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Zellbiologie

STUDY
PLAY
Absorptionsspektrum
Ermittlung der relativen Absorption der verschiedenen Wellenlängen des Lichts durch die Fotosynthesepigmente
Actin
Muskelprotein aus kugelförmigen Einheiten aufgebaut; Hauptbestandteil der dünnen Filamente; etwa 2000 Actinmoleküle ergeben das F-Actin (Faden-Actin)
Actinfilament
Bauelement der quer gestreiften Muskelfaser; das Einzelelement hat die Form zweier umeinander gewundener Perlenketten
aktiver Transport
durch Carrier vermittelter, Energie verbrauchender Stofftransport durch eine Biomembran entgegen dem Konzentrationsgefälle
aktives Zentrum
Bindungsstelle für das Substrat am Enzym
Aktivierungsenergie
Energiebetrag, der aufgebracht werden muss, damit eine chemische Reaktion in Gang kommt
Alkaloid
stickstoffhaltige Verbindung im Zellsaft, die bitter schmeckt und alkalisch reagiert
Aminosäure (Aminocarbonsäure)
Baustein der Eiweißstoffe, Carbonsäure mit einer oder mehreren Aminogruppen
Amöbe
Wechseltierchen, tierischer Einzeller ohne feste Gestalt, Fortbewegung durch Scheinfüßchen (Pseudopodien)
amöboide Bewegung
durch Plasmaströmung hervorgerufene Fließbewegung einer Zelle, die deren fortlaufende Gestaltveränderung zur Folge hat
Anthocyan
im Zellsaft gelöster blauer bis roter Farbstoff
Antiport
gleichzeitiger Transport zweier Substrate (Ion oder Molekül) durch eine Biomembran in gegenläufiger Richtung
Apoptose
genetisches Programm zur Selbstzerstörung von Zellen
Auflösungsvermögen
Mindestabstand zweier Objektpunkte, die im Mikroskop gerade noch getrennt wahrgenommen werden
Augenfleck
durch Carotin rot gefärbtes Körperchen bei Geißelalgen (Flagellaten), dient in Zusammenwirken mit einem Fotorezeptor der Wahrnehmung der Lichtrichtung
Augentierchen
Euglena, grüner Einzeller (Flagellat) von spindelförmiger Gestalt, beweglich durch Geißel
Bakteriengeißel
der Fortbewegung dienender, peitschenartiger Zellfortsatz bei Bakterien, im Unterschied zu Eukaryotengeißeln aus dem globulären Protein Flagellin aufgebaut
Bakteriophage (Phage)
Virus, welcher Bakterien befällt
Basalkörper
zylinderförmige, aus Mikrotubuli aufgebaute, in der Zelloberfläche steckende Cytoplasmastruktur, aus der Geißeln und Cilien entspringen
Basensequenz
Abfolge der Basen in der DNA bzw. RNA
Basentriplett
kleinste Einheit (von drei Basen) der DNA und RNA, die als „Codewort" für eine Aminosäure steht
Bildungsgewebe
Gewebe aus undifferenzierten Zellen, aus denen sich verschiedene Dauergewebe entwickeln
Binde- und Stützgewebe
die Zellen liegen in einer von ihnen ausgeschiedenen Zwischenzellsubstanz; Bindegewebe dient der Umhüllung und Unterteilung der Organe, Stützgewebe der Festigung
Biomembran
aus einer bimolekularen Lipidschicht mit ein- oder aufgelagerten Proteinen bestehende cytoplasmatische Grenzschicht
BROWNsche Bewegung
im Mikroskop erkennbare unregelmäßige Bewegung feinster Teilchen, beruht auf der Stoßwirkung der Moleküle des Lösungsmittels
CALVIN-ZYKLUS
