SM130 Teil A Arnold

49 terms by meinereiner

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zum Lernen von Inhalten des Fernstudiengangs "Schulmanagement" der TU Kaiserslautern, 1. Semester

Lernen

- Kompetenzbildende Aneignung von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten
- absichtsvoll (intentional)
- beiläufig (funktional, "en-passant")
- institutionalisiert (formell) oder
- in Lernpraxis (informell (60-80% des Lernens))
S. 34

Lerntheorien

behavioristische, konstruktivistische, kognitivistische,
subjektwissenschaftliche. Sie sind entweder objektorientiert oder subjektorientiert. S.34

8 Lernarten

1. Signal-Lernen
2. Reiz-Reaktions-Lernen
3. Lernen motorischer Ketten
4. Lernen sprachlicher Ketten
5. Lernen von Unterscheidungen
6. Begriffsbildung
7. Regel-Lernen
8. Problemlösen
(Gagné 1969)

behavioristische Lerntheorie

-Reiz-Reaktions-Konditionierung
-klassische Konditionierung
-zeitliche Kopplung von unbedingtem und neutralem Reiz (Lob, Tadel)
-multimediales Lernen nach instructional-design

kognitivistische Lerntheorie

-"gesamter Zusammenhang einer Verhaltensreihe" (Heinze 1968)
-problemlösendes, einsichtiges und schlussfolgerndes Lernen (akademische Bildung, umfassende Schlüsselqualifikationen)
-Lernen durch Assimilation, Anwendung,Restrukturierung, Weiterentwicklung vorh. kognitiver Strukturen (Akkomodation)
- behavioristische + Selbstreflexion, selektive Wahrnehmung, kognitive Strategien, Ideen und Wünsche

konstruktivistische Lerntheorie

- kognitive System sind in sich geschlossen autopoietisch, selbstreferentiell
- Restrukturierung innerhalb eines geschlossenen Systems
- Lernen kann nicht erzeugt werden, nur ermöglicht
- Perturbation führt zu Anpassung im Lernenden
- Information wird mit Vorwissen verknüpft, vor eigener Erfahrung interpretiert und ein "Netzwerk" konstruiert, das in konkreten Situationen zum Handeln befähigt
- nachhaltiges Lernen durch aktiv-interaktive Vorgehensweise
- individuelles L. und organisationales L. als korrespondierende Seiten eines Wissensmanagements

subjektwissenschaftliche Lerntheorie

- radikal-konstruktivistisch
- stark individualisiert
- intentionales Lernen nur durch "Gründe" im Lernsubjekt (Holzkamp 1996)
- Unterschied zw. defensivem und expansivem L. (Holzkamp 1993, S. 190)
- nachhaltiges L. nur expansiv möglich, wenn Lernen Subjektentwicklung zulässt, ermöglicht und fördert

Lernanforderungen und Lernarten (2.4)

transformatives Lernen als Lernen zweiter Ordnung
organisationales und emotionales Lernen
Heranziehung anderer als nur psychologischer Konzepte für die Erklärung
- Konzept des Organisationslernens
-Verbesserung und Weiterentwicklung emotionaler Kompetenzen
- transformative Lernprozesse im Sinne von Lernen zweiter Ordnung

Organisationslernen

Ende 70er, C. Agyris, MIT
- Aufeinander-Abstimmen individueller und organisationaler Lernebenen
- Mitglieder lernen als Lernagenten für die Organisation
- zielt auf alltägliche Gebrauchstheorien (theory-in-use)
- Führungsstil muss auf Partizipation und Moderation ausgerichtet sein
- verlangt Mitarbeiter mit Gestaltungskompetenz
- Veränderung von etablierten "Bezugsrahmen" (Probst/Büchel '94) --> Kulturentwicklung

Verbesserung und Weiterentwicklung emotionaler Kompetenzen

- Veränderungskompetenz: Wandel gestalten und Krisen überwinden (auch S. 83)
- Umgang mit Angst
- früh angebahnte Erfahrungen von Selbstwirksamkeit vs Ausgeliefertsein, Geborgenheit vs Gefährdetsein

Lernen zweiter Ordnung

- Transformation früh gelegter Emotions- und Deutungsmuster
- man lernt nicht nur Neues, sondern verändert seine Sicht- und Fühlweisen (wir sehen die Welt, wie wir sie/uns fühlen!)

