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Ökologie

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1. Volterrasche Gesetz
Die Individuenzahlen von Räuber und Beute schwanken auch bei sonst konstanten Bedingungen periodisch. Das Maximum der Räuberpopulation folgt dem der Beutepopulation.
2. Volterrasche Gesetz
Die Häufigkeit des Räubers und der Beute schwankt um einen Mittelwert.
3. Volterrasche Gesetz
a) Nicht nur die Beute nimmt zu, sondern auch die Population des Räubers. b) Reduzierung von Räuber und Beute im gleichen Maße, Individuenanzahl der Beute nimmt schneller zu als Individuenzahl der Räuber.
abiotisch
Als abiotisch werden alle Umweltfaktoren zusammengefasst, an denen Lebewesen nicht erkennbar beteiligt sind. Sie umfassen unter anderem Klima, Atmosphäre, Wasser, Wärme, Temperatur, Licht, Strömung, Salinität, Konzentration an Nährsalzen und anderen chemischen Stoffen. Sie stellen somit alle nicht-belebten Interaktionspartner in einem Ökosystem.
Absorption
Abschwächung von Strahlung und Umwandlung in ein andere Energieform beim Durchgang durch Materie
Abundanz
Populationsdichte, Zahl der Individuen einer Art in einem Biotop, bezogen auf eine Flächen- bzw. Raumeinheit
Abyssal (Tiefsee)
Tiefenbereich der Ozeane, der durch absolute Dunkelheit und hohen hydrostatischen Druck geprägt ist
Adsorption
Anlagerung an Oberflächen
aerob
werden Stoffwechselprozesse genannt, die nur in Gegenwart von Sauerstoff ablaufen bzw. die Lebensweise in sauerstoffhaltiger Umgebung
Aerosole
fein verteilte, feste oder flüssige Schwebstoffpartikel in der Luft
Agenda 21
entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm zur nachhaltigen Entwicklung für das 21. Jahrhundert, beschlossen auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro
aktiver Transport
Stofftransport gegen ein Konzentrationsgefälle unter Energieverbrauch
Algenblüte (Planktonblüte)
Massenentwicklung von Phytoplankton
Allelopathie
Abgabe chemischer Hemmstoffe, die konkurrierende Pflanzen am Keimen oder Wachsen hindern
Allensche Proportionsregel
Bei gleichwarmen Tieren sind Körperanhänge wie Ohren oder Schwänze in kälteren Gebieten kleiner als bei verwandten Arten der wärmeren Gegenden.
Allianz
symbiotische Beziehung zwischen artverschiedenen Organismen ohne lebenswichtige Bedeutung für beide Partner
altruistisch
(scheinbar) uneigennützig, zum Vorteil anderer Artgenossen, ssteigert häufig die indirekte Fitness
Ammonifikation
Abbau von Stickstoffverbindungen durch Bakterien zu Ammoniak beziehungsweise Ammonium-Ionen
anaerob
werden Energiestoffwechselprozesse genannt, die ohne Beteiligung von Sauerstoff ablaufen bzw. die Lebensweise von Organismen in sauerstofffreier Umgebung
Angepasstheit
zweckmäßige Übereinstimmung eines Lebewesens mit seiner Umwelt in Bau, Entwicklung, Physiologie und Verhalten, Ergebnis eines Anpassungsprozesses im Laufe der Evolution
anonymer Verband
Tiergesellschaft, in der sich die einzelnen Mitglieder nicht kennen
Anpassung
Prozess, in dessen Verlauf Individuen Eigenschaften aufweisen, die für das Überleben förderlich sind
anthropogen
durch den Menschen verursacht
Antibiose
Wechselbeziehung zwischen zwei Arten, von der ein Partner Vorteile, der andere Nachteile hat (z. B. Parasit/ Wirt, Räuber/Beute, Pflanzenfresser/ Pflanze)
Antikörper
Proteinmoleküle in den Körperflüssigkeiten der Wirbeltiere, die spezifisch andere Moleküle (Antigene) binden können
aphotische Zone
lichtlose Zone im Meer
Archaeophyten
Pflanzenarten, die bis zum Mittelalter nach Europa eingeschleppt wurden
Art
Man unterscheidet zwei verschiedene Definitionen, je nach Zusammenhang: morphologische Art: eine Gruppe von Lebewesen, die in wesentlichen Merkmalen übereinstimmen genetische bzw. biologische Art: alle Individuen, die unter natürlichen Bedingungen derselben Fortpflanzungsgemeinschaft angehören, deren Gene damit demselben Genpool angehören, der von anderen Genpools isoliert ist.
Arten-Areal-Kurve
Die grafische Darstellung der Beziehung zwischen Probenflächen (x-Ach-se) und Artenanzahl (y-Achse) ergibt eine zunächst steil ansteigende Kurve, die sich dann asymptotisch einem Maximalwert nähert; dient zur Ermittlung der repräsentativen Probengröße (Minimalareal) für die Artenanzahl.
Artenschutz
Schutzmaßnahmen für gefährdete oder vom Aussterben bedrohte Arten
Aspektfolge
zeitliche Ablösung der verschiedenen Erscheinungsbilder eines Ökosystems im Laufe eines Jahres
Assimilation
Energiestoffwechsel: Aufbau organischer Substanzen aus anorganischen Ausgangsstoffen; auch Umbau aufgenommener Nährstoffe in körpereigene Stoffe
Atmung
äußere Atmung: Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidaustausch zwischen Organismen und der Umgebung; innere Atmung bzw. Zellatmung: Reaktionen in den Zellen, bei denen aus energiereichen Stoffen und Sauerstoff die chemisch gebundene Energie in andere Energieformen umgesetzt wird
ATP
(Adenosintriphosphat): wichtiger Energieträger im Zellstoffwechsel aller Lebewesen, überträgt 29 kJ/mol chemische Energie durch Abspalten einer Phosphatgruppe und Entstehung von Adenosindiphosphat
Auftriebszone
Meereszone in Küstennähe, in der durch ablandige Winde kaltes, mineraIstoffreiches Tiefenwasser an die Wasseroberfläche gelangt und die Produktion anregt
Autökologie
Teilgebiet der Ökologie, das sich mit der Untersuchung von Einzelorganismen und den auf diese wirkenden Umweltfaktoren befasst
autotroph
„sich selbst ernährend", Stoffwechselvorgang, bei dem körperfremde anorganische Stoffe in körpereigene organische Stoffe umgewandelt werden (Fotosynthese und Chemosynthese)
Autotrophie
Ernährungsweise, bei der nur anorganische Stoffe für den Baustoffwechsel benötigt werden. Die notwendige Energie stammt aus dem Licht (Fotosynthese) oder anorganischen Reaktionen (Chemosynthese); vgl. Heterotrophie
Bathyal (Dämmerlichtzone)
Tiefenbereich der Ozeane, der durch sehr schwaches Licht gekennzeichnet ist, das zwar für die Orientierung, aber nicht für die Fotosynthese ausreicht
Benthal
Bodenzone von Gewässern; Organismen (Benthos) leben in und auf dem Bodengrund
Bergmannsche Größenregel
Bei Gleichwarmen sind die Individuen einer Art oder nahe verwandte Arten in kalten Regionen größer als in warmen Gebieten. Die Regel ergibt sich daraus, dass größere Tiere im Verhältnis zum Volumen eine geringere Oberfläche haben als kleinere Exemplare, wodurch der Wärmeverlust über die Oberfläche relativ geringer ist.