Wesentlicher Teil der lichtunabhängigen Reaktionen der Fotosynthese; nachdem Kohlenstoffdioxid an den Akzeptor Ribulose-1,5-bisphosphat gebunden und zu Kohlenhydraten reduziert worden ist, wird in einem Kreisprozess dieser Akzeptor regeneriert
Carotinoid
lipidlöslicher gelber und orangeroter Farbstoff in Chromo-plasten
Carrier
Membranprotein, das unter Konformationsänderung Stoffe durch eine Membran in ein anderes Kompartiement der Zelle oder in eine andere Zelle transportiert
Cellulose
pflanzliches Polysaccharid, aus Glucoseeinheiten aufgebaut
Centriol (Zentralkörperchen)
zylindrische Struktur aus Mikrotubuli, bildet Basalkörper von Geißeln und Cilien, bei tierischen Zellen an der Bildung der Kernspindel beteiligt
Centromer (Kinetochor)
Ansatzstelle der Spindelfaser am Chromosom
Chlorophyll
grüner Farbstoff in den Chloroplasten, notwendig für die Fotosynthese
Chloroplast
Plastid, der Chlorophyll enthält und der Fotosynthese dient
Chromatide
Spalthälfte, z. B. eines Metaphasechromosoms
Chromatin
färbbare fädige Struktur im Zellkern, besteht aus DNA und Proteinen, bildet die Grundsubstanz der Chromosomen
Chromoplast
Plastid, der Carotinoide enthält
Chromosom
Bestandteil des Zellkerns, der auf einer mehrfach spiralisierten DNA-Doppelhelix in linearer Anordnung die Gene trägt; wegen des Gehalts an Chromatin stark färbbar
Chromosomensatz
Gesamtheit der Chromosomen eines Zellkerns
Cilie (Wimper)
kurze Geißel, die bei Wimpertierchen in großer Zahl auf der Zelloberfläche sitzt und bei vielzelligen Tieren innere Hohlräume auskleidet
coated vesicle
von der Zellmembran in die Zelle abgeschnürtes, von einem besonderen Protein umhülltes Vesikel, das aufgenommene Flüssigkeit enthält
Coenzym (Cosubstrat/Cofaktor)
Ionen oder Moleküle, die zur Funktion mancher Enzyme nötig sind
Cytoplasma
Inhalt der Zelle ohne den Zellkern
Cytoskelett
Gesamtheit der Proteinfilamente des Grundplasmas, vorwiegend Mikrotubuli und Mikrofilamente
Deckgewebe
lückenloser Zellverband, überzieht bei Tier und Mensch äußere und innere Oberflächen
Deplasmolyse
rückläufige Plasmolyse
Desmosomen
dient der mechanischen Verbindung von tierischen Zellen
Desoxyribonucleinsäure (DNA)
Aus Zuckermolekülen (Desoxyribose), Phosphorsäure und organischen Basen (Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin) aufgebautes Makromolekül, Trägermolekül der Erbinformation
Desoxyribose
Kohlenhydratbaustein der Desoxyribonucleinsäuren (DNA) in Zellkernen aller tierischen und pflanzlichen Zellen
Dictyosom
Membranstapel, die Bläschen abschnüren (GOLGI-Vesikel), bilden Sekrete und Membranen
Differenzierung
Entwicklung junger Zellen zu Dauerzellen verschiedener Struktur und Funktion
Diffusion
allmähliche Vermischung von Flüssigkeiten oder Gasen bis zur gleichmäßigen Verteilung
diploid
Zellkern enthält einen doppelten Chromosomensatz
Dipol
Molekül, bei dem der positive und der negative Ladungsschwerpunkt nicht zusammenfällt; so haben z. B. Wassermoleküle ständig zwei verschieden geladene Pole (sie sind permanente Dipole)
