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Den Pflege- & Unterstützungsbedarf bei Menschen mit Erkrankungen des ZNS ermitteln und begründet handeln (TB 02.2.02)
• Schlaganfall

Definition
- Der Schlaganfall auch Appoplex oder zerebraler Insult genannt, ist das akute oder sehr akute
Auftreten einer Durchblutungsstörung im Gehirn.

Pathophysiologie

Risikofaktoren Nicht Beeinflussbare Risikofaktoren
- RR - Hohes Lebensalter
- Tabakkonsum - Genetische Disposition
- Fettstoffwechselstörungen - Ethische Zugehörigkeit
- Herzerkrankungen - z.B. Farbige Menschen
- Adipositas
- Alkoholmissbrauch

Veränderte Gefäß- und Bluteigenschaften
- Arteriosklerose
- Gerinnungsstörungen
- Gefäßwandschädigung
- Gefäßanomalien

Hirninfarkt (80%) ODER Blutungen (20%)
- Embolie (Arteriell-embolischer Infarkt) - Ruptur eines Gefäßes
- Lokale Thrombose (Verschluss einer Hirnarterie)
- Lakunärer Infarkt (Verschluss kleinster Hirnarterien)

Ischämie
= Minderdurchblutung des Hirngewebes Hirnmassen- oder
Subarachnoidalblutung

Nekrosen Vorübergehender Funktionsverlust
=(Infarkt)

Symptome
- Lähmungen - Sensibilitätsstörungen
- Sehstörungen - Sprachstörungen
- Sprechstörungen - Schluckstörungen
- Bewusstseinsstörungen - Koordinationsstörungen
- Aphasie (=Sprachstörungen) - Dysphagie (Schluckstörungen)
- Hemiparese (=Inkomplette Halbseitenlähmung) - Hemiplegie (= vollständige Halbseitenlähmung)
- Hemiataxie - Neglect (=Wahrnehmungsstörung)
- Dysartrie (= verwaschene Sprache) - Apraxie (= gestörte Handlungsabläufe)
- Affektinkontinenz (= plötzlich weinen / lachen)
• Rehabilitation

- geschichtlich geschwächter Begriff
- traditionell standen körperliche, geistige und seelische Fähigkeitsstörungen und die daraus
resultierten Behinderungen im Mittelpunkt der Betrachtung
- Ziele der Rehabilitation was Minderung der Behinderung und Größen mögliche
Widereingliederung ins Berufsleben.
- heute kommt folgendes als übergeordnetes Ziel dazu!!
- Selbstständig, selbstbestimmte Lebensführung und gleichberechtigte Teilhabe nicht nur im
Beruf, sondern auch gesellschaftlich, Benachteiligung müssen vermieden werden
- Dieser Anspruch ist im Krankenpflegegesetz verankert und damit ein wichtiger Teil ihrer
Ausbildung & ihres Berufes

Plastizität des Gehirns & Rehabilitation
- Nervenzellen schließen sich zu bestimmten neuronten Netzwerk (Verhalten, Handeln,
bestimmte Gedächtnissinhalte)
- Weiterleitung von Infos erfolgt über Synapsen
- Synaptische Verbindungen sind in der Lage ihre Arbeitsleistung dem Bedarf anzupassen
- d.h. im Fall einer Hirnschädigung ist eine Umorganisation der Nervenzellen möglich
- Funktionen, die im geschädigten Teil des Gehirns verankert waren, können von einem
anderen Gehirnteil übernommen werden
- der Plastizität (=Fähigkeit) sind Grenzen gesetzt deshalb hat die Rehabilitation mehrere
Bausteine:
1. Resitution: Normale physiologische Funktion wird wieder hergestellt (Plastizität)
2. Substition: Ersatzstrategie werden gebildet / geübt (auch Hilfsmittel)
3. Adaptation: Umgebung wird so gestaltet, dass die Beeinträchtigungen geringert werden
- Für einen erfolgreichen Rehabilitationsprozess ist es wichtig, dass der Bertoffene seine
Lebenssituation akzeptiert, Bewältigungsstrategien erlernt & am Rheaprozess aktiv
Mitarbeitet
• Pflege nach Schlaganfall
Unterstützung bei der Körperpflege

- ...im Bett: - pflegen von der mehr betroffenen zur weniger betroffenen Seite
- Wassertemp. Von der weniger betroffenen Seite testen lassen
- Handwaschlappen benutzen = bessere greifen

- ...am Waschbecken: - Erstmobilisation immer mit 2 PP
- keine Fußrasten, Füße sollten Bodenkontakt haben
- Hand auf ein Kissen legen oder Hand auf das Waschbecken legen

- ...Unterstützung beim Kleiden: - mehr betroffene Seite anziehen
- weniger betroffene Seite ausziehen
- Knopflosekleidung
- Weite & bequeme Kleidung
- Jacken mit Reisverschluss
- Rutschfestes Schuhe
- keine Kleidung mit Bündchen
• Morbus Parkinson
Definition
Das Parkinson-Syndrom ist eine sog. Extrapyramidalen Bewegungsstörung einhergehen. Es handelt sich um eine sehr häufig neurologische Erkrankung.

Ursachen
- Absterben der dopaminbildenden Nervenzellen in der schwarzen Substanz
- Enzephalitiden / hypoxische Hirnschäden

Symptome
- Kardinalsymptome (Hauptbeschwerden) sind die Parkinsonsche Trias
- Akinese
- Rigor
- Tremor
- zu Beginn sind diese Symptome meist halbseitig (Hemiparkinson)

Akinese
- Verminderung & Verlangsamung der Bewegung
- Reduzierung der Mimin & Gestik dann die Feinmotorik
- Körperhaltung: eingerollte Körperhaltung, Kopf & Rumpf nach vorne gebeugt, Blick auf den
Boden, Arme leicht angewinkelt
- Bewegung: automatische Bewegungsabläufe gehen verloren, Arme schwingen kaum bis gar
nicht, Gang kleinschritte, schlürfend, abrollen fehlt
- Freesing: Starthemmungen beim gehen, alltägliche Tätigkeiten werden immer schwieriger
- Sprache: Stimme wird heiser & leise, Sprache ist verwaschen & schwer verständlich
• Multiple Sklerose

Definition
Die multiple Sklerose ist eine Erkrankung mit herdförmigem Zerfall von Markscheiden in Zentralnervensystem. Sie Demyelinisierungsherd sind von entzündlichen Veränderungen des Gewebes umgeben. Ihre multilokuläre Ausaat über Gehirn & Rückenmark erklärt die vielgestalte Symptomatik.

Ursachen
- Virusinfektion - Autoimunerkrankung - Allergien
- Schübe kommen nach einem Infekt oder Stress

Symptome
- Missempfinden - Kribbeln an den Extremitäten
- Schnür- oder Bandagegefühle - Hypästhesie
- Sehstörungen (einseitig) - Koordinationsstörungen
- Augenzittern - Dysarthritis (undeutliche Sprache)
- Blasenstörungen - Doppelbilder infolge Augenmuskellähmungen
- Lähmungen der mimischen Muskulatur

Diagnostik
- MRT - Sehnerv-Kontrolle - Neurologische-Untersuchungen
- LP (Lumbal Punktion = Nachweis von Oligobanden)

Verlauf
- Schubförmig - remtittierender Verlauf
- Symptome bilden sich nach Wochen oder Monaten wieder zurück & hinterlassen
nur kleine Symptome, die soweit keine Funktionsbeeinträchtigung gaben

- Schubförmig - progredienter Verlauf
- nach 10 - 15 Jahren bleiben spastisch-zerebrale Ausfälle, die dann pflegerische Hilfe
benötigen

- Chronisch - progredienter Verlauf
- Verschlechterung oft langsam & kontinuierlich bis hin das der Patient im Rollstuhl ist
oder Bettlägerig ist

Therapie
- Akuter Schub = Kortikosteroide (dämmen die Entzündungszeichen)
- Immunsuppressiva oder z.B. Interferon zur Langfristigen Therapie

Interferon = antiviral, wachstumshemmend
NW = Fieber, Schwitzen, Schüttelfrost, Depressionen, Müdigkeit
KI = Niereninsuffizienz, Leberfunktionsstörungen
Den Pflege- & Unterstützungsbedarf bei Menschen mit Erkrankungen des Herz - Kreislauf - & Gefäßsystems ermitteln & begründet handeln (TB 02.2.03)
• Arteriosklerose
Definition
Chronische Arterienerkrankung, die mit einer Verhärtung & Verdickung des Gefäßes einhergeht.

Entstehung

1. Endotheliale Dysfunktion (mit Einlagerung von Lipiden)
2. Eingewanderte Abwehrzellen setzen Botenstoffe frei
3. Bildung von Fibrose mit arteriosklerotischen Plaques
4. Gefäßverengung
5. Plaque wird von einer fibrösen Kappe (Bindegewebe) bedeckt
6. Bei Ruptur dieser Kappe: - Lokale Thrombusbildung
- Folge: Gefäßeinengung bzw. Gefäßverschluss
Ursachen

- art. Hypertonus - Adipositas
- Nikotinabusus - Diabetes mellitus
- Bewegungsmangel

Manifestationsorte

- Herz: KHK, Angina Pectoris, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Herzrythmusstörung
- Gehirn: cerebrale arterielle Verschlusskrankheit, Schlaganfall, Demenz
- pAVK: Schaufensterkrankheit

Therapie

- Cholesterinsenkung - Blutdrucksenkung
- Gewichtsabnahme - Nikotinkarenz

• KHK (=Koronare Herzkrankheit)
Definition
Es ist eine Erkrankung der Herzkranzgefäße. Es ist eine Einengung der Koronararterien des Herzmuskels. Infolge der Stenosebildung kommt es in den zugehörigen Herzmuskelarealen zur Durchblutungsstörung mit einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf & Sauerstoffangebot.