Bioakkumulation
Anreicherung von Substanzen im Körper durch die Aufnahme mit der Nahrung; besonders wichtig bei Schadstoffen
Biodiversität (Mannigfaltigkeit)
Begriff für die Vielfalt des Lebens; umfasst genetische Vielfalt, Artenvielfalt (Diversität im engeren Sinne) und Lebensraumvielfalt. Die Erhaltung der Biodiversität ist ein Leitbild im Naturschutz.
Bioindikator (Indikatororganismus)
Zeigerart, die durch ihr Vorkommen auf bestimmte Umweltbelastungen schließen lässt
biologische Schädlingsbekämpfung
Die gezielte Förderung von spezifischen Feinden des Schädlings, optimal sind i.d.R. Parasiten.
Biomasse
die gesamte Masse (bzw. Trockenmasse) aller Lebewesen in einem Lebensraum; wird oft nur auf bestimmte Teilbereiche (Populationen, Trophiestufen etc.) bezogen
Biosphäre
der vom Leben erfüllte Raum des Planeten Erde
Biosphärenreservat
größere naturnahe Kulturlandschaft, die im Rahmen des weltweiten UNESCO-Programmes Mensch und Biosphäre (Man and Biosphere) geschützt wird
biotisch
durch Lebewesen bedingt oder beeinflusst
Biotop
Lebensraum für Lebewesen eines Ökosystems mit seinen abiotischen Umweltfaktoren
Biotopverbund
Naturschutzmaßnahme, bei der Einzelbiotope durch Korridore (z.B. Hecken) und Trittsteine (z. B. Feldgehölze) verknüpft werden
Biozide
Sammelbegriff für chemische Schädlingsbekämpfungsmittel
Biozönose
Lebensgemeinschaft aller Organismen eines Ökosystems mit ihren biotischen Beziehungen
biozönotische Grundprinzipien
In Lebensräumen mit vielseitigen Lebensbedingungen leben viele Arten mit jeweils geringer Dichte, in einseitigen oder extremen Lebensräumen leben wenige Arten mit hohen Dichten.
Bodenhorizonte
mehr oder weniger parallel zur Oberfläche verlaufende, durch Umwandlungsprozesse entstandene Schichten im Boden
Bottom up — Top down
Schlagworte für die Dichteregulation in einer Biozönose; diese kann entweder von den unteren Trophiestufen und der Bereitstellung von Nahrung ausgehen oder durch die oberen Trophiestufen und deren Fressaktivität erfolgen
Brackwasser
Wasser mit einem mittleren Salzgehalt zwischen dem von Meerwasser (> 30‰) und dem von Süßwasser (<0,5‰)
Bruttoprimärproduktion
Biomasse, die von den autotrophen Organismen eines Lebensraumes innerhalb einer bestimmten Zeit hergestellt wird.
BSB
biochemischer Sauerstoffbedarf: Wert für den Sauerstoffverbrauch aerober Organismen, der zum Abbau organischer Substanzen benötigt wird, (zum Beispiel BSB5 = biochemischer Sauerstoffbedarf in fünf Tagen)
CALVIN-Zyklus
biochemischer Kreisprozess zur Umsetzung von Kohlenstoffdioxid zu Glucose bei der Fotosynthese
Carnivoren
Fleischfresser
chemische Schädlingsbekämpfung
Die Bekämpfung von Schädlingen ist ein wichtiges Gebiet der angewandten Ökologie. Dabei werden Pestizide angewendet, die gegen Unkräuter (Herbizide), Bakterien (Bakterizide), Pilze (Fungizide), Insekten (Insektizide) und andere Organismengruppen eingesetzt werden.
chemoautotroph
Ernährungsweise, bei der nur anorganische Stoffe für den Baustoffwechsel benötigt werden. Die notwendige Energie stammt aus anorganischen Reaktionen (Chemosynthese).
Chloroplast
chlorophyllhaltiges Organell pflanzlicher Zellen, in dem die Fotosynthese abläuft
Chlorosen
Ausbleichen der Blätter durch Zersetzung des Chlorophylls
Coevolution
wechselseitige Beeinflussung der Stammesgeschichte zweier Arten
CSB
chemischer Sauerstoffbedarf: Verbrauch eines chemischen Oxidationsmittels, das bei der Oxidation organischer Verschmutzungsstoffe eingesetzt wird
Cuticula
wachsartiger Schutzüberzug auf der Epidermis
Cyanobakterien
zur Fotosynthese fähige Prokaryoten, die häufig im Wasser vorkommen
Denaturierung
durch Hitze, organische Lösungsmittel, pH-Wert-Änderungen oder Salze verursachte Konformationsänderung von Nucleinsäuren oder Proteinen (Enzymen); Denaturierung ist in der Regel mit Funktions- oder Aktivitätsverlust verbunden
Denitrifikation
Reduktion von Nitrat-Ionen bis zum molekularen Stickstoff
Destruenten (Reduzenten)
Lebewesen, die abgestorbene Biomasse und damit organische Stoffe zu anorganischen abbauen und so wieder dem Stoffkreislauf zuführen
Detritus
organische Reststoffe, die beim Zerfall von Organismen entstehen und sich z. B. als flockige Masse auf dem Grund von Gewässern ablagern
dichteabhängige Faktoren
Steigt die Individuenanzahl einer Population über den Kapazitätswert des Ökosystems an, so tritt Nahrungsmangel ein. Als Folge nimmt dann die Sterberate zu. Nahrung ist deshalb ein dichteabhängiger Faktor. Sie führen bei einer hohen Populationsdichte zu einem verlangsamten Wachstum.
Dichteanomalie
Bei Flüssigkeiten nimmt die Dichte normalerweise mit fallender Temperatur bis zum Erstarrungspunkt zu. Süßwasser jedoch besitzt seine höchste Dichte nicht am Gefrierpunkt (0°C), sondern darüber (4°C).
Dichtestress
infolge von Überbevölkerung einsetzende Belastungserscheinungen, die auch mit hormonellen Veränderungen einhergehen
dichteunabhängige Faktoren
Sie reduzieren den Wildbestand ohne von der Populationsdichte abhängig zu sein. Z. B. Witterungseinflüsse, Qualität der Nahrung, Bodenart des Lebensraumes u. a.
Diffusion
Konzentrationsausgleich durch Vermischung verschiedener Teilchen aufgrund der Brown'schen Molekularbewegung
Dissimilation
Gesamtheit aller abbauenden Stoffwechselwege, bei denen chemisch gebundene Energie energiereicher Stoffe in andere Energieformen umgewandelt wird
Diversität
Arten-Mannigfaltigkeit in einem Ökosystem; bei gleicher Artenanzahl haben solche Biozönosen eine geringere Diversität, bei denen einzelne Arten gegenüber anderen stark dominieren
Diversitätsindex
Maßeinheit für die Diversität in einer Biozönose, die einen Vergleich von Biozönosen ermöglicht. Der Zahlenwert berücksichtigt sowohl die Anzahl der Arten als auch die Verteilung der Dichteanteile (Häufigkeitsverteilung). Ein gängiger Diversitätsindex ist der Diversitätsindex nach Shannon.