Disaccharid
„Zweifachzucker" wie Maltose, Lactose und Saccharose, in denen zwei Einfachzucker (Monosaccharide) durch eine glykosidische Bindung verknüpft sind
Ectoplasma
äußere Schicht des Cytoplasmas
Elektronenmikroskop
Gerät mit elektrischen Feldern als Linsen. Zur Abbildung werden Elektronenstrahlen, die aus einer Glühkathode stammen, verwendet (Vergrößerung maximal ca. 2000000-fach)
Elektronentransportkette
in mehreren Stufen über Redoxsysteme erfolgende Übertragung von Elektronen; führt in lichtabhängigen Reaktionen der Fotosynthese zum Aufbau von NADPH + H+ und von ATP (bei der zyklischen Fotophosphorylierung nur von ATP)
Endocytose
Aufnahme von Stoffen in die Zelle durch Vesikel, die an der Zellmembran gebildet werden
Endoplasma
innere Schicht des Cytoplasmas
Endoplasmatisches Retikulum
Membransystem in der Zelle, das Zellbereiche abgrenzt, hat Transport- und Stoffumwandlungsfunktion
Enzym
Eiweißstoff mit katalytischer Funktion
Enzym-Substrat-Komplex
Zustand, bei dem zu Beginn der Enzymreaktion das Substrat kurzzeitig an der aktiven Stelle des Enzyms gebunden wird
Epidermis
bei Pflanzen die äußere, meist einzellige Schicht von krautigen Teilen, beim Menschen die äußerste Schicht der Haut
Epithel
ein- oder mehrschichtige Lage von Zellen, die äußere oder innere Oberflächen bei Tier und Mensch bedeckt
Erythrocyt
Rote Blutzelle, kernlose, scheibenförmige, bikonkave Zelle
Eucyte
Organisationsform der Zellen, die einen von einer Kernhülle umschlossenen Zellkern besitzen
Exocytose
Ausschleusung von Stoffen aus der Zelle durch Vesikel, die sich nach außen entleeren
Festigungsgewebe
besteht aus Zellen mit verdickten Zellwänden, dient der Biegungs- und Zugfestigkeit von Pflanzenteilen
Flagellat
Geißeln tragender Einzeller, z. B. Geißelalge
Flavon
gelber Blütenfarbstoff
Fotolyse
Spaltung des Wassers durch Lichteinwirkung in den lichtabhängigen Reaktionen der Fotosynthese, wobei Protonen, Sauerstoff und Elektronen freigesetzt werden
Fotophosphorylierung
durch die Lichtenergie hervorgerufene Bildung von ATP aus ADP und Phosphat in den lichtabhängigen Reaktionen der Fotosynthese
Fotorezeptor
Licht absorbierendes Körperchen bzw. Pigmentmoleküle im Cytoplasma
Fotosynthese
Aufbau von Kohlenhydraten aus Kohlenstoffdioxid und Wasser unter Verwendung von Lichtenergie
Fotosystem
aus Antennenpigmenten und einem Reaktionszentrum bestehendes Pigmentkollektiv, das Lichtenergie für die Fotosynthese absorbiert
Fraktale
Geometrie, die sich mit komplexen Gebilden, wie sie in der Natur vorkommen, beschäftigt
freie Diffusion
Durchtritt von lipophilen und kleinen hydrophilen Molekülen und Ionen durch eine Membran
Gap junction
Proteinkanal, der Stoffaustausch zwischen benachbarten Zellen erlaubt
Gefrierätzung
Methode zur Herstellung von plastischen Präparaten für die Elektronenmikroskopie. Vom eingefrorenen und geschnittenen (gebrochenen) Material wird das Eis sublimiert. Es bleiben wasserarme nicht sublimierbare Strukturen zurück.
