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Terms in this set (15)

Hygienische arbeiten
(TB 08.1.02)
• Hygiene

- Griechisch = Hygieia Göttin der Reinheit

- Ignaz Semmelweis (*1818 - 1865)
- Wurde als Retter der Mütter bezeichnet
- Bei den Hebammen starben wenig Frauen am Kindbettfieber
- Bei den Ärzten in den Kliniken starben mehr Frauen am Kindbettfieber als bei
den Hebammen

Lous Pasteur (*1822 - 1895)
- War Chemiker & Biologe
- Er beweiset, dass Krankheiten / Seuchen durch Kleinstlebewesen verursacht
wurden (=Mikroben)
- Entdeckt, dass man Mikroben mit Erhitzen abtöten kann
- Entdeckt, dass der Tollwut eine Virusinfektion ist
- Entdeckte den Erreger der Cholera
- Entdeckte den Erreger des Milzbrandes

Joseph Lister (*1827 - 1912)
- War Arzt
- Entdeckte, wie man Wundinfektionen bekämpfen kann
- Entdeckte, das Karbolsäure Bakterien abtötet

Robert Koch (*1843 - 1910)
- War Arzt
- züchtete die Milzbranderreger & sah so, dass er Bakterien (Sporen) waren
- Entdeckte den Tuberkulosebazillus
- Robert - Koch - Institut, Berlin ( Hygiene Institut)

• Nosokomiale Infektionen / Krankenhausinfektionen

Definition
Eine nosokomiale Infektion oder Krankenhausinfektion ist jede durch Mikroorganismen hervorgerufene Infektion, die im kausalen (=ursächlich) Zusammenhang mit einem Krankenhaus- oder Heimaufenthalt oder eine Behandlung in einer Arztpraxis steht.

• Vieren
- Sind 10 - 100 fach kleiner als Bakterien
- Infektiöse Partikel
- keine eigentlichen Lebewesen
- Müssen in Lebende Zellen, um zu überleben & nehmen dann die Zelle in Besitz und bilden
neue Viruszellen
- Viren dürfen nur mit Virustatikum behandelt werden

Vieren, die für den Menschen pathogen sind:
- Varicelle zoster Virus = Windpocken (primär) & Gürtelrose (Sekundär)
- Herpes Simplex Virus = Herpes labiales, genitales
- Hepatitis A, B, C = Hepatitis
- Rotavirus = Diahrroe bei Kinden
- HIV = AIDS
• Pilze
- Sind 5 - 10 Fach größer als Bakterien
- Sind pflanzliche Lebewesen
- vermehren sich durch Teilung & Sprossung (=ablegen von Sprossen)
- Pilze wachen auf der Hautoberfläche, auf den Schleimhäuten, selten auch in Organen
- eine Infektion mit Pilz wird als Mykose bezeichnet
- Pilzinfektionen werden mit Mykotikum behandelt
- Pilze vermehren sich bei langer Antibiotikatherapie massenhaft z.B. Soor

Häufigste Pilze im Krankenhaus

Standort Infektion
Candida Albicans Haut, Boden, Schleimhaut Soor, Pneumonie, Sepsis
Schimmelpilz /
Aspergillus furnigatus Erde, Topfblumen, Mauerwerk Lymphknotenvergrößerung im Lungengewebe, Mittelohr
Dermatophyten Feuchte Füße (Sauna, Schwimmbad) Fußpilz, Pilz in Hautfalten, Nagelpilz

• Bakterien
- Größe 1/1000mm
- einzellige Lebewesen
- Vermehrung durch Querteilung, Vermehrungsform nennt man Kolonien
- Vermehren sind alle 20 - 30 Minuten (In 24 Std. sind es 100 Mio.)
- einige brauchen, um sich zu Vermehren 37 Grad Celsius
- gute Luftfeuchtigkeit brauchen sie, um sich zu vermehren
- Einige brauchen O2 um sich zu vermehren & einige nicht
- Aerobier = brauchen Sauerstoff
- Anaerobier = brauchen kein Sauerstoff z. B. Gasbranderreger,
- einige Bilden Sporen, dies ist dann die Dauerform und keine Vermehrungsform