Emergenz

- spontaner Prozess der Ordnungsbildung
- ein Ereignis triggert ein Deutungs- und Gefühlsprogramm, und es stellt sich für uns eine Ordnung her, die wir bereits kennen (kognitionstheoretische Sichtweise)

Primat der Emotion

- Gefühlsbausteine sorgen für Lähmung, Bedrängtsein, Ausweglosigkeit
- Selbstarchäologie als Lösung

Schlüsselsituationen in der Arbeit mit Menschen

- Umgang mit Anerkennung
- Umgang mit Abhängigkeit
- Umgang mit Zuwendung
- Umgang mit Unwirksamkeit

DGPs (Wahrnehmungsfilter)

Deutungs- und Gefühlsprogramme

Selbstarchäologie

sich selbst klar werden über:
- Umgang mit Anerkennung, Abhängigkeit, Zuwendung, Unwirksamkeit
- Banalität des Ich-Zustands verstehen
- verstehen, was bevorzugte Grundmotive und Ängste sind, sich dadurch von Automatismen lösen und DGPs ändern, indem eine Stop-and-Think-Schleife eingebaut wird

Banalität unserer Identität

Da die eigene Sichtweise sich von anderen immer unterscheidet, wird sie banal, somit man selbst banal. Sich und andere beobachten führt zu mehr Gelassenheit und Wertschätzung.

Zweite Lektion eines Emotionalen Konstruktivismus (Merksatz)

Man kann die Wahrnehmungsfilter und DGPs, die unser Bild der Wirklichkeit liefern, nur schwer verändern. Das Bewusstsein darüber sorgt für achtsamere Grundhaltung und man streitet daher weniger über die Wirklichkeit.

Kollegialität

"It is recognized neither as part of the problem nor as part of the solution" (Barth 1990, "Improving schools from within")
- Kollegialität ist Grundlage zur Schulentwicklung
- Verweis zu "Community of learners", Schule nur von innen entwickelbar
- besteht aus vier Verhaltensweisen (Barth, ebd.)
-------Adults in school (Ais) talk about practise
-------Ais observe each other
-------Ais engage together in work on curriculum
-------Ais teach each other what they know about teaching

Teamentwicklung

- vom Einzelkämpfer zum Team (Fachsitzung, Steuergruppe)
- Unterscheidung zw. Sachebene und Beziehungsebene ist hilfreich
- Eisberg-Modell oder "Titanic-Phänomen"-Modell
- Entstehung und Reifung einer Kommunikationskultur, die möglichst wenig im Dunklen lässt.
vier Säulen:
-- Zielklarkeit
-- Aufgabenklarheit
-- Zusammenhalt
-- Verantwortungsübernahme
- wichtig für den wirklichen Erfolg didaktischer Innovationen
- klare Absprachen, regelmäßige Treffen, Rahmung dieser Treffen (Moderation, TOPs, Protokoll, etc.), besondere Teambildungsveranstaltungen
- Vertrauens-Paradox (S. 49)

Teambildung führt zu Rollenbildung

- Moderator
- Stratege
- Bedenkenträger
- Agent der Leitung
- positive Rollen angemessen besetzen
- negative Rollen bewusst machen

Team-Charakteristika

Buhren/Rolff 2002
- gemeinsame Aufgabe
- umittelbares Zusammenarbeiten
- gemeinsame Ziele verfolgen
- Wir-Gefühl entwickeln

3 Formen der Förderung der Lehrerzusammenarbeit

3 Formen:
-- gemeinsam den Fachunterricht weiterentwickeln
-- Projekte kooperativ planen und entwickeln (Kompetenzen im SII-fachlich-sozialisierten Kollegium entwickeln)
-- Absprachen bezüglich der Förderung von Methodenkompetenzen treffen

