HNO

STUDY
PLAY
Abklärungen beim Ohr
Anamnese und klinische Untersuchung
- Otoskopie
- Stimmgabelprüfung, vergleichend Sprachprüfung
Verhaltensaudiometrie
- Tonaudiometrie
- Geräuschaudiometrie, Sprachaudiometrie
Objektive Audiometrie
- Impendanzmessund, otoakustische Emissionen
- auditorisch evozierte Potentiale
Bildgebung
Ohrspezifische Anamnese
Die 5 "S":
Sausen (Tinitus)
Schmerzen (Otalgie)
Sekret (Otorrhoe)
Schwerhörigkeit
Schwindel (Vertigo)
Weber
Normal: mittelständig

Schalleitungsstörung: lateralisiert ins kranke Ohr, weil Geräusche von der Umwelt wegfallen

Schallempfindungsstörung: lateralisiert ins gesunde Ohr
Rinne
Positiv: Luftleitung besser als Knochenleitung, normal oder Schallempfindungsstörung am positiven Ohr

Negativ: Knochenleitung besser als Luftleitung -> Schallleitungsstörung am negativen Ohr
Verhaltensaudiometrie
- Erfassung eines Hörverlusts, Quantifizierung einer Hörstörung, Topodiagnostik der Höstörung (Schallleitung, Schallempfindung, Cochlea, VIII. Hirnnerv, ZNS)
- Hörschwellenmessung: nach SPL=soundpressure level in db(gebogene Normalkurve) oder nach HL=hearing level (standartisierte flache Normalkurve)
- Tonaudiometrie/-audiogramm: reine Töne von 125Hz-12kHz gemessen, Unterschied li/re und Knochen/Luftleitung wird gemessen, Vertäubung des Gegenohrs ist essentiell!!!
- Sprachaudiometrie: Sprachverständnis mittels immer lauter werdenden Zahlen oder einsilbigen Wörtern, wird gemessen, Sprachverständlichkeitstest mit Hintergrundgeräusch
Objektive Audiometrie
- Impendanzmessung (Tympanometrie): Messung der Trommelfellbeweglichkeit, dadurch entstehen verschiedene Kurven
- Otoakustische Emissionen: die äusseren Haarzellen produzieren einen eigenen Ton, welcher mit einem Mikrofon gemessen werden kann, es gibt spontane (SOAE) oder durch akustische Reize (TEOAE) auslösbare Emissionen, vorallem wichtig bei Kindern und Neugeborenen -> Neugeborenenscreening!
Bildgebung
- CT: Felsenbein -> Indikation: zur Darstellung des äusseren Ohres und Mittelohres (knöcherne Strukturen)
- MRI: Schädel -> Indikation: Darstellung von Prozessen im inneren Gehörgang und KHBW (Kleinhirnbrückenwinkel), häufig zur Abklärung von einseitigen Schallempfindungsschwerhörigkeit (Vestibularisschwannom), ideal für Weichteile
Schallleitungsschwerhörigkeit (SL): Ursachen
- Fehlbildungen: Ohrmuschel, GG, Mittelohr
- Entzündungen: Otitis externa, akute Otitis media, chron. Otitis media
- Trauma: Fremdkörper im GG oder Verletzungen, zB. Mittelohr(TF-Perforation) oder Schläfenbeinfraktur
- Knochenerkrankungen: Osteosklerose(überschiessende Knochenbildung, Th: Stapedotomie), Osteogenesis imperfecta
- Tumoren
Schallempfindungsschwerhörigkeit (SE): Ursachen
- infektiös: Labyrinthitis tympanogen(eitrig, toxisch), hämatogen(viral, bakteriell) oder meningeal verursacht, Klinik: SE-Schwerhörigkeit, Tinitus, vestibuläre Symptome wie Nystagmus, Gleichgewichtsstörungen&Schwindel
- toxisch
- physikalisch: Knalltrauma (>140dB), Explosionstrauma, akuter Lärm (>100dB), chronischer Lärm (>87dB), typische Hochtonsenke in der Audiometrie
- hereditär
- Presbyakusis: Ursache unbekannt, symmetrischer Hörverlust, v.a. hohe Frequenzen
- Hörsturz: Ursache unbekannt, Th. Steroide