Es gibt 4 Arten von Sporenbildnern
• Tetanus
• Gasbrand
• Botulismus
• Bacillus anthracis / Milzbrand (Übertragung von Tier auf Mensch)

• Häufigste Infektionen in Krankenhäusern sind
• Harnwegsinfekte
• Ateminfekte
• Wundinfekte
• Sepsis / Bakteriämie
• Haut / Schleimhautinfekte

• Desinfektion

Definition
Abtötung bzw. Inaktivierung pathogener Mikroorganismen.

Anforderung an ein Desinfektionsmittel

• Breites Wirkungsspektrum (es sollen viele Erreger wie möglich erreicht werden)
• Schnelle Wirkung
• Irreversible Wirkung
• Zuverlässige Wirkung
• Stabilität
• Unschädlich für Mensch & Tier
• Geruchsarmut
• Wirtschaftlichkeit
- Eiweißfehler = Dort, wo Eiweiß ist, wirkt das Desinfektionsmittel nicht.
- Seifenfehler = Dort, wo Seifenreste sind, wirkt das Desinfektionsmittel nicht.

Laufende Desinfektionsmaßnahmen
Desinfektionsmaßnahmen werden regelmäßig durchgeführt (rund um den Patienten), um während der Pflege & Behandlung eines Patienten eine Verbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.

Desinfektionsmöglichkeiten


• Chemische Desinfektion
• Alkohol
• Aldehyde Amine
• Phenole (Karbolsäure)
• Halogene (Chlor)
• Oxidantien (Persäure, Peressigsäure)

• Physikalische Desinfektion
- Hitze = Thermische Desinfektion
a) trocken Hitze
b) feuchte Hitze
- Strahlen
• Im Umgang mit Teralin zu beachten
- Anmischung mit kaltem Wasser (Dampfbildung zu vermeiden)
- Dosier Hilfe benutzen
- grundsätzlich Handschuhe tragen
- nicht mit anderen Mitteln mischen
- Haltbarkeit beachten
- Einwirkzeit beachten
• Begrifflichkeiten aus der medizinischen Mikrobiologie
- Infektiologie = etwas Schädliches hineintun
- Inkubationszeit = Zeit von der Infektion bis zum Ausbrechen der Erkrankung
- Bakteriämie = Bakterien sind unbemerkt in der Blutbahn
- Infektionsquelle = Ursprung einer Infektion z.B. Tiere, Menschen, Umwelt
- Infektionsmodus = der Übertragungsweg
- Direkter Übertragungsweg z. B. Mensch zu Mensch
- Indirekter Übertragungsweg z.B. Lebensmittel, Wasser Insekten
• Hygienische Maßnahmen bei der Ganzkörperwäsche

Häufigsten Kontaminationsmöglichkeiten
- Keimbesiedelte Hände des Personals
- Seifenstücke die feucht in der Waschecke liegen
- textile Handtücher & Waschlappen, die lange feucht in der Waschecke liegen

Eintrittspforten sind
- Urinkathetereintrittstellen
- Einstichstellen von Drainagen
- Wundgebiete
- Eintrittstellen von peripheren & zentralen Gefäßzugängen

Infekt anfällige Patienten sind
- Patienten mit Vorerkrankungen (Diabetes, Karzinom)
- Patienten mit schlechtem AZ
- Patienten mit bestimmter medikamentöser Behandlung (Zytostatika, Antibiotika)
• Arzneimittelverpackung
- Name des Herstellers - Bezeichnung der Arzneimittels
- Zulassungsnummer - Chargenbezeichnung (z.B. Ch.-B.: S-08)
- Darreichungsform - Art der Anwendung
- Wirksame Bestandteile / Inhalt - Verfallsdatum
- Apothekenpflichtig / Verschreibungspflichtig - ggf. Warnhinweis
- „AM vor Kinder unverzüglich aufbewahren"