Gefrierbruchtechnik
Schneidemethode für gefrorenes biologisches Material, das anschließend gefriergeätzt wird
Geißel
der Fortbewegung von Einzellern, Spermatozoen und Spermatozoiden dienender, aus Mikrotubuli aufgebauter, peitschenartiger Zellfortsatz
Geißelalge
s. Flagellat
Gerbstoff
pflanzlicher Stoff, der tierische Haut in Leder verwandeln kann
Gesamtvergrößerung
Produkt aus den Einzelvergrößerungen von Objektiv und Okular eines Mikroskops
Gewebe
durch Teilung aus nicht spezialisierten Zellen hervorgegangener Verband gleichartiger Zellen mit gleicher Funktion
Gewebekultur
Zellkultur
glatte Muskulatur
Muskeltyp ohne auffällige Querstreifung aus spindelförmigen Zellen; die Muskulatur der Darmwand besteht z. B. aus glatter Muskulatur
Glykogen
„tierische Stärke", Polysaccharid aus Glucoseeinheiten (alpha-glykosidisch verbunden), Reservestoff der Tiere z. B. in Leberzellen
Glykokalyx
aus Kohlenhydratketten von Glykoproteinen und Glykolipiden bestehende Schicht an der Außenfläche der tierischen Zellmembran
Glykosid
Verbindung von Zuckern mit anderen Stoffen
GOLGI-Apparat
Gesamtheit der Dictyosomen
Grana (Ez. Granum)
Thylakoidstapel in Chloroplasten
Grundgewebe
aus nicht oder wenig spezialisierten Zellen bestehendes Dauergewebe bei Pflanzen
haploid
Zellkern enthält einen einfachen Chromosomensatz
homologe Chromosomen
die einander entsprechenden Chromosomen jeweils eines Paares im diploiden Zellkern; je eines stammt vom väterlichen und vom mütterlichen Organismus
Hydrathülle
Wasserhülle um geladene Teilchen
hydrophil
„wasserliebend", Eigenschaft von polaren Teilchen, die Wassermoleküle anlagern und gut löslich in Wasser sind
hydrophob
„wasserfeindlich", Eigenschaft von unpolaren Teilchen, die keine Wassermoleküle anlagern und in Wasser schlecht löslich sind
hypertonisch/hypotonisch
stärker/ schwächer konzentriert gegenüber einer anderen Lösung
Immersionsobjektiv
Objektiv, bei dem der Raum zwischen Deckglas und Objektiv zur Erhöhung der numerischen Apertur mit Öl ausgefüllt ist
integrale Proteine
in die Lipiddoppelschicht einer Biomembran eingelagerte Proteine
Interphase
Zustand des Zellkerns zwischen zwei mitotischen Kernteilungen
Ionophoren
kanalbildende oder mobile Proteine mit antibiotischen Eigenschaften in der Zellmembran, die bestimmte Ionen selektiv und beschleunigt durch die Membran schleusen
isotonisch
gleich stark konzentriert
Kallus
Gewebewulst aus undifferenzierten Zellen
Karyogramm
paarweise Zusammenstellung der Chromosomen eines diploiden Chromosomensatzes, nach Größe und Form geordnet
Karzinogen
ein äußerer Faktor, der Krebs hervorrufen kann
Karzinom
bösartige Geschwulst
Katalysator
Stoff, der die Aktivierungsenergie einer Reaktion herabsetzt und die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht
Kernkörperchen
Nucleolus
Kern-Plasma-Relation
Größenbeziehung zwischen Zellkern und Protoplasma
Klon
durch ungeschlechtliche Vermehrung entstandene Menge erbgleicher Individuen/Zellen
Kompartiment
gegen den übrigen Zellraum abgegrenzter Reaktionsraum einer Zelle
Kompartimentierung
Aufgliederung des Cytoplasmas in unterschiedliche Reaktionsräume
kompetitive Hemmung
strukturell dem Substrat ähnlich aufgebautes Molekül, das den Umsatz am Enzymmolekül hemmt, weil es das aktive Zentrum besetzt
Konjugation
Form der geschlechtlichen Fortpflanzung bei Wimpertierchen, vorübergehende Paarung mit Austausch von Zellkernen
Krebs
Erkrankung aufgrund einer bösartigen Geschwulst
Labenzym (Chymosin)
Enzym aus dem Labmagen von Kälbern, wichtig zur Vorbereitung der Milch bei der Käseherstellung
Leitbündel
aus den Wasser leitenden Gefäßen und den Stoff leitenden Siebröhren bestehende Gewebestränge in der Pflanze
Leitgewebe
Gewebe aus röhrenartigen Zellen der Pflanze, in denen Wasser und gelöste Stoffe transportiert werden
Leukoplast
farbloser Plastid, bildet in Speicherorganen aus Zucker Stärke
Lichtmikroskop
Gerät mit Glaslinsen zur Sichtbarmachung von Strukturen, die mit dem bloßen Auge nicht zu sehen sind. Zur Abbildung benutzt man sichtbares Licht (Vergrößerung max. ca. 2000fach).
