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Molekulargenetik

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ABO-System
die Blutgruppen A, B, AB und 0
additive Polygenie
Auswirkungen mehrerer Gene addieren sich bei Ausbildung eines Merkmals
Agar
agarosehaltiges Polysaccharid aus Rotalgen, das Nährmedien erstarren lässt
Aids
(engl, acquired immunodeficiency Syndrome): erworbene Immunschwäche, wird durch HIV verursacht
aktive Immunisierung
Impfstoffe bewirken die Bildung von Gedächtniszellen
Allel
verschiedene Zustandsformen eines Gens
Amniozentese
Entnahme von Fruchtwasser zur pränatalen Diagnostik
Antibiotikum
Stoff, der das Wachstum von Bakterien hemmt
Anticodon
das Nucleotidtriplett in einem tRNA-Molekül, das zu einem Codon in der mRNA komplementär ist
Antigen
eine immunaktivierende Substanz, meistens ein Protein
Antikörper
lösliche Blutproteine, die Antigene spezifisch binden
antisense-RNA
RNA, die komplementär zu einem bestimmten RNA-Stück ist und durch Anlagerung dessen Translation verhindert
Archäen, Archaebakterien
eigenständige Gruppe der Prokaryoten, lebt meist an extremen Standorten
Art
systematische Kategorie; Individuen, die unter natürlichen Lebensbedingungen fruchtbare Nachkommen zeugen
Autoklavieren
Methode zur Sterilisation von Nährmedien im Dampfdrucktopf bei Überdruck und mindestens 121 °C
Autoradiografie
Nachweis radioaktiv markierter Stoffe durch Schwärzung eines Röntgenfilms
Autosom
Nicht-Geschlechtschromosom
Bakterien, Eubakterien
Gruppe der Prokaryoten; Zellwände sind aus Murein aufgebaut
Bakteriophagen
Viren
BARR-Körper
inaktiviertes X-Chromosom der Frau
Basensequenz
Reihenfolge der Basen in Nucleinsäuren
Bastard
Hybride
Befruchtung
Verschmelzen der beiden haploiden Gametenkerne zu einer diploiden Zygote
Beimpfen
gezielter Wachstumsstart von Mikroorganismen
Besamung
Verschmelzen der beiden Gameten
Biotechnik
technische Anwendung biologischer Prozesse
Blastocyste
frühes Embryonalstadium der Säugetiere aus Embryo und Trophoblast
Blastula
kugelförmiges, frühes Entwicklungsstadium vielzelliger Tiere
Blut bildende Stammzelle
Vorläuferzelle aller Blutzellen
Bp, Basenpaare
Maß für die Länge von DNA-Molekülen
cDNA, complementary/copy DNA
wird mithilfe des Enzyms Reverse
Transkriptase hergestellt; ist komplementär zu einem bestimmten Abschnitt einer mRNA
Centromer
verbindet die beiden Chromatiden eines Zwei-Chromatiden-Chromosoms
Chiasma
lichtmikroskopisch sichtbare Überkreuzung zweier homologer Chromatiden
Chorionzottenbiopsie
Entnahme von Plazentagewebe zur pränatalen Diagnostik
Chromatid
der eine von zwei identischen Teilen, aus denen die zu Beginn der Mitose vorliegenden Chromosomen bestehen
Chromosom
fädiger Komplex aus DNA und Histonen
Chromosomenanomalie
s. nummerische, s. strukturelle
Codon
RNA-Nucleotidtriplett, das eine Aminosäure oder ein Stoppsignal codiert
crossing-over
enzymatischer Austausch entsprechender Abschnitte homologer Chromatiden während der Meiose
Cytokine
Signalproteine, die von Zellen gebildet werden und die Aktivität anderer Zellen regulieren
Deletion
Segmentverlust bei einem Chromosom
Denaturierung
1) bei Nucleinsäuren die Trennung der Wasserstoffbrücken zwischen den Basen;
2) bei Proteinen die Zerstörung der Raumstruktur
Diabetes
Zuckerkrankheit, Unterscheidung in Typ 1 und 2
dihybrider Erbgang
Parentalgeneration unterscheidet sich in zwei betrachteten Merkmalen
DNA, Desoxyribonucleinsäure
Makromolekül aus vier verschiedenen Nucleotiden mit den Basen Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin und dem Zucker Desoxyribose
DNA-Bibliothek