Ursachen

- Arteriosklerose - Hypertonie
- Diabetes mellitus - Nikotinabusus
Symptome

Sind die Leitsymptome der Angina pectoris
- Dyspnoe - Hypertonie
- Tachykardie - Schweißausbrüche
- Blässe - Todesangst
Diagnostik

- Anamnese - Labor (LDL, HDL. HbA1c, Triglyceride, CRP, Troponin, kl. Blutbild)
- EKG - Echokardiographie (TEE / Sono)
- CT

Therapie

- Begleiterkrankungen Therapieren - Nikotinkarenz
- Cholesterinsenkung (vor allem das LDL) - Balloststoffreiche Ernährung
- Fettarme Ernährung - Stenteinlage / Bypass-OP (ACVB)
- Medikamente:
- Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. ASS)
- Verringern die Thrombosebildung

- Betablocker
- Senken die Herzfrequenz & senken den Art. Blutdruck

- Nitrate
- Senken die Vor- & Nachlast den Herzens durch die Minderung des
Gefäßwiederstandes

- Calciumantagonisten
- Vasodilatation (Gefäßerweiterung), es kommt zum Art. Blutdrucksenkung
• Angina Pectoris (= AP)
Formen

- Latent / Stumme AP = Patient ist beschwerdefrei

- Stabile AP - Auftreten der Symptome bei Belastung
- Dauert einige Minuten an & kurzzeitige Schmerzanfälle
- nach Belastungsende = Patient ist beschwerdefrei
- Weitere Auslöser: - Psychische Erregung
- Kälte
- Ausgiebige Mahlzeiten
- Nitropräparate, führen zur raschen Besserung der Schmerzen

- Instabile AP - Dauern Länger als 5 - 10 Minuten an
- Bedeutet immer höchstes Herzinfarktrisiko
- Symptome treten in Ruhe auf und nimmt in Stärke, Dauer, und / oder Frequenz zu

Ursachen

- Arteriosklerose - Rauchen - Stress
- Schlechte Ernährung - Bewegungsmangel

Symptome bei Männern

- Schmerzen in der linken Brust - Engegefühl in der Brust - Panik / Todesangst
- Ausstrahlender Schmerz in den linken Arm, Kinn, Unterkiefer, Oberbauch
Symptome bei Frau

- Rücken- & Nackenschmerzen - Übelkeit / Erbrechen
- Schweißausbrüche - Panik / Todesangst
- Schmerzen in der Brust


Diagnostik & Differenzialdiagnose

- Herzinfarkt ausschließen
- Herzecho - Coronaangiografie - Labor

Therapie im akuten AP

- Alarm auslösen
- Pat. nicht alleine lassen
- Ruhe & Sicherheit vermitteln
- Beengende Kleidung Entfernen
- medikamentöse Herzentlastung z.B. Nitro-Spray
- Sauerstoffgabe
- Schmerzbekämpfung, da Schmerz zu einem höheren Sauerstoffbedarf führt
Medikamentöse Therapie
- Nitrate - Betarezeptorblocker - Thrombolysetherapie
- Alginate - Heparin & ASS

Sofortmaßnahmen
- Sauerstoffgabe - Schmerzmittel - Bettruhe zur körperlichen Entlastung

• Myokarditis (= Herzmuskelentzündung)

1. Form der Myokarditis
- Rheumatische Karditis

Ursachen
- Rheumatisches Fieber durch Streptokokken


Symptome
- Gelenkentzündungen - Herzbeschwerden (Herzinsuffizienz, Arrhythmien)
- Fiber - Hauterscheinungen (Rot Verfärbung mit Knoten)

Therapie
- Penicillin - Corticosteroide

2. Form der Myokarditis
- Virusmyokarditis

Ursachen
- Virusinfektion - Pfeifferisches Drüsenfieber

Symptome
- Herzinsuffizienz mit oder ohne Herzrhythmusstörungen
- Nasen- Rachen Virusinfekt ca. 8 - 10 Tage zuvor

Therapie
- Behandlung der Herzinsuffizienz - Antivirale Therapie

• Endokarditis (=Herzinnenhautentzündung)
Ursachen
- Bakterien z.B. Streptokokken, Staphylokokken

Symptome
- Klappengeräusche - Zeichen der Herzinsuffizienz
- Fieber - Schüttelfrost
- Nachtschweiß - Gewichtsverlust
- Kopf-, Glieder- und Muskelschmerzen

Diagnostik
- Labor

Therapie
- Antibiose über mehrere Wochen

• Perikarditis (Herzbeutelentzündung)
Eiteilung nach den Ursachen

- Infektiös
- Bakteriell - Viral

- Nicht Infektiös
- Akuter Herzinfarkt
- Aortenaneurysma
- Trauma

- Stoffwechselerkrankung
- Niereninsuffizienz
- Nebennierenunterfunktion (Addison-Kriese)

Symptome
- Bewegungs- und Atemabhängige (stechend) Schmerzen
- EKG-Veränderungen
- Herzecho

Therapie
- Analgetika - Antibiotika
• Akutes Coronarsyndrom (=ACS)
Zusammenfassende Bezeichnung für
- Instabile AP
- Nicht ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI)
- ST-Hebungsinfarkt STEMI

Symptome
- AP-Beschwerden, dauern länger & sprechen nicht auf Nitrate an
- Übelkeit & Erbrechen
- Kalter Schweiß
- Todesangst

Diagnostik
- EKG - Labor (Troponin, Myoglobin, GOT & LDH)

Therapie
- Analgetika - Bettruhe - Sauerstoffkontrolle
- Heparin - Bypass - Stent
- Betablocker (Medikamente)

Komplikationen
- Herzrhythmusstörungen - Beinvenenthrombose - Herzwandaneurysma
• Herzinsuffizienz
Definition
= Herzmuskelschwäche: Unvermögen des Herzens, das zu Versorgung des Körpers erforderliche
Blutvolumen zu fördern. Der Energiebedarf des Organismus kann nicht mehr in notwenigem
Ausmaße gewährleistet werden.

Formen
- Links-, Rechts- und Globalherzinsuffizienz
- Akute & chronische Herzinsuffizienz
- Kompensierte Herzinsuffizienz (Symptome bei Belastung)
- Dekompensierte Herzinsuffizienz (Symptome beim Ruhezustand)

Ursachen

Linksherzinsuffizienz
- Akuter, durch einen Herzinfarkt - Überwässerung
- Druck- oder Volumenbelastung des Herzens - Proteinmangel
- Mangelnde Pumpleistung des Ventrikels - Infekt
- Folge: Rückstau des Blutes in den Lungengefäßen (Lungenödem)
- Leitsymptom = Atemnot
Symptome der Linkserzinsuffizienz
- Dyspnoe - Asthma cardiale - Todesangst - Unruhe
- Rasselgeräusche - Zyanose - Schocksymptomatik

Rechtsherzinsuffizienz
= Ungenügende Pumpleistung des rechten Ventrikels
Folge: Venöse Stauung im großen Kreislauf

Symptome der Rechtsherzinsuffizienz
- Gestaute Halsvenen mit erhöhtem Venendruck
- Magen-Darm-Störungen
- Appetitlosigkeit - Übelkeit & Erbrechen
- Völlegefühl - Obstipation
- Abgeschlagenheit - Entwickeln von Ödemen
- Müdigkeit - Nykturie (nächtliches Wasserlassen)

Diagnostik bei beiden Formen
- EKG - Rö-Herz - CT - Echokardiographie
- Labor - BGA

Therapie bei beiden Formen
- CA-Antagonisten - Digitalispräperate - Betassympatomimika
- Diuretika
• Hypertonie
Definition
Dauerhafte, nicht situationsabhängige Blutdruckerhöhung über 140 / 90 mmHg.

Ursachen/ Risikofaktoren

- Primär Hypertonie
- Ohne Erkennbare Ursachen
- Risikofaktoren
- Familiäre Disposition - Stoffwechselveränderungen
- Übergewicht / Bewegungsmangel - Stress
- Hoher Natriumkonsum - Hoher Alkohol- & Nikotinkonsum

- Sekundäre Hypertonie
- Grunderkrankung liegt vor
- Renale Hypertonie z.B. Nierentumore
- Endokrine Hypertonie z.B. Hyperthyreose
- Hypertonie durch Medikamente
- Genussmittel z.B. Lakritz

Allgemeine Symptome
- Herzklopfen - Schwindel - Herzjagen - Schweißausbrüche
- Kopfschmerzen - Nasenbluten - Hautrötung vor allem im Gesicht

Diagnostik
- Anamnese - LZ-RR

Therapie
- Betarezeptorblocker - Calzium-Antagonisten
- ACE-Hemmer
• Hypotonie

Definition
Dauerhafter Blutdruckerniedrigung auf Werte unter 100 / 60 mmHg bei gleichzeitigen Beschwerden des Patienten durch Minderdurchblutung der peripheren Organe.
Ursachen
- Primär: niedriger RR im liegen
- Sekundär: Symptom einer anderen Erkrankung

Symptome
- Abgeschlagenheit, Müdigkeit - Frösteln & Blässe
- Leistungs- & Konzentrationsschwäche - Schwindel

Therapie
- Muskel-Venen-Pumpe betätigen
- Regelmäßige Körperliche Belastung
- Langsames Aufstehen
• Herzrhythmusstörungen
Definition
Eine Herzrhythmusstörung liegt vor, wenn die Herzfrequenz Brady-, bzw. Tachykard ist & wenn die Herzfolge unregelmäßig ist. Liegt der Ursprung in den Vorhöfen oder dem AV-Knoten, so wird von einer supraventrikulären Arrythmie gesprochen. Liegt der Ursprung in der Herzkammer, so spricht man von einer ventrikulären Arrythmie.

