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Pädiatrie - Krankheiten Chirurgie

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Branchiogene Malformationen
Entstehen durch Fehlentwicklung aus den Schlundbögen & Taschen (unvollständige Zurückbildung)

- LKG -Spalte
- Missbildungen von Ohr
- Fisteln, Zysten, Sinus (median, lateral)
- Halsanhängsel
- mediane Halsspalte

SYMP:
schon ebi Geburt vorhanden - häufig erst später entdeckt - häufig Erstmanifestation durch Infekt
mediane Halszyste
Entsteht durch unvollständige Obliteration von dct thyreoglossus (Manifestation i.d.R. vor 6 LJ)

SYMP:
- prallelastische Raumforderung in der medianen Halsline (Mittelline zw. Kinn & Thyroidea)
- häufig unenteckt - erst wenn Entzündet, grösser zunimmt ev. Perforation (Fistel)
- Abzessbildung möglich
- Schluckstörungen eher nicht vorhanden
mediane Halsfistel
Entsteht sekundär durch Entzündung und Perforation der medianen Halszyste
Refluxkrankheit
> Oesophagitis
Gastrooesphagealer Reflux ist physiologisch und betrifft 85% der Säuglinge -> erst wenn Symptome/ Komplikationen = Refluxkrankheit

--> Reflux -> Entzündliche Veränderungen OE -> Oesophagitis (ulzerationen, Strikturen, Blutungen)

SYMP
- Nicht galliges Erbrechen (Fortgeschritten: ev. Hämatemesis)
- Retrosternale Schmerzen
- wiederholte Aspiration (respiratorische Symptome - rezidivierende Pneumonien)

--> sehr unspezifisch - sollte auch überprüfen bei:
- nächtliches Weinen
- Mangelernährung/ Gewichtsstillstand
- Chronische Atemwegsprobleme/ Asthmaähnliche Symptome
- ev. Schiefhals (reflektorisch bedingt)
Hypertrophe Pylorusstenose
= funktionelle Ausgangsstenose Magen durch hypertrophie der zirkulären Pylorusmuskultatur

SYMP:
- schwallartiges nicht galliges Erbrechen (i.d.R. nach Mahlzeit)
- Kind ständig hungrig
- Exikose
> Gewischtverlust & Gedeihstörungen
> Säure-Basen-Störung (metabolische Alkalose mit hypokaliämie)

--> manchmal lässt sich eine verschiebliche Olive als Raumforderung im rechten Oberbauch tasten
--> Manifestation in 3. - 6 LW
Prankreasruptur

- Symp
- Komplikationen
-> 4. häufigste Vereletzung von intraabdominillen Organ (Leber, Milz, Niere) -> traumatisch durch Quetschung vs WS

SYMP
- Oberbauchschmerzen (gürtelförmig)
- Emesis
- AZ-Verschlechterung
- Fieber (v.a. bei Pankreatitis Schub)
- Peritonismus

Komplikationen
--> grosse Komplikationsrate (Pseudozysten, Fisteln, umgebende Organe betroffen) - total aber hohe Heilungswahrscheinlichkeit

OP-Komplikation:
Hämorrhagisch- nekrotisierende Pankreatitis (exokrine/ endokrine Pankreasinsuffizienz)
Meckel-Divertikel
> Divertikulitis
= häufigste kongenitale Anomalie des GIT (v.a. bei Trisomie 21)
befindet sich max. 2ft proximal der Illeocoecalklappe (Ausstülpung des Illeus/ Jejunum)

--> "Echte Divertikel" sind mit Illeum Mukosa ausgekleidet (-> "unechte" mit Magen (v.a.) / Pankreas)

Magen-> Produktion von Säure -> Ulcera -> Blutungen (s.u. -> darum Teerstühle)

SYMP:
- in 95% der Fälle asymptomatisch
- häufigste Manifestation: schmerzlose, teilweise heftige untere GIT-Blutungen -> Teerstuhl
- Ulkusbildung? -> Peritonitis

--> Divertikulitis: sehr ähnlich wie Appendicitis
> Neugeborene am häufigsten mit Symptome der Obstipation symptomatisch
Ductus omphaloentericus
Der Ductus kann vollständig / teilweise persisitieren (=embryonale Verbindung zwischen Dottersack & primitiven Darm)

teilweise
> Meckel Divertikel
> zystische Auftreibung - Dottergangszyste

komplett
= Verbindung zwischen Nabel & Darm

- nässender Nabel - teilweise mit Entleerung von galliger Fl, Stuhl, Luft
- intestinale Obstruktion durch Bride-artige-Verbindung zwischen Darm & Nabel
Blutender Nabel
- Koagulopathie
- kongenitale Neutropenie
persistierende Urachus
= Durchgehend offene Verbindung zwischen Blase & Nabel

