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Drugs

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Welche 4 Wege der EInnahme von Drogen gibt es?
Oral, Injektion, Inhalation und Absorption durch die Schleimhäute der Nase des Mundes und des Rektums
Wie nennt man das Phänomen, dass man nur gegen erlebte Effekte des Drogenkonsums eine Toleranz aufbaut?
kontigente Toleranz
Nennen Sie ein typisches Beispiel für die Entzugserscheinungen eines Narkoleptikas und eines Antikonvulsiva
Narkoleptika: Insomnia
Antikonvulsiva: Konvulsionen
In welchen 2 Wegen geschieht die Drogenaufnahme durch orale Einnahme? Welche Vor- und Nachteile hat dies Einahme?
1. Absorbation im Magen und dann ins Blut
2.Absorbation im Darm und dann ins Blut

Vorteil: Einfachheit des Zugangs und relative Sicherheit
Nachteil: Unberechenbarkeit durch Variablen wie Menge und Art der Nahrung
Welche Injektionsarten gibt es? Welche ist die schnellste und welche Probleme hat diese?
SK ins Fettgewebe
IM in große Muskeln
IV (intravenös) in Vene

IV am schnellsten, nach IV kann einer Auswirkung von z.B. Überdosis oder Allergie nicht mehr entgegengewirkt werden
Wo wird die Droge bei der Inhalation aborbiert? Was sind die Nachteile?
Über das Kapillarnetzwerk

Dosis schwer zu kontollieren und Schädigungen an der Lunge
Was versteht man unter einen ineffektiven Droge?
Eine Droge, die nicht die Blut-Hirn Schranke überwinden kann
Inwiefern wirkt eine Droge diffus? Inwiefern spezifisch?
diffus: Wenn sie auf neuronale Membranen im gesamten Nervensystem wirken.

spezifisch: wirkt spezifisch auf bestimme synaptische Rezeptoren, indem sie Synthese, Transport, Freisetzung oder Deaktivierung bestimmer Neurotransmitter beeinflusst
Wie wird die Wirkung von Drogen beendet? Wie nennt man diesen Prozess? Inwiefe
Über Enzyme, die von der Leber synthetisiert werden. Diese Enzyme stimulieren die Umwandlung von effektiven zu ineffektiven Formen der Droge. So können Drogen nicht mehr die Blut-Hirn Schranke überwinden. Dieser Prozess wird Metabolisierung der Droge genannt.
Beschreiben Sie die Dosis-Wirkungskurve. Inwiefern verschiebt sich diese bei zunehmenden Toleranz?
Nach recht: (1) Dosis hat nicht mehr so starken Effekt und (2) höhere Dosis muss für den selben Effekt eingenommen werden
Welche 3 Phänome sind bei der Drogentoleranz zu beachten?
Die Toleranz gegenüber einer bestimmten Drogen kann die Toleranz gegenüber einer anderen weiteren Droge zur Folge haben--> KREUZTOLERANZ

Drogenzoleranz gegenüber einer Droge beschränkt sich meißt auf einen Teil der Wirkungen und nicht auf alle. So kann die Toleranz gegenüber einer Wirkung zunehmen und die SENSITIVITÄT gegenüber einer anderen Wirkung auch zunehmen

Es gibt keinen zentralen Mechanismus der für Dorgentoleranz zuständig ist. Verschiedene Arten von adaptiven Veränderungen können geschehen
Auf welchen 2 Arten der Veränderung beruht Drogentoleranz?
metabolische Toleranz: Veränderung die die Menge der Droge an Wirkungsorten reduziert

funktionelle Toleranz: Veränderung die die Reaktivität der Wirkungsort reduziert, Umbau der Rezeptoren --> Rezeptoren werden ineffektiv
Machen Sie Entzugserscheinung anhand einer Graphen deutlich
1. Der Drogenwirkung wird eine adaptive neuronale Veränderung entgegengesetzt
2. Wenn Drogenwirkung aufhört, manifestiert sich diese neuronale Veränderung, meißt in Form der entgegengesetzten Wirkung der Droge.
Bsp: bei Schlafmittel mit Insomnie
Was versteht man unter kontigenter Toleranz? Wie werden diese Toleranzen experimentell untersucht? Machen Sie diese an dem Experiment von Pinel fest.
Man entwickelt nur Toleranz gegenüber Drogenwirkung, die man wirklich erlebt.