• Die Packungsbeilage
- Hersteller - Bezeichnung des Arzneimittels
- Wirksame Bestandteile - Anwendungsgebiet
- Gegenanzeichen - Unerwünschte Wirkung
- Wechselwirkung mit anderen Mitteln - Dosierungsanleitung
- Hinweis auf Verfall - Art der Anwendung (ggf. Dauer der Anwendung)
- ggf. Warnhinweis über Alkohol & Aufbewahrungshinweis

• AM zur inhalativen Anwendung

- Aerosole
- Nebelaerosol - Staubaerosol
- Treibgas - Dosieraerosol
- Autohaler
- Pulverinhalation
- Pariboy
• Orale flüssige Arzneiformen
- Lösungen - Tropfen
- Säfte - Sirupe
- Tinkturen

• Halbfeste Arzneiformen
- Salben - Pasten
- Emulsionen - Cremes
- Gele - Transdermale therapeutische Systeme (TTS) = Pflaster


• Orale feste Arzneiformen
- Tabletten - Expidets
- Dragees - Kapseln
- Tee - Pulver (sind sehr fein zerkleinerte feste Substanzen)
- Granulat (Körnige Substanz)
• Parenterale Arzneiformen
- Injektionen - Infusionen
• Arzneimittel zur Anwendung in der Mundhöhle
- Spül- und Gurgellösungen - Lutsch-, Sublingual-, Bukkaltabletten
- Zerbeißkapseln, Mundhöhlensprays - Mundsalben/-gele
- homöopathische feste Arzneiformen (Tabletten)
• Arzneimittel zur rektalen / vaginalen Anwendung
- Suppositorien / Zäpfchen - Rektalkapseln
- Rektalsalben - Vaginalzäpfchen
- Klysemen (Makroklysmen & Mikroklysmen)
• Arzneimittel zur Anwendung im Auge
- Augentropfen (AT) - Augensalben (AS)
• Arzneimittel zur Anwendung in der Nase / Ohr
- Nasentropfen - Nasenspray
- Nasensalbe - Ohrtropfen
• Pharmakokinetik & Pharmakodynamik
- Pharmakokinetik = Einfluss des Körpers aus das AM
- Pharmakodynamik = Einfluss das AM auf den Körper
• Pharmakokinetik
Die pharmakokinetischen Phase unterteil sich in 2 Phasen
• Invasionsphase
- Applikation (Einnahme)
- Resorption (Aufnahme des AM in das Blut)
- Verteilung (Transport des AM in verschiedenen Bereiche)

• Eliminationsphase
- AM verlässt den Körper
- Biotransformation (Verstoffwechslung des Arzneistoffes, Umbau in Leber)
- Exkretion (Ausscheidung der Arzneistoffes z.B. über die Niere)

Applikation
- Applikation über die Haut oder Schleimhaut
- Applikation in das Körperinnere = parenteral

Resorption
Aufnahme eines Arzneistoffes in Blutbahn / Lymphe durch die Körperoberfläche, oder aus Muskel- / Subkutis.

Orale Resorption
Nur ein gelöster Arzneistoff kann aus dem GI-Trakt (Gastro-Intestinal-Trakt)

Rektale Resorption
Resorption über die Hohlvene

Kutane Resorption
Resorptionbarriere = Hornschicht

Parenterale Resorption
z. B. i.v., i. m.

