunächst relativ geringe Fitnesskosten) dann, wenn Hilfe zu einem späteren Zeitpunkt erwidert wird (dann enormer Fitnessvorteil)
-> Bsp.: Schüler helfen sich gegenseitig in unterschiedlichen Fächern
Reziprozitätsnorm 1.) denen helfen, die dir geholfen haben
2.) die nicht verletzen, die dir geholfen haben

-> Sozialwissenschaftler: universell gültige Norm = universell gültiger Nutzen für das menschliche Zusammenleben
-> Evolutionspsychologen: kulturübergreifende Verbreitung = Beleg für genetische Verankerung
Prinzip der Nutzenmaximierung -> Hilfeverhalten = Form des sozialen Austauschs
-> Wahrung/Verbesserung des eigenen Wohlbefindens (egoistische Motivation)
1.) Kosten-Nutzen-Analyse
2.) Vergleich der Analyseergebnisse mit Handlungsalternativen
3.) Entscheidung zugunsten einer Handlungsalternative
Kosten-/Nutzenfaktoren bei Entscheidungsprozessen zum Hilfeverhalten: -> materielle Konsequenzen
-> körperliche Konsequenzen
-> soziale Konsequenzen
-> psychische Konsequenzen
-> soziale Verantwortung (Vermeidung von Schuldgefühlen/Strafen, sich/Gesellschaftsnorm gerecht werden)
Norm der sozialen Verantwortung -> soziale Erwartung, dass man denjenigen hilft, die auf einen angewiesen sind
-> Sanktionen für NICHT-Helfen
Modell von Piliavin zu den Effekten wahrgenommener Kosten für Hilfeverhalten...
Negative-State-Relief-Modell -> Cialdini
-> anderen Menschen helfen, um eigene negative Gefühle bzgl. ihrer Notlage abzubauen
-> Helfen ist nur eine Möglichkeit unter vielen, die negativen Gefühle loszuwerden
-> wenn anderes stimmungshebendes Ereignis auch nur antizipiert wird, sinkt Hilfewahrscheinlichkeit extrem
Empathie-Altruismus-Hypothese -> Batson
-> Empfinden von Empathie für eine notleidende Person begünstigt altruistisches Verhalten
-> "Empathie" ist hier = auf eine andere Person gerichtete emotionale Reaktion (zB Mitgefühl, Mitleid, Besorgnis, Wärme, Fürsorglichkeit)
-> Faktoren, die Empathie begünstigen:
Perspektivenübernahme
Elaine-Experiment...
Prosoziale Persönlichkeit-> Penner :-D
1.) Empathische Veranlagung
-> relativ zeitstabil
-> Neigung zu Empathie in Notsituationen anderer
-> fühlen sich verantwortlich für das Wohlergehen anderer
-> korreliert mit Verträglichkeit, dispositionelle Empathie und soziale Verantwortung

2.) Dispositionelle Hilfsbereitschaft
-> Hilfsbereitschaft = wesentlicher Bestandteil des Selbstkonzepts
-> Wahrnehmung, dass man selbst kompetent ist, um Hilfe zu leisten
-> korreliert mit prosozialem Verhalten
Geschlechtsunterschiede im HilfeverhaltenFrauen
-> eher Hilfe, die Pflege und Hingabe beihnhaltet
-> sind eher versorgend, behütend und fürsorglich
Männer:
-> eher Hilfe, die beschützend, rettend, heldenhaft ist
-> helfen eher, wenn es mit ihrer Männerrolle kompatibel ist
-> weder Männer noch Frauen helfen mehr, sie helfen aber in unterschiedlichen Situationen!
Bystander-Effect-> Latane & Darley
-> 5 Schritte des Helfers bis er hilft:
1.) Ereignis bemerken

2.) Ereignis als Notfall interpretieren
-> Problem: Zweideutigkeit
-> bei Unsicherheit, Orientierung an anderen

3.) Verantwortung übernehmen
-> Problem der Verantwortungsdiffusion

4.) Passende Hilfeleistung auswählen
-> Problem: mangelndes Wissen, Gefühl nicht kompetent zu sein

5.) Entscheidung umsetzen
-> Kosten-Nutzen-Analyse
-> Bedürfnis der Reduktion negativer Gefühle
-> Empathiegrad
-> Bewertungsangst: Angst vor Blamage / negativer Bewertung anderer
Pluralistische Ignoranz -> auf informativem sozialen Einfluss beruhende kollektive Fehlinterpretation einer Situation
-> alle sind sich unsicher => sie orientieren sich aneinander => keiner macht was
Verantwortungsdiffusion -> Abnahme der wahrgenommenen individuellen Verantwortlichkeit für das Einschreiten in einer Notfallsituation aufgrund der Anwesenheit anderer handlungsfähiger Personen
-> Einschreiten wird unwahrscheinlicher
Altruismus im biologischen Sinne: -> Fitnesskosten für den Helfer, Fitnessvorteile für den Rezipienten

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