Only $2.99/month

Terms in this set (21)

• Störungen des Bewusstseins
- Erkennen: Der Verletzte ist nicht ansprechbar

- Gefahr: - Anatmen von Fremdkörpern
- Verlegung der Atemwege
- Atemstillstand

- Ursachen: - Störung der Atemwege oder des Kreislaufes
- Gewalteinwirkung auf den Kopf
- hirnbedingte Krampfanfälle
- Witterungsbedingte Einflüsse
- Folge von Erkrankungen z. B. Herzinfarkt


• Gewalteinwirkung auf den Kopf (Gehirnerschütterung / Schädel - Hirnverletzung / Schädelbasisfraktur
- Erkennen: - Kurze Bewusstseinsschwund
- Erinnerungslücke nach Wiederkehr des Bewusstseins
- Übelkeit
- Schwindel
- Kopfschmerzen

- Gefahren: - Bewusstlosigkeit & damit Anatmen von Fremdkörpern
- Atemstillstand
- Herz - Kreislauf - Stillstand
- Maßnahmen: - Wiederholte Kontrolle von Bewusstsein / Atmung / Puls
- Notruf
- zum liegenbleiben veranlassen, Lagerung nach Wunsch
- falls Wunde vorhanden Keimfreie Abdeckung

• Hirnbedingte Krampfanfälle (Epilepsie)

- Erkennen: - plötzlichen Hinfallen
- zuckende Bewegungen / Verkrampfung
- Bewusstlosigkeit

- Gefahr: Zusätzliche Verletzung

- Maßnahmen: - krampfende Armen & Beine NICHT festhalten
- Nach dem "Anfall", bei andauernder Bewusstlosigkeit & vorhandener
Atmung stabile Seitenlagerung
- beim Betroffenen bleiben
- wiederholte Kontrolle von Bewusstsein / Atmung / Puls

• Sonnenstich
- Erkennen: - hochroter, heißer Kopf
- kühle Körpertemperatur
- Unruhig
- Kopfschmerzen
- Übelkeit / Erbrechen
- Nackensteifigkeit
- Bewusstseinsschwund

- Gefahren: Bewusstlosigkeit

- Maßnahmen: - Betroffenen an einen kühlen Ort bringen
- Kopf hoch lagern
- Kopf mit nassen Tüchern kühlen
- wiederholte Kontrolle von Bewusstsein / Atmung / Puls
- Notruf
• Störungen der Atmung
- Erkennbar: - keine Atembewegungen sichtbar & fühlbar
- keine Atemgeräusche hörbar
- sichtbare Verlegung der Atemwege
- bläulich - blasses Aussehen insbesondere der Lippen & der Ohrläppchen

- Gefahr: Tod durch Sauerstoffmangel (abhängig von der Umgebung ob schnell oder
langsam)

Ursache für einen Atemstillstand: Gewalteinwirkung auf den Kopf, Einwirkung von
elektrischem Strom , Vergiftung

- Maßnahmen: Sofortiger Beginn der Atemspende Mund - zu Mund oder Mund zu Nase

Beenden der Atemspende: - die Atemspende war erfolgreich
- der Hautfarbe / Bewegungen des Patienten
- fachliche Hilfe ist da
- Anordnung des Arztes

• Kreislaufstillstand
- Ursachen: - Herzinfarkt
- primärer Atemstillstand
- Vergiftung (Nikotin)
- Elektrounfall
- starker Blutverlust
- Versagen eines Schrittmachers

- Maßnahmen: - Durchführen der Herzdruckmassage
- An der Seite des Verunfallten knien
- Brustkorb zum Aufsuchen des Druckpunktes freimachen
- Aufsuchen des Schwertfortsatzes mit einem Finger
- Aufsetzen des Handballens

- Gefahr: - Druckpunkt zu hoch / Sternumfraktur
- Druckpunkt zu tief, Schädigung von Leber & Milz
- Druckpunkt seitlich verschoben, Gefahr von Rippenfrakturen

Beenden der CPR (Cardiopulmonale Reanimation)

- Eigenschutz / Erschöpfung
- Auf Anordnung des Arztes
- Eintreffen Qualifizierter Helfer
- Patient zeigt Lebenszeichen
• Verbrennung / Verbrühung