Sammlung von Phagen oder Bakterien, die Fragmente eines Genoms eines Organismus enthält
DNA-Polymerase
Enzym, das die an einen DNA-Einzelstrang komplementär angelagerten Nucleotide verknüpft
dominant
ist ein Allel, wenn es bei heterozygotem Vorliegen den Phänotyp bestimmt
Doppelhelix
natürliche Form der DNA in der Zelle, bestehend aus zwei Polynucleotiden, die durch Basenpaarung zu sammengehalten werden
DOWN-Syndrom
Krankheitsbild, bei denen das Autosom 21 dreimal vorhanden ist (Trisomie 21)
Ein-Chromatid-Chromosom
der eine Teil eines Zwei-Chromatiden-Chromosoms nach seiner Aufspaltung in der Anaphase der Mitose
Ektoderm
äußeres der drei Keimblätter, bildet vor allem Haut und Nervengewebe
Elektrophorese
Trennung von Molekülen im elektrischen Feld aufgrund von Ladung, Größe und Gestalt
Embryo
Bezeichnung für die menschliche Frucht von der Einnistung bis zur Anlage aller wesentlichen Organe
Enhancer
eukaryotische Regulationssequenz, die die Transkripionsgeschwindigkeit eines Gens erhöht
Entoderm
inneres der drei Keimblätter, bildet vor allem den Verdauungstrakt mit Leber, Lunge und endokrinen Drüsen
Eukaryot
Organismus, dessen Zellen durch Membranen kompartimentiert sind; besitzt einen Zellkern, der von einer Doppelmembran umgeben ist und DNA enthält
Exon
Teil eines gestückelten Gens, der exprimiert wird
Fermentation
enzymatische Stoffumwandlung unter Mitwirkung von Mikroorganismen
Fetus
Bezeichnung für menschliche Frucht nach der Anlage der Organe bis zur Geburt
F-Faktor, Fertilitätsfaktor
meist auf einem Plasmid; versetzt Bakterien in die Lage, bei der Konjugation Gene zu übertragen
Filialgeneration
Nachkommengeneration einer Kreuzung
Fitness
Wahrscheinlichkeit, mit der sich ein Genotyp fortpflanzt
Gamet
Geschlechtszelle, Keimzelle
Gastrula
becherförmiges Entwicklungsstadium vielzelliger Tiere aus Ektoderm und Entoderm
Gedächtniszelle
merkt sich eine bestimmte Antigenstruktur
Gen
1) in der klassischen Genetik der Abschnitt eines Chromosoms, der ein Merkmal bestimmt;
2) in der Molekulargenetik Kombination von DNA-Abschnitten, die zusammen die Information für ein Polypeptid oder RNA-Molekül codieren
Gendrift
zufällige Veränderungen der Allelhäufigkeit in kleinen Populationen
genetische Kartierung
Zuordnung eines Gens (Allels) zu einem Chromosom
genetischer Fingerabdruck
DNA-Typisierung mithilfe spezifischer Sequenzen
Genexpression
durch Transkription und Translation wird die biologische Information eines Gens umgesetzt
Genkopplung
auf einem Chromosom liegende Gene (Allele) werden gemeinsam vererbt
Genom
Gesamtheit aller Allele einer Zelle
Genotyp
Gesamtheit aller Allele eines Individuums, bei Kreuzungen oft Allele bestimmter Gene
Genpool
Gesamtheit aller Allele einer Population
Gensonde
kurzer, markierter DNA- oder RNA-Einzelstrang zum Aufspüren bestimmter DNA-Abschnitte, zu denen er komplementär ist
Gentechnik
Teilgebiet der Biotechnik, gezielte Veränderung und Neukombination von Genen
Gentherapie
Übertragung von Genen zur Behandlung von Krankheiten
Gentransfer
Einschleusen von RNA oder DNA in Zellen
Gonosom
Chromosom, das für die Geschlechtsdifferenzierung verantwortlich ist
grauer Halbmond
schwach pigmentierter Bereich im befruchteten Ei mancher Amphibien
GVO
gentechnisch veränderter Organismus
haploid
einfacher Chromosomensatz
HARDY-WEINBERG-Gleichgewicht
Allelhäufigkeiten stehen in Populationen unter bestimmten Voraussetzungen in stabilen Verhältnissen zueinander
hemizygot
Allele, die bei diploiden Individuen nur einmal vorhanden sind
Heterosis
Bastarde übertreffen ihre Eltern an Vitalität
