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Nathan der Weise

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Rollenbiografie Nathan (10)
- Jude (vorher muslimisch)
- Recha adoptiert
- Hilfe von Haushälterin Daja
- hat Saladin finanziell unterstützt
- Wurde ein guter Freund von Saladin
- reich, weise => Wissen, Lebenserfahrung, Meinungsbildung
- gläubig
- Hatte 7 eigene Kinder + Frau=> von Christen getötet
- redegewannt, kann Leute gut überzeugen
- Aufklärer
Rollenbiografie Recha (7)
- christlich geboren & jüdisch aufgezogen
- wurde jedoch nicht streng religiös erzogen, nur Grundprinzip
- Beinhaltet alle drei Religionen (Nathan vorher muslimisch, jetzt jüdisch; christlich geboren)
- Wurde vom Tempelherr gerettet (aus Feuer)
- schwärmerisch
- nicht aufgeklärt
- Assad - leiblicher Vater
Rollenbiografie Daja (4)
- Haushälterin Nathan
- Christin
- Hat dem Tempelherrn die Wahrheit gesagt (Verwandtschaft mit Recha) => als Verräterin angesehen
- Witwe (Ehemann gestorben)
Rollenbiografie Tempelherr (8)
- kommt aus Deutschland
- Christ
- in Recha verliebt - seine Schwester
- hat sie aus dem Feuer gerettet
- Assad - Vater
- Wurde von Saladin (Onkel) verschont, da er Assad ähnelt
- ist dadurch Saladin etwas schuldig
- Nathan ist sein Freund - verweigert ihm die Heirat mir Recha (weil er von der Verwandtschaft bescheid weis)
Rollenbiografie Saladin (7)
- Sultan
- zwei Geschwister (Assad (T), Sittah)
- Al Hafi - Finanzen übernommen
- religiös, christlich
- sozial - kümmert sich um Familie / Freunde
- hinterlistig => Wollte Geld von Nathan, stellte ihm eine Falle um ihn danach erpressen zu können, will schlussendlich trotzdem mit ihm befreundet sein
- gutes Bauchgefühl
Rollenbiografie Sittah (5)
- selbstbewusst
- kann gut mit Geld umgehen
- Geld gewonnen beim Schachspiel
- nahm Recha zu sich, als sie erfahren hat, dass Recha nicht die leibliche Tochter von Nathan ist
- Beraterin Saladin
Rollenbiografie Al Hafi (2)
- Derwisch (Schatzmeister von Saladin)
- lieb, neutral
Rollenbiografie Patriarch (5)
- Oberhaupt Kirche
- Saladin und Nathan - Gegner
- Adoption Recha nicht unterstützt / sehr erschüttert
- dogmatisch => nur auf Bibel / Schrift fixiert
Nathan - Zusammenhänge der Figuren (7)
- Recha adoptiert
- Daja - Haushälterin
- Tempelherr - in seine Tochter verliebt
- Sultan - Freund
- Al Hafi - Freund
- Patriarch - Gegner (gegen Adoption)
- Klosterbruder - bestätigte Verwandtschaftsbeziehungen von Recha
Recha - Zusammenhänge der Figuren (4)
- Tempelherr - Bruder, Retter
- Saladin / Sittah - Onkel / Tante
- Nathan - "Vater"
- Assad - leiblicher Vater
Daja - Zusammenhänge der Figuren
- Haushälterin Nathan
Tempelherr - Zusammenhänge der Figuren (4)
- Recha - in sie verliebt, Schwester
- Assad - leiblicher Vater
- Saladin - hat ihn verschont, schuldet ihm etwas
- Nathan - Freund
Saladin - Zusammenhänge der Figuren (4)
- Assad, Sittah - Geschwister
- Al Hafi - Finanzberater
- Recha / Tempelherr - Onkel
- Nathan - Freund
Sittah - Zusammenhänge der Figuren (3)
- Assad / Saladin - Geschwister
- beratet Saladin
- Recha aufgenommen
Al Hafi - Zusammenhänge der Figuren (2)
Nathan - Freund
Saladin - sein Finanzberater
Patriarch - Zusammenhänge der Figuren
- Saladin & Nathan - Gegner
Warum hat Lessing "Nathan der Weise" weder als Tragödie noch als Komödie verfasst? (5)
- aufklärerischer Mensch
- Das von ihm gewählte Thema (Religion) bietet sich nicht an, komisch oder tragisch zu enden
- Wollte Verstand der Leute anregen => selbst denken
- rechnete zuerst nicht mit einer Aufführung
- Sprache der Lyrik, weil diese einen orientalischen Ton aufweisen
Motto "Introite, nam et heic Dii sunt" (2)
"Trete ein, denn auch hier sind Götter"
- Vereinigung der drei Religionen
- Streit mir Herrn Goeze (führt Streit mit seinem Buch weiter)
Warum ist Al-Hafi, Daja und Patriarch in der Schlussszene nicht anwesend?
Daja: sie ist nicht aufgeklärt und war gegen die Erziehung /Aufzucht von Recha
Patriarch: Ist nicht der Meinung dass alle Religionen gleichgestellt sind
Al-Hafi: ist ausgewandert (Strassenbettler), glaubt an keine der drei Religionen, ist ein Hinterfrager, seiner Meinung nach braucht es auch finanzielle/materielle Dinge
Begriff Utopie
idealisierender und/oder apokalyptischer Zukunftsentwurf
Inwiefern thematisiert Lessing die Situation der Juden in seinem Drama?(4)
- Nathan macht ebenfalls sehr gute Geldgeschäfte
- der Jude Nathan erfüllt in jeder Hinsicht alle Maxime und so will er sich den Vorurteilen wiedersetzen
- Gleichheit aufzeigen & Akzeptanz erhöhen
- Macht Gefälle nimmt ab -> Anzahl Angehörigen demonstriert (am meisten Christen, am wenigsten Juden)
Zwei bedeutende Veränderungen von Lessing im Bezug auf das Theater
Grundeinheiten des Theaters:
- Einheit der Handlung
- Einheit der Zeit
- Einheit des Ortes