Lipide
Sammelbezeichnung für Stoffe, die in allen Zellen vorkommen; zu den Lipiden gehören die eigentlichen Fette und die fettähnlichen Stoffe (auch Lipoide genannt)
Meiose
Kernteilung mit Reduktion des diploiden zum haploiden Chromosomensatz
Membranlipide
Lipide, die die bimolekulare Lipidschicht der Biomembran bilden
Membranproteine
s. periphere und integrale Proteine
messenger-RNA (mRNA)
Boten-RNA, überträgt die Information der DNA aus dem Zellkern ins Cytoplasma; an den Ribosomen wird die mRNA-Information in Aminosäuren übersetzt
Metastase
Tochtergeschwulst bei Krebserkrankung, die sich an einem anderen als dem Ursprungsort des Tumors entwickelt
Mikrofibrille
fädiges, aus Cellulose bestehendes Bauelement der Zellwand, das seinerseits aus den Elementarfibrillen besteht
Mikrofilamente
sehr dünne, lange Proteinfäden im Cytoplasma (hauptsächlich Actin, daneben auch Myosin), die durch Gleitbewegungen Plasmabewegungen hervorrufen
Mikromanipulator
Gerät, mit dem feinste Messer, Nadeln und Pipetten unter dem Mikroskop zu mikrochirurgischen Eingriffen betätigt werden können
Mikrotom (Ultramikrotom)
Gerät zur Herstellung von Dünnschnitten für die Licht- (und Elektronen-) mikroskopie
Mikrotubuli
röhrige Proteinfasern im Cytoplasma von ca. 25 nm Durchmesser
Mitochondrien
„Kraftwerke der Zelle", Orte der Energiegewinnung (ATP)
Mitose
Teilung eines diploiden Zellkerns in zwei diploide Zellkerne
Mittellamelle
bei Teilung der Pflanzenzelle entstehende erste Wandschicht aus pektinartigen Stoffen
Monosaccharid
„Einfachzucker" wie Glucose, Fructose und Galaktose, chemisch gesehen Polyhydroxyaldehyde bzw. Polyhydroxyketone (Aldosen bzw. Ketosen), meist aus 5 (Pentosen) oder 6 (Hexosen) C-Atomen
Motorprotein
Proteinmolekül, das mit Mikrotubuli oder Mikrofilamenten verbunden ist und gerichtete Bewegungen bewirkt
Muskelgewebe
besteht aus Muskelfasern; diese sind bei der glatten Muskulatur einkernig, bei der quer gestreiften vielkernig
Mycoplasmen
kleinste bisher bekannte, bakterienartige Zellen, Minimalgröße ca. 0,3 pm, ohne Zellkern und Zellwand, überwiegend Krankheitserreger bei Pflanze, Tier und Mensch
Myofibrille
kleinster lichtmikroskopisch sichtbarer Muskelbauteil aus Actin- und Myosinfilamenten
Myosin
Muskelprotein aus zwei Proteinmolekülen, die Enden der Proteinketten tragen jeweils ein Köpfchen; etwa 100 Molekülpaare bauen ein Myosinfilament auf; Myosin ist Hauptbestandteil der dicken Filamente
Myosinfilament
Bauelement der Muskelfaser; das Einzelmolekül hat die Form zweier an den Stielen umeinander gewundener Golfschläger
Nahrungsvakuole
membranumkleideter Hohlraum im Cytoplasma von Einzellern, dient der Verdauung aufgenommener Nahrung
Nervengewebe
besteht in der Hauptsache aus Nervenzellen und ihren langen Fortsätzen
nichtkompetitive Hemmung
ein strukturell dem Substrat nicht ähnliches Molekül, hemmt den Umsatz eines Substratmoleküls, wird jedoch nicht an das aktive Zentrum gebunden
Nucleolus (Kernkörperchen)