- Maßnahmen: - bestehende Kleiderbrände löschen
- bei Verbrühung Kleidung entfernen
- Kaltwasseranwendung (solange wie möglich)
- Schockbekämpfung
- Keimfreie Bedeckung
- Wärmeerhaltung
Macht und Hierarchie erleben und damit umgehen
(TB 10.1.02)

• Macht

Altdeutsch = können, Fähigkeit
Lateinisch: potential = können

Definition
"Durch äußere oder in einem Menschen liegende Umstände gegebene Möglichkeit, auf einen oder mehrere andere Menschen innerhalb gemeinsamer sozialer Zusammenhänge Einfluss auszuüben und ihr bzw. ihnen gegenüber den eigenem Willen durchzusetzen". (Weber)

Machtausübung
- Personen - Gruppen - Organisation Bzw. Staat

Ohnmacht
- Macht der Sprache (Art der Tonlage / Zeitpunkt z.B. Patient hat Schmerzen)
- Nonverbale Sprache - Die Macht des Körpers
- Macht des Wissens


Instrumente der Macht
- Überzeugung - Manipulation - Zwang

Machtausübung in Gruppen
- Machtorientierter Typ (Dominant, Befehle geben)
- Zuwendungsorientierter Typ (Aufmerksamkeit, Lob )
- Rationaler - orientierter Typ (mag keine Emotion und macht konkret sein ding)

Formen der Macht
- Macht durch Legitimation
- Funktional: es wird ein Befehl ausgesprochen
- normativ: ich mach es, weil es mein Pflicht ist
- Macht durch Sachkenntnis
- Macht durch Sympathie (Anerkennung)
- Macht durch Belohnung
- Macht durch Bestrafung
• Autorität

Lateinisch: "euctoritas" = Ansehen, Wünsche, Macht

Autorität
1. Person vom hohem Rang, Ansehen oder Kompetenz

28. Kompetenz oder Einfluss (Macht), die eine Person zur Durchsetzung ihrer Wünsche oder Forderung gegen andere Person einsetzt, in der Regel auf Leistung, Persönlichkeit, Überzeugungskraft oder Tradition beruhend.

Formen der Autorität
- Formelle Autorität (hierarchische Position)
- Fachliche Autorität
- Persönliche Autorität

• Autoritätsglaubwürdigkeit
• Erbrecht
Erbfolge

- Gesetzliche Erbfolge = Hinterlässt der Verstorbene keinerlei Reglung über sein Vermögen,
bestimmt das Gesetz wer was bekommt.
Testamentarische Erbfolge = Hier bestimmt der Verstorbene zu seiner Lebenszeit durch ein
Testament oder eine Erbvertrag, wer sein Erbe sein soll

1. Grundprinzipien des Gesetzlichen Erbfolge

= Hier gelten nur (Bluts-)Verwandte, (= Kinder, Eltern, Geschwister), adoptierte Kinder.

- Ordnungsprinzip = Einteilung der Blutsverwandten in Ordnungen
- Stammprinzip = Innerhalb der Ordnung
- Repräsentations-Prinzip = Vorrang des nähren Verwandtes vor den entfernteren
Verwandten

1. Ordnung = Abkömmlinge des Verstorbenen und deren Abkömmlinge
2. Ordnung = Eltern des Verstorbenen und deren Abkömmlingen
3. Ordnung = Großeltern des Verstorbenen und deren Abkömmlinge
4. Ordnung = Urgroßeltern des Verstorbenen und deren Abkömmlinge
5. Ordnung = Fernere Voreltern und deren Abkömmlinge

2. Ehegattenrecht
A) Der Ehegatte erbt je nach Vorhandensein von Verwandten anderer Ordnung sowie
nach dem vereinbarten Güterstand
B) Neben Verwandten der 1. Ordnung zu ¼
C) Neben Verwandten der 2. Ordnung oder Großeltern zu ½
D) Bei höheren Ordnungen zu 1/1
E) Bei Gütertrennung erb der Ehegatte jedoch mindestens soviel wie jedes Kind
F) Bei Gütergemeinschaft erbt der Ehegatte zu ¼ , ½ oder 1/1 am Gesamtgut des
Verstorbenen
G) Bei der Zugewinngemeinschaft Erhöhung des Ehegattenerbteils um ein weiteres ¼