Ursachen
- Kardiale Ursachen
- Sauerstoffmangel im Myokardgewebe z.B. durch KHK
- Primäre Herzmuskelerkrankung
- Druck- oder / und Volumenbelastung bei Hypertonie
- Elektrolytverschiebung innerhalb der Herzmuskelzellen

- Extrakardiale Ursachen
- Hormonelle Störungen
- Hypoxie (Sauerstoffmangel)
- Nebenwirkung von Medikamenten
- Drogenkonsum & Toxine

Einteilung
- Nach der Herzfrequenz
- Bradykardie = Frequenz unter 50 - 60 Schläge / Minute
- Tachykardie = Frequenz über 100 Schläge / Minute
- Arrythmie = Unregelmäßigkeit der Schlagfolge
- Extrasystolen = außerhalb des Grundrhythmus auftretende Herzschläge
- Nach Entstehungsort
- Ventrikulär = Ursprung im HIS- Bündel
- Supraventrikulär = Erregungenszentrum im AV-Knoten
- Nach Störung der Erregungsbildung
- Nach Störung der Erregungsleitung
Diagnostik
- Duplexsonographie - Phlebographie

Therapie
- Kompressionsverband oder -Strümpfe
- Balneophysikalische Maßnahmen (z.B. kalte Güsse )
- Bewegungstherapie ( Gefahr der Sprunggelenksversteifung)
- Varizensklerosierung
- Medikamente - venentonisierende und lokal abschwellende oder Diuretika
Ulcus cruris

Definition
Ein Ulcus cruris ist eine chronische Wunde (offenes Bein). Sie ist die meiste Folge einer chronisch - venösen Insuffizienz. Es bildet sich meist im Bereich des Innenknöchels und Unterschenkels. Betroffen sind die Hautschichten bis zur Lederhaut. Selten kann das Ulcus cruris in folge einer arteriellen Verschlusskrankheit sein

Therapie
- Kompressionsverband, -Strümpfe - Mobilisation

Pflege bei Ulkus cruris:
- Unterstützung des Blutstroms - Förderung des venösen Rückstroms
- Beine wickeln- Kompressionsstrümpfe - Mit Wundmaterialien arbeiten
- Wundversorgung - Septischer VW
. Hydrokolloide Versorgung z.B. Comfeel - Beläge abspülen
- Hautpflege - Allgemeinmaßnahmen:
- Ernährung - Eiweißhaltig
- Vitamin C zu sich nehmen - Rauchen einstellen
- Mobilisation, individuell
- Auf umliegende Haut achten, d.h. intakte Haut vorhanden

Ausführliche Gesundheitsberatung mit Erkrankungen der venösen Gefäße

- Verbesserung des venösen Rückflusses des Blutes, Thromboseprophylaxe
- Förderung einer gesunden Lebensweise
- Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten
- Ernährung
- Cholesterinarm Kost
- Salzarmekost
- Obstipationsprophylaxe, kann durch das Pressen eine Varize entstehen
- Genussmittel
- Alkohol und Nikotin vermeiden
- Frühmobilisation
- Ausnahme bei Phlebothrombose, d.h. keine Frühmobilisation
- Tiefe- Venenthrombosegefahr (TVT)
- Obstipationsprophylaxe, kann sonst die Gefahr steigern
- Stressbewältigung
- Alltag anders gestalten
- Steigert den Blutdruck durch das vermehrte Adrenalin

- Körperliche Bewegung und Gefäßtraining
- Muskel- Venen- Pumpe wird betätigt
- Bewegung für die Obstipationsprophylaxe
- Gefäßtraining
- Bewegungsübungen
- Wechseldusche (Kalt- Warm- Wechsel)
- Gehtraining
• Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
Definition
Eine Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine einengender Prozess der Aorta und der Extremitätenarterien.

Ursachen und Risikofaktoren
- Arteriosklerose (95%) - häufig bei Männer über 50 Jahren
- 5-mal häufiger Männer als Frauen

Einteilung der Symptome
Die pAVK wird in Stadien eingeteilt nach:
- dem Verschlusstyp
- dem Schweregrad der Durchblutungsstörung
Die Einteilung erfolgt nach Fontaine.

Stadium 1
Beschwerdefreiheit durch Bildung von Umgehungskreislaufen (Kollateralen) Sie halten die Sauerstoffversorgung des Gewebes aufrecht. Beschwerden treten dann auf, wenn die Sauerstoffzufuhr unter Belastung nicht mehr gewährleistet werden kann.

Stadium 2a und 2b
Ischämischer Muskelschmerz bei Belastung. In Ruhe klingen sie schnell ab. Die Schmerzen zwingen den Betroffenen zum Stehen bleiben. (Schaufensterkrankheit). Kommt zu dem belastungsabhängigen Schmerz eine lokale, schlechte heilende und Schmerzhafte Hautläsion, wird vom komplizierten Stadium 2 der pAVK gesprochen.

Stadium 3
Ruheschmerz besonders bei Horizontallage der Beine. Die Betroffenen werden z.B. nachts durch Schmerzen geweckt. Typischerweise führt das Tieflagern der Beine (aus dem Bett heraus hängen lassen) aufgrund der zunehmenden hydrostatischen Druck zu einer verbesserten Durchblutung und zum Nachlass der Schmerzen.

Stadium 4
Ruheschmerz und Nekrosen bzw. Gangrän. Die lokale bakterielle Infektion der Gangrän kann zu einer Unterschenkelphlegmone oder Sepsis führen

Weiter Symptome sind:
- fehlende Pulse - parästhetische Missempfindungen
- Kältegefühl in den betroffenen Bereichen - Blässe der Extremitäten bei Hochlagerung


Stadieneinteilung nach Fontanie

Stadium 1 - Beschwerden bei nachweisbarer Stenose
Stadium 2

Stadium 2 a


Stadium 2b - Belastungsschmerz

- schmerzfreie gehstrecke > 200 Meter

- schmerzfreie gehstrecke < 200 Meter
Stadium 3 Ruheschmerz
Stadium 4 Nekrose, Gangrän, Ulkus zusätzlich Stadium 3
Verschlusstypen der pAVK

Verschlusstyp Lokalisation Ischämieschmerz Fehlender Puls
Beckentyp Aorta, A. illiaca Gesäß- und Oberschenkelregion Ab Leiste
Oberschenkeltyp A. femoralis,
A. poplitea Wadenschmerz Ab A. poplitea
Pheripherer Typ Unterschenkel-, Fußarterien Füße, Fußsohlen und Zehen Fußpulse
Kombinationstyp Mehretagenverschluss Nach Lokalisation Nach Lokalisation
Diagnostik

- Anamnese - Inspektion der Extremitäten - Pulstasten und Gefäßauskultation
- CT und MRT - Angiographie - Doppler- und Dupleysonographie
- Standardisierter Gehtest zur Ermittlung der Gehstrecke

Therapie
Die Therapie ist immer Abhängig vom Schweregrad und der Lokalisation der Erkrankung. Es gibt einmal die Konservative, die Medikamentöse und die chirurgische Therapie.

- Konservative Therapie
- Beratung des Patienten - zur Minimierung der Risikofaktoren
- Gehtraining und Sporttherapie- zur Förderung der Kollateralbildung

-Medikamentöse Therapie
- Thrombozytenfunktionshemmern - zur Prophylaxe einer arteriellen Thrombose
- vasoaktiven Substanzen - zur Verbesserung der Fließgeschwindigkeit des Blutes
- Analgetika - zur Schmerzbekämpfung

Chirurgische Therapie
- perkutane transluminale Angioplatie (PTA) - Aufdehnung der Stenose zur Revaskularisation
- Thrombendarteriektomie (TEA) - Ausschälung des betroffenen Gefäßes mit einem
Ringstripper zur Revaskularisation
- Bypass - Operation

Im Stadium 4 kommt meist nur die Amputation der betroffenen Extremität in Betracht. Durchblutungsstörungen und ständige Schmerzen lassen meist keine andere Alternative zu.
Den Pflege- & Unterstützungsbedarf bei Menschen mit Erkrankungen der Sinnesorgane ermitteln und begründet handeln (TB 02.2.04)


• Pflege in bei Dermatologie

Hauptbeschwerden
- Exanthem (Hautausschlag)
- Enantheme (Ausschlag an den Schleimhäuten)
- Pruritus - Juckreitz

Behandlungsstrategien in der Dermatologie
- Interne Therapie (siehe Kopie 6)
- Externe Therapie (Siehe Kopie 6)

Allgemeine Regeln für den Umgang mit Lokaltherapeutikum
- je nach Befall Handschuhe / sterile Handschuhe
- Darf Creme auf offene Stellen aufgetragen werden = NEIN
- Patient soll sich melden bei: Schmerzen, bzw. allergischen Reaktionen
- Erst Gesundehaut testen wenn OK dann auf den Defekt auftragen
- Nur auf dem Betroffenen Bezirk auftragen
- Auf kleinere Bezirke nur mit Spatel auftragen
- Creme dem Patienten mitgeben
- alle Crem Reste entfernen mit warmen Waschlappen oder Kompresse reinigen
- Verschluss sollte auf der Creme drauf sein und jedes mal ca. 1cm entsorgen

Weitere Behandlungsstrategien
- Physikalische Therapie
- Klimatherapie
- UV - Therapie
- Kälte- & Wärmeanwendungen
- Balneo-Therapie (alles was mit Wasser zu tun hat)
- Operative Therapie (z.B. durch Lasier)

• Schuppenflechte

Definition
Sie Schuppenflechte (Psoriasis) ist eine häufige, gutartige, chronische, nicht ansteckende, immunologische- entzündliche Hauterkrankung. Außer der Haut können Schleimhäute, Gelenke, & Nägel zusätzlich erkranken. Die Haut wird an betroffenen Stellen besonders dick & schuppig.