Baustein des Zellkerns, Syntheseort für Ribosomenbausteine
Nucleosom
aus DNA und Histonen bestehende Untereinheit eines Chromosoms
Nucleotid
Baustein der DNA und RNA aus einem Zuckermolekül, einem Phosphorsäuremolekül und einem organischen Basenmolekül
Nucleus (Zellkern)
Steuerzentrale der Zelle, enthält Chromosomen, die die Erbinformation speichern
numerische Apertur
Produkt aus Brechungsindex des Mediums zwischen Deckglas und Objektiv und dem halben Öffnungswinkel (Aperturwinkel) des Objektivs
Objektmikrometer
Objektträger mit aufgebrachtem Maßstab von 1 mm Länge in 100 Teilen zu je 10 pm
Okularmikrometer
Glasscheibchen mit Maßstab von meist 1 mm Länge eingeteilt in 100 Teile zu je 10 Teilstrichen, das auf die Sehfeldblende des Okulars gelegt wird
Oligosaccharid
Kohlenhydratkette aus definitonsgemäß zwei bis zehn Monosaccharidbausteinen
Osmometer
Gerät zur Messung des osmotischen Drucks
Osmose
einseitig gerichtete Diffusion des Lösungsmittels zweier verschieden konzentrierter Lösungen durch eine semipermeable Membran von der schwächer konzentrierten zur stärker konzentrierten Lösung
osmotischer Druck
der bei der Osmose entstehende Druck
Pantoffeltierchen
tierischer Einzeller von ovaler Form, besitzt feste, jedoch elastische Gestalt durch verdichtetes Außenplasma (Pellicula),
Oberfläche von Wimpern (Cilien) bedeckt
Papain
Enzym (Protease) aus dem Milchsaft oder den unreifen Früchten des tropischen Melonenbaumes Carica papaya; Verwendung in der Lebensmittel-Biotechnologie
passiver Transport
durch Carrier vermittelter, dem Konzentrationsgradienten folgender Stofftransport durch eine Biomembran
Peptidbindung
Bindung von Aminosäuren über die OH-Gruppe einer COOH-Gruppe der einen und die NH2-Gruppe der anderen Aminosäure
periphere Proteine
der Lipiddoppelschicht einer Biomembran aufgelagerte Proteine
PFEFFERSCHE Zelle
künstliche osmotische Zelle als Funktionsmodell für die Pflanzenzelle
Phagocytose
Aufnahme fester Nahrung ins Cytoplasma und Verdauung in Nahrungsvakuolen
pH-Optimum
pH-Wert, bei dem ein Enzym am besten arbeitet
Pinocytose
Aufnahme flüssiger Nahrung ins Cytoplasma und Verdauung in Nahrungsvakuolen
Plasmalemma
die das Cytoplasma nach außen abgrenzende Membran
Plasmolyse
Ablösung des Protoplasten von der Zellwand nach Zusatz einer hypertonischen Lösung
Plastid
der Produktion und Speicherung von Stoffen dienendes Organell der Pflanzenzelle, Vermehrung durch Teilung oder Entstehung aus Proplastiden
Polysaccharid
„Vielfachzucker" wie Stärke und Cellulose, aus einer großen Zahl (mind. 10) von Monosacchariden aufgebaut
Primärstruktur
Bauprinzip der Proteine; Kette von Aminosäuren
Primärwand
Zellwandschicht, die beim Dickenwachstum der Zellwand beiderseits auf die Mittellamelle aufgelagert wird
Procyte
Organisationsform der Zellen, deren DNA nicht von einer Kernhülle umschlossen ist
Proplastide
Vorstufe der Plastiden
Protonengradient
höhere Konzentration von Protonen im Thylakoidinnenraum gegenüber dem Stroma; wird zum Aufbau von ATP genutzt