Einnischung
Besetzung neuer ökologischer Nischen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Artaufspaltung
ektotherm
poikilotherm
Elastizität
Aspekt der Stabilität eines Ökosystems; bezeichnet die Fähigkeit, nach einer äußeren Störung den ursprünglichen Zustand von Biomasse und Artenzusammensetzung wiederherzustellen
Elterninvestment
Fürsorgeaufwand, den Eltern in die Aufzucht von Nachkommen investieren, der dessen Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht, aber die Eltern teilweise daran hindert, weitere Nachkommen zu produzieren
Emissionen
in die Umwelt gelangende Stoffe und Wirkungen technischer Prozesse, (Schad-) Stoffen oder Strahlung
endemische Art
Art mit sehr eng umgrenztem Verbreitungsgebiet
Endosymbiont
im Inneren eines Symbiosepartners lebender Organismus
endotherm
homoiotherm
Endoxidation
im aeroben Stoffwechsel in den Mitochondrien: Übertragung von Elektronen von wasserstoffhaltigen Verbindungen auf Sauerstoff unter Bildung von Wasser. Die bei dieser Reaktion frei werdende Energie wird für die ATP-Bildung benötigt.
Energie
Fähigkeit eines Systems Arbeit zu verrichten; Energie entsteht oder verschwindet nicht, sondern verschiedene Energieformen werden ineinander umgewandelt
Energiefluss
Weitergabe von Energie in Form energiereicher Stoffe in einer Nahrungskette
Energieträger
Stoff, durch dessen Umsetzung Energie freigesetzt wird
Enzym
als Biokatalysator wirksames Protein, das biochemische Reaktionen beschleunigt, indem es die Aktivierungsenergie herabsetzt, Enzyme sind reaktions- und substratspezifisch
Epilimnion
obere warme Wasserschicht in Gewässern, die durch eine deutliche Temperaturdifferenz vom Tiefenwasser abgegrenzt ist
Epiphyt (Aufsiedler)
Pflanze, die auf anderen Pflanzen wächst; sie nutzt die günstigeren Lichtverhältnisse und ist in spezieller Weise an den Mineralstoff- und Wassermangel in diesem Lebensraum angepasst; besonders häufig im tropischen Regenwald (Bromelien, einige Orchideen, Moose, Farne, Flechten)
Ernährungsstrategie
auf die Bedürfnisse und Möglichkeiten abgestimmte Form der Auswahl und Beschaffung von Nahrung
Erosion
Bodenabtrag durch Wind oder Wasser
Eulitoral
mittlere Zone des Ufer- bzw. Küstenbereiches (Litoral), die Wasserstandsschwankungen bzw. Gezeiten ausgesetzt ist
Euryök
Bezeichnung für Organismen, die Schwankungen der für sie wichtigen Umweltfaktoren innerhalb weiter Grenzen ertragen.
euryökes Lebewesen
Lebewesen mit weiter ökologischer Potenz für viele Umweltfaktoren
eurypotent
Eigenschaft eines Lebewesens, starke Schwankungen eines bestimmten Umwelteinflusses zu tolerieren
eutroph
reich an Mineralstoffen, besonders Phosphat- und Stickstoffverbindungen
Eutrophierung
Zufuhr von Nährsalz-Ionen, besonders Nitrat- und Phosphat-Ionen, in ein Gewässer mit der Folge verstärkter Biomasseproduktion
Evaporation
Verdunstung von Wasser ohne Beteiligung belebter Körper
exponentielles Wachstum
Anstieg einer Population bei konstanter Vermehrungsrate r
extensive Landwirtschaft
Gegensatz zur intensiven Landwirtschaft
Faulschlamm
feine Ablagerung organischer Stoffe unter anaeroben Bedingungen
Fitness
im evolutionsbiologischen Sinne der Beitrag eines Individuums und eventuell auch seiner nahen Verwandten (Gesamtfitness) zum Genpool der Folgepopulation
Fitness, reproduktive
Maß für den reproduktiven Lebensfortpflanzungserfolg eines Individuums, d. h. die Fähigkeit, seine Gene in den Folgegenerationen zu verbreiten
Flechten
eigenständige Organismengruppe, durch Symbiose von Pilzen und Grünalgen beziehungsweise Cyanobakterien entstanden
Fließgleichgewicht
Gleichgewichtszustand in offenen Systemen mit ständigem Durchfluss von Stoffen und Energie
Fluktuation
unregelmäßige Dichteschwankung der Populationsgröße aufgrund dichteunabhängiger Faktoren
Forst
Waldfläche mit einer durch den Menschen geregelten Bewirtschaftung
Fortpflanzungsstrategie
Lebewesen können neue Biomasse in eigenes Wachstum oder in die Fortpflanzung investieren. Je nach Anteil für die Fortpflanzung unterscheidet man K-Strategen und r-Strategen.
Fotosynthese
wichtigste Form der autotrophen Assimilation, bei der mithilfe des Chlorophylls unter Einwirkung des Sonnenlichtes aus C02 und Wasser der energiereiche Stoff Glucose und Sauerstoff entstehen
Frühjahrszirkulation
siehe Zirkulationsphasen
Fundamentalnische
Ansprüche einer Art an ihre Umwelt unter Laborbedingungen ohne Einfluss von biotischen Faktoren wie Konkurrenz oder Räuberdruck
Fungizid
das Wachstum von Pilzen hemmender Stoff, der zur Bekämpfung von unerwünschtem Pilzwachstum eingesetzt wird
Galle (Pflanzengalle)
durch andere Organismen, meist Insekten oder Milben, hervorgerufene Verdickung an Pflanzen
Gärung
anaerobe Form des Energiestoffwechsels; je nach Gärungstyp entstehen Endprodukte wie Ethanol oder Milchsäure. DerTricarbonsäurezyklus läuft nicht ab.
Geburtenrate
das Verhältnis von Geburtenanzahl zur Gesamtanzahl der Individuen in einer Population (Populationsgröße); ihr Wert wird pro Zeiteinheit als Quotient „Geburtenanzahl / Individuenanzahl" angegeben
Generalist
Organismus, der an keine Umweltbedingungen besonders gut angepasst ist, aber mit vielen Bedingungen zurechtkommt; auch: Nutzer vielfältiger Ressourcen, keine Spezialisierung
Genpool
Gesamtheit der Gene einer -> Population
Gentechnik
alle Verfahren zur Isolierung bestimmter DNA-Abschnitte, deren Analyse, Veränderung und Übertragung in andere Organismen
Gewässergüteklassen
System zur biologischen Beurteilung des Verschmutzungsgrades von Gewässern, in Fließgewässern folgen die Verunreinigungsstufen räumlich, in stehenden Gewässern zeitlich aufeinander (s. Saprobiensystem)
Gewässerstrukturgüte
System zur Beurteilung der Gewässerqualität mithilfe des Ausbauzustands eines Gewässers
Gezeitenzone
Zone der Meere, die bei Ebbe trocken fällt
Gleichgewicht, ökologisches
idealisierte Vorstellung vom Ausgleich und Fortbestand in der Natur; war früher ein wichtiges Leitbild im Naturschutz, ist aber schwer definierbar und messbar
Globalstrahlung
Strahlungsenergie pro Flächeneinheit, die nach Passage der Atmosphäre auf das Ökosystem trifft
Grundumsatz
minimaler Energieumsatz eines homoiothermen Tieres in Ruhe; setzt sich zusammen aus dem Erhaltungsumsatz für die Lebensvorgänge in Zellen und der Energie für die Tätigkeitsbereitschaft des Organismus
grüne Gentechnik
molekularbiologische Verfahren zur gezielten Neukombination und Übertragung genetischen Materials auf Nutztiere und Kulturpflanzen in der Landwirtschaft
Gülle
Flüssigmist
Habitat
Der spezifische Lebensraum einer Art, der ihre ökologischen Ansprüche (Nische) erfüllt.