Vorher-Nachher-Design: Einer Gruppe von Ratten wird stets vor einer konvulsiven (krampfauslösende) Stimulation Alkohol verabreicht, der anderen Gruppe Alkohol nach der Stimulation. Alkohol wirkt antikonvulsiv. Am Ende des Experiment wurden beiden Ratten vor der Stimulation Alkohol verabreicht. Es hat sich gezeigt, dass nur die Gruppe die den konvulsiven Reiz während des Alkoholeinflusses erlebt hat eine Toleranz gegenüber der antikonvulsiven Wirkung des Alkohols aufgebaut hat. So hat die tolerante Gruppe die (Alkohol erst) den konvulsiven Reiz gespürt, die intolerante Gruppe (Alkohol später) nicht
Was versteht man unter situationsspezifität der Drogentoleranz? Beschreiben Sie hierzu ein Experiment
Eine Toleranz kommt nur dann zur Wirkung, von sie in der selben Situation zum tragen kommt, in der die vorherigen Wirkung passierten.

Einer Gruppe von Ratten wurde im Testraum Alkohol verabreicht und im Kolonieraum eine Kochsalzlösung. Der anderen Gruppe umgekehrt.
Es hat sich gezeigt, dass die Toleranz gegenüber der thyperthermischen Wirkung von Alkohol nur im Raum aufkam, indem die Gruppe zuvor Alkohol erhalten hat. --> situationspezifische Drogentoleranz
Machen sie kondtionierte Drogentoleranz am Beispiel von Nikotin fest.
Eine Zigarrette in einem ungewohnten Labor löst deutlich höhere Hautleitfähigkeit und Herzrate aus
Inwiefern sind konditionierte kompensatorische Reaktionen mit Entzugserscheinungen gleichzusetzen?

Durch welche 2 Arten von Hinweisreize kann eine k. k. Reaktion ausgelöst werden?
Eine k. k. Reaktion verursacht gegenteilige Effekt zur Droge, sowie Entzugserscheinungen. Sie werden allerdings durch konditionierte Hinweisreize verursacht und nciht durch das ausbleiben der Droge

exterozeptive Reize: Umwelt
interozeptive Reize: Gefühle oder Rituale
Welche Art von Theorien beschreibt die Drogensucht am aktuellsten? Erläutern sie diese.
positive Anreiztheorien der Sucht: in den meißten Fällen von Abhängigkeit ist das Verlangen (Craving) nach den positiven Effekten der wichtigste Faktor und nicht die entstehenden Entzugserscheinungen die befriedigt werden wollen
Beschreiben Sie die Anreiz-Sensitivierung-Theorie
Positiver Anreizwert (positiver Verstärkerwert) wird durch chronischen Drogenkonsum sensitiviert, wohingegen das reale positive Gefühl (hedonischer Wert) durch Toleranz abschwächt. So entsteht ein Verlangen gegenüber dem imaginierten Anreiz ( obwohl die Wirkung garnicht mehr so doll ist.
Zwischen welchen beiden Werten besteht oft eine Diskrepanz bei Süchtigen?
Positiver Verstärkerwert, antizipierter Lustgewinn
hedonsicher Wert, tatsächlicher Wert
Welche 3 Faktoren haben einen starken Einfluss auf einen Rückfall?
Stress

Drogen Priming: das, nach einer Abstinenz, erneute Ausprobieren einer Droge

Exposition gegegnüber Hinweisreizen, die mit dem vorherigen Drugenkonsum assoziiert sind
Wie definieren Ramsay und Woods die UR (Reaktion) und den US (Stimulus) am Beispiel von Alkohol und Hyperthermie und Hypothermie? Wie sähe dann die konditionierte Reaktion aus?
Hyperthermie als US durch Alkoholkonsum und Hypothermie als UR des Körpers. Die konditionierte Reaktion hätte dann die selbe Richtung wie die UR, also auch hypothermisch
Auf welche Rezeptoren wirkt Nicotin?
Acetylcholinrezeptoren
Wie reagieren Nichtraucher auf eine Zigarette? Wie raucher?

Führt der Konsum einer Zigarette wirklich zu mehr Entspannung?
Übelkeit, Erbrechen, Husten, Schwitzen, bauchkrämpfe, Schwindel, hitzewallungen und Durchfall

entspannter, aufmerksamer, weniger Hunger

Nein, der Konsum geht nur auf das Normalniveau einer Nicht Rauchers
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Abhänigkeit beim Rauchen? Wie hoch die Chance langfristig aufzuhören? Wie hoch die Vererbbarkeit?
70%