- Nässender Nabel (Urin/ seröse Fl.)
- Eintrittspforte für Bakterien/ Pilze
> Rezidivierende Cysitiden & aufsteigende Harnwegsinfeke (abdominale Schmerzen und typische Symptome der HWI)
Nabelhernie


- Symp
- Komplikationen
Prolaps des mit peritoneum überzognene Brucksackes durch einen Nabelringdefekt (v.a. bei Erhöhung des intraabdominellen Druckes)

- keine Symptome (i.d.R.)
- Bruchsack i.d.R. einfach reponierbar
- abwartende Haltung -> 85% Spontanverschluss (abhängig von Bruchpforten- Druchmesser)

Komplikationen
- Inkarzeration
- Perforation

--> sehr selten
Appendicitis

- Symp
- Befunde
= häufigste Ursache eines akuten Abdomens bei Kindern > 3J

SYMP
- Übelkeit, Erbrechen, Inappetenz
- subfebrile, febrile Temperatur
- kontinuierliche Bauchschmerzen
> zuerst diffuse schmerzen (epgastrisch, periumbilical = viszeral) -> dann lokalisierter im rechten Unterbauch (= somatischer Schmerz)

BEFUNDE
- lokalisierte Druckschmerz, Abwehrspannung rechter UB
- Mc-Burney positiv
- Rüttelschmerz
- Psoasschmerz
- digitale REktale Untersuchungs-Schmerz
- Ausstreichen des Colons Schmerz
- kontralateraler Loslassschmerz

+ erhöhte Entzündungsparameter

DD: Meckeldivertikel
Peithyphilitischer abszess
kann sich im Rahmen einer Appendizitis entwickeln. Durch eine Perforation entwickelt sich ein abgekapselter Abszess im Bereich des Caecum. Die Therapie besteht im Einlegen einer Drainage & der Verabreichung von AB. Anschliessend kann im kalten Stadium appendektomiert werden.
Invagination

- Einteilung
- Symp
- Komplikationen
= Einstülpung eines Darmanteils in den aboral folgenden Darmanteil (v.a. illeum in Kolon)
- idiopathisch (häufig nach Infekte)
- morphologisch (M. Divertikel, Polypen, Status n. OP)

--> sehr unwahrscheinlich dass es sich von alleine wieder löst (Interventionell - pneumaitsch & hydrostatisch oder Chirurgisch)

SYMP
- Erbrechen
- Perakut kollikartige Bauschmerzen
- Himbeergeleeartiger Stuhl

Komplikationen
- Nekrosen
- Peritonitis

--> erfordert zügiges Handeln
M. Hirschsprung (Megacolon congenitum)

- SYMP
- Komplikationen
- DD
= Erkrankung des Dickdarmes - gehört zu den Aganglionosen (ungenügende Migration der Neuroblasten im Darm -> sistiert an gewissem Punkt -> distal davon keine Ganglienzellen im Plx. Myentericus -> Spastizität - Verengung und proximal aufgrund von PAssagehindernis -> Dilatation
--> funktionelle Darmobstruktion = Illeus

SYMP:
- Zeichen von Illeus (akutes Abdomen, geblähtes Abdomen, galliges Erbrechen)

Im Neugeborenen Alter: (80%)
- verzögerter Mekoniumabgang (> 48h)

Später ~6LM: (20%)
- beim Umstellen von Milch auf feste Kost -> chronische Obstipation

Komplikation
- Enterokolitis (= Notfall)
> Fieber
> geblähtes Abdomen
> schwer krankes Kind
> stinkende Durchfälle

DD: alle Erkrankungnen mit einer Darmobsturktion, chronischen Obsturktion, verzögerter Mekoniumabgang (Darmatersien, Malrotation, Volvolus, Mekoniumilleus)
Leistenhernie

- Symp
- Komplikationen
Direkte/ Indirekte (-> Säuglingen indirekte)

--> Persistieren des Proccessus vaginalis peritonei (Descensus Testis) - Verbindung zwischen Abdomen - Leiste - Skrotum bleibt erhalten
-> Bruchsack: Darm, Omentum majus -> können bis ins Skrotum deszendieren (durch anulus inguinalis profundus)

SYMP
- Schmerzen
- Schwellung
- Schweregefühl

--> in Skortum/ Leiste

Komplikation
Akute Inkarzeration
> akute, heftigste Schmerzen, nicht wegdrückbare Schwellung in der Leiste
Hydrocele
> Testis
> funiculi spermatici

