Fachbegriffe Strafrecht

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Created by:

vmknowledge  on September 2, 2008

Subjects:

jura, recht

Classes:

Deutsch für Profis (Fremdwörter, Fachbegriffe, Etymologie)

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Fachbegriffe Strafrecht

inkriminieren
anschuldigen, zur Last legen
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inkriminieren anschuldigen, zur Last legen
Inkulpat Angeschuldigter
Adäquanztheorie einem Schädiger ist ein Schaden nur dann zuzurechnen, wenn er nicht durch einen gänzlich a-typischen Verlauf zustande gekommen ist
Kausalnexus ursächlicher Zusammenhang
Äquivalenztheorie alle mit dem Schadenseintritt zusammenhängende Kausalitäten werden gleich behandelt
repressiv hindernd, unterdrückend (<-> präventiv)
Kommissivdelikte Begehungsdelikte (werden durch Handlungen begangen, die aktiv gegen ein Verbot verstoßen)
Omissivdelikte Unterlassungsdelikte (werden durch eine Unterlassung begangen, z.B. einer gesetzlich gebotenen Hilfeleistung)
Distanzdelikt Delikt, bei dem Handlung und Erfolg zeitlich oder örtlich auseinander fallen (z.B. Briefbombe)
vikariierenstellvertretender Austausch strafrechtlicher Sanktionen, z.B. Freiheitsentzug und freiheitsentziehende Maßregel (außer Sicherheitsverwahrung)Mittel der Staatsanwaltschaft, bei Ersttätern bzw. leicht und mittelschweren Delikten eine Eröffnung des richterlichen Strafprozesses zu unterlassen und die Tat durch Absehen von einer Strafverfolgung zu erledigen, in der Regel mit Verhängung erzieherischer Maßnahmen verbunden
Diversion Mittel der Staatsanwaltschaft, bei Ersttätern bzw. leicht und mittelschweren Delikten eine Eröffnung des richterlichen Strafprozesses zu unterlassen und die Tat durch Absehen von einer Strafverfolgung zu erledigen. Damit ist in der Regel verbunbden mit Verhängung erzieherischer Maßnahmen
Generalprävention allgemeine Vorbeugung (Bemessung der Strafe mit Rücksicht auf ihre Abschreckungswirkung hinsichtlich der Allgemeinheit)
Spezialprävention besondere Abwendung (alle Maßnahmen, die bei einem bestimmten Delinquenten in Betracht kommen, um ihn individuell von einem Rückfall abzuhalten)
Klagenkonkurrenz mehrere Klagen stehen zur Verfügung (nebeneinander: kumulative Konkurrenz, wenn das Geltendmachen der einen Klage die andere Klage ausschließt: alternative bzw. elektive Konkurrenz)
Offizialdelikte Delikte, für deren Verfolgung nur der Staat bzw. Staatsanwalt zuständig sind
Offizialmaxime (Offizialprinzip) Grundsatz der Amtswegigkeit (Verfolgung von Straftaten ohne Rücksicht darauf, ob die Verfolgung vom Verletzten begehrt wird)
Offizialverteidiger von Amts wegen bestellter Verteidiger ( wird in bestimmten, vom Gesetz vorgesehenen Fällen beigestellt)
Putativdelikt Handlung, die vom Handelnden irrigerweise als strafbar angesehen wird
Putativnotwehr wenn der Angegriffene irrtümlich annimmt, dass er zur Notwehr berechtigt ist
Präventivnotwehr in Erwartung eines möglichen Angriffes erfolgende Abwehr (nur dann zulässig, wenn bereits ein Angriff angedroht wurde, und sie das allein geeignete, letzte Mittel zur Verteidigung darstellt -> selten der Fall)
Notwehrprovokation beabsichtigte Herbeiführung einer Notwehrlage (meist als Rechtsmissbrauch eingestuft)
Realkonkurrenz wenn der Täter durch mehrere selbstständige Tathandlungen mehrere verschiedene Delikte oder dasselbe Delikt mehrmals hintereinander begeht
Idealkonkurrenz Zusammentreffen mehrerer Straftaten in Tateinheit (wenn durch eine Tathandlung mehrere Delikte verwirklicht werden)
Legalitätsprinzip Bindung der Vollziehung an die Gesetze (kein Verbrechen, keine Strafe ohne gesetzliche Strafdrohung / Handlungspflicht des Staatsanwaltes)
Defraudation Veruntreuung
Krida Vereitlung oder Schmälerung der Befriedigung von Gläubigern durch den Schuldner (kann vorsätzlich, aber auch fahrlässig begangen werden)
Ingerenz Einflussnahme(möglichkeit) (wenn man durch die Einmischung in eine bestimmte Situation Handlungspflichten auf sich nimmt, deren Unterlassung zu einer Strafbarkeit führen kann)
Viktimologie Lehre von der Opfer-Täter-Beziehung
Mediation strukturiertes freiwilliges Verfahren zur Vermeidung oder Beilegung eines Konflikts außerhalb des Gerichtssaals
Talion spiegelbildliche Vergeltung ("Auge um Auge"])
Retent immer in der Geschäftsstelle der Staatsanwaltschaft verbleibendes Blatt einer Strafakte bezeichnet, wenn die Akte einer anderen Behörde, z.B. der Polizei oder dem Gericht, übergeben wird
Sistieren wenn ein Beschuldigter von der Polizei zur Feststellung der Personalien zur Wache gebracht wird

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