Protoplasma
die lebende (Grund-) Substanz jeder Zelle
Protoplastenfusion
experimentell erzeugte Verschmelzung zweier Protoplasten
Pseudopodium
s. Scheinfüßchen
pulsierendes Bläschen (pulsierende Vakuole)
wassergefüllter Hohlraum im Cytoplasma von Einzellern, dient durch rhythmische Entleerung der Osmoregulation
Quartärstruktur
Bauprinzip der Proteine; mehrere in Tertiärstruktur vorliegende Aminosäureketten sind zu einem komplexen Riesenmolekül vereinigt (Beispiel: Hämoglobin)
quergestreifte Muskulatur
Muskeltyp, der im Mikroskop dunkle und helle Querstreifung zeigt; die Streifung hat ihren Grund im Bau der Muskelfasern; alle Skelettmuskeln sind vom quergestreiften Typ
Rasterelektronenmikroskop
Gerät zur Erzeugung plastischer elektronenoptischer Bilder. Die Oberfläche des Präparats wird mit einem Elektronenstrahl abgetastet. Vergrößerung maximal etwa 100000fach, nur im Extrem bis zu 10000000fach
Reaktionsspezifität
Spezifität von Enzymen in Bezug auf die Art der katalysierten Reaktion (Oxidation, Reduktion, hydrolytische Spaltung, ...)
Reizbarkeit
Fähigkeit, äußere Reize wahrzunehmen und darauf zu reagieren
Ribonucleinsäure (RNA)
aus Zuckermolekülen (Ribose), Phosphorsäure und organischen Basen (Adenin, Cytosin, Guanin und Uracil) aufgebautes Makromolekül
Ribosomen
Orte der Proteinbiosynthese
Rotation
Fließbewegung des Cytoplasmas um die Zentralvakuole in gleich bleibender Richtung entlang der Zellwand
Sarkomer
zylindrischer Baustein der quer gestreiften Muskelfaser von etwa 2,5 µm Länge und 1,5 µm Durchmesser
Sarkoplasmatisches Retikulum
Form des Endoplasmatischen Retikulums in Muskelzellen
Scheinfüßchen (Pseudopodium)
Ausstülpung des Cytoplasmas bei Amöben zur Fortbewegung und zur Aufnahme fester Nahrung
Sekundärstruktur
Bauprinzip der Proteine; Raumstruktur aus alpha-Helix und (oder) ß-Faltblatt
Sekundärwand
beim Dickenwachstum der Zellwand beiderseits auf die Primärwand aufgelagerte Schicht
selektiv permeabel
Auswahlvermögen von Biomembranen beim Durchtritt von Stoffen durch die Membran
semipermeabel
durchlässig für das Lösungsmittel, undurchlässig für den gelösten Stoff
Spaltöffnung
durch zwei Schließzellen gebildete, dem Gasaustausch dienende Pore in der Blattepidermis
spezifischer Transport
durch Carrier vermittelter Stofftransport eines bestimmten Substrats durch eine Biomembran
Spindelapparat (Kernteilungsspindel)
von Zellpol zu Zellpol verlaufende Fasern, die bei der Verteilung der Chromosomen auf die Tochterkerne mitwirken
Stammzelle
Zelle, deren Differenzierungprozess noch nicht abgeschlossen ist
Stärke
Polysaccharid aus Glucoseeinheiten (alpha-glycosidisch verknüpft), Reservekohlenhydrat der Pflanzen
Stroma
chlorophyllfreie Grundsubstanz der Chloroplasten
Substrat
Molekül, das am Enzym umgesetzt wird
Substratspezifität
Spezifität von Enzymen in Bezug auf die Umsetzung von Substrat, sie kann unterschiedlich gut ausgeprägt sein
Symport