=> Zeit / Ort gebrochen
z.B mehrere Bühnenbilder

Früher durften nur Adelige "Tragödien" erleben (Ständeklausel) und er hat in seiner Tragödie die Bauern ins Zentrum gesetzt => bürgerliches Trauerspiel
Funktion Kunst in der Aufklärung
Ideen der Aufklärung = bittere Medizin
Kunst = bittere Medizin wird wieder ausgeglichen - es wird leichter zu akzeptieren da die Kunst versüsst
Kunst bringt ebenfalls Sinne und Genuss zum Vorschein, nicht nur Verstand
Für die Unmündigen versüsst die Kunst vor allem, denn sie können nicht akzeptieren dass vorher ihnen alles vor gedacht wurde und sie jetzt plötzlich selber denken müssen.
Ursache Streit Lessing und Goeze
Lessing hat religions- und kirchenkritische Schriften eines Freundes herausgegeben, in denen z.B. Kritik am Wunderglauben und am Wahrheitsanspruch der Kirche geäussert werden.
Inhalt Streit Lessing und Goeze (3)
- Vernunft
- Wahrheit der Bibel: Gott kennt (seine) Wahrheit, doch jeder Mensch soll sich seine eigene Wahrheit bilden. Lessing bezeichnet viele Ereignisse in der Bibel als "Scheinwahrheiten"
- Schreibstil: Lessing besteht auf einen eigenen Stil jedes Menschen
Immanuel Kant: "was ist Aufklärung?" (3)
- Aufklärung ist die Lösung, um selbständig zu werden und um seine eigene Meinung gegen aussen zu vertreten
- Er belehrt mit "Sapere aude!" um den eigenen Verstand zu benutzen und den Mut aufzubringen und die eigenen Gedanken zu akzeptieren.
- Ausserdem behauptet er, dass wenn man seine eigene Meinung unterdrückt. man selber Schuld an seiner Unmündigkeit sei.
Probleme für Nathan als ihm die Frage von Saladin gestellt wurde (3)
- Nathan darf sich nicht für eine Religion entscheiden, denn wenn er seine Religion nimmt (Jude) wird es für Saladin nicht stimmen und wenn er seine Religion wählt (Christentum) dann schleime er sich ein.
- In beiden Fällen hätte der Sultan ihn dann erpressen können (war ja auch sein Plan)
- Er musste seine Meinung / Belehrung in eine Geschichte einpacken, damit ihm der Sultan überhaupt zuhört, denn er hätte sich sonst nicht belehren lassen
Funktion Orts- und Zeitangaben in der Ringparabel (2)
- Ringparabel soll wie ein Märchen verpackt sein, die Orts und Zeitangaben versüssen die Geschichte und tarnen sie auch
- Sie spielt im Osten => Symbol für Ort des aufgehenden Lichts => Aufklärerischer Gedanke denn Saladin soll ja auch ein "Licht aufgehen" (er wird aufgeklärt)
Erklärung Farbenpracht des Opals des Rings (2)
- Der Ring spiegelt 100 Farben => 100 Denkens weisen, trotzdem ist es immer noch der selbe Ring!
- Alle Religionen scheinen und funktionieren daher anders, doch der Ursprung ist immer noch der gleiche.
(Man kann den Stein verschieden sehen, so wie jeder seine Eigene Meinung bilden kann)
Wirkung Ring + Beitrag, der Mensch dafür machen muss (2)
- Toleranz, Aktivität und Nächstenliebe => wenn man diese drei Faktoren einhaltet, wird der Ring wirken
- Täuschung, es geht nur um das eigene Verhalten und darum wird der Träger von allen geliebt, nicht wegen des Rings