20%

65%
Was sind die Kernsymptome beim Nikotinentzug?
Depression, Angst, unruhe, Reizbarkeit, Verstopfung und Schlaf-/Konzentrationsprobleme
Die Wirkung welcher Transmitter stimuliert Alkohol?
Wirkung von Acetylcholin, Serotonin, GABA, & Glutamat
Was sind die normalen körperlichen Reaktion beim Alkoholkonsum? Inwiefern sind diese von der Dosis abhängig? Ab wann ist der Konsum tödlich?
kleine Dosis: neuronale Aktivität stimulieren

mittlere Dosis: kognitive, perzeptuelle, verbale und motorische Beeinträchtigung

hohe Dosis: Bewusstlosigkeit

tödlich ab 0,5% Alkohol im Blut
Zu welche Klasse von Droge gehört der Alkohol?
Sedativum
Wie hoch ist die Heratibilität von Alkohol?
55%
Welche 2 Toleranzmechanismus sind bei Trinkern ausgeprägt?
Leber metabolisiert Alkohol schneller
funktionelle Toleranz
Durch welche 3 Phasen ist der Alkoholentzug gekennzeichent?
ab 5-6h: Tremor, Agitiertheit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, starkes Schwitzen, Hallus

ab 15-30h: Krampfanfälle

ab 1-2d: Delirium tremens: Hallus, Wahnvorstellungen, schneller Herzschlag, hohe Körpertemperatur, Agitiertheit, Verwirrtheit
Was sind die kognitiven und physiologischen Schäden von Alkohol?
Hirnschädigungen
direkt: z.B. Kosakoff-Syndrom
Demenz

Leberzirrose und Schlaganfälle
Wieviele Cannabinoide enthält Cannabis?
über 80
Wo bindet Cannabis?
CB1
Was sind die Wirkungen von Odd?
bei niedriger Dosis: gesteigertes Wohlbefinden, Entspannung, veränderte sensorische Wahrnehmung, Hungergefühl

bei hoher Dosis:beeinträchtigtes Kurzzeitgedächtniss und Fähigkeit komplexe Aufgaben zu erfüllen
verstärkte Emotionale Erlebnisse
Sprache undeutlich, sinnvolle Unterhaltung schwer
sensorische Verzerrung
Paranoia
motorische Beeinträchtigung
Was sind die Symptome bei Odd Entzug und wie häufig kommt dieser vor? Wie hoch ist das Suchtpotential?
Übelkeit, Schlafstörung, Schwitzen

selten

gering
Welche negativen Auswirkungen des Odd Konsums sind belegt?
Atemwegserkrankungen, erhöhte Herzrate
Wo im Gehirn wirkt Kokain?
Agonist für Dopamin, Serotonin und Noradrenalin

Blockade der Dopamintransporter, die das Dopamin aus dem synaptischen Spalt entfernen
Was sind die subjektiven Effekte von Kokain? Was die bei einer Überdosis
Wohlbefinden, Selbstsicherheit, Extraversion, Wachheit

Überdosis: Schlaflosigkeit, Hyperthermie, Psychose, Organversagen
Welche Toleranzen und welche Sensitivierung erlebt der Kokainkonsument?
Toleranz für Euphorie
Sensitivierung für Konvulsion
Welche Langzeitschäden haben Stimulantien (MDMA, Amphe) und seine Derivate? Die Funktion welcher Transmittersysteme werden geschädigt?
Beeinträchtigung in neuropsychologischen Tests und dopaminergen und serotonergen Funktionen. Abnormalitäten in Cortex- und limbischen Gebieten, reduziertes Volumen, abnormales EKG
Wie ist das Abhängigkeitspotential und wie sind die Entzugserscheinungen bei Kokain?
hohes Abhängikeitspotential und relativ schwache Entzugserscheinungen
Auf was wirken Opiate im Gehirn agonistisch, auf was antagonsitisch?
Binden an Endorphinrezeptoren und wirken antagonistisch auf GABA
Wie kann man die Wirkung von Opiaten beschreiben?
Wohlbefinden, gelassene und schläfrige Euphorie
In welche 2 Klassen von Neurotransmittern lassen sich die Opiate gliedern?
endorphine und Enkephaline
Welche positiven Seiten haben Opiate?
Analgetika und wirksam bei Husten und Durchfall
Beschreiben Sie die 3 Phasen des Heroinentzugs
1. ab 6-12h Unruhe, tränende Augen, laufende Nase, Schweiß

2. unruhiger Schlaf

3. bis 2-3d: Schüttelfrost, Zittern, Schwitzen, Gänsehaut, Überlekit
Was sind die Gesundheitsrisiken von Heroin?
Verstopfung, Pupillenkonstriktion, Menstruationsstörungen, psychische Probleme
Wie hoch ist die Suchtbehebung bei opiaten?
10%
Wie ist laut Statistiken die Anordnung von Drogen geordnet nach ihrer Gefährlichkeit?
1. Alk 2. Tabak 3. Odd 4. Cocaine 5. Heroine
In welchen 2 Gehirnregionen können Selbstverstärkerzentren gefunden werden?
lateraler Hypothalamus, Septum
Wie nennt man das Phänomen, dass sich Lebewesen durch schwache Impulse selbst stimulieren?
intrakranielle Selbststimulation
Welche 2 Beobachtungen sprechen dafür, dass die intrakranielle Selbststimulation nicht die Drogenwirkung stimuliert?
Hebeldruck wird unmittelbar nicht mehr durchgeführt wenn Intrakranielle Selbststimulation ausbleibt