Ursachen
- Genetische Disposition
- Infektionen z.B. nach Streptokokkeninfektion, Mittelohrentzündung
- Autoimmunreaktion

Risikofaktoren
- Rauchen - Adipositas - Alkoholkonsum
- Emotionaler Stress - Stoffwechselstörung - Hormonelle Faktoren
- Bestimmte Medikamente (z.B. ACE-Hemmer, Betablocker)
Symptome
- Glänzende, silberweise Schuppen
- Hautareale sind scharf begrenzt
- Haut ist trocken, häufig bilden sich schmerzhafte Risse & Blasen , es besteht ein Juckreiz
- Hauterneuerungsprozess ist geändert (Bei gesunden Menschen braucht die Haut 26 - 27 Tage bei
Menschen mit Psoriasis dauert er 6 - 7 Tage wenige also ca. 20 Tage)

3 Hauptformen der Psoriasis
- Psoriasis vulgaris = Gewöhnliche Schuppenflächte, meist an Kopf, Ellenbogen & am Knie
• Ernährung
- Es besteht eine enorme katabole Stoffwechsellage
- deutliche Kalorienbedarf, bevorzugt über den Magen-Darm-Trakt
- Parenterale Ernährung parallel wegen des hohes Bedarfs
• Infektionsprophylaxe
- Isolierung, Schleusen
- OP-Bekleidung des Personals
- Verwenden von einmalmaterial
- Arbeiten am Patienten nur mit Handschuhen
- Klimaanlage für Keimfreie Luft
- Beschränkung der Liegedauer von Kathetern



• Konservative Wundbehandlung

- Baden
- Steriles Wasser (Filtern)
- 10 % Kochsalz
- höchstens 10 - 15 Minuten

-Geschlossene Wunden
- Aseptische Wunden

- Offene Wunden
- Stark nässende Wunden
- liegen meist Nackt im Bett
- schlecht zu verbinden
• Chirurgische Wundbehandlung

- Bei Verbrennungen 3. Grades Abdeckung der Wunden durch eine Hauttransplantation
- Nekrosen werden zuvor chirurgisch abgetragen
- Regelmäßig werden Blasenreste, schmerzhafte Beläge & Schorf mit Pinzette & Schere oder Skalpell
entfernt
• Techniken der Hauttransplantation

- Spalthaut = offensichtliche Haut (Haut die man sieht)
- Meshgraft = Haut die nicht offensichtlich zusehen ist
- Zellkulturenepidermis = Zellen entnehmen „Haut züchten" (ist nicht Belastbar & nicht Elastisch)
• Pflege nach Hauttransplantation

- Entnahme stelle mit Fettgase abdecken
- Das Betroffene Körperteil wenn möglich hochlagern
- Betroffene Körperregion bis zum ersten Verbandswechsel nicht bewegen um eine Verschiebung des
Transplantates zu vermeiden
- Nach 3 - 5 Tagen steriler Verbandswechsel
• Reparationsphase
- Die Optische & funktionelle Wiederherstellung der Haut sowie die Mobilisation des Patienten stehen
im Vordergrund
- Die Reha - Maßnahmen beginnen bereits auf der IST (Intensivstation)
- Kontrakturprophylaxe
- Hypertrophe Narbenbildung
• Thermische Verletzung der Haut (durch Kälte)
Erfrierung
Grad 1. = Rötung
Grad 2. = Rötung & Blasenbildung
Grad 3. = Nekrosen

Therapie
- Erfrorene Extremität auftauen
- Behandlung der Schmerzen & Kreislaufsituation
- In manchen Fällen Intraarterielle
- Infusion mit Vasodilatatoren
- Blasen Steril öffnen & lokal desinfizieren
- Bei Ödembildung die betroffenen Extremität hochlagern
- Tetanusprophylaxe
• Chronischer Kälteschaden

- Durch langandauernde Kälteexpositionen ohne Erfrierung der betroffenen Körperstelle an Kälteexponierten Körperteilen wie Finger, Zehen, Gesicht & Unterschenkel

Therapie
- Künftige Kälteexposition möglichst vermeiden & auf entsprechende Kleidung achten
• Hauptbeschwerden des Patienten mit HNO Erkrankungen

Schmerzen
- schwer lokalisiert - Wirkung auf den ganzen Körper
- kontinuierliche Schmerzen - schwer mit Medikamenten behandelbar

Schwerhörigkeit
- akute (Mittelohrentzündung, Grippe) - entwickelte Schwerhörigkeit

Ohrgeräusche
- Tinitus (Pfeifende, zischende Geräusche, ständig)

Behinderte Nasenatmung
- chronisch bei Heuschnupfen - Verbiegung der Nasenscheidewand - Polypen

Heiserkeit
- durch Infekte - lautes Schreien - Senger-Knötchen (Hautstückchen an den Stimmbändern)
- Rauchen & Alkohol

Dyspnoe
- allergische Reaktion
unterstützung des Patienten

Phänomene der Atmung wahrnehmen
- Lagerung zur Atemunterstützung - O2 Gabe
- Inhalation - Atemübungen - Frischluft

Beim Essen & Trinken unterstützen
- optimale Portionsgroße, gut durchgekaut
- Oberkörperhochlagern min. 30 Minuten nach dem Essen oben lassen
- passende Kostform
- Essensreste aus dem Mund entfernen
Den Pflege- & Unterstützungsbedarf bei Menschen mit Erkrankungen des Atemsystems ermitteln & begründet handeln (TB 02.2.06)
Sarkoidose (Morbus Boeck)

Definition
Die Sarkoidose ist eine systemische Krankheit mit Bildung von Granulomen (Knotenartiges Gewebe). Die Krankheit kann alle Organe befallen, doch ist die Lunge immer betroffen.

Ursachen
- verschiedene Noxen - Genetische Disposition - Änderungen im Immunsystem

Symptome

Akute Sarkoidose
- Mattigkeit - Fieber - Gelenkschmerz - Husten
- Atemnot - Löfgren-Syndrom (Lymphknotenschwellung & Arthritis)


Chronische Sarkoidose (über Monate)
- Reizhusten
- Belastungsdyspnoe

Diagnostik

- Rö / MRT
- Labor (ACE ist , Kalzium )
- Bronchoalveoläre Lavage (BAL): ausgewachsenen Zellen werden gezählt
- Histologie / Punktion der Leber / Lymphknoten
- LuFo
- EKG

Therapie

Akute Sarkoidose
- NSAR
- Glukokortikoide (nur in Sonderfällen)
Chronische Sarkoidose
- Glukokortikoide
- Antimetabolite (nur in Sonderfällen)
5. Ventilationsstörungen = Belüftungsstörungen

Obstruktive Ventilationsstörungen

Einschränkung der ventilatorischen Reserveflüsse aufgrund einer Bronchokonstruktion.

Endobronchale Obstruktion infolge eines Bronchospasmus, einer entzündlichen Schleimhautschwellung mit Hyper- und Dyskrinie sowie Mukostase.

Exobronchiale Obstruktion infolge Behinderung der Ausatmung durch Verlust der Lungenelastizität mit Bronchiolenkollaps (Verminderung der Einsekundenkapazität mit = FEV 1 bzw. des Tiffeneau - Wertes = FEV1 / VC; Erhöhung des Atemwegswiderstandes = Resistance)

Restriktive Ventilationsstörung

Einschränkung der ventilatorischen Reservevolumina, d.h. verminderte Dehnbarkeit von Lunge, Pleura und Thoraxwand führt zu einer Abnahme dehnungsfähigen Lungengewebes und damit zu einer Verminderung der Gasaustauschfläche
7. Zystische Fibrose (Mukoviszidose)
Definition
Eine Mukoviszidose ist eine angeborene, schwere Stoffwechselstörung, die mit hochvisköser (zähflüssiger) Schleimveränderung der exokrinen Drüsen einhergeht. Das Krankheitsbild tritt i.d.R. bereits im Säuglingsalter auf. Betroffen sind vorwiegend der Darm, die Bauchspeicheldrüse und die Lunge.

Ursache und Symptome
- Husten - zäher Schleim
- zunehmende Lufnot -Verdauungsstörungen
- Symptome der Malabsorption und Mangelernährung

Diagnostik
- Schweißtest (Routineuntersuchung im Säuglingsalter)
- Lungenfunktionsprüfung
- BGA
- Röntgen

Komplikationen
- Rezidive Atemwegs- und Lungenentzündungen
- Respiratorische Insuffizienz

Therapie
- Konsequente Bronchialtoilette
- gezielte, auch Inhalative Antibiose bei entzündlich-bakteriellen Komplikationen
- ggf. Sauerstoffgabe
- Herzuntersuchung
- adäquate hochkalorische Diät
- enzymatische Untersuchung der Verdauungsfunktion
Die Lungentransplantation ist letztes therapeutisches Mittel der Mukoviszidose!!!!
8. Lungen- und Bronchialtumore
Definition
Es ist ein bösartige Entartung der Bronchialschleimhaut. Der Tumor wächst i.d.R. in das Bronchiallumen hinein und wird meist erst im fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Man unterscheidet zwei Hauptgruppen:
- Das "kleinzellige" Karzinom (rasches Wachstum und Metastasierung)
- Das "nicht kleinzellige" Karzinom (relativ langsam)

Ursachen
- Nikotin - Astbeststaub - Luftverschmutzung
- Lungennarben - Ernährungsgewohnheiten

Symptome
-Nur unspezifische Frühsymptome
- Anhaltender Husten
- Dyspnoe
- Schmerzen im Thoraxbereich

- Spätsymptome
- Hämoptyse (Aushusten von blutigem Schleim)
- Kehlkopflähmung mit Heiserkeit und Dyspnoe
- Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle (Pleuraexudat)
- Einflusstauung in den oberen Halsvenen
- Zwerchfelllähmung

Metastasierung
- Kontinuierlich: auf Pleura und Thoraxwand
- Lymphogen: regionale Lymphknoten, insbesondere hilusnahe Lymphknoten
- Hämatogen: Fernmetastasierung in Gehirn, Leber, Knochen, Niere

Diagnostik
- Anamnese - Auskultation der Lunge
- Labor (erhöhte BSG, Tumormarker) - Röntgen, CT, MRT
- Bronchoskopie mit PE (Probeentnahme) - Metastasensuchen
- evtl. Mediastinoskopie und operative PE

Therapie
- Operativ: (nur im Frühstadium)
- Lappenresektion (Lobektomie)
- Resektion einer Lunge (Pneumektomie)

- Bestrahlung
- Im fortgeschrittenem Stadium nur Palliativ

- Zytostatika - Therapie
- Im fortgeschrittenem Stadium nur Palliativ
• Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
Definition
Unter dem Kürzel COPD (Chronik obstruktive pulmonary disease) oder COLD (Chronic obstruktive lang disease) werden Krankheiten zusammengefasst, die zu einer Einengung (Obstruktion) der Atemwege führen und nicht dem Asthma zugerechnet werden. Es sind dies, wenn sie mit einer Obstruktion eingehen:
- die chronische Bronchitis
- das Lungenemphysem

Chronische Bronchitis
Hustet ein Patient in zwei aufeinander folgenden Jahren mehr als 3 Monaten, so spricht man einer chronischen Bronchitis. Schreitet diese fort und entwickelt sich im Verlauf eine Obstruktion, so wird daraus eine COPD.