3. Pflichtanteil / Pflichtteilanspruch
Der Pflichtteilanspruch beträgt ½ des gesetzlichen Erbteils; zu prüfen ist also, zu welchem Bruchteil der Pflichtteilsberechtigte bei gesetzlicher Erbfolge geerbt hätte.
4. Grundprinzip des gewillkürten Erbfolge

1. Testament = Eigenhändig geschrieben, unterschrieben
- ist ein Notar oder Zeige nicht nötig !
- immer das Letzte Testament von Mehreren (Datum!) gilt

- Formelle Voraussetzung : - Testierfähigkeit
- Höchstpersönliche Errichtung
- Formen: - Eigenhändiges Testament:
handschriftlich, eigenhändig
Unterschrieben
- Notarielles Testament
- Nottestament

- Materielle Voraussetzung: - Testamentserrichtungswille
- Inhalt
- Auslegung des Testamentes
- evtl. Nichtigkeit des Testamentes
2. Gemeinschaftliches Testament
- Formelle Voraussetzung: - Gilt nur für Ehegatten
- Gemeinsamer Testierwille
- Form (=Unterschrift von beiden Ehegatten)

- Materielle Voraussetzung : - Berliner Testament (=wenn beide Ehegatten
Sterben wird ein Dritter das Erbe bekommen
- Wechselbezügliche Verfügung
- Wiederverheiratungsklausel (= Berliner Testament
mit dem Zusatz das der Ehegatte das Erbe an ein
Dritten weiter gibt.

3. Erbvertrag
- Formelle Voraussetzung: - Volle Geschäftsfähigkeit des Erblassers
- höchstpersönliche Errichtung
- Zur Niederschrift eines Notars
- Gleichzeitige Anwesenheit beider Teile beim
Notar

- Materielle Voraussetzung: - wie beim Einzel- Testament

- Rechtsfolgen: Es besteht eine Bindungswirkung bezüglich der vertragsgemäßen
Verfügung; alle anderen Verfügungen sind frei widerruflich

4. Geschäfte auf den Todesfall
A) Schenkung des Erbens = die noch zu Lebenszeit vollzogen wurden sind völlig
gültig
B) Schenkungsversprechen von Todes wegen (Ist gültig wenn es im Testament
steht)
C) Verträge zugunsten Dritter auf den Todesfall (Z.B. bei einer
Lebensversicherung)
5. Besonderheit: Nottestament
- vom Notar
- Vom Bürgermeister
- Vor 3 Zeigen (sog. 3-Zeugen Testament)

6. Besonderheit: 3 Zeugen Testament
Voraussetzung: - Testierfähigkeit des Sterbenden
- Sterbender in naher Todesgefahr

7. Inhalte eines Testamentes
- Erbeinsetzung (Wer)
- Teilungsanordnung (Wer soll was / wie viel erhalten)
- Vermächtnis (eine Person die kein Erbe ist, bekommt eine bestimmten Gegenstand)
- Auflagen (Erbe oder Vermächtnis Nehmer sollen bestimmte Leistungen erbringen)

8. Erbunwürdigkeit

9. Erbverzicht
- Durch einen Vertrag kann auf ein gesetzliches oder gewillkürtes Recht aus einer Erbschaft verzichtet werden.

10. Rechtsstellung des Erben
- Alle Rechte und Pflichten gehen auf den Erben über auch Schulten
- Der Nachlass geht als Ganzes zum Todeszeitpunkt auf den Erben über

11. Erbschein
- Auch wenn erst nach einen Jahr des Toten ein Testament gefunden wird, tritt es erst ab dann in Kraft.
Mit Nähe & Distanz umgehen
(TB 10.1.05)
Nähe und Distanz sind zwei Gegenpole im ständigen Wechselspiel, Nähe vermitteln heißt, da sein, zuhören, Zeit haben aber auch Körperliche Nähe geben wie z.B. die Hand halten oder den Arm berühren.
Distanz ist gleichbedeutend mit Abstand, Entfernung, Lösung oder Rückzug. Ich gewinne Abstand, ziehe mich zurück und kann so einen anderen Menschen aus einem anderen Blickwinkel sehen.
Distanz - Zonen
1. Intimer Raum = ca. 50cm
2. Persönlicher Raum = ca. 1m
3. Sozialer Raum = ob man durch darf
4. Öffentlicher Raum = auf der Straße