Merkmale Parabel (7)
- epische Kleinform
- Kurze Textsorte die belehrend ist
- Geschichte wird erzählt, die auf eigentliche gemeinte Situation übertragbar ist
- Zwei Ebenen: Bildebene = vordergründliches Geschehen => Deutung des Geschehens = Sachebene
- das "Gesagte" muss auf das "Gemeinte" übertragen werden
- Enthält viele Metaphern und Vergleiche
- Entweder kann der Autor explizit belehren oder verdeckt (Leser muss selber)
5 Stationen, die Saladin während seiner Belehrung bei der Ringparabel erlebt, aufzählen (5)
1. neugierig, interessiert
2. verblüfft, verwirrt
3. wütend, will eine Antwort
4. begeistert (ihm geht ein Licht auf)
5. nachdenklich (Selbstkritik)
Klassische Dramenaufbau Ringparabel
1. Exposition = Der Ring, die Personen und der Ort wird vorgestellt; Bildebene (keine Sachebene)
2. steigende Handlung = Die Geschichte neigt immer wie mehr dem Ende zu, welches nicht voraussehbar ist; die Spannung steigt; Moral ist unklar (saladin fragt nach, auf was er hinaus will); Bildebene (keine Sachebene)
3. Höhepunkt = Saladins Frage wird beantwortet; Moral wird klar wie auch der Konflikt; Bildebene wechselt zu Sachebene; eigentliche Geschichte stoppt
4. fallende Handlung = Retardierendes Moment - Zeit und Handlung bleibt stehen; Lösungssuche - streit wegen dem richtigen Ring (doch man weis, dass es keine richtige Lösung geben wird); Konflikt wickelt sich ab; Wieder Bildebene
5. Lösung: Söhne erkennen Moral nicht; <= Auflösung Bildebene - Richterspruch; Alle Religionen sind gleich (Nathan klärt Saladin auf) => Sachebene wird aufgelöst => Moral ist klar (für Zuschauer)
Nathans Wunderdefinition (3)
- Für Nathan ist das Alltägliche das Wunder, d.h. folglich, dass es keine Wunder (wie wir sie kennen) gibt
- Er spottet über andere, die einen Wunderglauben besitzen (z.B. Recha). Für Recha ist das Wunder übernatürlich, für Nathan liegt es jedoch in der Natur.
- Das einzige "Übernatürliche" Wunder ist Gott
5 Gesprächsstrategien, die Nathan anwendet, um Recha aufzuklären (5)
- Er schafft zuerst durch Zustimmung und Komplimente eine gute Gesprächsebene
- Zugeständnisse
- Metaphorische Sprache
- Zeigt ihr die Wichtigkeit der Aufklärung auf (Aufklärung ist kein Gift oder Medizin)
- Erzählt Geschichte des Tempelherrn (Hält ihr den bei nahen Tod des Tempelherrn vor Augen um zu zeigen, dass er nicht sterben könnte, wenn er ein Engel wäre)
Rechas Entwicklung in Szene (1.2)
Am Anfang dachte sie, es sei wirklich ein Engel gewesen. Durch die Überzeugung Nathans ist ihr bewusst, dass es doch kein Engel gewesen sein konnte.
Engel => zeigt, dass Recha eine unaufgeklärte Person ist
Vergleich Szene 1.2 mit Ringparabel
Parallelen (5)
unterschiede (1)
Parallelen:
- In beiden klärt Nathan eine andere Person auf
- Unbewusst wird etwas eingesehen
- Beide müssen die Moral / Lösung selber herausfinden
- Beide Argumentationen von Nathan beruhen sich auf der Vernunft (Aufklärung)
- Bei beiden besitzt Nathan eine metaphorische Sprache (damit er unbewusst belehrt und verzuckert)

