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Kinderkrankheiten

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Masern Infektiosität
5 Tage vor bis 4 Tage nach Auftreten Exanthem
Masern katarrhalisch
Schnupfen, bellender Husten,
Fieber
Konjunktivitis, Lichtscheu
Koplikflecken
Masern exanthem
- Hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl
- Generalisierte Lymphadenopathie
- Makulopapulöses, großfleckiges, teils konfluierendes Exanthem
retroaurikulärer Beginn, Ausdehnung Körper
Abblassung nach 4-5 d, Schuppung
Masern Komplikationen
- Masern-Enzephalitis
- Bakterielle Superinfektion: Otitis media, Pneumonie
- Sspe
Sspe Stadien
- Demenz
- Epilepsie und Myoklonien
- Dezerebrationssyndrom (Tonuserhöhung, vegetative Entgleisungen, Koma)
Scharlach Leitsymptome Trias
hochrote Zunge (Erdbeer-/Himbeerzunge),
entzündete Tonsillen
typisches in Leisten betontes Exanthem, periorale Blässe
Scharlach früh
Abrupter Beginn, hohes Fieber
Halsschmerzen
Vergrößerung submandibulärer Halslymphknoten
Scharlach Komplikationen
- Toxisch
Myokarditis, Interstitielle Nephritis, Arthralgien
- Bakteriell
Lymphadenitis colli mit Abszedierung, Peri-/Retrotonsillarabszess
Otitis media, Meningitis, Osteomyelitis
- Rheumatisches Fieber, Poststreptokokken-GN
Röteln Infektiosität
7 Tage vor bis 7 Tage nach Exanthem
Röteln Klinik
Geringe Beeinträchtigung AZ
Nuchale und retroaurikuläre lymphadenopathie
Makulopapulöses hellrotes Exanthem, fein- bis mittelfleckig, flüchtig
Röteln Komplikationen
Arthralgien
Seltener Rötelnenzephalitis, Bronchitis, Otitis, Myo- und Perikarditis
Postinfektiöse thrombozytopenische purpura
Ringelröteln
Erythema infectiosum
Geringe Beeinträchtigung AZ
Wangenerythem, "Ohrfeigenexanthem"
makulopapulös -> girlandenartig
symmetrische Polyarthritis (v.a. Finger-, Hand-, Knie- und Sprunggelenke)
Ringelröteln Komplikationen
aplastische Krisen
Hydrops fetalis
Selten bei Kindern: Leichte Hepatitis, Myokarditis, aseptische Meningitis/Enzephalitis
Dreitagefieber
Dreitagefieber → 3 Tage hohes Fieber,
Exanthema subitum → "plötzliches Exanthem" (bei Fieberabfall)!
Mögliche Begleitsymptome
Pharyngitis, Husten
Schwellung der zervikalen Lymphknoten
Lidödeme, Nagayama-Spots
Durchfall
# oft Fieberkrämpfe
hhv6,7
Windpocken
Uncharakteristische Prodromi (1-2 Tage vor Exanthembeginn)
Sternenhimmel" oder "Heubner-Sternenkarte" (Papeln, Vesikel und Krusten) schubweise, juckend, Beginn am Stamm, Enanthem
Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen
Windpocken Komplikationen
Narbenbildung, Bakterielle Superinfektion
Herpes Zoster
Systemischer, Hämorrhagischer Verlauf, Milde Thrombozytopenie
Pneumonie, Zerebellitis mit Ataxie, Enzephalitis (sehr selten)
Hepatitis, Myokarditis, Arthritis, Nephritis
Windpocken PEP
IKImpfung: 5 Tage nach Exposition oder 3 Tage nach Exanthembeginn beim Indexfall
PEP: passive Immunisierung mit Varizella-Zoster-Immunglobulin innerhalb von 96 Stunden nach Exposition
Ungeimpfte Schwangere mit fehlender Varizellenerkrankung
Immunsupprimierte mit fehlender Immunität
Neugeborenes, wenn die Mutter 5 Tage vor oder bis 2 Tage nach der Entbindung erkrankt
Windpocken Nachholimpfung
Kinder 5-18.LJ
Patienten vor immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantationen
Personen mit schwerer Neurodermitis
Personen in engem Kontakt zu der gefährdeten Person
Seronegative Frauen mit Kinderwunsch
Purpura Schönlein Henoch
IgA-Immunkomplexablagerungen
Tastbare Purpura und Petechien (nicht wegdrückbar!), Streckseiten UE, Gesäß
Kolikartige BS, Blutige Stühle
Arthritiden/Arthralgien meist in Sprung- und Kniegelenken
#RPGN, Orchitis, pulmonale Hämorrhagie, Beteiligung des ZNS
Mumps Infektiosität
7 Tage vor bis 9 Tage nach Krankheitsbeginn (Parotisschwellung)
Mumps
Sialadenitis
meist beidseitige Schwellung der Ohrspeicheldrüsen
Ggf. Rötung um Ductus Parotideus
Ggf. abstehendes Ohr, Kauschmerzen
Fieber, Allgemeinzustand↓
Mumps Komplikationen
Orchitis (#Unfruchtbarkeit), Pankreatitis, seriöse Meningitis, Meningoenzephalitis
SS Tod 1.Trimenon
Mumps PEP
impfung bis 3 (maximal 5) Tage nach Kontakt
Pertussis
Stadium catarrhale (1-2 Wochen)
Erkältungssymptomatik, ggf. Konjunktivitis
Stadium convulsivum (2-6 Wochen)
nächtliche Hustenanfälle plus tiefe, laute Inspiration, vorgestreckte Zunge, Auswürgen von Schleim oder Erbrechen → Exsikkose
Stadium decrementi (> 1 Woche)
Abklingen der Symptomatik
Pertussis Infektiosität
Neugeborenenalter → Kein Nestschutz
4-6 Wochen, bei AB nach etwa 5 Tagen aufgehoben
im Stadium catarrhale sehr hoch
Pertussis Komplikationen
Otitis media
Pneumonie
Atelektasen
Pneumothorax
Krampfanfälle (selten)
Enzephalopathie mit möglichen bleibenden Schäden (selten)
Polio Infektiosität
solange das Virus ausgeschieden wird → Rachensekret 36 h-1wo
Stuhl 3 d-Wo
Poliomyelitis ohne ZNS-Beteiligung
90% asymptomatisch
unspezifische Symptome: Gastroenteritis, Fieber, Übelkeit, Halsschmerzen, Myalgien und Kopfschmerzen für 1-3 Tage
Ausheilung/#ZNS
Poliomyelitis mit ZNS-Beteiligung
Nicht-paralytisch
Fieber, Nackensteifigkeit, Rückenschmerzen und Muskelspasmen
Head-Drop-Zeichen
Keine Paresen!