Merksatz!!
Für jeden Patienten in jeder Situation muss der Zutritt zu ihm besprochen &verhandelt werden. Die sicherste Methode ist es, als ob er die empfindlichste Person überhaupt wäre.
Angst, Aggressionen und Abwehr
(TB 10.1.06)
• Angst

- Lateinisch: angustia = Enge

Definition
Ein Stresszustand von unterschiedlicher Intensität als Antwort auf eine wahrgenommene Bedrohung. Angst ist eine primäre Emotion.

Psychische Symptome der Angst
- fühlen sich bedrückt, verunsichert & allgemein bedroht
- depressive Verstimmung, Pessimismus, Niedergeschlagenheit
- dauernde Unruhe, schlechter schlaf, Angstträume
- Gereiztheit
- Erstarrung
- Aufmerksamkeit & Konzentration können gestört sein

• Aggression

Lateinisch: Aggressio = Angriff

Definition
Bezeichnung für Verhaltensweisen, die zur Realisierung individueller oder kollektiver Verhaltensvollzug mit Drohung, Zurückdrängung physischer Beeinträchtigung oder gar Tötung des Gegners verbunden sein können, daher vielfach mit direktem Angriffsverhalten verbunden sind

Eskalationsphasen

Auslösephase
= Anspannung zeigt sich in bedrohlicher Körperhaltung

Eskalationsphase
= Der Angreifer verhält sich direkt bedrohlich

Krisenphase
= Der Täter verliert die Selbstkontrolle, greift körperlich an

Erholungsphase
= Körperspannung und Stimme normalisiert sich

Depressionsphase
= Körperliche erschöpft kann der Täter sich entschuldigen

Aggressionstherapie

-Triebmodell nach Freund (1920)
- Todestrieb (Thanatos)
- Lebenstrieb (Eros)
- Der Aggressionstrieb ist der nach außen gerichtete Todestrieb

- Konrad Lorenz (1963)
- Angeborener Kampftrieb von Mensch auf Tier


Biologischer Aggressionstheorie
- Triebtheorie
- Instinkttheorie
- Neurohormonale Theorie

Psychologische Aggressionstheorie
- Psychophysiologische Theorie
- Frustration - Aggression - Hypothese
- Lerntheoretische Aggressionsmodelle
- Motivationstheorie
- Tiefenpsychologischer Ansatz


Umgang mit Aggression
- Enttabuisierung - Reflexion ethischer Prinzipien
- Opfer - Täter - Verhalten einschätzen - Aggression in positive Energie wandeln
- Energiepotential konstruktiv nutzen - Aggression Selbstschutz
- Aggressionsfördernde Abläufe reduzieren - Rollenspiel / Supervision
- Burnout Prophylaxe

Aggressionsverstärkende Faktoren
- Stress - Drogen - Hitze
- Spiele, Filme - Anabolika - Vorurteile

Aggressionsvermeidende Faktoren
- Kälte - Freunde - Sport
- Bildung - Kommunikation
Helfen & Hilflos sein
(TB 10.1.09)

• Stress

Definition
Stress ist eine angeborene oder erworbene Aktivierungsreaktion des Organismus auf Stressoren, also auf innere und äußere Anforderungen. Der Sinn der Stressreaktion ist die Lebenserhaltung durch einen Angriffs- oder Fluchtmechanismus, der reflexartig, wenn eine Herausforderung oder Bedrohung erlebt wird.
Stressreaktionen

Körper: - Herzklopfen - Appetitlosigkeit
- Übelkeit / Erbrechen - Schwitzen
- Bauchschmerzen - Zittern
- Durchfall - Stottern

Gefühle: - Angst - Trauer
- Unsicherheit - Hilflosigkeit
- Ärger - Unzufriedenheit

Gedanken: - Black out
- Konzentrationsschwierigkeiten

Verhalten: - Hektik, Ungeduld - Nervosität
- Gereiztheit & Aggressivität

Stress produzierende Gedanken
- Alle sollen mich für immer Lieben - Ich muss perfekt sein
- Ich werde es nie schaffen, mich zu ändern
- Ich werde nur anerkannt, wenn ich die Schönste bin