Unterschiede:
- Belehrung durch Parabel und durch Wiederspruch (1.2)
Entwicklung Verhältnis Nathan und Tempelherr in Szene 2.5
1. Passage:
- Nathan findet Tempelherr sympathisch; lässt sich nicht auf die Provokationen des Tempelherrn ein; verhaltet sich unterwürfig
- Tempelherr verhaltet sich überheblich / distanziert; hat Vorurteile gegenüber Juden

2. Passage:
- Tempelherr nähert sich Nathan an, bleibt trotzdem noch ein Stück weit distanziert; beginnt Nathan Komplimente zu machen; Nennt ihn nicht mehr "Jude" sondern "Nathan"
- Nathan überbrückt die Distanz durch das Greifen nach dem Zipfel des Mantels

3. Passage:
- Ebenbürtiges Gespräch auf gleichen Augenhöhe
- Nähern sich an durch die gleiche Einstellung zu den Religionen
- "Höhepunkt des Gesprächs"

4. Passage:
- Freundschaft entsteht
- Beide denken gleich
- Verbindung durch Sorge / Liebe zu Recha

Fazit: Wiederum Prozess der Aufklärung und Erziehung: Einsicht der Gleichwertigkeit aller Religionen
Fünf Axiome Kommunikationswissenschaft Paul Watzlawick
Def. Axiome: Sachen die Wahr sind, man aber nicht beweisen muss; gültige Wahrheiten

1. Axiom: man kann nicht nicht kommunizieren (alles Verhalten ist Kommunikation)
2. Jede Kommunikation hat eine Inhalts- und Beziehungsebene (-Aspekt)
(Art der Beziehung zwischen zwei Kommunikationspartner ist für das Verständnis von grundlegender Bedeutung)
3. Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt (A nörgelt => B zieht sich zurück => A nörgelt etc.)
4. Menschliche Kommunikation bedingt sich analoger (nicht verbal) und digitaler (verbal) Modalitäten
(es wird mittels gesprochenem und mit nonverbalen Äußerungen kommuniziert - Kommunikation gelingt, wenn beide übereinstimmen und beide gleich interpretiert werden)
5. Kommunikation ist symmetrisch oder komplementär
(Beziehung beruht auf Gleichheit oder auf Ungleichheit)
Szene 2.5 (Nathan und Tempelherr)mit Watzlawicks 2. Axiom
1. Passage = Beziehungsebene
- Nathan lobt Tempelherr; möchte sich bedanken für die Rettung von Recha; thematisiert explizit die Beziehung zum Tempelherrn; möchte eine gute Beziehung zu Tempelherr aufbauen, er distanziert sich jedoch
- Tempelherr beleidigt Nathan (Jude)

2. Passage = Beziehungsebene
- Die beiden nähern sich an
- Nathan geht nicht auf Beleidigungen des Tempelherrn ein => Beziehungsfördernd; macht ihm Komplimente

3. Passage = Inhaltsebene
- Gesprächspartner merken, dass sie die gleiche Einstellung zu den Religionen haben
- das zuerst emotional gelagerte Gespräch verlagert sich auf eine Diskussion über die Religionen

4. Passage = Beziehungsebene
- Bewusstsein einer gemeinsamen Grundhaltung führt zu einer Freundschaft

Fazit:
Zunächst dominiert die Beziehungsebene, welche auf eine angespannte Beziehung schliessen lässt. Eine anschliessende Annäherung auf der Beziehungsebene ermöglicht den Sprung auf die Inhaltsebene, welche wiederum die Beziehungsebene positiv beeinflusst.
Zusammenhang Erziehung eines einzelnen Menschen und der gesamten Menschheit (religiöse Phase & Erziehungsmethode)
Phasen der Entwicklung (eines Menschen):
Kind => Teenager / Knaben => Mann

Religiöse Phasen:
Altes Testament => Neues Testament => "neues ewige Evangelium" (Religion der Aufklärung