Hadal
tiefster Bereich der Ozeane (Tiefseegräben), der durch absolute Dunkelheit und sehr hohen hydrostatischen Druck geprägt ist
Halophyt
an das Leben auf salzhaltigem Boden angepasste Gefäßpflanze; man unterscheidet Salzspeicherer und Salzausschließer
Herbivore
Lebewesen, die sich hauptsächlich von Pflanzen ernähren
Herbizid
alle oder bestimmte Pflanzen schädigende Substanz, die spezifisch zur Unkrautvernichtung eingesetzt wird
Herbstzirkulation
siehe Zirkulationsphasen
heterotroph
auf organische Stoffe als Energie- und Kohlenstoffquelle angewiesen
Heterotrophie
Ernährungsweise, bei der energiereiche organische Nahrungsstoffe als Energie- und Kohlenstoffquellen aufgenommen und in körpereigene Verbindungen umgewandelt bzw. abgebaut werden (Autotrophie)
Hochmoor
vom Grundwasser unabhängiger, mineralstoffarmer Feuchtlebensraum, der nur durch Niederschläge bewässert wird; Torfmoose saugen das Wasser schwammartig auf, abgestorbene Pflanzenteile bilden Torf. Hochmoore werden von einer besonders schützenswerten Fauna und Flora besiedelt
homoiosmotisch
Eigenschaft von Organismen, die den Salzgehalt in ihrem Körper innerhalb enger Grenzen regeln
Homoiotherme (gleichwarme) Tiere
Zu ihnen gehören Vögel und Säugetiere. Sie verfügen über eine konstante Körpertemperatur (36-42°C) und Wärmeregulationsmechanismen. Sie haben eine starke Aktionsbereitschaft, ein großes Verbreitungsgebiet, aber auch einen hohen Nahrungsbedarf bei hohem Stoffwechsel. Einige gleichwarme Tiere können in den Winterschlaf fallen.
Humanökologie
Teilgebiet der Ökologie, das sich mit der Beziehung von Mensch und Umwelt befasst
Humus
organische Substanz des Bodens; besteht vor allem aus abgestorbenen Pflanzenteilen in unterschiedlichem Zersetzungsgrad: Rohhumus (grob), Moder (mittel), Mull (stark)
Hydrophyt (Wasserpflanze)
an das Leben im Wasser angepasste Gefäßpflanze
Hydrosphäre
Gesamtheit des weltweit im Kreislauf befindlichen Wassers
Hygrophyt (Feuchtpflanze)
an das Leben in Feuchtlebensräumen angepasste Gefäßpflanze
hypertonisch
Die Konzentration der gelösten Teilchen in der Lösung ist höher als in einer Vergleichslösung
Hypolimnion
Tiefenwasser eines Gewässers, das durch eine deutliche Temperaturdifferenz vom Oberflächenwasser abgegrenzt ist (vgl. Epilimnion). Der Begriff Hypolimnial ist dem älteren Begriff Hypolimnion vorzuziehen, da die Endung -on für die Lebewelt reserviert ist (z. B. Plankton)
hypotonisch
Die Konzentration der gelösten Teilchen in der Lösung ist geringer als in einer Vergleichslösung
Immissionen
Emissionen am Ort ihres Einwirkens auf Lebewesen oder unbelebte Objekte
Indikatororganismus
Bioindikator
individualisierter Verband
Tiergesellschaft aus Artgenossen, die sich gegenseitig kennen
Initialphase
Anfangsphase einer Sukzession
Insektizid
Insekten schädigendes bzw. abtötendes Gift (siehe Pestizid); wird z. B. als Pflanzenschutzmittel eingesetzt
integrierter Pflanzenschutz
Die sinnvolle Kombination verschiedener Verfahren, um die Populationsdichte von Schadorganismen unter der Schadensschwelle zu halten.
intensive Landwirtschaft
Bewirtschaftung des Bodens mit starker Technisierung, hohem Mineraldünger- und Biozideinsatz zur Erzielung hoher Erträge (Gegensatz: extensive Landwirtschaft)
interspezifische Konkurrenz
Wettbewerb zwischen Individuen verschiedener Arten um ein begrenztes Angebot an Ressourcen
Intraspezifische Konkurrenz
Konkurrenz von Angehörigen der selben Art um Nahrung, Brutplätze usw.
Kältestarre
kältebedingte Einschränkung der Lebensfunktionen bei wechselwarmen Tieren
Kapazität (K, Umweltkapazität)
maximale Individuenanzahl, die in einem Lebensraum vorkommen kann; bei Anzahlen unter der Kapazität nehmen Populationen zu, bei Überschreiten ab. Populationen erreichen daher auf längere Sicht immer einen Maximalwert; wichtige Größe beim logistischen Wachstum.
Kapazitätsgrenze
Obergrenze im Populationswachstum, ab der die
Kartierung
Darstellung der räumlichen Verteilung bestimmter Organismenarten in einem definierten Gebiet
Klimax
Schlussgesellschaft einer Sukzession bei gleichbleibenden klimatischen Verhältnissen mit hoher Stabilität der -* Biozönose, nach heutiger Auffassung Mosaik zyklisch aufeinander folgender Entwicklungsphasen
Klimaxphase
bestimmter Reifezustand eines Ökosystems; Abschluss einer Sukzession vor der Zerfallsphase
Knöllchenbakterien
Luftstickstoff fixierende Bakterienarten
Kohlenhydrat
stickstofffreier, weit verbreiteter biologischer Bau-, Gerüst- und Reservestoff der allgemeinen chemischen Zusammensetzung Cn(H2O)n; Beispiele: Zucker, Stärke, Zellulose
Kompensationstiefe
siehe Zone, trophogene / tropholytische
Konformer
Lebewesen, bei dem das innere Milieu mit den wechselnden Umweltbedingungen übereinstimmt
Konkurrenz
gegenseitige Einschränkung von Lebewesen durch die Nutzung gleicher begrenzter Ressourcen; Konkurrenz kann innerhalb einer Art (innerartlich) oder zwischen verschiedenen Arten (zwischenartlich) vorliegen
Konkurrenzausschlussprinzip
Verschiedene Arten in einem Lebensraum können auf Dauer nicht koexistieren, wenn sich ihre ökologischen Nischen bezüglich der genutzten knappen Ressourcen ähnlich sind.