Empowerment

Ermutigung zu kooperativem Arbeiten
- zunächst durch gemeinsame Unterrichtsplanung
- dann kooperative Weiterentwicklung von gemeinsamen Anliegen
3 Formen:
-- gemeinsam den Fachunterricht weiterentwickeln
-- Projekte kooperativ planen und entwickeln (Kompetenzen im SII-fachlich-sozialisierten Kollegium entwickeln)
-- Absprachen bezüglich der Förderung von Methodenkompetenzen treffen
meine eigenen Formen:
-- Lehrer-Stammtisch
-- andere Schulen anschauen
-- runder Tisch, z.B. Oberstufenberater
-- Sprengelsitzungen

Teambildung II

Zuständigkeit führt zu professioneller Autonomie. Das bedeutet, dass die Einhaltung von Standards selbst geleistet werden muss.

Zentrale Mechanismen des Wandels von Schule (Schulentwicklung (SE))

Rolff:
Selbstorganisation und Organisationsentwicklung (OE)
_________
- Systeme können sich nur von Innen heraus wandeln
- SE muss "unter die Haut gehen", sonst
- "Alter Wein in neuen Schläuchen"

Organisationsentwicklung (OE)

Rolff 1993:
OE " ist ein
offenes,
planmäßiges,
zielorientiertes und
langfristiges Verfahren
im Umgang mit Veränderungsforderungen und Veränderungsabsichten in sozialen Systemen"
- nicht nur Technik oder Verfahren
- bedingt Organisationslernen
- Einstellung zum Menschen gibt Ausschlag

Kompetenzbereiche von SE

Rolff u.a. 2000:
1- Lern- und Prozessberatung
2- Moderation von Klein- und Großgruppen
3- Kontakt und Kont(r?)aktgestaltung
4- Erwartungs- und Rollenklärung
5- Gesprächsführung
6- Selbststeuerung
7- Diagnoseverfahren
8- Teamentwicklung
9- Schulleitungsberatung
10- PM
11- Konfliktmanagement
12- Evaluation

Subsidiaritätsprinzip

da eingreifen als Leiter, wo Eigenkräfte des Teams nicht mehr ausreichen

Merksatz "Moderne Führung ...
--> stellvertretende Führung

Moderne Führung erhält somit in lernenden Schulen die Aufgabe, für die Moderation der Selbstorganisation zuständig zu sein. Grundlage für ein in diesem Sinne sensibles und prozess- sowie entwicklungsförderliches Führen ist zunächst ein Abschied von der Illusion der Machbarkeit und der Allzuständigkeit.
_________________________
Betroffene zu Beteiligten machen

Stellvertretende Führung - ermöglichungs- und potentialorientiert, Realisation:

1- Ziele klären!
2- Ziele visualisieren!
3- Feedback-Kultur pflegen und sichtbar leben!
4- Mitarbeiterpotentiale erkennen und fördern!
5- Stillstandsgefahren erkennen (Frühwarnorientierung)

Neuausrichtung der Personalentwicklung

Abb. 8, S. 57
- nicht mehr Personalverwaltung im Vordergrund (Rekrutieren, Einsetzen, Beurteilen), sondern
- strategische Personalentwicklung (Förderung, Kompetenzentwicklung, Führung)

PE

Becker 2009:
Grundlage sind Qualifikation, Kompetenz, Performanz
Pe "umfasst alle Maßnahmen der Bildung, der Förderung und der [OE], die von einer Person oder Organisation zur Erreichung spezieller Ziele zielgerichtet, systematisch und methodisch geplant, realisiert und evaluiert werden."

Merksatz "Moderne PE ...

... wird heute stärker von ihrer strategischen Relevanz für das Lernen, d.h. die Entwicklung, der Organisation und ihrer Mitglieder her begründet und gestaltet, wodurch auch neue Formen der Gestaltung der klassischen Zuständigkeiten der Personalarbeit entstehen.