Spezielle Verteilungsvorgänge
8. Überwindung der Plazentaschranke
- Die Plazenta verhindert das Übertreten großer hydrophilen Stoffe
9. Überwindung der Blut-/ Hirn- und Blut- / Liquor- Schranke
- Übergang ist nur für sehr lipophile Stoffe (Narkosemittel) möglich
10. Übergang in die Muttermilch
- Ist vor allem für basische & lipophile Stoffe möglich
11. Enterohepatische Kreislauf
- Ausscheidung einer im Blutkreislauf zirkulierenden Substanz über die Leber /
Galle, von dort in den Darm
• Pharmakodynamik

Wirkmechanismus
• Wechselwirkung mit den Rezeptoren
• Beeinflussung von Enzymen
• Wechselwirkung mit Transportsystemen / Ionenkanälen
• Störung des mikrobiellen Stoffwechsels
Ursachen für die Nebenwirkung
- Überdosierung des AM - Unspezifischer Wirkmechanismus
- Wechselwirkung mit UV-Licht - Organtoxizität des Wirkstoffes
- Bestehende Organfunktionsstörungen - Alter
- Individuelle Empfindlichkeit des Patienten - Geschlecht
- Wechselwirkung mit anderen Medikamenten oder Lebensmittel
- Allergische Reaktion des Patienten auf Inhaltstoffe / Hilfsstoffe
Wunden professionell versorgen
(TB 08.1.04)
• Wunde

Definition
Die Wunde ist eine begrenzte oder flächenhafte Gewebsdurchtrennung oder Zerstörung (mit oder ohne Substanzverlust) an der Körperober- oder Innenfläche, an der Blutgefäße und Lymphspalten eröffnet werden und verursacht einen vorrübergehenden Funktionsverlust der Zelle

Einteilung von Wunden

• Nach der Ursache (Ätiologie)
- Mechanisch (z. B. Quetschung von außen auf die Haut)
- Thermisch (z. B. Verbrennung, Unterkühlung)
- Chemisch (z. B. Verätzung, Laugen)
- Physikalisch (z. B. Strom, Strahlen)

• Von der Gestalt her (Morphologie)
- Geschlossene Wunden
- Offene Wunden

• Nach dem Heilungsverlauf
- Aseptisch (Keimfreie Wunde)
- Kontaminiert (noch keine Entzündungszeichen)
- Infiziert

Klassische Entzündungszeichen

- Rötung = Rubor
- Überwärmung = Color
- Schwellung = Tumor
- Schmerz = Dolor
- Beeinträchtigte Funktion = Funcito laesa
Wundheilung

Definition
Physiologische Vorgänge zum Verschluss der Wunde und zur Regeneration des Zerstörten Gewebes

Primäre Wundheilung
25. Phase: Exudationsphase = Reinigungsphase
- Die Wunde reinigt sich selbst

26. Phase: Proliferationsphase = Granulationsphase
- Förderung der Gewebsneubildung, Schutz des neugebildeten Gewebe

27. Phase: Regenerationsphase = Epithelisierungsphase
- Förderung der Zellteilung & Wanderung in dem feuchten Milieu

Sekundärer Wundheilung
- Wunden die nicht durch eine OP entstanden sind z. B. Platzwunden, Biss, die Wunden dürfen
nach 6Std. nicht zugenäht werden


Mögliche Komplikationen nach einer Wundbehandlung
- feuchte Kammer - Serom (Lymphflüssigkeit)
- Wundödem - Weichteilnekrosen
- Platzbauch - Hypertrophe Nabenbildung
- Wunddehiszens
- Infektion (Abszess = Eiteransammlung im Gewebe, Emphyem = Eiteransammlung in einer
vorgegebenen Körperhöhle)

Störungen der Wundheilung
- Diabetes mellitus - Infektion
- Gerinnungsstörung - pAVK
- Zytostatika - Fremdkörper
- Durchblutungsstörung - Hauterkrankungen
- Mangel Ernährung - geschwächtes Immunsystem

Ziel der Wundbehandlung
- Die Wunde zu schützen
- Ein physiologisches Wundmilieu zu erhalten
- eine Wundinfektion zu vermeiden
- Einschränkung in bestimmten Grundbedürfnissen zu vermeiden
- Schmerzen des Patienten zu minimieren
- Funktionseinbußen wiederherstellen