- Retrokochleäre Pathologie: einseitige SE-Schwerhörigkeit wegen Vestibularis-Schwannom
Therapie der SL und SE Schwerhörigkeiten
SL:
- Operation Paracentese, Paukenröhrchen, Adenotomie)
- Hörgerät
- Knochenvibrator (BAHA)
SE:
- Hörgerät
- "Hörtraining", Taktik
- implantierbare Hörgeräte (Vibrator)
- Cochlea Implantate
Risikofaktoren für sensoneurinale Schwerhörigkeit im Kindesalter
- Asphyxie, APGAR nach 5 oder 10min. <6
- Beatmung für >10Tage
- Chromosomenveränderungen, zB. Trisomie 21, Turner
- Dysplasien (kraniofazial, äusseres Ohr)
- Erhöhtes Bilirubin mit Blutaustauschtransfusion
- Familienanamnese mit Schwerhörigkeit
- Geburtsgewicht <1500g, meist bei FG bis Ende 32.SSW
- Hirntrauma, Hirnödem, Hirnblutung nach der Geburt
- Infekte perinatal und postnatal (Meningitis, Sepsis, Mumps, Masern, Toxoplasmose, Cytomegalie, Herpes, Röteln der Mutter)
DD der behinderten Nasenatmung
- einseitig, konstant: Missbildung, Fehlbildung (Septumdeviation), Fremdkörper, Neoplasien, selten Entzündungen (Mykosen)
- beidseits, konstant: Fehlbildungen, Ente. (Polypen)
- beidseits, wechselnd: Entzündung (Rhinitis, Sinusitis)
- bei Anstrengung: Ansaugen der Nasenflügel
Rhinitis: Definition
Entzündung der Nasenschleimhaut, charakterisiert durch 2 der folgenden Symptome:
- verstopfte Nase
- Rhinorrhoe
- Niesen
- Jucken während >1h an den meisten Tagen
Rhinitis: Einteilung
- infektiöse (Rhinosinusitis)
- allergisch: saisonal, perennial (Hausmilben, Nahrung), IgE-vermittelte Sofortreaktion
- Irritationsrhinitis: Noxen
- hormonelle Rhinitis: SS, postmenopausal, Hypothyreoid.
- medikamentös induzierte: ACE-Hemmer, Aspirin, NSAR
- Nahrungsmittel-induziert
- Perennial nicht-allergisch (vasomotorisch)
Medikamentöse Therapie bei Rhinitis
Rezeptoren sind: alpha-1, alpha-2, H1- und H2- Rezeptoren
- alpha-Mimetika: topisch oder systemisch
- Antihistaminika (H1-R-Blocker): systemisch oder topisch
- Steroide: topisch oder oral (Wirkung nach 10Tagen)
- Anticholinergika: topisch
Akute infektiöse Rhinitis
- Erreger: Rhinoviren, Adenoviren, Grippeviren, Bakterien (Staph.,Pneumokokken, Haem.influenca) nur als Superinfektion
- Übertragung: Tröpfcheninfektion, Hand>Nase
- Co-Faktoren: Unterkühlung, Austrocknung der Mukosa
- Inkubation: wenige h bis Tage
- Symptome: Allgemeinsymptome (wenige,Vorstadium) und lokale-> trockenes Stadium, wässrige Sekretion (Katarrh), Schleimhautschwellung, verstopfte Nase
- Befunde: Naseneingangsekzem, schleimiges Sekret, Borkenbildung, Eiter(bei Superinfektion), Hyposmie, meist kein Fieber
- Therapie: keine kausale, keine AB! topisch oder systemisch alpha-Mimetika, Nasenspülung...
Rhinosinusitis
- Entzündung der NNH (isoliert oder alle=Pansinusitis)
- Befall: KH/Siebbein>>Stirnhöhle>>Keilbeinhöhle
- Ursache: üblicherweise aufsteigende Rhinitis, selten dentogen
- viraler Infekt der oberen Luftwege führt zu Schleimhautödem -> Zilienzerstörung -> Sekretproduktionssteigerung -> pH-Senkung ->Gewebehypoxie&wieder von Anfang
- Diagnose durch Anamnese und Befund, CT/MRI&Punktion/Abstrich nicht indiziert bei unkompliziertem Verlauf!, erst bei Therapieresistenz oder V.a. Komplikationen
- Th: Alphamimetika, Antiphlogistikum, Schmerzmittel, Antibiotika nur bei Eiter, chirurgische Drainage bei Kompl.