Anzeichen für Unterforderung
- man fühlt sich häufig unwohl - man ist gelangweilt und wenig motiviert
- die Leistung ist schlecht - Leichtsinnfehler treten auf
- man läuft "untertourig"

Im Bereich der mittleren Stressdosis
- fühlt man sich wohl - machen Arbeit und Freizeit Spaß
- treten nur wenige Stressreaktionen auf - man fühlt sich angespannt
. Zeigt man gute Arbeitsergebnisse

Anzeichen für Überforderung
- man fühlt sich überfordert - man zeigt zunehmende Stressreaktionen
- man wird planlos oder resigniert - die Leistung wird immer schlechter
- Fehlen häufen sich - die Krankheitsanfälle steigen

Stressbewältigung

Kurzfristige Lösungen: - Entspannung - Entlastung suchen
- Pause - Sich abreagieren
- Gespräche

Langfristige Lösungen: - Stressbewältigung - Einstellungsänderung
- Ursachen beseitigen - Problemlösung
- Zeitmanagement
Therapie
- Suppervision - Psychotherapie

Präventive Intervention

- Entlastung im Team: - Austauschen, Feedback, Supervision

- Arbeitgeber , Institut: - Arbeitsschutzgesetz, Betriebsräte, Berufsgenossenschaft

- Partizipation: - Mitarbeiter sollen mit Entscheidungen treffen, Weiterbildung,

- Individuell: -regenerieren, Ausgleich über Entspannung, Sport, Musik, Hobby

• Mobbing

Definition
Mobbing ist eine schikanöses Verhalten oder auch negative kommunikative oder feindselige Handlung einer oder mehrere Personen über einen längeren Zeitraum, mit der Absicht, das Opfer im Ansehen zu Schädigung oder aus einer Position zu vertreiben.

1. Angriff auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen
- Man wird ständig unterbrochen
- Kontaktverweigerung durch abwertende Blicke oder Gesten

2. Angriff auf die sozialen Beziehungen
- Man lässt sich nicht ansprechen - Man wird wie Luft behandelt
3. Angriff auf das soziale Ansehen
- Man verbreitet Gerüchte
- Man macht jemanden lächerlich, imitiert Gang, Stimme

4. Angriff auf die Berufs- und Lebenssituation
- Man gibt dem Betroffenen keine Arbeitsaufgaben zu oder gibt ihm Sinnlose Aufgaben

5. Angriff auf die Gesundheit
- Zwang zur gesundheitsschädigenden Arbeiten
- Man richtet Schaden am Heim oder Arbeitsplatz des Betroffenen an

5 Phasen von Mobbing

1. Phase: Am Anfang stehen Konflikte, die nicht oder nur unzureichend bearbeitet werden und
um die sich Vorgesetzte nicht kümmern.

2. Phase: Die Lage eskaliert zu Mobbing & Psychoterror

3. Phase: Es kommt zu Rechtsbrüchen & Übergriffen

4. Phase: Überlebenskämpfe & Krankheit folgen

5 Phase: Am Ende steht die Ausgliederung aus der Arbeitswelt

Maßnahmen die der Betroffene selbst durchführen kann

- Grenzen setzen & aus dem Spiel Mobbing aussteigen

- Sich persönlich stabilisieren

- Auf objektive Veränderungen am Arbeitsplatz hinwirken
Formen des Alkoholismus

- Erleiterungstrinker (Alpha - Alkoholismus)
Wollen mit dem Alkohol ihre Probleme lösen - von Fall zu Fall, behandelt aber auch
nach Jahre die Freiheit aufzuhören

- Gewohnheitstrinker (Beta - Alkoholismus)
Trinken regelmäßig bis häufig. Obwohl körperliche Schäden entstehen können, bleibt die
Freiheit zum Aufhören.