Konkurrenzvermeidung
Nutzung von Ressourcen derart, dass keine bzw. nur geringe Überschneidungen mit möglichen Konkurrenten auftreten
Konstanz
Aspekt der Stabilität eines Ökosystems: Ohne äußere Störung bleiben Biomasse und Artenzusammensetzung unverändert
Konsumenten
Organismen, die direkt oder indirekt die organischen Stoffe der Produzenten verbrauchen, Pflanzen- und Fleischfresser
Konvektion
wärmebedingte vertikale Luft- oder Wasserströmung
Konvergenz
Ähnlichkeit nichthomologer Organe als Folge ihrer gleichen Funktion ohne Herkunftsgleichheit
Kosten-Nutzen-Bilanz
das Verhältnis von Aufwand und Nutzen einer Eigenschaft oder Verhaltensweise; Organismen leben bzw. verhalten sich in der Regel so, dass geringstmögliche Kosten und höchstmöglicher Nutzen vorhanden sind
K-Stratege
Art, deren Nachkommenzahl so gering ist, dass Überbevölkerung vermieden und zugleich die Kapazität des Lebensraumes ausgeschöpft wird (Gegensatz: r-Stratege)
Kultur
1) Gesamtheit erlernter Verhaltensweisen und Fähigkeiten einer Population, die von Generation zu Generation weitergegeben werden 2) Bestand vom Menschen gepflegter Lebewesen
Kulturfolger
Lebewesen, das durch anthropogene landschaftliche Veränderungen Vorteile hat und dadurch häufig in den vom Menschen geformten Kulturlandschaften zu finden ist
Kulturlandschaft
vom Menschen stark veränderte Ökosysteme, zum Beispiel landwirtschaftliche Flächen
Kutikula
von Epidermiszellen der Pflanze nach außen abgesonderte, meist wenig durchlässige Schutzschicht aus wachsartigen Substanzen
Landschaftsschutzgebiet
Gebiet, das besonderen Nutzungsbeschränkungen unterliegt; diese beziehen sich vor allem auf ein Bebauungsverbot und Einschränkungen in der Veränderung der Landschaft. So dürfen etwa Wiesen in der Regel nicht in Ackerland umgewandelt werden
Landwirtschaft, ökologische
Landwirtschaft, die von der Produktion gesunder, nachhaltiger Nahrungsmittel ausgeht und möglichst wenig schädliche Umweltauswirkungen hat
Liebig sches Minimumgesetz
Das Gedeihen von Pflanzen wird maßgeblich von dem Mineralstoff bestimmt, der im Vergleich zum Bedarf in der geringsten Konzentration vorliegt.
Litoral
flacher Uferbereich eines Gewässers
logistisches Wachstum
Populationswachstum, das einen Sättigungswert erreicht, S-förmiger Verlauf der Wachstumskurve Typische Phasen: lag-Phase (r steigt) - log-Phase, Umweltkapazität erreicht) - evtl. Absterbephase (r &lt;0)(r=max.=konstant) - Übergangsphase (r sinkt) - stationäre Phase (r = 0)
Lotka-Volterra-Regeln
drei aus dem Lotka-Volterra-Modell abgeleitete Regeln über die Interaktion von Räuber- und Beutepopulation: 1. periodische Schwankungen der Bestandsdichten, 2. langfristige Konstanz der, Mittelwerte, 3. schnellere Erholung der Beutepopulation nach einer Dezimierung
Mesophyt
an periodisch trockene oder winterkalte Lebensräume angepasste Gefäßpflanze
Metalimnion
Sprungschicht im See mit starker Temperaturänderung in der Vertikalen, Grenzschicht zwischen Epi- und Hypolimnion
Mimikry
täuschende Nachahmung der Signale einer anderen, meist wehrhaften Art
Mineralstoffe (auch Mineralsalze)
anorganische Verbindungen, die vom pflanzlichen und tierischen Organismus für den Aufbau von Körpersubstanz und für einen geregelten Stoffwechsel aufgenommen werden müssen
Minimalareal (Minimalfläche)
Mindestgröße einer Probenfläche, um alle wichtigen Arten eines Lebensraumes zu erfassen; lässt sich mithilfe einer Arten-Areal-Kurve ermitteln
Minimumfaktor
der jeweils knappste lebensnotwendige Umweltfaktor
Mitochondrium
in der eukaryotischen Zelle vielfach vorhandenes Organell mit einer Doppelmembran, in dem die Zellatmung abläuft
Monokultur
landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Nutzfläche, die hauptsächlich für eine Sorte von Nutzpflanzen genutzt wird; auch Plantagen sind meist Monokulturen
Mosaikzyklus
Die Phasen einer Sukzession wiederholen sich auf lange Sicht zyklisch. In einem Ökosystem gibt es oft ein kleinräumiges Modell aus Systemabschnitten, die sich in unterschiedlichen Stadien der Sukzession befinden.
Mykorrhiza
Symbiose zwischen Wurzeln von Samenpflanzen und Pilzhyphen
Nachhaltigkeit (Sustainability)
Konzept der dauerhaft umweltgerechten Entwicklung, bei dem soziale, ökologische und ökonomische Belange berücksichtigt werden
Nährschicht
obere Wasserschicht im Gewässer, in der die fotosynthetische Produktion überwiegt
Nahrungskette
Abfolge von Organismen, die sich jeweils voneinander ernähren und damit Biomasse und Energie an das folgende Glied weitergeben; sie beginnt vielfach mit Pflanzen als Produzenten und führt weiter zu Konsumenten und Destruenten
Nahrungsnetz
netzartige Verknüpfung von Nahrungsbeziehungen (Nahrungsketten) in einem Ökosystem
Nahrungspyramide
Darstellung der Trophieebenen eines Ökosystems; oft sind in tiefer liegenden Trophieebenen mehr oder produktivere Organismen vorhanden, die den Organismen höherer Ebenen als Nahrung dienen; die Abfolge lässt sich daher als Pyramide darstellen
Nahrungsveredelung
Verfütterung pflanzlicher Nahrungsmittel an das Vieh zur Fleischproduktion
Nationalpark
großräumige, gesetzlich geschützte Naturlandschaft mit hoher Bedeutung für den Naturschutz und strengen Schutzbestimmungen, in der die Natur weitgehend sich selbst überlassen wird
Naturlandschaft
vom Menschen weitgehend unbeeinflusste Ökosysteme
Naturpark
großräumiger, gesetzlich geschützter Landschaftsbereich mit hoher Bedeutung für Erholung und Tourismus und weniger strengen Schutzbestimmungen
Naturschutz
Maßnahmen zum Erhalt der wild lebenden Arten und ihrer Lebensräume
Naturschutzgebiet
geschützte Naturlandschaft, in der allenfalls erhaltende Eingriffe zur Pflege der Fauna und Flora erlaubt sind; es unterliegt aufgrund einer Naturschutzverordnung besonderen Nutzungsbeschränkungen. Diese können z. B. Einschränkungen der landwirtschaftlichen Nutzung, aber auch der Freizeitnutzung (Betretungsverbot) umfassen.
