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Stilmittel, rhetorische Figuren, BM

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Terms in this set (...)

Sprachliche Bilder: Vergleich
mit dem Wort wie, Du schwimmst wie ein Fisch.
Sprachliche Bilder: Metapher
Verbildlichung aufgrund ähnlicher Eigenschaften ohne vergleichendes wie, Löwe für taperen Kämpfer, das Golf ihres Hauptes für glänzendes blondes Haar
Sprachliche Bilder: Personifikation
Gegenständer oder Naturereignisse erhalten menschliche Eigenschaften, der Morgen erwachte
Sprachliche Bilder: Symbol
Wort hat eine andere Bedeutung, die jeder kennt, Rose für die Liebe
Wiederholungen: Wiederholung
Wiederholung von Wörter, Sätzen, Satzteilen -> oft zur Intensivierung des Gesagten eingesetzt, Es tut mir leid, es tut mir wirklich leid!
Wiederholungen: Alliteration (Stabreim)
zwei unmittelbar aufeinander folgende Wörter besitzen den gleichen Anfangslaut, bei Wind und Wetter, mit Mann und Maus
Wiederholungen: Anapher
Mehrere Sätze beginnen mit dem gleichen Wort, Wann kommst du nach Hause? Wann sehe ich dich wieder? Wann kümmerst du dich um mich?
"Anders ausgedrückt": Anspielung
auf einen anderen Text, Allgemeinwissen, Thomas hatte eine schwache Stelle, genau wie der berühmte Grieche.
"Anders ausgedrückt": Beschönigung (Euphemismus)
Beschönigende Umschreibung, Er ist von uns gegangen. (für: Er ist gestorben.), bei Berufen
"Anders ausgedrückt": Pejoration
Eine bedeutungsverschlechterung, die ein Wort oder einen Begriff bewusst negativer erscheinen lässt. Sie ist das Gegentail des Euphemismus. Weib statt Frau, Ungeziefer statt Insekten, zusammenrotten statt sich versammeln
"Anders ausgedrückt": Ironie
Das Gegenteil des Gesagten ist gemeint -> Humor, Sie sind aber wieder mal früh dran!
"Anders ausgedrückt": Sarkasmus
Beissender, bitterer und verletzender Spott und Hohn, auch boshafte, manchmal bittere Art der Ironie als Rekation auf einen Angriff (siehe auch Zynismus), Der Geschlagene ruft, anstelle zu weinen: Natürlich! Gleich noch mal!
"Anders ausgedrückt": Zynismus
Sich durch boshaft verletzende Äusserungen zeigende Haltung eines Menschen als Demonstration der Überlegenheit (siehe auch Ironie, Sarkasmus), Der Schläger sagt nach seiner Tat: Hat es dir gefallen? Soll ich noch mal draufhauen?
Akkumulation
Anhäufung thematisch zusammengehörender Wörter, Feld, Wald und Wiesen.
Authentizität, authentische Wirkung
Verwendung von Eigennamen, Ortsnamen, Zahlen etc.: erweckt den Anschein von Realität bei fiktionalen Texten; stützt die Aussage des Verfassers bei Sachtexten, Zürich, Bern, Marke Gucci, 50% aller Schweizer etc.
Diminutiv
Verkleinerungsform: kann Fürsorglichkeit, aber auch Herablassung oder Ironie ausdrücken, Brüderchen, das Töchterchen
Emphase
eindringliche Schreibweise, mit Nachdruck, Menschen! Menschen! Falsche heuchlerische Krokodilsbrut!
Floskel
Phrasendrescherei; oberfächliche, banale Bemerkung, Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss.
Klimax
Stufenweise Steigerung von Wörtern, Gegenteil zur Antiklimax, Sie arbeiten zehn, zwölf, ja vierzehn Stunden täglich am Erfolg.
Klischee
typische Merkmale oder Eigenschaften, oft ironisierend, Der brave Schweizer Bergbauer geniesst den strahlend blauen Himmel auf der Alp.
Oxymoron
Innerer Widerspruch, Verschlimmbesserung, heisskalt, bittersüss, Flüssiggas, Hassliebe
Paradoxie
Scheinbarer Widerspruch -> regt zum Nachdenken an, Das Leben ist der Tod und der Tod ist das Leben.