Rhinosinusitis: Klinik und Befunde
Klinik:
- meist prodromal Schnupfen, dann nach +/- freiem Intervall-> Sinusitis(sog. double sickening, liegengebliebenes Sekret hat sich entzündet)
- trüb-farbiger Auswurf,Schmerzen(verstärkt beim Bücken)
- aber Kopfweh nicht = Sinusitis
Befund:
- Klopfdolenz, meist über betroffener NNH
- bei Sinusitis sphenoidalis uncharakteristisch, Sz über Vertex
- Rhinoskopie: Schleim-Eiter im mittleren Nasengang, ev im Epipharinx, Rachenhinterwand
Rhinosinusitis: mögliche Komplikationen
- Orbita: per continuitatem, Lidödem, subperiostaler Abszess, orbitale Phlegmone
- Endokraniell: per continuitatem oder hämatogen, Epiduralabszess, Subduralabszess, Meningitis, Hirnabszess
- chronische Rhinosinusitis: Persistent über 3Monate, verschleppte akute Sinusitis oder chronische Sinusitis bei Prädisposition(Engstellen, Abwehrschwäche, spezielle Erreger), Formen: polypös(häufiger), eitrig
Polypen
- Klinik: Nasenatmungsbehinderung, Anosmie, Rhinorrhoe/post nasal drip, meist bilateral
- Beginn: 3-5.Lebensdekade, selten bei Kindern
- Lokalbefund: "jung" -> blass/gelb/glänzend/weich
"alt" -> rosa/fleischig/derb, Polyp ist indolent und flexibel, Nasenmuschel ist dolent und fixiert, Polypen kommen aus den NNH (Ursprung) und wachsen von dort überall hin
- Diagnose mit Anamnese, Befund und koronares CT der NNH
- Th: konservativ topisch Steroide(kleine Polypen), Nasenspülungen oder kurz systemische Steroide oder endoskopische Operation
Polypen: Spezielles
Histologie der Polypen:
- lockeres, ödematöses Stroma, oft Eosinophile, Lymphozyten, Plasmazellen
- normales Zylinderepithel
- gelegentlich Metaplasie
Polypen bei ASS-Intoleranz:
- M.Widal(Trias): Polypen, ASS-Intoleranz, Asthma(85%) oder Angiödem/Urticatia
- Beginn im mittleren Lebensalter
- Th: ASS & NSAID meiden, chirurgisch radikale Ethmoidektomie (Ergebnisse schlechter als bei anderen Polypen)
Mykose der NNH: Sonderform
Nicht invasive Form:
- kommt bei Prädisponierten (DM u.a) & bei Gesunden vor
- Erreger: v.a. Aspergillus
- Klinik wie chronische Sinusitis
- Diagnostik: CT -> typischer Befund: "Verkalkungen"
- Therapie: chirurgische Ausräumung
- Prognose günstig
Invasive Form:
- nur bei Abwehrschwäche (HIV, Leukämie, nach KMT)
- Erreger: Mukor und andere
- Klinik: wächst infiltrativ und destruierend!!!
- Diagnostik: Klinik, Histologie,CT(Ausdehnung beurteilen)
- Th: durch aggressive chir. Ausräumung
- Prognose schlecht, infaust
Schwindel
Def: Störung der Wahrnehmung der Position im Raum mit Bewegungsillusion (vestibuläre Störung). Wird weiter unterteilt in peripher und zentral.
Andere Symptome:
- Unwohlsein/Trümmel -> vegetative Symptome (metabolisch, kardiovaskulär, Verdauung)
- Stand- oder Gangataxie -> Gleichgewichtsstörung (ZNS, visuelles System)
Zentraler Schwindel
- Ursache im Gehirn
- meist unklarer Schwankschwindel
- richtungswelchselnder Nystagmus
- vertikaler Nystagmus (up- und downbeat)
- mässiges Schwindelgefühl
- Ataxie
- fehlende Nystagmushemmung durch Fixation
Peripherer Schwindel
- Ursache ist Störung im Vestibularorgan
- intensives Schwindelgefühl
- meist Drehschwindel
- richtungsbestimmter Horizontal-, Lage- und Lagerungsnystagmus
- kochleäre Symptome
- intakte Nystagmushemmung durch Fixation
Anatomie
- Linearbeschleunigung: Otolithenorgan -> Sakkulus und Utrikulus, stehen senkrecht zueinander
- Winkelbeschleunigung: 3Bogengänge -> superior, posterior und lateral
- N. vestibulocochlearis (VIII): N. cochlearis und N. vestibularis (2 Unterteile)
--> N. utriculoampullaris: für den superioren&lateralen
Bogengang und den Utriculuc
--> N. sacculoampullaris: für post. Bogengang&Sacculus
Nystagmus: Entstehung
- durch eine Drehbewegung in den Bogengängen kommt es zu einer Drehempfindung
- dadurch will unser Auge dem Objekt, welches wir fixieren, folgen und macht somit eine Folgebewegung in die gespürte Drehrichtung (in die entgegengesetzte Richtung der Strömung in den Bogengängen) -> langsame Bewegung
- wenn das Objekt aus dem Blickfeld verschwindet/man merkt, dass da keine Drehung ist, gibt es eine Rückstellbewegung -> schnelle Bewegung (VOR=vestibulo-okkulärer Reflex)
- Def. des Nystagmus immer nach der schnellen Phase!