Nekton
Gesamtheit der aktiv schwimmenden Tiere im Gewässer
Nettoprimärproduktion
die durch Foto- oder Chemosynthese gebildete Biomasse in einer bestimmten Zeit nach Abzug des von den Lebewesen selbst verbrauchten Anteils
Niedermoor
Feuchtlebensraum mit Kontakt zum Grundwasser, der durch die Verlan-dung eines Sees oder durch Versumpfung von Bodensenken entstanden ist
Nische, ökologische
Gesamtheit der Ansprüche, die eine Art an ihre Umwelt stellt; die Ansprüche werden durch den Einfluss von Umweltfaktoren und durch die Nutzung von lebensnotwendigen Ressourcen bestimmt
Ökobilanz
Analyse der Umweltbelastungen durch Produkte bzw. Prozesse
Ökofaktor
siehe Umweltfaktor
Ökologie
Ernst Haeckel (1866): Wissenschaft vom Haushalt der Natur (unterteilbar in Autökologie, Populationsökologie, Synökologie und Humanökologie)
Ökologische Nische
Ansprüche einer Art an ihre Umwelt und spezifische Nutzung der Ressourcen (Eigenschaft der Art)
Ökologische Planstelle
Spezifisches Angebot eines Ökosystems an Ressourcen, ökologische Planstellen können durch verschiedene Arten in einem Lebensraum besetzt werden. (Eigenschaft des Ökosystems)
ökologische Potenz
Fähigkeit eines Organismus, Schwankungen eines Umweltfaktors unter den Bedingungen natürlicher Konkurrenz zu ertragen
ökologisches Gleichgewicht
Zustand ökologischer Systeme mit der Fähigkeit zur Selbstregulation
Ökosystem
dynamisches Beziehungsgefüge aus Biozönose (Lebensgemeinschaft) und Biotop ( Lebensraum), das durch Stoffkreisläufe und Energiefluss gebildet wird
Ökosystemforschung
interdisziplinäre Untersuchung von Ökosystemen, bei der Biomasse, Dichte, Artenzusammensetzung, Wechselbeziehungen, Stoffkreislauf und Energiefluss erfasst werden und oft in mathematische Modelle einfließen
oligotroph
arm an Mineralstoffen (besonders Phosphat), geht bei Stillgewässern meist mit hohem Sauerstoffgehalt einher
Optimum
für das Überleben eines Organismus günstigster Bereich eines Umweltfaktors
Osmose
Diffusion von zwei durch eine semipermeable Membran getrennten Lösungen, bei denen nur die Lösungsmittelteilchen, nicht aber die Teilchen des gelösten Stoffes die Membran passieren können
Oszillation
regelmäßige Dichteschwankung der Populationsgröße aufgrund dichteabhängiger Faktoren (siehe Umweltfaktor), z. B. wegen periodisch schwankender Ressourcen, durch Einwirkungen der eigenen oder anderer Populationen (z. B. Räuber)
Ozon
kurzlebiges und reaktionsfreudiges Sauerstoffmolekül aus drei Sauerstoffatomen
Parabiose
Wechselbeziehung zwischen zwei Arten, von der ein Partner Vorteile, der andere weder Vor- noch Nachteile hat
Parasit
spezialisierte Tiere, Pflanzen, Bakterien und Viren, die sich von der Körpersubstanz ihres Wirtes ernähren und ihn dadurch schwächen, aber nicht unmittelbar töten
Parasitismus
Beziehung zwischen zwei Arten zum Nutzen der einen Art und zu Lasten der anderen
Pelagial
Freiwasserzone eines Sees
Pestizid
Giftstoff zur Bekämpfung von unerwünschten Insekten (Insektizid), Pilzen (Fungizid) oder Pflanzen (Herbizid), der vorwiegend in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gartenbau eingesetzt wird
photoautotroph
Ernährungsweise, bei der nur anorganische Stoffe für den Baustoffwechsel benötigt werden. Die für den Stoffwechsel notwendige Energie stammt aus der Sonnenenergie.
Phototropismus
durch einen Lichtreiz hervorgerufene Wachstumsbewegung bei Pflanzen. Wachstum in Richtung Lichtquelle bezeichnet man als positiven, von der Lichtquelle weg als negativen Phototropismus
pH-Wert
Maßzahl für die Protonen-Konzentration in einer wässrigen Lösung, eine Lösung ist bei pH = 7 neutral, bei pH < 7 sauer, bei pH > 7 basisch
Phytoplankton
fotosynthetisch aktive Kleinstlebewesen in Gewässern
Plankton
im Wasser lebende, meist kleine Organismen, die sich nur in geringem Maße aktiv fortbewegen können und vorwiegend von Strömungen verdriftet werden; man unterscheidet fotosynthetisch aktives „pflanzliches" (Phytoplankton) und tierisches Plankton (Zooplankton)
Planstelle, ökologische
Struktur eines Ökosystems, die für bestimmte Arten Lebensmöglichkeiten bietet; Arten mit gleichen oder sehr ähnlichen ökologischen Nischen nutzen in verschiedenen Regionen gleiche ökologische Planstellen
poikilosmotisch
Eigenschaft von Organismen, deren Salzgehalt im Körper weitgehend vom Salzgehalt der Umgebung abhängt; sie sind diesbezüglich Konformer
Poikilotherme (wechselwarme) Tiere
Zu den wechselwarmen Tieren gehören Insekten, Kriechtiere, Amphibien und Fische. Die Körpertemperatur wechselt mit der Umgebungstemperatur, da keine Wärmeregulation stattfindet. Wechselwarme haben einen niedrigen Nahrungsbedarf, die Aktivität folgt der RGT-Regel, sie kommen nur in warmen und gemäßigten Zonen vor.
Population
Gesamtheit aller Individuen einer Art, die in einem räumlich abgrenzbaren Verbreitungsgebiet eine Fortpflanzungsgemeinschaft bilden.
Populationsökologie
Teilgebiet der Ökologie, das sieb mit der Struktur und Dynamik von Populationen befasst
Populationswachstum
Zunahme (auch Abnahme) der Individuenanzahl (Dichte) einer Population; man unterscheidet exponentielles Wachstum und logistisches Wachstum
Potenz, ökologische (Toleranz)
Reaktionsbreite einer Art gegenüber einem Umweltfaktor; sie wird quantitativ als Vitalität (Überlebensfähigkeit,etwa Biomassenzuwachs, Überlebensrate etc.) in Abhängigkeit von diesem Umweltfaktor beschrieben. In Anlehnung an den englischen Sprachgebrauch oft kurz „Toleranz" genannt.
Präferenz
Bevorzugung eines bestimmten Bereiches des Gradienten eines Umweltfaktors durch einen Organismus bzw. eine Art
Präferenzbereich
Bevorzugter Aufenthaltsbereich einer Art bezüglich eines bestimmten Umweltfaktors. Der Präferenzbereich ist in der Regel kleiner als der Toleranzbereich. Überprüfung durch Bestimmung der Individuendichte in einem zur Verfügung stehenden Gefälle des Umweltfaktors (Bsp. Temperturorgel).
Primärproduktion
von Produzenten am Anfang einer Nahrungskette bzw. an der Basis von Nahrungspyramiden hergestellte organische Biomasse; bezieht sich auf einen bestimmten Zeitraum; man unterscheidet die gesamte durch Fotosynthese und Chemosynthese hergestellte Biomasse (Bruttopri-märproduktion) von jener Biomasse, die nach Abzug des Eigenverbrauchs übrig bleibt (Nettoprimärproduktion)
Primärproduzent
siehe Produzent
Produktion
Biomasse, die in einer bestimmten Zeit von Produzenten gebildet wird
Produzent (Primär-, Sekundärproduzent)
Organismus, der zu einer Zunahme an Biomasse in einem Ökosystem führt. Primärproduzenten erzeugen die benötigte organische Biomasse durch Fotosynthese oder Chemosynthese selbst; größte Gruppe sind die autotrophen Pflanzen. Aber auch ein Konsument (Sekundärproduzent) trägt durch Wachstum und Vermehrung zum Biomassezuwachs bei, denn er ist oft langlebiger als die Primärproduzenten.
Räuber-Beute-Beziehung
Wechselbeziehung zwischen zwei Arten, von der ein Partner (der Räuber) Vorteile, der andere (die Beute) Nachteile hat (Antibiose). Im Gegensatz zum Parasiten tötet ein Räuber seine Beute.