4 Stufen der Schulentwicklung

Arnold 2009:
Steuerungswissen: - OE
Kooperationswissen: - PE/ Teamentwicklung
Didaktikwissen: - UE (Unterrichtsentwicklung)
Erziehungswissen: - Erziehungsentwicklung
(abb. 9 S. 60; auch Abb. 2, SM110, S. 19)

3.9 Sozial-emotionale Ressourcen professioneller Kollegialität

...

5 Aspekte der Stärkung professioneller Kollegialität

Kruse 1994
-Openess to Improvement (Neuerung)
-Trust and Respect
- Cognitive and Skill Base (Wissens- und Kompetenzbasis selbständig sichern und erweitern)
- Supportive Leadership (nicht Administrationskontakt mit L im Vordergrund) (prime >keeper> of the school vision)
- Socialization (Enkulturation)

Ausdruck "Defensives Lernen" ist von ...

Holzkamp 1993

Existenzweise des Habens

Erich Fromm (1976) 2000:"Haben oder Sein. ...)
-Wissen/Bildung als Besitz
-Wissen abspeichern oder Aufzeichnungen gut hüten
-Neues wirkt störend, beunruhigend

Emotionale Kompetenz

- Synonym "Emotionale Intelligenz"
- Gefühle sind unser erster Verstand
- man lernt nicht einfach nur Neues, sondern verändert dabei seine gewohnheitsmäßgen emotionalen Sicht- und Fühlweisen.
- wir sehen die Welt, wie wir sie fühlen
grundlegende Bedeutung erhält "Umgang mit Angst"

Umgang mit Angst

- erweitert auf "Umgang mit Krisen"
- Schlüsselqualifikation, die Veränderungskompetenz ermöglicht
- "Emotionale Blindheit" überwinden
- Wissen und Fähigkeiten für Krisenintervention und Krisenbegleitung sind notwendig
vgl. auch Covey 2000

"The Courage of Change"

Stephen R. Covey 2000
- First Things first
- Begin with the End in Mind
- Paradigm as the map, not the territory
- Emotional Bank Account

sind Mittel für Veränderungskompetenz

Personal Mastery

(Senge 1996)
- Disziplin der Selbstführung und Persönlichkeitsentwicklung
- Abb. 20, S. 86
- Katharsis

KATHARSIS

- Kreativität
- Achtsamkeit
- Transparenz (der Zielerreichung
- Holistische Eingebundenheit
- Aktivität
- Relevanzbewusstsein
- Selbstgenügsamkeit
- Intentionalität
- Selbstbewusstsein

Merksatz "Führen"

Niemand vermag Andere wirklich überzeugend und wirksam zu führen, der nicht gelernt hat, sich selbst zu führen.

3 Ebenen der Selbstführung

- Zielerreichung
- Energiesicherung
- Selbstveränderung
Bsp. Maßnahmen dazu: -nicht laden sondern besuchen -andere mehr reden lassen als man selbst redet -überlegen, was andere von einem erwarten
dabei OE nicht aus dem Auge verlieren (alle müssen lernen)

Vorgehensweise der Selbstführung

Vision - Realität - Selbstverpflichtung
nach Robert Fritz (1991)(Komponist und Lehrer)

4 Fazit: Stärkung schulischer Kollegialität

Abb. 20, S. 89
waagrecht: Social and Human Ressources:
-Openess to Improvement (Neuerung)
-Trust and Respect
- Cognitive and Skill Base (Wissens- und Kompetenzbasis selbständig sichern und erweitern)
- Supportive Leadership (nicht Administrationskontakt mit L im Vordergrund) (prime >keeper> of the school vision)
- Socialization (Enkulturation)

senkrecht: Critical Elements
- Reflective Dialog
- De-Privatization of Practise
- Collective Focus on Student Learning
- Collaboration
- Shared Norms and Values

4 Fazit: Stärkung schulischer Kollegialität; hier Ziel und Strategie

Ziel: Stärkung prof. Kollegialität
Strategie: Empowerment der Kompetenzen der Lehrenden sowie Förderung der sozial-emotionalen Selbstreflexivität im Führen und geführt werden.

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