Nach Extinktion muss Hebeldruck neu gelernt werden
Welche 3. Beobachtungen sprechen dafür, dass die Selbststimulation doch identisch mit den Schaltkreisen von natürlichen Verstärkern ist?
1. Stimulation ruft natürlich motiviertes Verhalten hervor, z.B. Essen

2. Selbststimulation wird gesteigert wenn einen natürliche Motivation geschaffen wird, wie Wasserdeprivation

3. Wenn Selbststimulation und natürliche Verstärker sich in ihrem notwendigen Verhalten zu Auslösung nicht unterscheiden, sind die Verhaltensweisen auch gleich
Von von aus projeziert das Mesotelencephale Dopaminsystmen wohin? Wo liegen die Zellkerne des Systems?
Mesencephalon: Substantia Nigra und Area tegmentalis ventralis
zu verschiedenen Regionen des Telencephalon: präfrontaler Neocortex, limbischer Cortex, Tuberculum olfactorium, Amygdala, Septum, Nucleus Accumbens, Septum, dorsalen Striatum
Welches System spielt bei der intrakraniellen Selbststimulation eine große Rolle? Nenne Sie 2 Bahnen dieses Systems, von wo bis projeziert sie?
Mesotelencephale Dopaminsystem

nigrostriatale Bahn: Substantia nigra -> dorsalen Striatum

mesocorticolimbische Bahn: Area tegmentalis ventralis -> kortikalen und limbischen Arealen
Welche 4 Befunde stützen die Hypothese, dass das Mesotelencephale System bei intrakranieller Selbststimulation eine große Rolle spielt?
1. Vier Stellen im Gehirn, an denen Selbststimulation stattfindet, sind Teil des Systems

2. intrakranieller Selbststimulation geht mit erhöhter Dopaminfreisetzung in der mesocorticolimbischen Bahn einher

3. Dopaminantagonisten erhöhen, Dopaminagonisten verringern die Selbststimulation

4. Läsion der mesocorticolimbischen Bahn beeinträchtigt Selbststimulation
Erläutern Sie das Paradigma der Selbstapplikation? Was ist der Vorteil?
Laborratten drücken einen Hebel um sich über eine dünne Holznadel eine Droge selbst intravenös zu verabreichen.

Vorteil: Es gleicht sehr dem Verhalten drogenabhängiger Menschen
Laborratten werden in einem zweigeteilten Raum immer im selben Zimmer Drogenverabreicht. Nach dem die Ratteentfernt wurde und wieder nüchtern ist wird sie erneut in den Raum gesetzt. DIe Ratte bevorzugt nun stets den Raum, indem sie die Drogen verabreicht bekommen hat. Wie nennt man dieses Paradigma? Was ist der Vorteil?
konditionierte Platzpräferenz

Vorteil: der positive Anreiz interferiert nicht mit irgendwelchen Drogenwirkungen, da die Ratte nüchtern ist
Welche 4 Befunden stützen die These, dass der Nucleus Accumbens in Verbindung mit Belohnung und Lustgewinn in Zusammenhang steht?
1. Labortiere verabreichen sich Drogen direkt in den Nucleus Accumbens

2. Drogeninjektion in den Nucleus accumbens erzeugt eine konditionierte Platzpräferenz

3. Läsion des Nucleus Accumbens blockierten die Selbstverabreichung von Drogen und die drogenassoziierte Platzpräferenz

4. Das Verabreichen und Erleben von Drogen geht mit einem erhöhten Dopaminspiegel im Nucleus accumbes einhher
Wie ist die Dopaminfunktion im Nucleus accumbens bei Abhängigen?
reduzierte Dopaminfunktion
Wieviel % der Dopamintransporter müssen besetzt sein, um ein High auszulösen?
50%
Welcher Spiegel steigt während Euphorie durch Drogenkonsum m Nucleus Accumbens an?
Erhöhter Dopaminspiegel
Beschreiben Sie den Ansatz, der Dopaminausschüttung im Nucleus Accumbens mit Erwartung und Erleben (positver Verstärkerwert und hedonischer Verstärkerwert) vereint?
Dopaminerge Neuronen feuern ahbängig von der Belohnung. Wenn der erwartete Wert erreich wird ändert sich Feuerrate nicht, wenn Erwartung über oder unterschritten wird, ändert sich Feuerrate
Haben Abhängige eine erhöhte oder reduzierte Dopamin Rezeptor Dichte?
reduziert
Wei reagieren Strukturen von Drogenabhängigen bei Konfrontation mit Droge?
hyperaktiv