- Gamma - Alkoholismus
Die Krankheit durchläuft 4 Phasen (nach Jellinke)
1. Voralkoholische Phase
2. Prodomalphase (Beginn des Kontrollverlustes)
3. Kritische Phase (Ausgedehnte Rauschzustände)
4. Chronische Phase

- Spiegeltrinker (Delta - Alkoholismus)
Sind körperlich anhängig und fühlen sich schlecht, wenn der Alkoholspiegel sinkt. Der
Stoffwechsel passt sich dem Alkohol an. Über viele Jahre kann eine bestimmte
Trinkmenge kontrolliert werden.

- Quartals Trinker (Epsilon - Alkoholismus)
Haben regelmäßig ihre Krisentage mit Gereiztheit, Unruhe und zwanghaften Denken an
Alkohol. Dann wird oft tagelang getrunken ohne selbst Kontrolle.

Das Krankheitsbild "Alkoholismus" verstehen
- Betroffene sind oft die Letzten, die ihre Krankheit wahr nehmen können

- Die Diagnose über die Erkrankung stellt der / die Betroffene selbst. Alkoholkranke können oft
nicht aufhören wollen

- Mit Schuldgefühlen und Selbstvorwürfe werten sich Alkoholkranke selbst ab

- Alkohol wirkt wie eine Krücke. Die Aussicht diese "Lebenshilfe" zu verlieren, setzt große
Energie frei

Den Alkoholismus Fördernde Faktoren
- Gewöhnung des Körpers an den Suchtstoff durch längeren Missbrauch

- Teufelskreis von Problemen - Trinken - Ernüchterung - größere Probleme

- Leichte Verfügbarkeit

- Persönliche Veranlagung (z.B. Selbstunsicherheit)

- Genetische Disposition (die mit dem ersten Schluck verbundene Erinnerungen löst den
nächsten aus - eine Art "Belohnungssystem" des Gehirns)

- Trinkrituale (im Verein, Familie)

- (Elterliche) Vorbilder

- Problematisches Lebens- & Arbeits- Situationen (Z.B. Risikoberufe wie Pilot, Ärzte, Pfarrer-
Schichtarbeiter, Vertrete)
Den Beruf im Gesundheitswesen positionieren
(TB 10.4.02)
• Professionalisierung

Begriff der Berufssoziologie
- Bezeichnet den Entwicklungsprozess der Eigenständigkeit von Berufen & ihrer
gegenseitigen Abgrenzung-

Dazu gehören zwei Zentrale Entwicklungen
- Der Prozess der Ausgliederung von Aufgaben aus dem Familienverband oder der
Verantwortung ehrenamtlich Tätiger in eigene Organisationsstrukturen, in denen
Fachkräfte Tätig sind, die sich eine Ausbildung angeeignet haben und ihre Arbeitskraft
gegen materielle Entschädigung zur Verfügung stellen.
- Der Vorgang der Auffächerung weniger Grundberufe in abgegrenzte Tätigkeiten mit
eigener Berufs- und Funktionsbezeichnung.

Professionen sind gekennzeichnet durch
- Ausbildungshöhe
- Gesellschaftliches Ansehen & Einflüsse
- Fachautorität
- Anwendung systematische Wissens
- Weitgehende Autonomie bei der Gestattung der Berufsvollzüge
- Vertrauenswürdigkeit der Dienstleistung
- Kontrolle durch Gremien, die von Angehörigen des Berufes gebildet werden

• Pflege als Professionelles Handeln

Grundlagen NICHT professionellen Handeln
- Tradition & Gewohnheiten
- persönliche Erfahrungen
- Objektivierung des Klientels
- Versuch & Irrtum
- Logische Schlussfolgerungen

Grundlagen professionellen Handelns
- Wissenschaftliches Wissen aus der eigenen Disziplin, das einen regelgeleiteten
Entscheidungs- und Begründungszusammenhang herstellt

- Erkentnissgeleitetes Fallverstehen
- Anerkennung des subjektiven Betroffenheit des Klientels & Autonomie ihrer Lebenspraxis
- Reflektierter Umgang mit Begründungs- und Entscheidungszwängen

• Position

Definition
Lat.: Stellung, Stelle im Beruf
Positionierung = Einordnen in eine bestimmte Stellung bringen
Pflegerisches Handeln in ethischen Grenzsituationen reflektieren (TB 10.5.02)

• Ethik

Definition
Ethik ist die Theorie bzw. Wissenschaft der Moral. Sie reflektiert, prüft und kritisiert die herrschende Moral & untersuchtGrundlagen