Pleonasmus
zwei Wörter mit der gleichen Bedeutung -> Verstärkung, Humor, der alte Greis, die tote Leiche
Übertreibung
Verdeutlichung, evtl. auch Ironie, Sie ist das allerschönste Mädchen der Welt.
Untertreibung
Abschwächung, Ich habe da so ein kleines Häuschen am Meer (für eine Villa)
Wortspiel
zwei ähnlich klingende Wörter werden miteinander verbunden -> besondere Betonung, Die Lerche sass auf der Lärche.
Wortebene: Dialektwörter
geben dem Text regionale Färbung, kann Authentizität schaffen, Chunsch au?
Wortebene: Helvetismus
Wörter aus der schweizerischen Standardsprache, Ich fuhr mit dem Velo ins Spital.
Wortebene: Archaismus
veralteter sprachlicher Ausdruck, Wams für Jacke, gülden für golden
Wortebene: Neologismus
Wortneubildung, Gucci-Baby
Wortebene: Fremdwörter/Anglizismen
Wörter aus einer anderen Sprache bzw. aus dem Englischen -> wirkt gebildet, global (Anglizismen), hypersensibel, cool
Wortebene: Fachwörter
Wörter aus den Bereichen Medizin, Technik, Wirtschaft etc. -> zeigt, dass der Autor über Fachwissen verfügt, Amnesie, Cash Flow
Wortebene: Vulgarismus
grobe Ausdrücke, Fäkaliensprache, kacken
Sprachebene: Standardsprache
üblicher Schreib- oder Vortragsstil, wirkt neutral (sterben)
Sprachebene: Umgangssprache
alltagssprachlich, zwanglos, wirkt echt (den Löffel abgeben für sterben)
Sprachebene: Gehobene Sprache
Sprache der Literatur, wirkt gebildet (das Zeitliche segnen für sterben)
Sprachebene: Jugendsprache
von der jüngeren Generation verwendet (Eine megageile Party)
Satzebene/Satzbau: Ellipse
Satzfragment, unvollständige Sätze, auf gar keinen Fall! Subjekt oder verb. Teil fehlt
Satzebene/Satzbau: Interjektionen
Ausrufe, Empfindungsworte, Phänomenal! Bäh!
Satzebene/Satzbau: Imperativ
Befehlssatz, Geh!
Satzebene/Satzbau: Rhetorische Fragen
Fragen, auf die keine Antwort erwartet wird, Habe ich es Ihnen nicht schon hundert Mal gesagt?
Parataxe
Hauptsatzreihungen (ES, SR, SV) vs.
-> viele, kurze Hauptsätze machen den Text einfach; erzeugen Geschwindigkeit
Hypotaxe
Hauptsatz-/Nebensatzreihungen (SG), Schachtelsätze
-> viele Hauptsatz-/Nebensatzreihungen machen den Text komplex, anspruchsvoll
Chiasmus
symmetrische Überkreuzstellung von syntaktisch oder semantisch entsprechenden Satzteilen, Ich bin gross, klein bist du. Wie viel schneller man die Welt mit einem Könige versorg, als Könige mit einer Welt.
Litotes
Hervorhebung eines Begriffs durch Untertreibung, Abschwächung oder doppelte Verneinung, meine Wenigkeit oder nicht wenig verdienen (Sonderfall Negation); ich hasse dich nicht (anstelle von ich liebe dich)
Paraphrase
Erklärende Umschreibung (als Zusatz) (siehe auch Periphrase), Fische, die stummen Meeresbewohner
Tautologie
Häufung, Wiederhollung des Gesagten mit sinnverwandtem Wort, wobei bereits beide Wörter die Bedeutung des Gesamtausdrucks beinhalten. Beide Wörter gehören hierbei derselben Wortart an, hegen und pflegen, immer und ewig, Angst und Bange
Wortebene: Lautmalerei (Onomatopöie)
Der Klang des Wortes unterstreicht die Bedeutung, Quak, Kuckuck, Muh, Bumm, Peng, Zisch, Es knistert und knastert
Satzebene/Satzbau: Parallelismus
Paralleler Aufbau von (Teil-)Sätzen, Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.