gleichzeitiger Transport zweier Substrate (Ion oder Molekül) durch eine Biomembran in derselben Richtung
Temperaturoptimum
Temperatur, bei der ein Enzym am besten arbeitet
Tertiärstruktur
Bauprinzip der Proteine alpha-Helix- und ß-Faltblattstrukturen sind zu komplexen Strukturen gefaltet
Thylakoid
Membranstapel in Chloroplasten
Tight junction
dichtet benachbarte Zellen gegeneinander ab
Tonoplast
die das Cytoplasma nach innen gegen die Vakuole abgrenzende Plasmamembran
Transfer-RNA (tRNA)
Transportmoleküle für Aminosäuren mit Erkennungstripletts für mRNA; jede Aminosäure hat eine eigene tRNA
Transkription
Umschreiben der DNA-Information (Basentripletts) in eine Abfolge von Aminosäuren an den Ribosomen
Translation
Übersetzung der mRNA-Information (Basentripletts) in eine Abfolge von Aminosäuren an den Ribosomen
Trichocyste
nadelartig, starrer Plasmafaden, der bei starker Reizung aus der Pellicula des Pantoffeltierchens ausgeschleudert wird
Tumor
Geschwulst; man unterscheidet gutartige von bösartigen Tumoren
Turgor
durch Osmose hervorgerufener Innendruck der Pflanzenzelle
Uniport
Transport eines einzelnen Substrats (Ion oder Molekül) durch eine Biomembran in einer Richtung
Vakuole
mit Zellsaft gefüllter, vom Tonoplasten umschlossener Hohlraum im Cytoplasma der Pflanzenzelle
Virus
nichtzellulärer Partikel, der aus DNA oder RNA besteht, welche von einer Proteinhülle umschlossen ist; benötigt zu seiner Reproduktion eine Wirtszelle
Viroid
sehr kurzes, einsträngiges, ringförmiges RNA-Stück, das nur 300-400 Nucleotide enthält und keine Proteinhülle besitzt
Wirkungsspektrum (Aktionsspektrum)
Ermittlung der relativen fotosynthetischen Wirksamkeit der verschiedenen Wellenlängen des Lichts; Darstellung in einem Kurvenbild
Zelle
kleinste lebensfähige Einheit; alle Organismen sind aus Zellen und ihren Produkten aufgebaut
Zellkern (Nucleus)
gegen das Cytoplasma durch Kernhülle abgegrenztes, mit Kernplasma gefülltes Steuerungszentrum der Zelle
Zellkolonie
miteinander nur mechanisch verbundene Zellen, die durch Teilung aus einer einzigen Zelle hervorgegangen sind
Zellkultur
Tier- oder Pflanzenzellen, die einem lebenden Organismus entnommen werden und in einer künstlichen Umgebung, z. B. einer Kulturflüssigkeit, zum Wachsen und zur Zellteilung gebracht werden
Zellmembran
Membran, die jede Zelle umgibt; bei Pflanzen als Plasmalemma bezeichnet (s. Biomembran)
Zellorganell
von Membran begrenzter Reaktionsraum der Zelle mit bestimmter Funktion
Zellsaft
flüssiger Inhalt der Vakuole
Zellwand
feste, vorwiegend aus Cellulose bestehende Umhüllung pflanzlicher Protoplasten
Zell-Zell-Erkennung
gegenseitige Erkennung von Zellen aufgrund von Oberflächenstrukturen der Zellmembran
Zirkulation
Fließbewegung des Cytoplasmas in Plasmasträngen im Zellraum und in strangförmigen Bahnen des Wandbelags in unterschiedlicher Richtung
Z-Scheibe
mikroskopisch sichtbarer dunkler Streifen im Muskellängsschnitt des quergestreiften Muskels
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