heterozygot, mischerbig
bei diploiden Lebewesen zwei verschiedene Allele zu einem Gen
Hfr-Zelle
Bakterienzelle, die den F-Faktor in das Bakterienchromosom eingebaut hat
Histon
basisches Protein, Bestandteil von Nucleosomen
HIV
(engl, human immunodeficiency virus): Humanes Immundefekt-Virus, Erreger von Aids
Homöobox
konstanter DNA-Bereich homöotischer Gene
homöotische Gene
bestimmen die Identität einer Körperregion
homozygot, reinerbig
bei diploiden Lebewesen zwei identische Allele zu einem Gen
Human-Genomprojekt
Aufklärung der Basensequenz des menschlichen Genoms
humorale Immunantwort
erfolgt durch Antikörper
Hybride
Organismus, der für ein bestimmtes Gen heterozygot ist
Hybridisierung, molekulare
Paarung von komplementären Nucleinsäuresequenzen
Induktion
Vorgang, durch den sich die Expression eines Gens aufgrund eines molekularen Signals erhöht
Insertion
Einbau einer Nucleotidsequenz in die DNA
In-situ-Hybridisierung
Nachweis bestimmter Basensequenzen auf einem Chromosom durch Gensonden
Insulin
im Pankreas gebildetes Hormon, das den Blutzuckerspiegel reguliert
interchromosomale Rekombination
zufällige Durchmischung und Neuverteilung von kompletten väterlichen und mütterlichen Chromosomen in der Meiose
intrachromosomale Rekombination
Umverteilung von Allelen durch Crossing-over
intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI
Injektion einer Spermienzelle in das Zellplasma der Eizelle
Intron
Teil eines gestückelten Gens, der transkribiert, aber nicht translatiert wird
Inversion
Drehung eines Segmentes in einem Chromosom um 180°
in vitro
(lat. im Glas): außerhalb eines Lebewesens
In-vitro-Fertilisation (IVF)
Befruchtung außerhalb des Körpers
in vivo
(lat. im Leben): in einem Lebewesen
Karyogramm
Anordnung der angefärbten Metaphase-Chromosomen nach Größe und Bänderung
Keim
menschliche Fracht von Befruchtung bis zur Einnistung
Keimbahn
Zellenfolge, die von der befruchteten Eizelle über die Urkeimzelle zu neuen Gameten (Keimzellen) führt
Keimblatt
1) bei Pflanzen die ersten Blättchen am Keimling;
2) bei Tieren die zwei bzw. drei Zellschichten der späten Gastrula
Klon
erbgleiche Individuen oder Zellen
knock-out
gezieltes Inaktivieren von Genen
kompetente Zelle
Zelle, die so behandelt wurde, dass sie DNA aufnehmen kann
komplementär
bezeichnet die Basen Adenin und Thymin/Uracil bzw. Guanin und Cytosin, die sich paaren können
Konjugation
einseitig gerichteter Gentransfer von einer spendenden in eine empfangende Bakterienzelle
Kopplungsbruch
durch Crossing-over werden auf einem Chromosom liegende Allele getrennt
Kopplungsgruppe
auf einem Chromosom liegende Allele werden gemeinsam vererbt
Leukocyten
Weiße Blutkörperchen; Lymphocyten, Monocyten und Granulocyten
Ligase
Enzym, das DNA-Fragmente miteinander verbindet
LYON-Hypothese
Inaktivierung eines X-Chromosoms bei der Frau (BARR-Körper)
Mangelmutante
Organismus, der durch Mutation die Fähigkeit verloren hat, wesentliche Zellbausteine zu synthetisieren
Matrizenstrang
das Polynucleotid eines Gens, das bei der Transkription als Vorlage für die mRNA-Synthese fungiert
Meiose
Bildung von haploiden Ei- bzw. Spermienzellen Gameten) aus diploiden Zellen durch die Reifeteilung 1 und 2
Merkmal
in der klassischen Genetik genetisch bestimmtes, äußerlich sichtbares Kennzeichen
Mesoderm
mittleres der Keimblätter, bildet vor allem Muskulatur, Skelett, Bindegewebe, Nieren und Herz
MHC
(engl, major histocompatibility complex): Genkomplex, der MHC-Proteine codiert
MHC-Protein
präsentiert Antigenfragmente, bestimmt Gewebeverträglichkeit
Mikroinjektion
