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Anamnese
• Fremdanamnese, wenn möglich!
• Kernsymptome
• Kognition
• Verhalten
• Alltagsfunktionen
• Vorbestehende somatische und psychische Krankheiten
• Medikamentenanamnese (insbesondere Medikamente mitkognitiv
beeinträchtigenden Nebenwirkungen)

Klinische Untersuchung
• Internistische Untersuchung
• Ausschluss von Systemerkrankungen als Ursache
• Kardiovaskuläre Risikofaktoren
• Neurologische Untersuchung
• Ausschluss fokalneurologischer Defizite bei früher AD
• neurologische Herdsymptomatik bei vaskulärer Demenz häufig
• Extrapyramidale Symptome:
• Demenz bei M. Parkinson (obligat)
• Lewy-Körper-Demenz (häufig)
• M. Huntington (meist vorhanden)
• Gangstörung, Blasenstörungen: Normaldruckhydrocephalus
• Psychopathologischer Befund
• Kognition (Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Konzentration)
• Delir
• Depressive Symptomatik
• Störungen von Affekt, Antrieb, circadianer Rhythmik
• Differentialdiagnostik (z.B. Suchterkrankungen, schizophrenes Residuum)

Blutbild

Liquoranalyse:
--> Basis-Liquorprofil
--> Ausschluss sekundärer Ursachen
--> Neurodegenerationsmarker
• β-Amyloid 1-42
• Tau-Protein, Phospho-Tau
• Protein 14-3-3 (Marker für Prionen-Erkrankungen)
⇒ in spezialisiertem Labor durchführen lasse


Bildgebende Diagnostik
Radiologische Diagnostik:
• vorzugsweise cMRT, bei fehlender Verfügbarkeit oder KI: cCT

Nuklearmedizinische Diagnostik

Weitere Diagnostik
• EEG

• Doppler- / Duplex-Sonographie zur Beurteilung des Gefäßstatus bei vaskulärer Demenz

• Genetische Diagnostik
Bei V.a. autosomal-dominante Demenzform
Acetylcholinesterasehemmer
• Wirksamkeit v.a. bei leichter bis mittelschwerer Demenz in zahlreichen Phase III-und Phase IV-Studien belegt
• können kognitiven Abbau um ca. 1 Jahr verlangsamen
• vorübergehende Besserung der Alltagsfunktionen
• keine Überlegenheit für ein einzelnes Präparat nachgewiesen
• Nebenwirkungen:
• gastrointestinale NW (häufig, passager)
• Bradykardie (cave: Synkopen, Stürze!)

Memantin (NMDA-Antagonist)
• Wirksamkeit v.a. bei mittelschwerer bis schwerer Demenz belegt
• weniger wirksam bei leichter Demenz (dann AChE-Hemmer zu
bevorzugen)
• vorübergehende Besserung der Alltagsfunktionen
• Nebenwirkungen:
• Obstipation, Schwindel, Kopfschmerz
• Blutdruckerhöhung
Ergänzung: Warum NMDA-Antagonisten? --> In Alzheimer's disease, however, excess glutamate can be released from damaged cells, leading to chronic overexposure to calcium, which can speed up cell damage.

Antidepressive Behandlung
• Depressionen sind häufig bei Demenzen - und behandelbar!
• Cave: häufig Unverträglichkeit von trizyklischen Antidepressiva
• Sedierung (Sturzgefahr!)
• anticholinerge Effekte (Delirgefahr)
• kardiovaskuläre NW (Synkopen, Orthosatische Reaktionen)
• Benzodiazepine vermeiden
• paradoxe Reaktionen
• Sturzgefahr
• SSRIs (selektive serotonin reuptake inhibitoren) zu bevorzugen
• generell niedrigere Dosierung als bei jüngeren Patienten


Nicht-pharmakologische Therapieansätze
--> Kognitives Training
Wirksamkeit auf kognitive Leistungsfähigkeit nachweisbar, aber kleine Effekte
--> Ergotherapie
Verbesserung der Alltagsfunktion, in Abstimmung mit pflegenden Angehörigen
--> Musiktherapie
Wirkung auf Unruhe, Agitiertheit, v.a. bei für Patienten biographisch relevanter Musik
--> Sensorische Verfahren (Aromatherapie, Snoezelen)
Wirkung auf Unruhe, Agitiertheit
--> Angehörigentraining
Schulung der Angehörigen über Verhaltenssymptome bessertdiese Symptome beim Patienten
--> Tagesstrukturierung
--> Psychosoziale Aktivierung tagsüber verbessert Schlaf/Wach-Rhythmus
Immediatgedächtnis - sensorischen Gedächtnis -Ultrakurzzeitgedächtnis
"Die Fähigkeit, in einem Gespräch etwas zuvor Gesagtes zu wiederholen, obwohl man es nicht mit
Aufmerksamkeit belegt hat." Es spielen also Bewusstsein und Aufmerksamkeit keine Rolle.
Bis zu einem Zeitraum von 2 Sekunden spricht man vom sensorischen Gedächtnis ( Immediatedächtnis laut
mehrerer Quellen veralteter Begriff)
Man bittet den Patienten drei Begriffe nachzusprechen, wie beim M-M-T ("Zitrone, Schüssel, Ball"). Dabei
werden die Begriffe in einem Zeitintervall von ca. 1 pro s genannt. Alternativ kann man auch eine
Telefonnummer vorsprechen. Hierbei sollte der Patient mindest 5 Ziffern (7 +/- 2 physiologisch) behalten.

Kurzzeitgedächtnis - Arbeitsgedächtnis
Dauer: wenige Sekunden
Umfang: 7 +/- 2 Items
Vergessen durch Eintreffen neuer Informationen
Zur Prüfung des KZG bittet man den Patienten sich die drei Begriffe aus dem Immediatgedächtnistest zu
merken. Nach einem Zwischentest, der zur Ablenkung dient (Serial 7´s), erfragt man diese Begriffe erneut.
Langzeitgedächtnis

Deklaratives Gedächtnis (episodisch (verknüpft mit best. Situationen, "alter Mensch klagt über Schmerzen in
der Brust -> Angina Pectoris"), semantisch (Wissen, das zu jeder Zeit vorhanden ist, "Erde ist rund"))
Prozedurales Gedächtnis (Hochüberlernte, automatisierte motorische Fertigkeiten, "Fahrradfahren")
Man fragt den Patienten was er gestern gemacht hat bzw. was er zum Frühstück gegessen hat (Mit
Pflegepersonal abklären zur Überprüfung
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