- Symp
= Wasseransammlung in Hoden/ Samenstrang aufgrund eines persistierenden Processus vaginalis peritonei (abhängig von grösse kann auch Hernie entstehen)
-> Peritonealflüssigkeit passiert Kanal

SYMP:
- im laufe des Tages an Grösse zunehmende (Schwerkraft)
- Morgens dann wieder verschwunden/ kleiner
- meist schmerzlos
> schmerzen, schweregefühl
> Schwellung

--> meist obliteriert der Kanal vor dem 1. Geburtstag - abwartende Haltung
Zwerchfellhernie
= Durch die Zwerchfelllücke herniert Magen, Darm, Milz, Leber in die Thoraxhöhle und behindert das Lungenwachstum

Befunde:
- Arteriolen haben Muskelhypertrophie
- Hypoxie -> hyperkapnie -> Hypertonie im Lungenkreislauf
- eingesunkener Abdomen
- Verlagerung der Herztöne auf gesunde Seite
- fehlende Atemgeräusche auf der betroffenen Seite
- Darmgeräusche im Thorax

Symptome:
- Dyspnoe, Zyanose, Tychypnoe (Leitsymptome)
(oft gibt es postpartal eine respiratorische gute Phase = honeymoon Phase -> danach rasche pulmonale Verschlechterung)

--> bei kleinen Hernien können Patienten auch erst durch pulmonalen Infekt symptomatisch werden
Oesophagusatresie
= angeborene fehlbildung (häufig 50% mit VACTREL aossziiert)
- keine Verbindung zum Magen & Mündet in Luftröhre / so starke Verengung, dass keine Nahrung passieren kann
-> am häufigsten (90%) Typ III(b)

Symptome:
- keine nahrungsaufnahme
- Schaumig-blasiger Schleim vor Mund (kann Speichel nicht schlucken)
- Hustenanfälle
- Dyspoe

--> vorgeburtlich sieht man ein Polyhydraminon (kann nicht schlucken) -> häufig frühgeburten

Komplikationen:
Aspirationspneumonie
Duodenalatresie
Atresie von Dünndarm durch interne (fehlende Rekanalisation) oder externe Faktoren (zirkuläre Pankreas, laddsche Bänder)

SYMP
- galliges/ nichtgalliges Erbrechen (abhängig von Lage von papilla vateri)
- Nahrungsintoleranz
- Respiratorische Probleme (Aspiration)

--> symptome können auch erst auftreten bei Umstellen von fl. auf feste Nahrung

BEFUNDE:
- double bubble sign
- polyhydramnion
Malrotation

- Symp
= Störung der Drehung des Dünn- & Dickdarmes während der Embryologie -> prädisponiert zur Volvolierung

-> macht i.d.R. keine Symptome - falls schon dann immer in den frühen Lebensabschnitten (Sehr selten Erstamanifestation im Jugend/ Erwachsenenalter)


SYMP
--> kann intermitierende chronische Bauchschmerzen machen
Volvolus

- Symp
= Drehung von Abschnitt des Verdauungstracktes um seine Mesenteriale Achse -> Blutversorgung des betroffenen Abschnittes wird eingeschränkt/ abgedrückt

--> Ischämie & Nekrose des betroffenen Darmabschnittes

SYMP
- plötzlicher Schmerzbeginn
- rasche AZ verschlechterung
- initial galliges erbrechen, danach blutig
- Peritonitis
- respiratorische Dekompensation (Schock)
- blutige Diarrhoe (spät)

--> wenn > 75% des Darmes nekrotisiert sehr schlechte Prognose

BEFUND:
- abrupter Stop von Breischluck - kein duodenales C
Dünndarmatresie
- keine Assoziation mit anderen Malformationen
- Aethiologie unklar
- häufig multiple Atresien (-> muss suchen)

SYMPT:
- fehlender Mekoniumabgang
- galliges Erbrechen
- ausladendes Abdomen

BEFUND:
- Darmanteile proximal von Atresie dilatiert, distal keine Luft -> illeus (sieht aus wie M. hirschsprung)
-
Analatresie
= angeborene Störung, bei welcher Die Öffnung des Rektum nicht vorhanden, nicht korrekt angelegt ist (Fistel)

- VACTREL assoziiert
> 50% urologische Fehlbildunge
> 30% kardiale Fehlbildungen
> 10% gastrointestinale Fehlbildungen