Einschleusen neuer DNA durch Injektion in den Zellkern
Minimalmedium
Nährmedium für Organismen, das nur zum Leben notwendige Substanzen enthält
Mitose
Kernteilung, bestehend aus Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase; bildet genetisch identische Kerne
Modifikation
umweltbedingte Veränderung des Phänotyps innerhalb der Reaktionsnorm
monogene Vererbung
die Ausprägung eines Merkmals beruht auf einem Gen
monohybrider Erbgang
Parentalgeneration unterscheidet sich in einem betrachteten Merkmal
Monosomie
nummerische Chromosomenanomalie, bei der ein bestimmtes Chromsom nur einfach vorhanden ist
MORGAN-Einheit
Austauschhäufigkeit von einem Prozent bei Kopplungsbruch
Morula
frühes Embryonalstadium vielzelliger Tiere
mRNA, messenger-RNA, Boten-RNA
Transkript eines proteincodierenden Gens
mRNA-Prozessierung
Vorgänge im Zellkern, die von der prä-mRNA zur reifen mRNA führen
Multipotenz
Fähigkeit einer Zelle, viele unterschiedliche Zelltypen eines Organismus zu bilden
Murein
Molekül aus Polysacchariden und Peptiden, Zellwandbestandteil der Bakterien
Mutagenese
Erzeugung gezielter Mutationen in vitro
Mutation
Veränderung der genetischen Information. Somatische Mutationen betreffen nur das Individuum selbst, generative die Nachkommen
Nährmedium
Substratgemisch zur Kultivierung von Bakterien
Neurula
embryonales Entwicklungsstadium der Wirbeltiere mit Anlage des Nervensystems
Nondisjunction
Nichttrennen homologer Chromosomen während der Meiose
Nucleinsäuren
s. DNA, s. RNA
Nucleosid
aus einer Stickstoffbase und einer Pentose aufgebauter Baustein eines Nucleotids
Nucleosom
kugelige Grundeinheit des Chromatins; Histonkugel, die von etwa zwei DNA-Windungen umfasst wird
Nucleotid
Baustein der Nucleinsäuren, bestehend aus einer Pentose, die kovalent an eine Stickstoffbase und eine Phosphatgruppe gebunden ist
nummerische Chromosomenanomalie
Überzahl oder Unterzahl von Chromosomen, s. Monosomie, s. Trisomie
OKAZAKI-Fragment
kurzes, RNA-gestartetes DNA-Stück, das bei der diskontinuierlichen Replikation entsteht
Onkogen
in Viren vorkommendes oder zum normalen Genom gehörendes Gen, das an der Auslösung von Krebs beteiligt ist
Operator
DNA-Sequenz am Beginn eines Operons, die ein Regulatorprotein binden kann
Operon
häufige genetische Funktionseinheit bei Bakterien und Phagen, bestehend aus einer Kontrollregion und mehreren benachbarten Strukturgenen
Pankreas, Bauchspeicheldrüse
deren Inselzellen bilden Insulin
Panmixie
zufällige Paarung von Individuen einer Population ohne Einfluss des Genotyps
Parentalgeneration
Elterngeneration einer Kreuzung
p-Arm
kurzer Arm eines Chromosoms
passive Immunisierung
Injektion von Antikörpern
PCR
(engl. Polymerase Chain Reaction): Methode zur schnellen Vervielfältigung bestimmter DNA-Abschnitte
Phagen
Viren, die Bakterien befallen
Phänotyp
Gesamtheit aller sichtbaren äußerlichen Merkmale, bei Kreuzungen oft nur bestimmte Merkmale
PID (Präimplantationsdiagnostik)
Diagnostik an einem in vitro befindlichen Keim vor seinem Transfer in den mütterlichen Organismus
Pilus, Sexpilus
Plasmabrücke, die bei der Konjugation zwischen einer Spender- und einer Empfängerzelle von Bakterien ausgebildet wird
Plaque
Lyseloch in einem Rasen von Bakterien, meist entstanden nach einer Infektion mit Phagen
Plasmazelle
aktivierte B-Zelle, die Antikörper bildet
Plasmid
ringförmiges DNA-Molekül, das unabhängig vom Chromosom ist
Plazenta
Mutterkuchen, bei vielen Säugetieren Verbindungsorgan zwischen Embryo und Mutter zum Stoff- und Gasaustausch
Pluripotenz
Fähigkeit einer Zelle, alle Zelltypen eines Organismus zu bilden, jedoch keinen kompletten Organismus