Lungenemphysem
Dies kann entweder als Folge einer chronisch obstruktiven Bronchitis oder eines langjährigen Asthmaleidens entstehen oder als eigenständigen primäre Erkrankungen auftreten. Das Lungenemphysem geht mit einer zunehmenden Vergrößerungen und gleichzeitigem Untergang von Lungenbläschen einher. Das führt zum Verlust von Lungengewebe und Lungenelastizität. Das Emphysem kann entweder nur Teil einer Lunge oder diffus beide Lungen betreffen. Durch den Gewebsverlust verlieren die Bronchien ihre elastische Aufhängung und verengen sich dadurch in der Ausatmung übermäßig. Zumindest in fortgeschrittenen Fällen findet man bei den meisten Betroffenen Menschen Mischbilder: Neben einer expiratorisch betonten Obstruktion findet sich die mehr oder weniger ausgeprägten Zeichen einer chronischen Bronchitis und einer Emphysem.

Ursachen / Risikofaktoren
- Rauchen - berufsbedingte Noxen
- Lungenverschmutzungen bei Inversionslagen - Hohe Ozonkonzentrationen im Sommer
- Autoabgase bei starkem Verkehr - rezedivierende Atemwegsinfekte
- Allergien - genetische Komponente

Symptome
- Husten - zunehmende Luftnot - Auswurf
- Bronchospasmen - Atemgeräusche

Komplikationen
- zunehmende Ateminsuffizienz
- Rechtsherzbelastung und .insuffizienz (Cor pulmonale)
- Entwicklung einer pulmonalen Kachexie
- akute virale und / oder bakterielle Infekte können sich zu Pneumonien ausweiten
- Pneumothorax beim platzen einer Emphysemblase

Diagnostik
- Klinik - Lungenfunktionsprüfung -BGA - Rö der Thoraxorgane, ggf. CT
- Sputum und Keimamylasen

Therapie
- Um die Obstruktion zu minimieren benutzt man Langwirkende Antiasthmatika und
Kortison
- Sauerstoffgabe bei Luftnot ggf. als Langzeittherapie unter Beachtung der Blutgase und des
Bewusstseinszustandes
- Antibiotika bei bakteriellen Infektexazerbationen, gezielt nach Resistenzlage
- Schleimlösende Medikamente (ACC, Ambroxol)
- Krankengymnastische Übungen zur Verbesserung der Atem- und Hustentechniken
- Körperliche Bewegung, Gymnastik
- angepasste Ernährung (Kalorien- und vitalstoffreiche, ausreichende Ernährung bei
pulmonaler Kachexie; Gewichtsreduktion bei Adipositas)
- operative Entfernung großer Emphysemblasen

Vorbeugen
- Tabakrauch vermeiden
- inhalative Belastungen vermeiden
- frühzeitige konsequente Behandlung ggf. Lebensstil ändern
- vorbeugend gegen Influenza und Pneumokokkeninfektion impfen
Therapie
- Bettruhe - Ausreichende Flüssigkeitszufuhr - Atemtherapie
- Evtl. Sauerstoffgabe - Evtl. Digitalisierung - Inhalationstherapie
- Antibiotikagabe entsprechend E+R
- Schockprophylaxe ggf. Schocktherapie
• Asthma bronchiale

Definition
Anfallsweise auftretende Atemnot, hervorgerufen durch reversible Atemwegsobstruktion im Bereich der Bronchien.

Ursachen
- Allergische Reaktionen - Endogene Faktoren (Infekte, Stress)

Pathophysiologie
Das überempfindliche Bronchalsystem reagiert auf verschiedene endogene und / oder exogene Faktoren mit einer Verengung der Bronchien. Es entsteht die sog. Asthmatrias.
1. Krampf der Bronchialmuskulatur
2. Schleimhautödem
3. Veränderung der Schleimproduktion

Formen von Asthma
- exogen - allergisches Asthma (ausgelöst z.B. Pollen, Hausstaubmilben,
Berufsallergien)
- endogene - nichtallergisches Asthma (ausgelöst z.B. durch Infekte, Kälte,
verschmutzte Luft, psychisch und physische Belastungen, Medikamente)

Symptome
- Atemnot mit typischer erschwerter und verlängerter Ausatmung
- Husten
- Zäher, glasiger Schleim
- Expiratorische Atemgeräusche (Giemen, Brummen, Pfeifen)
- Leises Sprechen, sitzende und nach vorn geneigte Haltung

Alarmsymptome
- Atmung mit Hilfe der Atemhilfsmuskulatur (Schultern steigen auf und ab)
- Verlangsamte, unregelmäßige Atmung
- Zyanose
- Paradoxer Puls (Systolischer RR bei der Einatmung geringer als bei der Ausatmung)
- Erschöpfung, erniedrigte Ansprechbarkeit
- Abfall der Herzfrequenz

Komplikationen
- Höhere Anfälligkeit gegen Atemwegsinfekten und Pneumonie
- Atemstillstand und / oder Rechtsherzversagen
- Lungenemphysem und COPD

Diagnostik
- Anamnese - Klinische Untersuchung (Auskulkation)
- LUFU - Röt - Thorax überblähte Lunge, abgeflachtes Diaphragma
- BGA (O2-erniedrigt, CO2-erhöht) - EKG
- Allergietest


Therapie
Prophylaktisch:
- Meidung anfallsauslösender Substanzen / Situationen
- Hyposensibilisierung bei allergischem Asthma
- Atemübungen
- Entspannungsübungen
- Selbsthilfegruppen
Im Anfall
- Beta - 2 Sympathomimetika - Theophilin als Kurzinfusion
- Sauerstoffgabe (2 - 3 l/h) - BGA, Sedativa (Atosil)
- Antibiose (bei Infektinduziertem Anfall)
- Evtl. Bronchiallavage zur Sekretentfernung, evtl. Intubation

Dauertherapie
Stufe 1: Inhalation von Glukokortikoiden
Stufe 2: zusätzliche Gabe von Beta-2-Sympathimimetika
Stufe 3: zusätzlich Theophyllin
Stufe 4: systemische Glukokortikoide

Substanz-
gruppe Wirk-dauer Wirkprinzip
Applikationsform Handels-namen
Glukokortikoide Lang Entzündungs-hemmend - Inhalativ
- oral / s.c. /
i.v. / rektal - Pulmicord, Flutide, Junik
- Decortin,
Langwirkende
ß-Mimetika Ca 12 Stunden Bronchener-weiternd Inhalativ Foradil, Oxis, Serevent
Kurzwirkende
ß-Mimetiker Ca 4 Stunden Bronchener-weiternd Inhalativ
oral / s.c. / i.v. Sultanol, Bronchospasmin
Langwirkende Theophyline Lang Bronchener-weiternd, Gering anti-entzündlich Oral Bronchoretad
Kurzwirkende Theophyline kurz Bronchener-weiternd, Gering antientzündlich Oral, i.v., rektal Bronchoparat, Solosin
Anticholin-ergika Lang / Kurz Bronchen-erweiternd Inhalativ Spiriva, Atrovent
DNCG Lang Entzündungs-hemmend Inhalativ Intal
Montelukast Lang Entzündungs-hemmend Oral Singulair
Kombinationspräparate

Glukokortikuide + Langwirkende
ß-Mimetika Lang Bronchenerweiternd, antientzündlich inhalativ Symbicord, Viani
Kurzwirkende
ß-Mimetiker + Parasympathiko-lytika kurz Bronchener-weiternd inhalativ Berudual
Kurzwirkende
ß-Mimetiker + DNCG kurz Bronchenerweiternd, antientzündlich inhalativ Allergospasmin, Aarane

• Lungenarterienembolie (LAE)
Definition
Unter einer Lungenembolie versteht man den Verschluss einer Lungenarterie durch verschleppen eines Blutgerinnsels (Thrombus) mit dem Blutstrom. Der Thrombus verursacht eine Verlegung der Lungenstrombahn. Intrapulmonal entsteht durch die embolische Verlegung ein Gebiet, das ventiliert, aber nicht perfundiert wird.