Liquordiagnostik: Lymphozytäre Pleozytose
Poliomyelitis mit ZNS-Beteiligung
Paralytisch
Erneuter Fieberanstieg
Schwere Rücken-, Nacken- und Muskelschmerzen
schlaffe Paresen Bein- (am häufigsten)
# Zwerchfelllähmung, Zentrale Atemlähmung
# Muskelkontrakturen, Deformierung, trophische Wachstumsstörungen
Post-Polio-Syndrom
Muskelschwund, Ermüdungserscheinungen und Schmerzen
atopische Dermatitis Leitsymptome
schubartig beugeseitige Ekzeme mit starkem Juckreiz
trockene Haut
papulovesikulöse Rötung
Krustenbildung, Nässen, Erosionen, Hyperpigmentierungen
atomische Dermatitis spezielle Symptome
Lichenifikation ab dem Jugendalter
Glanznägel (Poliernägel)
Pulpitis sicca (Dermatitis hiemalis): Feine Schuppung
Dennie-Morgan-Zeichen: Doppelte Unterlidfalte
Hertoghe-Zeichen: Ausdünnung der lateralen Augenbrauen
Weißer Dermographismus: Abblassen Haut auf mechanischen Reiz
Tiefer Haaransatz
atomische Dermatitis Sgl
Beginn mit Milchschorf,
Stamm, Beinstreckseiten
atomische Dermatitis Pathogenese
Dominanz der TH2-Lymphozyten
Barrierestörung der Haut
verstärkte Bildung von IgE-Antikörpern
Neurovegetative Störungen
Provokationsfaktoren
atopische Dermatitis Therapie Stufe 1
Trigger vermeiden, Emollentien
atopische Dermatitis Therapie Stufe 2-3
+ Antiprurigicum
+ Antiseptikum
+ topische GK #Hautatrophie/Calcineurininhibitoren
+ Phototherapie
atopische Dermatitis Therapie Stufe 4
+ systemische immunsuppressive/immunmodulatorische Therapie mit Ciclosporin, Azathioprin, MM
Fieberkrämpfe Definition
epileptische Gelegenheitsanfälle nach 1. Lebensmonat im Rahmen fieberhafter Infekte (meist bei Temperaturen über 38°C) ohne ZNS-Infektion
unkomplizierte Fieberkrämpfe
primär generalisiert, tonisch-klonisch, symmetrisch
<10-15min, Max. 1/24h
zw. 6.Mo und 6.LJ
komplizierte Fieberkrämpfe
fokal, seitenbetont, postparoxysmale #
>10-15min, >1/24h
vor 6.Mo und nach 6.y
T: Diazepam-Rektiole oder Clonazepam i.v.
Pseudokrupp
viral bedingte, subglottische Anschwellung und Verengung des Larynx
Klinische Stadien des Pseudokrupps
1 Bellender Husten, Heiserkeit, leiser Stridor bei Erregung
2 Ruhestridor, beginnende Dyspnoe, leichte juguläre Einziehungen
3 Dyspnoe in Ruhe, thorakale Einziehungen, Blässe, Tachykardie
4 Hochgradige Dyspnoe mit zunehmender Ateminsuffizienz, Zyanose, Erstickungsgefahr, Bradykardie und Somnolenz
Epiglottitis
Entzündung der Schleimhaut des Kehldeckels, supraglottisches Ödem
Fremdkörperaspiration Symptome
anfallsartiger Reizhusten
Stridor und Dyspnoe
lebensbedrohliche Verlegung der Trachea mit massiver Luftnot, Zyanose und Asphyxie
Fremdkörperaspiration Ventilmechanismus
Unvollständige Obstruktion, air trapping und Überblähung, verminderte Gefäßzeichnung, vermehrte Transparenz, Mediastinalverlagerung nach kontralat, hypersonorer Klopfschall
Fremdkörperaspiration Atelektase
vollständige Obstruktion, keine Belüftung Distal, verminderte Transparenz, Verstärkte Gefäßzeichnung, Mediastinalverlagerung nach ipsilat, hyposonorer Klopfschall
Fremdkörperaspiration Therapie
1.Husten
2.Rückenschläge
3.Heimlich-Manöver/Thoraxkompressionen
4.Beatmung, Reanimation
5.Intubation
6.Bronchoskopie
7.ggf. OP