polygene Vererbung
Zusammenwirken verschiedener Gene zur Ausbildung eines Merkmals
Polymorphismus
Auftreten verschiedener Phänotypen zu einem Merkmal, beruht auf verschiedenen Allelen eines Gens
Polyphänie
Mitwirkung eines Gens an der Ausprägung mehrerer Merkmale
Polyploidisierung
Vervielfältigung von Chromosomensätzen durch Nichttrennung von 2-Chromatiden-Chromosomen während der Meiose
Population
alle Lebewesen, die in einer fruchtbaren Fortpflanzungsgemeinschaft leben
Präimplantationsdiagnostik (PID)
Diagnostik an einem in vitro befindlichen Embryo vor seinem Transfer in den mütterlichen Organismus
pränatale Diagnostik
invasive und nicht-invasive Diagnoseverfahren am Fetus im Uterus
Primer
kurzes RNA-Stück, das sich an ein einzelsträngiges DNA-Stück anlagert und den Startpunkt für eine Replikation bildet; bei der PCR kurzes DNA-Stück
Prion
Glykoprotein, das in seiner infektiösen Form Krankheiten wie BSE verursachen kann
Prokaryot
Archäen und Bakterien, deren DNA als ringförmiges Chromosom frei im Cytoplasma vorliegt
Promotor
DNA-Regulationsregion am 5'-Ende eines Gens, enthält Bindungsstelle für RNA-Polymerase
prospektive Bedeutung
die bei embryonaler Normalentwicklung vorgesehene zukünftige Bedeutung eines Keimteils
prospektive Potenz
die Summe der maximalen Entwicklungsmöglichkeiten eines Keimteils in der Embryonalentwicklung
Protein-Design
gezielte Veränderung eines Proteinmoleküls
Protoplast
Pflanzenzelle, der enzymatisch die Zellwand entfernt wurde
q-Arm
langer Arm eines Chromosoms
Rasse
Teilpopulationen einer Nutztier-Art, die in einzelnen Merkmalen übereinstimmen
Reaktionsnorm
genetisch festgelegte Bandbreite, innerhalb derer ein Organismus auf Umwelteinflüsse reagieren kann
Regulatorgen
Gen, dessen Produkt die Aktivität anderer Gene beeinflusst
Reifeteilung 1
erste Teilung der Meiose, Halbierung des diploiden Chromosomensatzes
Reifeteilung 2
zweite, mitotische Teilung der Meiose
rekombinante DNA
aus verschiedenen Fragmenten neu kombinierte DNA
Rekombinantenregel
MENDELsche Regel, beschreibt die Vererbung bei dihybridem Erbgang
Replikation
identische Verdoppelung der DNA
Repressor
Protein, das an eine spezifische DNA-Sequenz bindet und so die Transkription eines Genbereiches verhindert
Restriktionsenzym
Enzym, das die DNA an einer bestimmten Basensequenz schneidet
Retrovirus
Virus, dessen RNA in DNA zurückübersetzt
werden muss
Reverse Transcriptase
Enzym von Retroviren, mit dem die RNA in DNA umgeschrieben wird
rezessiv
Allel, das bei heterozygotem Vorliegen im Phänotyp nicht zu erkennen ist
R-Faktor, Resistenzfaktor
erlaubt es Bakterien, einem Antibiotikum zu widerstehen
RFLP, Restriktionsfragment-Längenpolymorphismus
Beim Schneiden des Genoms verschiedener Individuen mit einem Restriktionsenzym entstehen jeweils DNA-Fragmente verschiedener Länge, da in den Bereichen der Erkennungssequenzen Mutationen vorliegen
Rhesusfaktor
Antigen auf der Oberfläche der Roten Blutkörperchen
RNA, Ribonucleinsäure
einzelsträngiges Makromolekül aus vier verschiedenen Ribonucleotiden, die die Basen Adenin, Guanin, Cytosin und Uracil sowie den Zucker Ribose enthalten
RNA-Polymerase
Enzym, das eine RNA-Kopie von einem DNA-Matrizenstrang synthetisieren kann
Rückkreuzung
Überprüfung auf Heterozygotie durch Kreuzung mit homozygot rezessivem Genotyp
Selektion
1) nach DARWIN Überleben und Fortpflanzung der am besten angepassten Individuen;
2) in der Gentechnik Auslese eines Klons, der die gewünschte rekombinante DNA enthält
Sequenzierung
Ermittlung der Basenabfolge in der DNA
somatische Zellen