Ursachen
- Thromben aus dem rechten Vorhof - Fett(-Embolie )
- Fruchtwasser(-Embolie) - Fremdkörper(-Embolie)
- Thrombosen aus dem Venensystem (aus tiefen Bein- und Beckenvenen)

Risikofaktoren
- frühere Phlebothrombosen bzw. Lungenembolien
- Adipositas
- Operationen im Hüftbereich und im Bereich der unteren Extremitäten
- Schwangerschaft und Geburt
- Einnahme oraler Kontrazeptiva in Kombination mit Rauchen
- Diabetes mellitus
- Hypercholersterinämie
- Z. n. Infakt

Symptome
- plötzliche Dyspnoe - Tachypnoe aufgrund der Störung des Gasaustausches
- heftige Thoraxschmerzen - Zyanose mit Veränderungen in der Blutgasanalyse
- Husten - Kreislaufschock (Hohe Pulsfrequenz 120 , RR 80/50)
- Halsvenenstauung und ZVD - Kaltschweißig
- Unruhe, (Todes-)Angst, Beklemmungsgefühl (Pat. versucht sich aufzurichten)

Diagnostik
- Rö - Thorax - EKG - ZVD (bei Embolie ) - Echokardiographie
- Spiralcomputertomographie
- Pulmonaliskatheter / Rechtsherzkatheter (aufschluss über Druckverhältnisse im re. Herzen
- Perfusionszintigraphie (Auskunft über den Druck des Blutes durch die Lungenstrombahn)
• - Atemwegs - Tuberkulose (Tbc)
Definition
Die Tuberkulose (Tbc) ist eine generalisierte oder auf ein Organ begrenzte Infektionserkrankung durch Mycobacterium tuberculosis oder (selten) Mycobacterium bovis. Man unterscheidet die pulmonale Tbc von der extrapulmonalen Form, die andere Organsysteme (z.B. Niere oder Lymphknoten) betrifft.

Formen der Tbc
- Geschlossene Tbc: Keine Ausscheidung von Tuberkelerregern

- Offene Tbc: Ansteckungsgefahr !! (Erreger im Sputum , Magensaft, Urin und Liquor)


Übertragung
Tröpfcheninfektion
Erreger gelangen eingeatmet aufgrund ihrer Größe bis in die Alveolen. Entwicklung eines sog. Primärkomplex mit Beteiligung der regionalen Lymphknoten.
- Dann meist Stillstand der Infektion
- Lange Überlebenszeit der Tuberkelbakterien im Primärherd
- Begünstigend wirken Unterernährung und immunsuppressiva Therapie

Symptome
- subfebriele Temperaturen (37-38Grad) - Nachtschweiß
- Husten (meist trocken) - Appetitlosigkeit
- Leistungsschwäche / Müdigkeit
- Bildung von Kaverne ( bei geschlossener Tbc). Gewinnen diese Anschluss ans Bronchialsystem,
wird der Patient Infektiös (offene Tbc). Der Auswurf wird beim Husten produktiver und blutig

Diagnostik
- Tuberkulintest: 5-6Wochen nach der Infektion positives Ergebnis
- Mine-Test / Tubergentest: intrakutaner Multistempeltest im linken Unterarm
- Mendel - Matoux - Test: intrakutanes Einspritzen der Testsubstanz (Ablesen nach 3 -
4 Tagen )
- Nachweis der TBC - Bakterien: sowohl im Magensaft als auch im Sputum
- Röntgendiagnostik

Therapie
- Im Akutstadium: 3 - 6 Monate Tuberkulostatika = Langfristige Antibiotische
Kombinationstherapie mit regelmäßiger Resistentenbestimmung

- Chirurgische Therapie: Segment- und Lappenresektion bei Kaveren

- Therapie bei offener - TBC: 2 - 3 Wochen strenge Isolierung

- Prophylaktische Therapie: aktive Immunisierung im Kindesalter
• Fibrosierende Lungenerkrankung (Alveolitiden)

Definition
Eine Fibrosierende Lungenerkrankung ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Alveolen (Alveolitiden) mit einer überschießenden Narbenbildung. Sie gehört zu den Erkrankungen des Lungengerüst.

Ursachen
- es gibt die "Ideopathisch" die sind ohne erkennbare Ursachen
- Faktoren, die eine exogen - Allergische - Alveolitis auslösen (siehe Tabelle)
- Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Pilze)
- Gase ( Sauerstoff, Schwefeldioxid, Chlorgas, Rauchgas) und Dämpfe (Quecksilber)
- anorganische - Stäube (Quarzkristalle, Astbestfasern)
- ionisierende Strahlen (Strahlentherapie)
- Autoimmunerkrankungen (sklerodermie)
- akute Erkrankungen (Urämie, Kreislaufschock mit Behinderung der Blutzirkulation
in den Lungenkapilaren beim ARDS) (ARDS=Akutes Lungenversargen)

Auslöser, Allergenquellen und Risikogruppen einer exogen-allergischen Alveolitis
Risikogruppen Allergenquellen
Thermophile Actinomyceten (Bakterien)
- Bauern (Farmerlunge)
- Bei Arbeit Pilzzuchtanlagen
- Bei Arbeiten in Kühlanlagen (Kraftwerken, Klimaanlagen) = Befeuchterlungen
- in Silagefutter (Sporen von Schimmelpilzen)
- Bodenkeimen im Kompost
- Wasserkeime in verunreinigten Klimaanlagen
Pilze
Bei Käsereiarbeiten
Bei Brauereiarbeiten
Bei Sägereiarbeiten , Müllwerken - Schimmel im Käse
- schimmliges Malz
- schimmliges Organisches Material (Holzstaub, Müll)
Tierische Proteine
Bei Taubenzüchtern und Arbeitern in Legebatterien und in der Massentierzucht (Vogelhalterlunge) - Bestandteile in Haut, Federn und Exkrementen von Tauben, Hühnern, Gänsen, Puten
Chemische Substanzen
Patienten mit Zytostatika- bzw. Chemotherapie - zur Krebstherapie eingesetzte Substanzen, wie z.B. Bleomycin, Darcarbacin
Symptome
- trockener Reizhusten
- Atemnot (anfangs in Ruhe, später bei Belastung)
- Zyanose vor allem der Schleimhäute
- Trommelschlägerfinger und Uhrglasnägel im Spätstadium
- Abnahme des Atemvolums bis zum Organversagen und damit zum Tod durch
Ersticken

Diagnostik
- Anamnese
- Klinische Untersuchung u. a. Auskulkation (Beim Einatmung knisternde Nebengeräusche)
- Labor (CRP, BSG)
- Lungenfunktionstest
- BGA
- Rö - Thorax evtl. CT
- Bronchoalveläre Lavage (BAL) bei Bronchoskopie und bei trnasbronchialer Biopsie (TBB)
- thorakoskopische, videoassistierte (VATS) oder offene Lungenbiopsie OLB)

Therapie
- bei der Exogenen-Allergischen Alveolitis = Minderung der Allergene

- bei der idiopathisch fibrosierenden Alveolitis = • kombinierte Kortikosteroide und
• Immunsuppressiva und
• Antibibrotisch wirkende Substanzen (z.B. Interferon ß und Interferon Y)

- Lungentransplantation (Kontraindikation ist hohes Alter)
• Pleuritis
Definition
Als Pleuritis bezeichnet man eine Entzündung von Rippen- und Lungenfell, Zwischen Pleura pulmonaris und Pleura parietalis befindet sich ein kleiner Spalt, der Pleuraraum. Darin befindet sich wenig Flüssigkeit, die dafür sorgt, das beim Ein- und Ausatmen die beiden Häute ohne Probleme aneinander gleiten. Bei der
Rippenfellentzündung oder Pleuritis, sind diese Häute entzündet.

Ursachen
Primär = ist sehr selten
Sekundär = nach Erkrankungen z.B: Pneumonie, akuter Bronchitis, Tuberkulose,
Herzinfarkt Pankreatitis, Lungeninfarkt und Lungenkrebs

Formen der Pleuritis
1. Pleuritis sicca (trockene Rippenfellentzündung)
2. Pleuritis exudativa (feuchte Rippenfellentzündung mit Ergussbildung)

Pleuritis sicca (Pleuritis fibrinosa)
Die Entzündung der Pleura beginnt mit Fibrinauflagerungen an den Pläurablättern, die dann aufeinander reiben. Eine Pleuritis sicca ist oft der Vorläufer einer Pleuritis exudativa.

Pleuritis exudativa
Sie entsteht aus der Pleura sicca. Es kommt zur Ergussbildung zwischen den Pleurablättern. Das Exudat drängt die Pleurablätter auseinander. Dadurch verschwindet der heftige atemabhängige Schmerz und geht in ein dumpfes
Druckgefühl über.

Symptome

Pleuritis sicca
- heftige, stechende, atemabhängige Rücken- oder Seitenschmerzen
- oberflächliche Atmung
- Tachypnoe
- Reizhusten ohne Auswurf
- selten Fiber
- knarren und Reiben ist beim Abhorchen hörbar

Pleura exuditiva
- schmerzen sind abhängig nach der Größe des Ergusses je größer desto stärker der Schmerz
- Fieber
- bei Ergüssen Atemnot
- Infektionsgefahr

Diagnostik
- Anamnese + Körperliche Untersuchung (z.B. Auskultation)
- Rö-Thorax
- Labor (BB, BSG, CRP)
- Pleurapunktion

Therapie
Die Therapie richtet sich nach den Symptomen:
- begleitende Schmerztherapie, insbesondere bei der trockenen Pleuritis, um eine geregelte
Atmung zu erhalten
- Bettruhe
- Wärmezufuhr, z.B. Brustwickel
- Unterdrücken des Hustenreizes mit Codeintropfen
- Pleurapunktion bei größeren Ergüssen zur Entlastung
- Spülen des Pleuraraumes bei Eiterbildung über die Drainage (so können auch gezielte
Medikamente eingebracht werden)
Diagnostik
- körperliche Untersuchungen
- Beobachten der Atemwege (Inspektion)
- Abklopfen (Perkusion)
- Abhören des Brustkorbs (Auskulkation)
- Rö - Thorax
- Sono
- Umlagerungsperkusion (Beklopfen der Körperoberfläche, um aus den Verschiedenheiten des
Schalls auf die Ausdehnung und Beschaffenheit darunterliegender Körperteile zu schließen)
- CT
- Diagnostische Pleurapunktion
- Diagnostische Thorakoskopie

Therapie
- therapeutische Pleurapunktion
- Thoraxsaugdrainage
- Pleurodese (veröden des Bauchfells)
- therapeutische Thorakoskopie (entfernen von z.B. Vereiterungen mittels Endoskop)
• Pneumothorax
Definition
Bei einem Pneumothorax dringt Luft in den Raum zwischen Lungen- und Rippenfell ein. Da im Pleuraraum ein Unterdruck herrscht, um die Lunge in Form zu halten, kollabiert diese beim Eindringen von Luft.
Normalerweise sorgt der Unterdruck im Pleuraraum dafür, dass die elastische Lunge ausgedehnt bleibt. Reißen das Lungen- oder Rippenfell ein oder werden sie verletzt, strömt Luft aus der Lunge oder der Umgebung in den Spalt ein. Dabei hebt sich der dort herrschende Unterdruck auf oder es entsteht sogar ein Überdrück. Als Folge fällt der betroffene Lungenflügel wie ein Luftballon in sich zusammen.