Realnische
Ansprüche einer Art an ihre Umwelt unter Freilandbedingungen
Reduzent (Destruent)
Bakterien und Pilze, die organische Substanzen mineralisieren
Regenwald
immergrüner Wald feuchtwarmer Klimazonen
Regulierer
Lebewesen, bei denen trotz wechselnder Umweltbedingungen das innere Milieu weitgehend konstant bleibt
Renaturierung
Wiederherstellung eines naturnahen Zustandes von Ökosystemen durch Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen
Resistenz
erblich bedingte Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten, Klima, Giften, Medikamenten u.a.; Aspekt der Stabilität eines Ökosystems, bezeichnet die Unempfindlichkeit eines Ökosystems gegenüber Störungen
Ressource
Bestandteil der Umwelt, den ein Organismus braucht bzw. verbraucht und der dadurch anderen Organismen nicht mehr zur Verfügung steht (Nahrung, Wasser, Raumbedarf); ist die Ressource knapp, führt das zu Konkurrenz
Revier
gegen Artgenossen abgegrenztes und verteidigtes Gebiet
RGT-Regel
(Reaktionsgeschwindigkeit-Temperatur-Regel) Innerhalb des Toleranzbereiches werden die Stoffwechselvorgänge und damit die Lebensprozesse bei einer Temperaturerhöhung um 10°C um das Zwei- bis Dreifache beschleunigt.
Rote Liste
regionale und überregionale Listen, in die vom Aussterben bedrohte oder im Bestand gefährdete Arten aufgenommen werden
r-Stratege
Lebewesen, das aufgenommene Ressourcen vorwiegend in Fortpflanzungsprodukte investiert; es ist konkurrenzschwach und hat zahlreiche Nachkommen
Salzdrüse
Drüse, die aktiv Salze aus dem Körper ausscheidet. Hierzu ist Stoffwechselenergie notwendig.
Saprobie
Maß für den Gehalt an organischen Stoffen, die im Prinzip bakteriell abbaubar sind
Saprobiensystem
Indikatorsystem für Gewässerverschmutzung auf der Basis des Vorkommens bestimmter Lebewesen (Indikatororganismen)
Sedimentation
das Absetzen von Partikeln aus Flüssigkeiten oder Gasen aufgrund der Dichte
See
größeres natürliches Binnengewässer mit lichtloser Tiefenregion
Sekundärproduktion
von Konsumenten mithilfe aufgenommener Nahrung produzierte Biomasse
Selbstregulation
Fähigkeit eines Ökosystems, Störungen durch gegenläufige Prozesse auszugleichen
Selbstreinigung
Rückgang organischer Verschmutzung im Gewässer durch Verdünnung, Abtransport und mikrobiellen Abbau
Smog
starke Luftverschmutzung; Wortspiel aus smoke und fog
Sommerstagnation
siehe Stagnationsphasen
Spezialist
Lebewesen, das an bestimmte Bedingungen besonders gut angepasst ist; dies kann sich auf besondere Umweltbedingungen beziehen (Kälte, Trockenheit etc.) oder z. B. auf eine besondere Art des Nahrungserwerbs (Jäger fliegender Insekten, Umgang mit sperrigen Früchten etc.); dadurch ist er möglichen Konkurrenten überlegen
Sprungschicht
Wasserschicht im See zwischen warmem Oberflächenwasser und kaltem Tiefenwasser mit kleinräumig starker Temperaturänderung; auch durch unterschiedliche Salzgehalte möglich
Stagnation
Stabile Wasserschichtung im Sommer und Winter in einem See.
Stagnationsphasen
Zeiten, in denen der Wasserkörper eines Sees geschichtet ist und nicht durchmischt werden kann. Dies ist in unseren Breiten mindestens im Sommer der Fall (Sommerstagnation), häufig auch im Winter (Winterstagnation); vgl. Zirkulationsphasen.
Stellenäquivalenz
In verschiedenen Gebieten kommen in ähnlichen Lebensräumen vergleichbare Lebewesen mit ähnlicher Lebensweise vor (beispielsweise große Pflanzenfresser in Steppen, dazu rasch laufende Räuber)
Stenök
Geringe Toleranz von Organismen gegenüber Umweltfaktoren. (Gegenbegriff zu euryök)
stenökes Lebewesen
Lebewesen mit enger ökologischer Potenz
stenopotent
Eigenschaft eines Lebewesens, das nur in einem engen Bereich eines Umweltfaktors überlebt (vgl. eurypotent); wenig tolerant gegenüber einem Umwelteinfluss
Sterberate
das Verhältnis von Sterbefällen zur Gesamtanzahl der Individuen in einer Population (Populationsgröße); sein Wert wird pro Zeiteinheit als Quotient „Sterbefälle / Individuenanzahl" angegeben
Stoffkreislauf
Zirkulation von Stoffen bzw. chemischen Elementen, wie Kohlenstoff oder Stickstoff, in einem Ökosystem; ein Kreislauf besteht aus Speichern (z. B. Biomasse, Atmosphäre, Ozeane, Gesteine) und Zu- und Abflüssen (z. B. Assimilation, Zersetzung, Fossilisie-rung). Produzenten binden in ihrer Biomasse Elemente aus den Speichern, Konsumenten bzw. Destruen-ten setzen sie meist in die gleichen Speicher wieder frei.
Stress
Summe der Reaktionen eines Organismus auf erhöhte Anforderungen aus der Umwelt
Sublitoral
untere Zone des Ufer- bzw. Küstenbereiches (Litoral), die nur bei extrem niedrigem Wasserstand freiliegt
Sukkulenz
Fähigkeit von Pflanzen, Wasser in spezifischen Geweben zu speichern, z. B. im Spross und / oder in Blättern; tritt besonders bei Pflanzen in Trockenlebensräumen und auf salzhaltigen Böden auf
Sukzession
natürliche Abfolge von Ökosystemen; autotrophe Sukzessionen entwickeln sich zu einem neuen Ökosystem oder stellen ein Ökosystem wieder her (z. B. Wiederbewaldung einer Brachfläche oderVerlandung eines Gewässers); heterotrophe Sukzessionen enden mit dem Verbrauch des Ökosystems (z. B. Verrottung eines Baumstumpfes, Zerfall einer Leiche)
Supralitoral
obere Zone des Ufer- bzw. Küstenbereiches (Litoral), die nur bei extrem hohem Wasserstand von Wasser befeuchtet wird
Sustainability
siehe Nachhaltigkeit
Symbiose
Beziehung zwischen artverschiedenen Lebewesen zum gegenseitigen Nutzen
Synökologie
Teilbereich der Ökologie, der sich mit den Beziehungen der Lebewesen in einer Biozönose (Lebensgemeinschaft) beschäftigt (z.B. Räuber-Beute-Beziehungen, Parasitismus etc.)
System
Einheit aus bestimmten Komponenten mit festgelegten Grenzen und deren Beziehungen (meist Stoff- bzw. Energieaustausch) zur Umgebung
Systemökologie
Teilgebiet der Ökologie, das die Biosphäre und ihre Teile unter dem Gesichtspunkt des funktionalen Ganzen betrachtet
Teich
künstlich angelegtes kleines Binnengewässer, das keine Tiefenregionen aufweist
Toleranz
siehe Potenz, ökologische
Toleranzbereich
Liegt die Stärke eines Umweltfaktors oberhalb oder unterhalb bestimmter Grenzwerte, so ist der Organismus unter diesen Bedingungen nicht mehr lebensfähig. Man bezeichnet diese kritischen Werte als Maximum und Minimum. Sie begrenzen den Toleranzbereich einer Organismenart in Bezug auf einen bestimmten Umweltfaktor. Überprüfung durch Bestimmung der Überlebensrate bei vorgegebenen Umweltbedingungen.