• Wundmanagement

Definition
Es steckt ein System dahinter z.B. Wundprotokoll im voraus planen, Beurteilung der Wunde, Verlauf schriftlich festlegen, Dokumentation, Fotodokumentation, Evaluation der Wunde
• Verbände
Sie denen: - dem Schutz
- der Entlastung
- der Ruhigstellung
- der Kompression
• Wundverbände

Anforderung an Wundauflagen
- Steril - Saugfähigkeit
- Kostengünstig - Atmungsaktiv
- richtige Größe - angepasste Wundauflage
- Hautfreundlich - Formstabil / Flexibel

Arten von Wundauflagen
- Wundschnellverband (Pflaster)
- Wundnahtstreifen (Klammerpflaster)
- Mullkompressen (ES - Kompressen)
- Saugkompressen (Zetovit)
- Salbenkompressen (Jellonet)
- Selbstklebende transparente Folienverbände (Fixomol)
- Feuchtverbände (Comfil)

Feuchte Wundheilung
Das Prinzip ist der Schutz vor Austrocknung, d. h. für die Heilung erforderlichen feuchten Wundmilieus. Es werden unter anderem folgende Funktionen des Wundsekretes gewährleistet: - Transportmedium für Botenstoffe
- Bereitstellung von, für den Zellaufbau, essentiellen Stoffen
- Reaktionsraum für Abwehrzellen

Feuchtverbände sind z. B.
- Hydrokolloide (Comfeel) richtige Größe, Art der Wunde, nach 1 Woche wechseln, an die
Hautfalten anpassen
- Schaumstoffkompressen (z.B. Biatain)
- Alginate (SeaSorb) nimmt sehr viel Flüssigkeit auf
- Hydrogel (Purilon Gel) besteht 90% aus H2O
- Aktivkohlekompressen
- Silberhaltige Wundauflagen

Therapie von Problemwunden mittels Vakuumversieglung (VAC-Verband)
Ist ein Invasives, aktives System zur Beschleunigung der Wundheilung. Die Heilung wird durch lokal angewandten, kontrollierten Unterdruck auf die Wunde gefördert. Einsatz z.B.:
- Therapieresistenten Wunden
- Weichteilschäden, bei den ein Primärverschluss unmöglich ist
- Akute Weichteilinfektion
- Chronische Wunden
Kontraindikation
- Bei bekanten Allergien
- Veränderte Hautgebiete
- Patienten im Schock zustand
- paretische Körperteile (Gelähmte Körperteile)

Injektionsarten

Sie unterscheiden sich durch das Gewebe, in welches die Injektionslösung verabreicht wird
- Intrakutan: i. c. = in die Epidermis
- Subkutan: s. c. = in die Subkutis
- Intramuskulär: i. m. = in den Muskel
- Intravenös: i. v. = in die Vene
- Intraarteriell: i. a. = In die Arterie
- Intraadtikulär = in das Gelenk hinein
- Intrakardial = in den Herzmuskel

Spritzen
- Stempel - Zylinder - Graduierung

Kanülen
- Hohlnadel unterschiedlicher Länge & stärke mit Kurz oder lang geschliffener Spitze
- Herstellerspezifisch gekennzeichnet
- Länge & Durchmesser in Millimeter

Wahl der jeweiligen Kanüle
- Nach dem Injektionsort
- Nach der Injektionsart
- Besonderheit
- Konstitution des Patienten
- Konsistenz des Medikamentes

Zur Injektion geeignete Lösungen

- Zur Subkutan Injektion verwendet man wässrige & isotonische Lösungen, da die
Resorption sonst nicht stattfinden kann.

- Zur intramuskulären Injektion benutzt man wässrige & ölige Lösungen, Emulsionen &
Suspensionen, da diese Substanzen vom Muskel gut aufgenommen werden.

- Zur Intravenösen Injektion verwändet man wässrige & Hyper-, Iso-, & Hypotone
Lösungen. Ölige Lösungen dürfen nur sehr langsam gespritzt werden.