Einteilungen

- Spontanpneumothorax
Meist durch die Ruptur einer Emphysemblase hervorgerufen

- Ventilpneumothorax
Die Eingeatmete Luft gelangt in den Pleuraspalt, kann dort aber durch ein "Ventil" (Blutkoagel, Gewebefetzen) nicht mehr entweichen. Dadurch kommt es zu einer Kompression der Lunge auf der gegenüberliegenden Seite.

Ursachen
- Rippenfrakturen (häufigste Ursache)
- Spontanzerreisung einer Emphysemblase
- Offenes oder geschlossenes Bauchtrauma
- Lungentumore

Symptome
- Plötzlich auftretender ziehender, stechender Schmerz
- Luftnot - Zyanose
- Schocksymptomatik - Zwerchfelltiefstand
- Erweiterung der Intercostalräume - Einflusstauungen in der oberen Halsvenen

Diagnostik
- Anamnese, klinische Untersuchungen
- Auskulkation der Lunge
- Rö - Thorax
- Beim Ventilpneumothorax kann die Diagnose aufgrund der schnellen und dramatischen Entwicklung
anhand der auftretenden Symptome erfolgen
Therapie

Sofortmaßnahmen
Beim Ventilpneumothorax (AKUTE LEBENSGEFAHR)
- Pleuraentlastung mittels großlumiger Kanüle und Anlegen einer Thoraxdrainage
über 1 - 2 Wochen
- Sedierung
- Sauerstoffgabe

Operative Maßnahmen
- Abtragung der Emphysemblase mit anschließender Übernähung der Lunge
- Pleuraabdichtung mittels Fibrinkleber
- Teilresektion / Resektion
• Pflege bei Lungenerkrankungen

Hauptbeschwerden und Leitbefunde bei Lungenerkrankungen
- Dyspnoe
- Ruhe & Belastungsdyspnoe
- Orthopnoe
- Pat. hat Atemnot
- Hautverfärbung
- schnelle Atmung
- Angstzustände
- Nasenflügel dehnen sich aus

- Husten & Sputum
- Huste: Schutzreflex, trocken & produktiver Husten
- Sputum: verschiedene Merkmale, Farbe, Konsistenz, Menge, Beimengungen

- Pathologische Atemgeräusche
- Stridor: expiratorisch & inspiratorisch
- Giemen & Brummen
- Trachealrasseln
• Pflege bei chronisch obstruktiver Bronchitis

Förderung der Sekretverflüssigung & des Abhusten
- Flüssigkeitszufuhr - Medikamente
- Manuelle & Apparativesekretlösung - Lagerung

- Atemunterstützende Maßnahmen
- Physiotherapie
- Frischluft

Unterstützen beim Abhusten
- Zellstoff / Nierenschale
- Apperative / Manuellesekretlösung

Anleiten zur richtigem Medikamentenanweisung
- Aufrechtsitzen
- Dosirspray schütteln-/ kappe abnehmen

Ausdauertraining (Gehen/Radtraining)
- Tiefeinatmen
- Kreislauftraining
- Gute O2 zufuhr

Krankenbeobachtung
- Atmung
- Haltung
- Hautfarbe
- Tachekardie

Bekämpfung eines evtl. Infektes
- Infekt behandeln mit Antibiotika

Vermeidung kalter Getränke & kalte Atemluft
- Kälte verängt die Atemwege

Vorsicht wegen O2-gabe
- Körper ist an hohen CO2 gewohnt
- wenn zu viel O2 im Organismus ist, sagt sich das Gehirn ich brauch nicht mehr atmen
= Atemnot
• Schulung des Patienten mit Asthma

- Ruhige & langsame Ausatmung üben lassen
- Einsatz der Lippenbremse
- Einüben von ENtspannungs- und Atemübungen
- Umgang mit dem Peak-Flow-Meter mit Dokumentation der Ergebnisse
- Kenntnisse der wichtigsten Anfallslöser und Möglichkeiten zu ihrer Vermeidung
- Atemtechniken zur Vermeidung der Atemverengung
- Inhalation
- Umgang mit Dosieraerosolen
- Hinweis auf Selbsthilfegruppen
• Pflege bei Pneumonie
- Atemübung - 02 Therapie (Maske/Brille/Sonde)
- Mobilisation - Lagerung
- Flüssigkeitszufuhr - Dekubitus- und Thromboseprophylaxe
- Bettruhe - Fiebersenkendemaßnahmen
- Sekretlösende Maßnahmen
- Wunschkost - kalte Getränke - Aspirations-, Reflux-, Pneumonieprophylaxe
• Pflege bei Tuberkulose
- Stationäre Pflege wenn eine offene TBC vorliegt; mit Isolierung!!!!!
- Infektionsprophylaxe beim Umgang mit den jeweils erregerhaltigen Ausscheidungen des
Patienten
- Pneumonieprophylaxe
- Pflege anhand der Symptome & Befindlichkeit des Patienten
• Pflege bei Lungenoperationen

Präoperativ
- allgemeine Prä-OP Pflege - Atemunterstützung
- Pneumonie- und Atelektaseprophylaxe - Verbesserung des Allgemeinzustandes

Postoperativ
- allgemeine Post-OP Pflege
- min. 24 Std. Überwachung auf der IST (wegen Nachblutungen, Beatmung)
- Überwachung der eingelegten Pleuradrainge
- !!! Luft: 5cm / wassersäule Blut: bis 20 Wassersäule Sog!!!!
- ausreichende Analogierung
- Lagerung: OK hoch leicht auf Gesundeseite & Rückenlage
- Pneumonie- und Atelektaseprophylaxe
- Kontrakturprophylaxe
• Pflege nach Pneumektomie

- Lagerung auf der Seite der OP, da vorhandene Lungenlappen besser belüftet wird
- Pleuradrainage liegt auf der Vorhandenen Seite, minimaler Sog
- Krankengymnastik, Atemgymnastik, Ausdauertraining
Den Pflege- & Unterstützungsbedarf bei Menschen mit Erkrankungen des Ernährungs- & Verdauungssystems ermitteln & begründet handeln (TB 02.2.07)

• Gastroösophagale Refluxkrankheit

Definition
Ein gastroösophagealer Reflux (GERD) liegt vor, wenn durch einen ungenügenden Verschluss der unteren Speiseröhre saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückläuft. Eine und den Ösophagus so irritiert bzw. schädigt, dass es zu erheblichen Symptomen kommt bzw. eine Ösophagitis entsteht.

Physiologie
Normalerweise besteht zwischen Ösophagus und Magen ein Druckgefälle in Richtung Ösophagus, weil der Ösophagus dem pleuralen (niedrigen) und der Magen mit der Cardia dem intraabdominalen (höheren) Druck ausgesetzt ist. Um zu verhindern, das Magen- bzw. Duodenalinhalt in die Speiseröhre (Reflux) gelangt, existiert ein sog. Antirefluxmechanismus in Form des unteren Ösophagussphinkter (UGS). Der Tonus des UGS führt zu einer Druckbarriere zwischen Magen und Ösophagus, die den Übertritt von Mageninhalt in die Speiseröhre verbindet.

Refluxmechanismus

- Insuffizienz des unteren Ösophagussphinkter (UOS)
- mangelnder Sphinkter druck (intraabdominaler Druck, größer als des Sphinkter druck)
- inadäquater (=unzeitgemäß) Erschlaffung des UOS
- Hiatushernie

Entwicklung des Refluxkrankheit / Komplikationen

- GERD = gastro - ösophagale diease
- NERD = non - erosive reflux diese
- Refluxösophagitis mit:
- Erosionen = Oberflächen Epitheldefekt
- Ulcera = unter die Muscularis mucosa reichende Defekte
- narbige Strikturen = Verengung
- Zlinderepithe-Metaplasie = Umwandlung von Plattenepithel in
Zylinderepithel = Barret Ösophagus
= Präcancerosa
- Refluxassoziierte Atemwegserkrankungen

Symptome
- Epigastrische / retrostenale Beschwerden (Sodbrennen)
- "saures" aufstoßen
- Schluckbeschwerden

Therapie

- Protonenpumpenhemmer (PTT) !!!!!!
(z.B. Esopeprazol, Pantoprazol, Nexium bzw. Pantozol)

- allgemein
- Schlafen mit Oberkörperhoch - Normalisierung des Körpergewichts
- Nicht nach dem Essen gleich hinlegen - keine großen Mahlzeiten
- keine Spätmahlzeiten - Meiden von: Alkohol, Rauchen, Kaffee

- Operative Verfahren
- Fundoplikatio (Wiederherstellen des Schlussmechanismus)
- lapraskopisch / endoskopische

• Hiatushernie (Zwerchfellbruch)

Definition
Verlagerung von Anteilen des Magens in den Brustraum. Die Entstehung wird begünstigt durch Druckerhöhung im Bauchraum, wie sie bei Adipositas, Gravidität und Obstipation verkommen.

