Fachbegriffe Strafrecht

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inkriminieren

anschuldigen, zur Last legen

Inkulpat

Angeschuldigter

Adäquanztheorie

einem Schädiger ist ein Schaden nur dann zuzurechnen, wenn er nicht durch einen gänzlich a-typischen Verlauf zustande gekommen ist

Kausalnexus

ursächlicher Zusammenhang

Äquivalenztheorie

alle mit dem Schadenseintritt zusammenhängende Kausalitäten werden gleich behandelt

repressiv

hindernd, unterdrückend (<-> präventiv)

Kommissivdelikte

Begehungsdelikte (werden durch Handlungen begangen, die aktiv gegen ein Verbot verstoßen)

Omissivdelikte

Unterlassungsdelikte (werden durch eine Unterlassung begangen, z.B. einer gesetzlich gebotenen Hilfeleistung)

Distanzdelikt

Delikt, bei dem Handlung und Erfolg zeitlich oder örtlich auseinander fallen (z.B. Briefbombe)

vikariieren

stellvertretender Austausch strafrechtlicher Sanktionen, z.B. Freiheitsentzug und freiheitsentziehende Maßregel (außer Sicherheitsverwahrung)Mittel der Staatsanwaltschaft, bei Ersttätern bzw. leicht und mittelschweren Delikten eine Eröffnung des richterlichen Strafprozesses zu unterlassen und die Tat durch Absehen von einer Strafverfolgung zu erledigen, in der Regel mit Verhängung erzieherischer Maßnahmen verbunden

Diversion

Mittel der Staatsanwaltschaft, bei Ersttätern bzw. leicht und mittelschweren Delikten eine Eröffnung des richterlichen Strafprozesses zu unterlassen und die Tat durch Absehen von einer Strafverfolgung zu erledigen. Damit ist in der Regel verbunbden mit Verhängung erzieherischer Maßnahmen

Generalprävention

allgemeine Vorbeugung (Bemessung der Strafe mit Rücksicht auf ihre Abschreckungswirkung hinsichtlich der Allgemeinheit)

Spezialprävention

besondere Abwendung (alle Maßnahmen, die bei einem bestimmten Delinquenten in Betracht kommen, um ihn individuell von einem Rückfall abzuhalten)

Klagenkonkurrenz

mehrere Klagen stehen zur Verfügung (nebeneinander: kumulative Konkurrenz, wenn das Geltendmachen der einen Klage die andere Klage ausschließt: alternative bzw. elektive Konkurrenz)

Offizialdelikte

Delikte, für deren Verfolgung nur der Staat bzw. Staatsanwalt zuständig sind

Offizialmaxime (Offizialprinzip)

Grundsatz der Amtswegigkeit (Verfolgung von Straftaten ohne Rücksicht darauf, ob die Verfolgung vom Verletzten begehrt wird)

Offizialverteidiger

von Amts wegen bestellter Verteidiger ( wird in bestimmten, vom Gesetz vorgesehenen Fällen beigestellt)

Putativdelikt

Handlung, die vom Handelnden irrigerweise als strafbar angesehen wird

Putativnotwehr

wenn der Angegriffene irrtümlich annimmt, dass er zur Notwehr berechtigt ist

Präventivnotwehr

in Erwartung eines möglichen Angriffes erfolgende Abwehr (nur dann zulässig, wenn bereits ein Angriff angedroht wurde, und sie das allein geeignete, letzte Mittel zur Verteidigung darstellt -> selten der Fall)

Notwehrprovokation

beabsichtigte Herbeiführung einer Notwehrlage (meist als Rechtsmissbrauch eingestuft)

Realkonkurrenz

wenn der Täter durch mehrere selbstständige Tathandlungen mehrere verschiedene Delikte oder dasselbe Delikt mehrmals hintereinander begeht

Idealkonkurrenz

Zusammentreffen mehrerer Straftaten in Tateinheit (wenn durch eine Tathandlung mehrere Delikte verwirklicht werden)

Legalitätsprinzip

Bindung der Vollziehung an die Gesetze (kein Verbrechen, keine Strafe ohne gesetzliche Strafdrohung / Handlungspflicht des Staatsanwaltes)

Defraudation

Veruntreuung

Krida

Vereitlung oder Schmälerung der Befriedigung von Gläubigern durch den Schuldner (kann vorsätzlich, aber auch fahrlässig begangen werden)

Ingerenz

Einflussnahme(möglichkeit) (wenn man durch die Einmischung in eine bestimmte Situation Handlungspflichten auf sich nimmt, deren Unterlassung zu einer Strafbarkeit führen kann)

Viktimologie

Lehre von der Opfer-Täter-Beziehung

Mediation

strukturiertes freiwilliges Verfahren zur Vermeidung oder Beilegung eines Konflikts außerhalb des Gerichtssaals

Talion

spiegelbildliche Vergeltung ("Auge um Auge"])

Retent

immer in der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft verbleibendes Blatt einer Strafakte bezeichnet, wenn die Akte einer anderen Behörde, z.B. der Polizei oder dem Gericht, übergeben wird

Sistieren

wenn ein Beschuldigter von der Polizei zur Feststellung der Personalien zur Wache gebracht wird

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