Allgemeine Vorbereitung vor einer Injektion
- Desinfektion der Fläche - 5 „R" - Regel
- Händedesinfektion - Materialraussuchen
- Verpackung intakt? - Schwebestoffe enthalten? Möglichst nicht
- Tablett vorbereiten / Nierenschale (Tupfer, Desinfektionsmittel, Abwurf, Injektion)
Bestandteile der parenteralen Ernährung
- Wasser
- Elektrolyte
- Natrium: Wichtig für die Nervenimpulsweiterleitung
- Kalium: Wichtig für die Blutgerinnung
- Magnesium: Wichtig für die Muskelerregung
- Kalzium: Wichtig für die Herzmuskelreaktion
- Vitamine
- Wasserlösliche Vitamine B & C
- Fettlösliche Vitamine E, D, K & A
- Spurenelemente
- Eisen, Zink, Chrom = Kommen in geringen Mengen im Körper und Nahrung vor
- Nährlösungen
- Kohlenhydrate = einfach Zucker, mehrfach Zucker, doppel Zucker
- Aminosäuren sind die kleinsten Bestandteile von Eiweißen werden nicht im Körper
gebildet, müssen von außen aufgenommen werden
- Fette

Unterteilung der parenteralen Ernährung
- Hypokalorische Ernährung
- Normo- oder hyperkalorische Ernährung

Verabreichung

Osmolarität
Konzentration der in der Flüssigkeit gelösten Teilchen. Je höher die Osmolarität, umso höher ist die Reizung der peripheren Venen.
- über peripheren Zugang
- über ZVK

Infusionsplan
- Ernährungszustand - Durst & Hungergefühl
- Körpergewicht - Hauttugor (Spannungszustand der Haut)
- Feuchtigkeit der Zunge - Schleimhäute
- Ödeme (oft bei Herz- & Niereninsuf.) - Stoffwechselsituation
- Vitalzeichen (RR wenig Flüssigkeit, RR viel Flüssigkeit)
- Ausscheidungsvermögen der Niere
• Material zum Verabreichen einer Infusion

Infusionsbehälter
- Glas - Kunststoff

Infusionskontrolle
- Unversehrtheit - Trübung, optische Verunreinigung
- Kristallisierung - Verfallsdatum
- Ausflockung - Etikett: Lösung und Konzentration

Infusionszubehör
Infusionsgerät, -system, -besteck:
- Schwerkraftinfusion (Kennzeichnung G) G = Gravität Schwerkraft
- Druckinfusion (Kennzeichnung P) P = Pressure Gegendruck
- Infusionssystem für Infusionsgeräte
Dosisregelsystem
- Passiv (Schwerkraft) - Aktiv (Pumpensystem)
- Dosifix - Extradrop oder Accudrop

Genauigkeit der Dosierung
- Wiederstand im Gefäß
- Höhenunterschied zwischen Patient und Infusion (min. 50 - 60 cm)
- Wiederstand im System
- Eigenschaft der Infusionslösung (Wasser / Blut)
- Belüftung des Infusionsbehälters
- Lummen des Venösenzugangs
- Lage des Venösenzugangs

Spezialzubehör
- Mehrfachverbindungsstück
- Mehrwegehähne, Hahn-Bank
- Verlängerungen
- Spezialsystem
- Infusionsfilter
- Filtern Luft, Fremdkörper, Bakterien raus, müssen alle 94 (4Tage die Systeme)
gewechselt werden

Vorbereitung der Infusion

- Nur unmittelbar vor dem Einsatz vorbereiten bzw. zumischen (max. 1 Std vor
Verabreichung)
- auf Kompatibilität achten (Verträglichkeit mit anderen Medikamenten)
- Unverträglichkeitsreaktionen in Form von Aussalzung, Ausflockung, Verfärbung uns. oder
verdeckte Reaktionen
- homogene Durchmischung (Med. darf nicht an der Flasche kleben)
Beigemischte Medikamente deutlich vermerken (mit rotem Etikett bekleben)