Toleranzkurve
Optimum, Minimum und Maximum sind die charakteristischen Punkte einer Toleranzkurve, aus der man die Auswirkungen eines Umweltfaktors auf eine Organismenart ablesen kann. Sie wird auch ökologische Wertigkeit des Faktors genannt.
Toxine
spezifische Giftstoffe, die von Lebewesen gebildet werden
Toxizität
schädigende Giftwirkung einer Substanz bei einmaliger oder langfristiger Verabreichung
transgene Lebewesen
Lebewesen, denen mit gentechnischen Methoden artfremde Gene übertragen wurden, und deren Nachkommen
Transmission
Wärmeausgleich zwischen zwei Systemen mit unterschiedlichen Temperaturen
Transpiration
bei Pflanzen: die regulierbare Wasserdampfabgabe über die Spaltöffnungen (stomatäre Transpiration) und die nicht regulierbare Wasserdampfabgabe über die Kutikula (kutikuläre Transpiration), bei Tieren: Abgabe von Schweiß zur Thermoregulation
Transpiration
Wasserverdunstung durch Organismen
Treibhauseffekt
globale Temperaturerhöhung in der Erdatmosphäre aufgrund einer höheren Konzentration bestimmter Gase, die zu einer verminderten Wärmeab-strahlung der Erde führt
Trockenpflanze (Xerophyt)
an das Leben in Trockenheit angepasste Gefäßpflanze; man unterscheidet Pflanzen mit dickfleischigen Teilen (Sukkulenten) und hartblättrige Pflanzen.
Trophieebene, trophische Ebene
Stellung von Lebewesen im Nahrungsnetz (in der Nahrungskette): Auf Primärproduzenten folgen Konsumenten aufsteigender Ordnung, daneben gibt es Destruenten und ihre Konsumenten.
Trophiestufe (Trophie)
Ausmaß des Mineralstoffangebots in Gewässern und Böden: oligo-, meso-, poly- oder eutroph
Troposphäre
die unterste erdnahe Schicht der Atmosphäre, in der die Wetterprozesse ablaufen
Tümpel
kleines natürliches Binnengewässer, das trockenfallen kann
Umwelt
Gesamtheit der auf ein Lebewesen direkt und indirekt einwirkenden Faktoren
Umweltfaktor
Faktor, der von außen auf ein Lebewesen wirkt und der das Wachstum von Populationen beeinflussen kann. Man kann unterscheiden: abiotische Faktoren: gehen von der unbelebten Umwelt (physikalisch, chemisch) aus biotische Faktoren: gehen von der belebten Umwelt aus. Biotische Faktoren sind nicht unbedingt mit Wechselbeziehungen (etwa Beute/Räuber, Konkurrenten) gleichzusetzen, denn Faktoren wirken einseitig auf Lebewesen und werden umgekehrt kaum vom Lebewesen beeinflusst. Ein biotischer Faktor ist z. B. das Holz für die Larve eines Bockkäfers oder der Kothaufen für einen Mistkäfer, oder: dichteabhängige Faktoren: Ihre Wirkung hängt davon ab, wie viele Individuen bereits vorhanden sind (z. B. bei der Konkurrenz um Ressourcen). dichteunabhängige Faktoren: Ihre Wirkung ist unabhängig von der Populationsgröße (z. B. Winter).
Umweltkapazität
siehe Kapazität
Umweltschutz
Maßnahmen zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen
Umweltwiderstand
Gesamtheit der Umweltfaktoren, die die Wachstumsrate einer -» Population beschränken
Unkraut
auf bewirtschafteteten Flächen als störend empfundene Wildpflanze
Variabilität
Veränderlichkeit eines Merkmals, die dazu führt, dass die Individuen einer Population ungleich sind; dies kann genetisch bedingt (genetische Variabilität, Polymorphismus) oder durch Umwelteinflüsse hervorgerufen sein (modifikatorische Variabilität)
Vergeilung
verstärktes Sprosswachstum bei Pflanzen, die bei Lichtmangel keimen bzw. wachsen, Blätter meist klein und hellgrün
Verhaltensökologie
Wissenschaft von der Angepasstheit von Verhaltensweisen — nicht nur des Sozialverhaltens — an die ökologischen Rahmenbedingungen
Versalzung
Anreicherung von Salzen in Böden, meist durch Eintrag von Salzwasser und Verdunstung
Versauerung
Absenkung des pH-Wertes (Zunahme des Säuregehaltes) in einem Ökosystem durch natürliche Vorgänge (Humusbildung) oder durch Abwässer oder Abgase („Saurer Regen")
Wachstum
Begriff mit zwei Bedeutungen: individuelles Wachstum: Massenzunahme eines Organismus (incl. Volumen- oder Größenzunahme) durch Vermehrung der eigenen Biomasse; Wachstum von Populationen: Zunahme der Individuenanzahl einer Population; man unterscheidet exponentiel-les und logistisches Wachstum
Wachstum, exponentielles
Wachstum einer Population ohne Obergrenze bzw. Kapazität; die Population nimmt stetig um einen durch die konstante Wachstumsrate (r) beschriebenen Anteil zu.
Wachstum, logistisches
Wachstum einer Population, das durch die Kapazität eine Obergrenze besitzt; die Wachstumsrate ist von der aktuellen Individuendichte abhängig
Wachstumsrate
Wert, der die relative Veränderung einer Populationsgröße angibt; Differenz aus Geburtenrate und Sterberate
Weiher
mittleres, natürliches, stehendes Binnengewässer ohne lichtlose Tiefenregion
Winterstagnation
siehe Stagnationsphasen
Wirt
Lebewesen, das einen anderen Organismus (Parasit) zeitweise ohne Gegenleistung mit Nahrung versorgt; ein Zwischenwirt beherbergt nur bestimmte Entwicklungsstadien des Parasiten, im Endwirt erlangt der Parasit die Geschlechtsreife
Xerophyt
Pflanze trockener Standorte
Zehrschicht
Lichtlose Tiefenzone im Gewässer, hier überwiegt der Abbau organischer Stoffe die Fotosynthese
Zeigerart
Art, die durch ihr Vorkommen auf bestimmte Umweltfaktoren des Standortes schließen lässt
Zeigerpflanzen
stenöke Pflanzen, die aufgrund ihrer charakteristischen Ansprüche bestimmte Standortverhältnisse anzeigen, Untergruppe der Bioindikatoren
Zirkulation
Temperaturbedingte Dichteunterschiede führen im Gewässer zur Durchmischung verschiedener Wasserschichten.
Zirkulationsphasen
Der gesamte Wasserkörper eines Sees wird bei ähnlichen Dichten in allen Tiefen komplett durchmischt. Dies ist in unseren Breiten vor allem im Frühjahr (Frühjahrszirkulation) und im Herbst (Herbstzirkulation) der Fall
Zone, trophogene/tropholytische
Die obere Schicht in Gewässern enthält genügend Licht, sodass eine Nettoproduktion der Pflanzen vorhanden ist (trophogene Zone, Nährschicht). Mit zunehmender Tiefe nimmt das Licht ab, bis die Kompensationstiefe erreicht ist. Darunter beginnt die tropholytische Zone (Zehrschicht).
Zonierung
räumliches Nebeneinander von Biozönosen, das bestimmten Umweltgradienten folgt (z. B. Höhenzonen eines Berges, Uferzonen eines Sees)
Zooplankton
tierische Kleinstlebewesen eines Gewässers, die im Wasser schweben und überwiegend passiv fortbewegt werden