Zellen des Körpers, die keine Geschlechtszellen sind
SOUTHERN-Blot-Verfahren
Abdruckverfahren, um ein DNA-Bandenmuster auf eine Folie zu übertragen; Nachweis mit markierten DNA-Sonden
Spaltungsregel
MENDELsche Regel, beschreibt Aufspaltung der uniformen Filialgeneration bei Kreuzung mit sich selbst
Spleißen
Entfernung von Introns aus der prä-mRNA
Stammbaumanalyse
Rückschlüsse von Beobachtungen des Phänotyps über mehrere Generationen auf den Genotyp
Stammzelle
undifferenzierte Zelle mit der Fähigkeit zu unterschiedlicher Differenzierung
steril, Sterilisation
frei von vermehrungsfähigen Mikroorganismen; zur Sterilisation von Nährmedien autoklaviert man diese
strukturelle Chromosomen¬anomalie
Deletion, Duplikation, Inversion, Translokation
Strukturgen
Gen für ein RNA-Molekül oder ein Protein, das kein Regulatorprotein ist
TATA-Box
Nucleotidsequenz im prokaryotischen Promotor
Telomere
Enden eines Chromosoms
Tetrade
die vier Chromatiden von zwei gepaarten Chromosomen während der Metaphase I der Meiose
Ti-Plasmid
Plasmid von Agrobacterium tumefaciens, das für den Gentransfer in Pflanzen verwendet wird
Totipotenz
Fähigkeit embryonaler Zellen zur Bildung eines ganzen vielzelligen Organismus
Transduktion
Übertragung genetischen Materials von einer Bakterienzelle auf eine andere mithilfe von Phagen
Transfektion
1) Prokaryoten: spezieller Fall einer Transformation, bei Aufnahme freier Phagen-DNA sterben die transformierten Zellen ab und bilden Plaques im Bakterienrasen.
2) Eukaryoten: Einbringen genetischen Materials in die Zelle
Transformation
1) Aufnahme freier DNA in eine Zelle;
2) Umwandlung einer gesunden Zelle in eine Krebszelle
transgener Organismus
Organismus, der fremde Gene in den Zellen enthält
Transkription
Synthese einer RNA-Kopie eines Gens
Transkriptionsfaktor
Protein, das an der Regulation eines eukaryotischen Gens beteiligt ist
Translation
Synthese eines Polypeptids am Ribosom
Translokation
Verschmelzung der Teile zweier nicht homologer Chromosomen
Triplett
besteht aus drei Nucleotiden und codiert eine Aminosäure
Trisomie
nummerische Chromosomenanomalie, bei der ein bestimmtes Chromosom dreifach vorhanden ist
tRNA, transfer-RNA
RNA-Molekül, das als Vermittler zwischen Nucleinsäure- und Proteinsprache fungiert
Tumor-Suppressor-Gen
wachstumsregulierende Gene, deren Genprodukte die Zellteilung hemmen
TURNER-Syndrom
Krankheitsbild, bei dem Frauen ein X-Chromosom pro Zelle fehlt
Übernachtkultur
flüssiges Nährmedium, das mit Mikroorganismen beimpft und über Nacht kultiviert wurde
Uniformitätsregel
MENDELsche Regel, beschreibt Auftreten einer uniformen Filialgeneration bei Kreuzung homozygoter Eltern
Vakzin
Impfstoff
Variabilität
Unterschiede zwischen Eltern und Nachkommen oder zwischen den Individuen einer Population
Vektor
Plasmid oder Virus zum Einbringen von RNA oder DNA in Zellen
Virus
Partikel aus einer Proteinhülle und DNA oder RNA, jedoch ohne eigenen Stoffwechsel, der Zellen infizieren kann
VNTR-Sequenz
(engl, variable number of tandera repeai): -> DNA-Sequenz, die aus verschiedenen Wiederholungen kurzer DNA-Abschnitte besteht
X-, Y-Chromosom
Gonosom
zelluläre Immunantwort
wird von T-Zellen durchgeführt
Züchtung
Verbesserung oder Erhaltung genetisch fixierter Merkmale domestizierter Lebewesen
Zwei-Chromatiden-Chromosom
das in der Prophase der Mitose vorliegende, aus zwei identischen Chromatiden bestehende Chromosom
Zwillingsforschung
Erforschung des Umwelt- bzw. Vererbungsfaktors an Merkmalen eineiiger Zwillinge
Zygote
Verschmelzungsprodukt einer Ei- und einer Spermienzelle bei der Befruchtung