Vor jedem zumischen oder zu spritzen sind ausgeschlossen
- Blut & Blutderivate - Aminosäuren - Lösungen
- Fettemulsionen - Konzentrationslösungen zur Osmotherapie
- Konzentrationslösungen zur Korrektur des Säure - Basen - Haushaltes

Kanülen- & Kathetersysteme
Die Unterschiede richten sich nach der Lage des Katheters im Körper

- Periphere Verweilkatheter
- Flexüle
- Mandrin
- Verschlussklappe

- Dünnwandnadeln
- Butterfly
- Jelko

Komplikationen bei peripheren Kathetern
- Vene platzt - Paravasat
- Schmerzhafte Punktion - Thrombophlebitis
- Kunststoffkanüle löst sich nicht vorschieben

Überwachung eines Patienten mit Infusion
- läuft Infusion
- Geht es dem Patienten gut
• Zentraler Venenkatheter (ZVK)

Definition
Unter einen ZVK versteht man einen Katheter, der über die Periphere oder die Vene im Hals- und Schulterbereich gelegt wird und im Klappenlosen oberen Hohlvenensystem vor dem rechtem Vorhof positioniert wird.

Indikation für einen ZVK
- langfristige parenterale Ernährung
- wiederholte Verabreichung von hyperosmolare und / oder massiv vom pH abweichende
Lösungen (Blutstrom 2L / Minute)
- Korrektur des Säure - Basen Haushaltes (Osmo-Therapie)
- unzugängliche periphere Venen (z.B. im Schock)
- Notwendigkeit der ZVD - Messung
- Schleuse für ein Pulmonaliskatheter
- Implantation eines passageren Herzschrittmachers
- Dialyse bei fehlenden Shunt
- Zufuhr von hochwirksamen Medikamenten

Kontraindikation
- Gerinnungsstörungen
- große Strumen
- Frakturen im Bereich des Schultergürtels
- Pneumothorax auf der anderen Seite

Komplikationen

- Fehlpunktion - Pneumothorax
- Fehllage des Katheters - Infusionsthorax
- Luftembolie - Katheterembolie
- Bakterielle Kontamination

Vermeidung von Kontaminationsquellen
- Wechseln des Infusionssystem - Geschlossenes Infusionssystem
- Blutaspiration - Händedesinfektion
- Diskonektieren - Medikamente zusetzen

Verbandswechsel
- Sicht ermöglichen - Semipermeabler Verband
- je nach Bedarf - alle 3 Tage wechseln oder alle 7 Tage
• Arterielle Infusion

Indikation
- bei arterieller Durchblutungsstörung
- zur Zytostatikatherapie
- Fibrinolyse
- Offenhalten einer Arterie für direkte Blutdruckmessung und / oder BGA - Bestimmung

• Subkutane Infusion
- Vorbereitung (wie sonst auch, außer Butterfly und fixier material mitnehmen)
- Durchführung (Patient info., 1000ml 6 Std.)
- Nachbereitung (Doku, Kontrolle alle 30 min. liegt Nadel noch gut)
- Infusion Entfernen
• Bilanz

- Aufnahme von Wasser, Elektrolyten, usw. enteral und / oder parenteral
- Ausscheidung von Wasser, Elektrolyte usw. über Stuhl, Urin evtl. Sekret-Ableitung
- In einem bestimmten Zeitraum

Einsatz bei Patienten mit
- parenteraler Ernährung
- Ernährung mit Ernährungssonde
- Herz- & Nierenerkrankungen
- nach großen OP´s

Forme der Bilanz
- Positive Bilanz = Patient trinkt mehr und als er ausscheidet
- Negative Bilanz = Patient scheidet mehr aus als er trinkt
- Ausgeglichene Bilanz = Zufuhr entspricht der Ausfuhr

Zur Gesamtbeurteilung Ergänzend durch
- tägl. Gewichtskontrolle
- Temperatur
- ZVD - Wert