Einteilung

Axiale Gleithernie
Die Cardia gleitet bei intraabdomineller Drucksteigerung durch die erweiterte Zwerchfelllücke (Hiatus ösophagus) in den Brustkorb.

Paraösophageale Hernie
Der Magenfundus ist neben = para dem Ösophagus vom Bauchraum in den Brustraum übertreten. Die Lage der Kardia bleibt unverändert. Im Extremfall ist der ganze Magen in den Thoraxraum eingetreten dann spricht man von thorakaler Thorax-Magen oder Upside-down-Stomach)

Kombinierte Hernie
Sowohl die Cardia als auch der Magenfundus liegen im Thorax.

Ursachen
- Anlagebedingt - Lockerung des bindegewebigen Halteapparates am Magen

Symptome

- Aufstoßen, Sodbrennen - Druckgefühl und Schmerzen hinter dem Brustbein

Diagnost

- Rö-Abdom - Endoskopie
• Ulcus pepticum (Ulcus ventriculi & Ulcus duodenie)
Definition
Ein Ulcus pepticum ist ein gutartiges Geschwür im Abschnitt des Verdauungstraktes, die mit Magensaft in Berührung kommen. Je nach Lokalisation nennt man sie Ulcus ventriculi (Magen) oder Ulcus duodenie (Zwölffingerdarm).

Ulcus ventriculie
(1) - Schädigung / Zerstörung des Magenschleims und des Oberflächenepithel der Magenschleimhaut (= Schädigung der Mucosa Barriere)

Ursachen
- Helicobacter pylorie (80%) - NSAR - Nikotin

(2) - Päptische Läsion = die Folge von (1 s.o.), durch die Schädigung der Mucosa gelangt Salzsäure, Pepsine Zytoxine (H. pylori) in die Magenschleimhaut Schädigt Gewebe und die Störung der Mikrozirkulation: Nekrosen = Ulcus !!

Ulcus duodenie
(1) - Übersäuerung = Hyperacidität des Duodenalinhalts
- Die Säure selbst löst kein Ulcus aus
- Sie verändernt nur die Schleimhautoberfläche (Erosionen)
- werden nicht vom Duodenalschleimhaut überkleidet sondern nun durch
Oberflächenepithel vom Magenschleim übersogen
- Dies nennt man gastro Metaplasie

(2) - Besiedlung dieser Magenschleimhautinsel mit Helicobakter pylori Gewebsschädigung wie beim Ulcus ventriculi !!

Symptome

- unspezifisch
Druckgefühl Oberbauchschmerzen Inappetenzt
Übelkeit / Erbrechen
- Ulcus ventriculi = Nüchternschmerz
- Ulcus duodenie = postpandialer Schmerz (nach dem Essen)

Komplikation
- Blutung - Perfuration - Magenausgangsstenose
- maligne Entartung - Penetration ( überschreiten zu anderen Organen)

Helicobakter pylori

- Urease Test - Atemtest

Therapie (Trippel Schema)

1. Protonpumpenhemmer (Esomeprazol = Nexium)
(Pantoprazol = Pantozol)

2. Antibiotika (Chloridbromyain = Klazid )

+

(Metrinadozol = Clont )

3. Behandlungsdauer 1 Woche
• Ileus / Ileuskrankheit

Definition
Lebensbedrohliches Krankheitsbild mit Unterbrechung der Dünn- oder Dickdarmpassage durch ein mechanisches oder eine Lähmung der Darmnerven oder Verschluss des Mesenterialgefäße.

Ursache

- Verlegung bzw. Einengung des Darmlumens
- Darmlähmung

Formen

- Mechanischer Ileus
- Tumore oder Entzündungen
- Kompression von außen (z. B. Tumore der Bauchorgane)
- Adhäsionen (Verklebung), die den Darm zuschnüren

- Paralytischer Ileus (=Darmlähmung)
- toxische Entzündung: Peritonitis, Pankreatitis, Sepsis
- Metabolisch: Elektrolytstörungen, Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus,
Urämie, Ketoazidose)
- reflektorisch: Koliken der Galle- / Harnwege, nach Bauch Op, nach Wirbel #, Medis.

- Vaskulärer Ileus
- Mesenterialaterienembolie / -thrombose
- Mesenterialvenenthrombose

Symptome

- Übelkeit / Erbrechen
- Meteorismus (Blähungen)
- Kreislaufreaktion / evtl. Fieber

- Mechanischer Ileus
- krampfartige Bauchschmerzen
- Stuhl-/ Windverhalt bei Dickdarm- und tiefsitzenden Dünndarmileus
- Darmgeräusche
- später: fehlende Darmgeräusche

- Paralytischer Ileus
- Drück- / Völlegefühl im Abdom
- Stuhl- / Windverhalt
- fehlende Darmgeräusche

Diagnostik
- Rö-Abdom
- Sono - Abdom
- evtl. Kontrastmitteluntersuchungen
- evtl. Angiographie (bei Gefäßverschluss im Darm)

Therapie

Mechanischer Ileus
- Operation: Verwachsung lösen oder Darmresektion oder Bypass

Paralytischer Ileus
- Operativ: Bei Mesenterialarterienverschluss / Peritonitis
- Konservativ: - Nahrungskarenz
- Legen einer Magensonde / Duodenalsonde
- Volumen- / Elektrolytersatz
- evtl. Antibiotika
- Peristaltik anregende Medikamente z.B. Neostigmin = Prostogmin
• Ösophaguskarzinom
Definition
Beim Ösophaguskarzinom handelt es sich um einen bösartigen Tumor (Krebs) in der Speiseröhre (Ösophagus).

Man unterteilt Ösophaguskarzinome in:

Plattenepithelkarzinome
- Neubildung von bösartiger Schleimhaut in der Speiseröhre
- in jedem Bereich der Speiseröhre möglich

Adenokarzinome
- Drüsengewebe fängt an bösartig zu wachsen
- ist im unteren Bereich des Ösophagus

Stadien des Ösophaguskarzinoms

Satdium 0 oder Carcinoma in situ
Stadium 0 des Ösohasguskarzinoms ist ein sehr früher Krebs der Krebs wird nur in der obersten Zellschicht der Speiseröhrenschleimhaut gefunden.

Stadium 1
Krebs ist begrenzt auf ein klein Teil der Speiseröhre, hat sich noch nicht ausgebreite in andere Organe

Stadium 2
Weitere Teile des Ösophagus sind beteiligt, möglicherweise sind Lymphknoten befallen aber nicht andere Gewebe.

Stadium 3
Nun sind andere Gewebe und Lymphknoten die nah an der Speiseröhre sind beteiligt.

Stadium 4
Krebszellen haben sich auf andere Körperregionen ausgebreitet.

Ursachen
- Rauchen & Alkohol
- Sehr heiße und scharf gewürzte Speisen
- Narben z. B. nach Säure- und Laugenverätzung
- Fettreiche - Ernährung

Symptome
- Dysphagie - Druckgefühl hinter dem Sternum
- Sodbrennen - Schmerzhafte Krämpfe der Speiseröhre
- Schmerzen beim Schlucken

Diagnostik
- Ösophagoskopie - Röntgen-Breischlucken
- Endosonographie - Labor

Therapie
- Operation (der Tumor wird entfernt)
- Strahlentherapie
- Chemotherapie
- Lasertherapie (Tumor wird durch Laserstrahlen entfernt)
- Palliativ: Stent (durch Einengung des Tumors, kann man mit dem Stent den Ösophagus weiten)
Typen
- Polypoide Adenokarzinom (wachsen wie ein Polyp)
- ulzerierende Adenokarzinom (Schädigung der Schleimhaut wie ein Geschwür)
- diffuse Typen (infiltrieren Gewebe des Magens)
- Frühkarzinom (sind beschränkt auf die Submokosa

Therapie
- Operative Entfernung des Tumors, meist müssen Teile der Speiseröhre oder des
Duodenums entfernt werde sowie umliegende Lymphknoten
- Strahlentherapie
- Chemotherapie
- Immuntherapie
• Hämorrhoiden
Definition
Hämorrhoiden sind arteriovenöse Gefäßpolster, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegt sind und dem Feinverschluss des Afters dienen.

Ursachen für Hämorrhoiden leiden
- Stuhlentleerungsstörung (zu viel Pressen)
- Bindegewebsschwäche

Symptome
- Blutungen - Juckreiz - Druckgefühl
- Brennen - Hautausschlag - Schmerzen am After

Einteilung in 4 Stadien

Stadium 1
- Sind nicht von außen sichtbar, nur proktoskopisch sichtbar
- leite Wölbung in den Darmlumen
- gelegentlich Blutungen

Stadium 2
- Beim Pressen sind Hämorrhoiden kurz sichtbare, ziehen sich selbst wieder rein
- Hämorrhoiden sind nicht mehr rückbildungsfähig

Stadium 3
- Nach Stuhlentleerung fallen die Hämorrhoiden hervor und gehen nicht von allein zurück
- es kann zu Einklemmung und Blutungen kommen

Stadium 4
- Entspricht ein Analprolaps (Tiefertreten)
- Hineinschieben der Hämorrhoiden ist nicht mehr möglich

Therapie
- Vereisung
- Gummibandligatur (Abschnüren der Hämorrhoide)
- Infrarotbehandlung
- Verödung
- Operation
- Parks
- Milligan - Morgean
- Fansler - Arnold
- Fergusion
- Stapler - Hämorrhoidopexie nach Longo
- Dopplergesteuerte Hämorrhoidal - Arterien - Ligatur (HAL) nach Morinaga