Erziehungsmethode / Ansporn:
Unmittelbare sinnliche Strafen und Belohnungen => Christus als Lehrer; Hat Weissagungen gemacht und durch seine Auferstehung den Leuten das ewige Leben demonstriert = Christus als Vorbild => Menschen sollen das Gute sehen und im Innern ihre Belohnung finden
Charakterisierung Patriarch (Szene 4.2) (7)
- antisemitisch (judenfeindlich)
- für ihn ist der Glaube sehr wichtig => Macht Instrument
- intolerant bezüglich anderer Religionen; für ihn gibt es nur das Christentum
- Vernunft ist für ihn nicht wichtig
- Erzieherisch; geht davon aus, dass der Mensch immer eine Unterweisung braucht (möchte Juden verbrennen)
- Eigensinnig; stellt rhetorische Fragen doch die Antwort interessiert ihn nicht
- scheint "mit allem geistlichen Pomp" => spiegelt Scheinheiligkeit
Verhalten Tempelherr (Szene 4.2) (6)
- neugierig (möchte, im Gegensatz zu Patriarch, eine Antwort hören)
- wissbegierig
- verteidigt Nathan / stellt sich auf seine Seite
- zeigt Gefühle
- lehnt intuitiv den Patriarchen ab / möchte ihm ausweichen
- stellt die Antworten des Patriarchen in Frage => braucht seine Vernunft
Fazit Szene 4.2 - Patriarch und Tempelherr im Bezug auf Erziehung
Patriarch ist im Stadium des Kindes, Tempelherr ist schon erwachsen und ist für sein eigenes Wohl verantwortlich
Warum deutet Lessing das Schicksal von Nathan nur kurz an?
Das Schicksal von Nathan deckt sich mit dem Schicksal von Lessing!
=> will seine eigene Geschichte nicht so tief erklären

Er stellt die Vernunft als unhinterfragtes Ideal dar, mit welcher man jede Kriese bewältigen kann.
Inwiefern hat die Aufklärung zu Veränderungen bezüglich der Hexenverbrennung beigetragen?
- Im 17Jh. wurde die Hexenverbrennung gestoppt
- Die Aufklärung hat dazu beigetragen, dass man mehr Verstand benützen sollte und als mehrere nicht mehr dem Aberglauben angehangen sind, ging die Hexenverbrennung zurück
Ringparabel: Inwiefern unterscheidet sich der Höhepunkt von den anderen Abschnitten?
Im Höhepunkt findet ein Wechsel von der Bildebene zur Sachebene statt. Nathan muss Saladin den Link geben, dass die Ringe für die drei Religionen stehen und so wird auch die Moral der Ringparabel klar
Inwiefern verliert Saladins Frage an Wichtigkeit?
Nathans Antwort war, dass alle drei Religionen gleich sind. Daher war die Frage, welche die wahre Religion ist geklärt und fällt so in den Hintergrund. Es gibt laut Nathan keine Antwort auf seine Frage. Saladin akzeptiert daher nach der Aufklärung Nathans die Antwort.
Warum der Richter auf einen verbildlichen Spruch verzichtet - in Verbindung mit den Maximen
Maxime: Toleranz, Aktivität und Nächstenliebe

Der Richter verzichtet auf den Spruch, weil die drei Söhne selber auf die Antwort kommen sollen. Sie sollen Aktiv werden Toleranz / Nächstenliebe einhalten damit der Ring wieder funktioniert.
Erklärung Geschichtsverständnis der Aufklärung - Bezug zur Ringparabel
Alles auf der Welt soll nach einem Ziel streben und einen Sinn und Zweck haben!
Bezug:
Die drei Söhne sollen selber nach dem Sinn der Ringe suchen und ihn herausfinden. Irgendwann wird ihnen klar werden, dass die Ringe eigentlich keine Wirkung haben sondern dass nur der Mensch diese "Wirkung" erzielen kann sobald er die Maxime einhaltet. Jedoch kann diese Zeit, bis die Söhne verstehen, unterschiedlich lange brauchen - über Leben / Generationen hinweg
Wozu dient die Szene 4.2 (Patriarch und Tempelherr)
Lessing verkörpert in der Rolle des Patriarchen Goeze und will ihn so negativ darstellen bzw. ihren Streit weiterführen.
Dazu stellt er in dieser Szene die vernünftigen Menschen (Tempelherr) positiv und die unvernünftigen (Patriarch) negativ dar um ein Paradebeispiel für den Konflikt der Aufklärung zu zeigen.
Erläuterung der Utopie die Lessing mit dem Drama aufstellt
- Die Menschheit soll immer weiter aufgeklärt werden und lernen, die Maxime einzuhalten
- Er will aufzeigen, dass alle drei Religionen gleichgestellt sind - sie sind eine Familie und das soll die Menschheit so akzeptieren
- Belehrung der Erziehung der Menschheit => alle sollen gutes machen weil die das Gute in jedem Menschen zu schätzen wissen
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