Grundlagen

Ethik (grich. Ethos) = Gewohnheit, Charakter, Sinnesart
- Ethik als Zweig der Philosophie
- setzt sich in Theorie und Prinzipien moralischen Denkens & Handelns auseinander
- Ethik ist das nachdenken über die Moral

Moral (lat. Mos oder mores) = Sitte
- Moral= Gesamtbezeichung für Werte, Normen & Rituale, welche im Alltag als verbindlich
akzeptiert sind
- Moral ist: - an die Lebenswelt und
- an Kultur gebunden
- Moral bestimmt die Grenzen dessen, was getan werden darf und was nicht
- Anspruch an die Moral ist der, das Grenzen immer erklärbar und Gesetze immer gegenüber
sein sollen

Ethiker ergründen

- nach welchen Normen sich menschliches Handeln richtet
- wie es gerechtfertigt wird
- was gut Verhalten sein können
- wie dieses erkennbar wäre

Merke
Ethik ist abstrakt & betrachtet distanziert, sie lehrt keine Urteile sondern das Urteil selbst.

Ethische Ansprüche & Vereinbarungen haben ein Soll-Charakter, kein Muss-Charakter, wie beispielweise Gesetze

- Der Handelnde hat immer Rahmen seiner persönliches Verantwortung die Wahl, welche
Handlungen er ausführt, und welche er unterlässt.
- Ethisches Verhalten bedeutet, eigene Abschnitte & Folgen der Handlung auf Grundlage
ethischer Prinzipien zu reflektieren.
- Zu entscheiden, ab ein Handeln „gut" oder „böse" ist, ist eine Aufgabe der Moral, nicht der
Ethik.
Merke
Moral ist üblicherweise normativ (bewertend) und Entscheidet ob Handlungen „gut "oder „böse" sind.

• Ethisches Kompetenz

Beinhaltet
- Fähigkeit zur Reflektion, Formulierung & Begründung der moralischen Orientierung
- die Fähigkeit zum Erkennen moralischer Probleme in der eigenen Praxis
- Urteilsfähigkeit, Diskussionsfähigkeit
- die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel
- Konflikt- und Kompromissfähigkeit
- Wachheit und Mut, auch tatsächlich moralisch zu handeln und für die Rahmenbedingungen
des eigenen Handelns Mitverantwortlich zu übernehmen
• Grundziel der Ethik

- Das Grundprinzip der Ethik ist die (moralische) Freiheit des Einzelnen in der Gesellschaft.
Daraus lassen sich folgende moralisch-ethische Fragen stellen
- Was ist gutes und richtiges Handeln in der Pflege?
- Warum sollen wir alte, pflegebedürftige oder sterbende Menschen pflegen?
• Ethische Prinzipien

- sind Maßstäbe, die wir unsere moralischen Urteilsbildung unterlegen
- Erheben den Anspruch aus sich selbst heraus gut zu sein
- Eine frühe Formulierung von ethischen Prinzipien die 10 Gebote
- Grundsatz: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
- Binden für Pflegekräfte ist der Ethikcode der ICN (Internationaler Council of Nursing)
Ethische Prinzipien nach M. Rabe 2008

- Autonomie : Wirkungsfreiheit, Selbstbestimmung
- Würde: abstrakter Wert, der die Qualität des Handeln & Seines eigenen Menschen bezeichnet
- Fürsorge: Sorge für eine andere Person
- Gerechtigkeit: Idealer Zustand des sozialen Miteinanders, indem es einen angemessenen &
einforderbaren Ausgleich der Interesse gibt
- Verantwortung: Fähigkeit zur bewussten Entscheidungen
- Dialog: Mündlich oder Schriftlicher Austausch zwischen zwei oder mehreren Personen
• Ethische Entscheidungsfindung

- Prinzpell kann man Entscheidungsmöglichkeiten aud der intuitiven oder kritischen Ebene
betrachten
- Moralsiche Entscheidungen des Einzelnen werden meist intuitiv getroffen
- in beruflichen Situationen müssen Entscheidungen vom Team getroffen werden
- Für Fallbesprechungen ethischer Fragestellungen gibt es verschiedene Ansätze
• Ethische Intuition
Themenbereich 11