SYMP:
- kein Mekoniumabgang
- kein Anus- sondern Fisteln (hohe/ tiefe)
- Luft, Mekonium aus Urethra

--> prognose gut - 75% vollständige Kontinenz
--> haben häufig Obstipation
Kryptochrismus
>
Fehlstand des Hodens nach dem 1. LJ (ausserhalb des Hodensackes - irgendwo zwischen abdominal & Scrotal)
leistenhoden
im Leistenkanal (häufigste Form)
Pendelhoden
Samenstrang ausreichend lang -> frei zwischen Hodensack & Leiste (Cremasterreflex)
Gleithoden
Samenstrang zu kurz -> kann Hoden zwar ins skrotum ziehen, geht aber automatisch zurück sobald losgelassen
ascendierter Hoden
Ein skortal dokumentierter Hoden, der sich im Verlauf permanent ausserhalb von Skrotum befindet
Ektoper Hoden
Hoden ausserhalb des Skrotums
Hypospadie
= angeborene Entwicklungsstörung der Urethra

> Mündung der Harnröhre (Meatus urethrae externus) weiter ventral/proximal (d. h. auf der Unterseite) der Penis-Spitze gelegen als beim Gesunden

Häufig assoziiert mit:
> Präputium & Glans gespalten
> hypoplastische Penisunterseite mit möglicher Krümmung
> häufig mit Kryptochrismus assoziiert
Epispadie
= angeborene Entwicklungsstörung der Urethra (Sehr selten)
> Mündung der Harnröhre dorsal (-> d.h. auf Rückseite) von Penis
Blasenexstrophie (5)
= Mulisystemdefekt

> Blase & Urethra (nicht als Hohlorgan entwickelt -> Platte)
> Darm
> Beckenbodenmuskulatur
> Symphyse gespalten
> Epispadie
Hydronephrose
= pathologische Erweiterung des Nierenbeckens & der Nierenkelche aufgrund einer Abflussstörung im Bereich der ableitenden Harnwegen

> nicht signifikante Abflussbehinderung
> Ureterabgangsstenose
> Vesiurethraler REflux
> Uretrhrovesikale Obstruktion
> infravesikale Obstruktion (-> bilaterale Hydronephrose)
Ureterabgangsstenose/ Pyelouretrale Obstruktion
- intrinsisch / extrinsisch

SYMP:
- pränatal keine Symptome
- später Kolliken, Steine, Infekte
Uretrovesikale Obstruktion
-> kann zum klinischen bild des primär obstruktiven MEgaureters führen

--> Ureter aufgedehnt und geschlängelt (Muskelgewebe durch Bindegewebe ersetzt) - bei anhaltender Obstruktion des Uretro vesikalen Überganges
--> sieht man pränatal häufig - heilt oft von alleine ab (Infektprophylaxe)
infravesikale Obstruktion (z.B. Urethralklappe)
Fluss aus Blase komplett obstruiert - Balkenblase mit hypertropher Muskulatur entsteht

-> beidseitige Hydronephrose entsteht
-> Oligohydramnion -> Probleme bei Lungenausbildung (braucht aspiriertes H2O) -> Ateminsuffizienz
-> Niereninsuffizienz (50% der Lebendgeborenen)

--> wird bereits pränatal interveniert (Katheter/ Vesicostomie)
VUR (Vesikourethrale Reflux)
Flüssigkeit aus Blase retrograd in Niere -> physiologischer-anti-Reflux-Mechanismus funktioniert nicht richtig (Ureter verläuft zwischen Mukosa & Detrusor - wird physiolgischerweise bei Miktion zugedrückt
> zu kurz
> zu senkrecht

--> Funktioniert nicht

SYMP:
- aufsteigende Infektionen -> pyelonephritis
> eingeschränkte Nierenfunktion, Narben, Hypertonie
Verbrennungen - Gradeinteilung

1
2a
2b
3
4
Grad 1: Epidermis
> Rötung, Schwellung, Schmerz
> Bsp. Sonnenbrand

Grad 2a: Epidermis & Dermis (obere Schicht) -> keine Narben
Grad 2b: Epidermis & Dermis (tiefe Schicht) -> Narben

> Rötung, Schwellung, Schmerzen, Blasenbildung*

Grad 3: Kutis & Subkutis
> Verbrennung von Blutgefässen, Nerven, Schweissdrüsen, Haarwurzeln ..
> gräulich, bräunlich, schwarz
> kaum/ wenig Schmerzen
> brauchen OP - selbst keine Heilung

Grad 4: Verkohlung
> Schädigung von allen Strukturen inkl. Muskeln & Knochen
> keine Schmerzen