DDT2_Gangstörungen

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„highest-level disorders":
Andere Hemisphärenkrankheiten und psychogene Gangstörungen
Erkrankungen kortikaler und subkortikaler Strukturen (• Vorsichtiger Gang • Subkortikales Dysequilibrium • Frontales Dysequilibrium • Isolierte Ganginitiationsstörung • Frontale Gangstörung • Psychogene Gangstörung)

„middle-level disorders":
Spastischer Gang bei Hemi- und Paraparese, Kleinhirn- und Basalganglien
Erkrankungen von Rückenmark, Hirnstamm und Basalganglien (• Hemiparetischer Gang • Paraparetischer Gang • Zerebelläre Ataxie • Parkinsonistischer Gang • Choreatischer Gang
• Dystoner Gang)
• Spastik bei Pyramidenbahnschädigung (hemiparetischer Gang - „Wernicke-Mann", paraparetischer Gang)
• Ataktischer Gang bei cerebellärer oder Hinterstrangstörung • Akinetischer Gang, Parkinsonistischer Gang • Dystoner Gang • Choreatischer Gang
- Abnorme Balance und typische Bewegungsmuster, dazu charakteristische Begleitsymptome helfen bei der Diagnose.
- Pyramidale, zerebelläre und basalganglionäre Störungen haben eine fehlende Abstimmung von posturalen und lokomotorischen Vorgängen als pathophysiologische Grundlage

„lowest-level disorders":
Muskel- und Skelettkranheiten, Krankheiten des peripheren Nerven und der Nervenwurzeln
Periphere muskuloskeletale Erkrankungen (• Arthritis • Myopathie • PNP)
Periphere sensorische Erkrankungen (• Sensorische Ataxie • Vestibuläre Ataxie • Visuelle Ataxie)
Gangstörungen durch Gelenkerkrankungen, Myopathien und periphere Neuropathien
• Ataktische Gangstörungen bei sensorischer, vestibulärer oder visueller Dysfunktion
- Art der Gangstörung und Symptome der zugrundeliegenden Krankheit führen zur Diagnose.
- Charakteristisch ist die meist vorhandene gute Kompensation bei intaktem ZNS
Versacht durch einen Neuronenzellverlust in den Basalganglien - Zentren für das Denken, Urteilsvermögen, Gedächtnis, Bewegung und Emotionale Kontrolle
=> 3 Typen von Symptomen - Emotionale/Verhaltenssymptome - Kognitive/intellektuelleSymptome - MotorischeSymptome

Frühphase
Subtile Veränderungen in der Koordination, einzelne Unwillkürliche Bewegungen, Probleme komplexe Probleme zu durchdenken
Depression Medikation wirkt recht gut gegen Depression und emotionale Symptome

Mittlere Phase
Chorea wird deutlicher
Chorea kann für Trunkenheit gehalten werden
Sprechen und Schlucken werden langsam betroffen - Logopädie und Physiotherapie sinnvoll
Fähigkeit des Denkens und des Urteilsvermögens läßt nach
Desorientierung und Verlust des Kurzzeitgedächtnisses beginnt.

Spätphase
Schwere Chorea oder Rigor
Schluckstörungen und Gewichtsverlust werden zu einem ernstzunehmenden Problem
Völlige Hilfsbedürftigkeit Verlust von Geh- und Sprechfähigkeit.

Emotionale/Verhaltenssymptome
Depression, Reizbarkeit, Angst, Apathie
Aggressive Ausbrüche, Impulsivität, Stimmungsschwankungen, sozialer Rückzug
Vorbestehende Charakterzüge werden ausgeprägter Andere psychiatrische Probleme selten

Kognitive und intellektuelle Symptome
Verminderter Fähigkeit, Routineabläufe und -tätigkeiten zu organisieren oder mit neuen Situationen zurecht zu kommen
Verlust des Kurzzeitgedächtnisses ohne Einbußen beim Langzeitgedächtnis Normale Arbeitsaufgaben werden schwierig

Motorische Symptome
Initial „Nervosität": Herumfummeln, Blinzeln, Rastlosigkeit
Verminderung der Alltagsfähigkeiten einschließlich Koordination und Konzentration
Gradueller Anstieg von unwillkürlicher Bewegung des Kopfes, Rumpfes, Gliedern, die Gehen und Gleichgewicht beeinträchtigt
BeeinträchtigungvonSpracheundSchlucken
Bewegungen werden durch Willküraktivität, Anstrengung, Stress, Aufregung und emotionale Erregung schlimmer und lassen während Ruhe und Schlaf nach.
Hyperkinetische Störungen
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