Texte gestalten & präsentieren
(TB11.1.04)
Medienkunde

Medien = vermittelnde Elemente

Arten von Medien
- Tafel / Whiteboard - Plakate - Tageslichtprojektor / OHP
- Experten einladen - Computer - Flip-Chat
- Rollenspiele - Videos - Tonband / Kassette / CD´ s
- Pinnwand - Dia-Projektor - Modelle
- Handout - Skripte - Vortrag
- Arbeitsblätter

Leitfaden für eine Präsentation
1. Begrüßen
2. Vorstellung
3. Grund der Präsentation
4. Verlauf erläutern
5. Regeln für Zuschauer
6. Vortrag (Langsam & deutlich sprechen)

Feedback - Regeln

- Spricht per ich und nicht per man
- Wahrnehmungen & Gefühle beschreiben, nicht bewerten oder interpretieren
- Möglichst konkrete Beobachtungen auf das Hier und Jetzt
- Auch positive Punkte nennen
- Fragen mit Begründung
- Appellieren nicht, keine Ratschläge geben
- sei offen & ehrlich
- Benutze keine "Killerphasen"

Killerphasen
Es sind tötende Sätze im wörtlichen Sinne, denn diese wirken wie Minuten.

Das Protokoll
- ABM oder unabdingbares Instrument im Unternehmen

Warum Protokolle
- Beweismittel wenn irgendwas bewiesen werden muss
- Eine Chronik, die uns selbst - zur Erinnerung später und als Arbeitsunterlage für die nächste Besprechung - aber auch Nachfolgern zu Erfassung der ursprünglichen Überlegungen dient
- Eine Informationsmittel für Abwesende & für andere am Besprechungsergebnis Interessierte
- Ein Spiegel: Einerseits erlaubt das Protokoll den einzelnen Teilnehmen, Auffassungsdifferenzen & unklar eigene Ausdrucksweise zu erkennen & zu korrigieren
Systeme der sozialen Sicherung im pflegerischen Handeln einbeziehen (TB11.2.02)

Das deutsche Sozial- & Gesundheitssystem
- Das System der sozialen Sicherung: gesetzliche Entwicklung, gegenwärtige Struktur,
gesellschaftliche & individuelle Bedeutung
- Prinzipien sozialer Sicherung: Sozialstaatprinzip, Solidaritäts-, Subsidiaritäts- und
Äquivalenz Prinzip, Sozialversicherungspflicht
- Die Alters- & Hinterbliebenen-, Arbeitslosen-, Kranken-, Pflege-, Unfall-, Berufs- &
Erwerbsunfähigkeitsversicherung: Beitragszahlungen, Leistungen, Träger, Kassenarten
- Aufbau des Gesundheitssystem: Vor- & Nachteile der Integration
- Der öffentliche Gesundheitsdienst
- Die Freie Wohlfahrtspflege

Die Besten Wohlfahrtsverbände (Stand 2003)
- Arbeiterwohlfahrt (AVO)
- Deutsche Caritasverband (DCV)
- Deutsches Rotes Kreuz (DRK)
- Der paritätische Wohlfahrtsverband
- Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland (DW der EKD)
- Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST)

Die Geschichtliche Entwicklung der Wohlfahrtspflege

- ca. 1917 / 1918 Gründung der Liga der Freien Wohlfahrt

Ihr gehören an:
- 1833 Gründung der Inneren "Mission" (Diakonisches Werk) durch J.H. Wichern
- 1897 Gründung des "Caritasverband" dazu gehört Malteser Dienst
- 1917 Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland
- 1921 Deutsches Rotes Kreuz e.V.
- 1924 Fünfter Wohlfahrtsverband
- 1933 Auflösung der Liga
Nach
- 1945 "Anerkannte Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege" - Bundesarbeitsgemeinschaft
- als 6 Wohlfahrtsverband kommt die
- 1919 Gegründete Arbeiterwohlfahrt dazu

5 Säulen der Sozialversicherung
- Krankenversicherung (50% AG und 50% AN)
- Pflegeversicherung (50% AG und 50% AN)
- Rentenversicherung (50% AG und 50% AN)
- Arbeitslosenversicherung (50% AG und 50% AN)
-Unfallversicherung (100% AG)