Nystagmus: Einteilung
Grad I: nur in Blickrichtung
Grad II: geradeaus
Grad III: Gegenrichtung
- Spontannystagmus:
Vestibulär: richtungsbestimmt, supprimierbar bei Fixation, horizontalrotatorisch
Nicht-vestibulär: richtungswechselnd, keine Fixationssuppression, rein vertikal
- Provokationsnystagmus: Kopfschütteln, Lage- oder Lagerungsnystagmus
- Induzierter Nystagmus: physiologisch auslösbare Nystagmen (thermisch, Drehung, optokinetisch)
Cochleo-vestibuläres Syndrom
COCHLEÄRE:
Schwerhörigkeit, Tinnitus, Ohrdruck
+
VESTIBULÄRE:
Richtungsschwindel, Gleichgewichtsstörung
+ otoskopischer Begufund: meist Otitis
--> NOTFALL!!! (da das Labyrinth toxisch geschädigt wird)
Anamnese bei Schwindel
- Art (drehend?schwankend?Lift?)
- Beginn (plötzlich, langsam)
- Dauer (Sekunden, Minuten, Stunden)
- Verlauf (konstant, schwankend)
- Provokationsfaktoren
- Begleitsymptome (Kopf-Sz)
Untersuchungen bei Nystagmus
- Statokinetische Tests: Rhomberg, Unterberger, Finger-Nase-Versuch
- Augenmotilität
- Prüfung der Hirnnerven
- Nystagmusdiagnostik:
- Spontannystagmen mit oder ohne Fixation beim
Geradeausschauen und 30Grad nach re/li
- Provokationsnystagmen: Kopfschütteln, Lageänderung
- Induzierte Nystagmen: sind physiologisch
- Kopf-Impuls-Test (Halmagyi): testet vestibulookulären Reflex (VOR)
- Kalorische Reizung
Periphere vestibuläre Störungen
- Benigner paroxysmaler Lagerungsschwingel (BPLS)
- akuter einseitiger Vestibularisausfall
- M. Menière
- ein/beidseitige versibuläre Unterfunktionen
- Otolithenfunktionsstörung
Benigner paroxysmaler Lagerungsschwindel (BPLS)
- Ursache: Otolithen (Statolithen) aus Utrikulus gehen in den Bogengang (meist posterioren)
- Frauen > Männer
- bei 1/3 nach SHT, Labyrinthitis
- Klinik: Minuten-Drehschwindel nach best. Bewegungen
- Test: Positionsversuch nach Drx-Hallpike: Der Test ist dann positiv, wenn ein Nystagmus (ca. 20s lang), falsch negativer Ergebnisse können mit der Verwendung einer Frenzel-Brille vermieden werden.
- Th: Epley-Manöver, Versuch den Otolithen wieder in den Utrikulus zu bewegen)
Akut vestibulärer Funktionsausfall
- Ausfall eines Vestibularnerven -> Neuritis
- Klinik: akutes Auftreten, heftiger Drehschwindel, Nausea/Erbrechen, bis Tage andauernd! keine Ohrsymptome oder Schmerzen
- Ätiologie unklar
- Unterberger: Abweichung zur kranken Seite
- Rhomberg: Fallneigung zur kranken Seite
- Spontannystagmen zur gesunden Seite
- Diagnose: Thermische Reizung der kranken Seite nicht möglich!!
- Therapie: symptomatisch, Antivertiginosa, ggf. Steroide, Mobilisation
- bei V.a. Verschlechterung, Kopf-Sz, Störung anderer Hirnnerven, Kleinhirnzeichen ->MRI, neurol. Untersuchung
Morbus Menière
Trias aus:
- anfallsartiger Schwindel
- Tinnitus
- Hörminderung (Druck, Völlegefühl)
Ursache: multifaktoriell ausgelöster Hydrops der Endolymphe.
- in 10% beidseitig
- gehäufte Prävalenz von Migräne (56% vs. 25%)
- positive Familienanamnese
Klinik während der Attacke:
- Spontannystagmen zur gesunden Seite, AZ reduziert
- Nystagmus nach Attacke richtungswechselnd
- vermindertes Gehör (Tieftonbereich), Tinnitus
Therapie: Stufentherapie medikamentös zuerst, dann chir.
Dysphagie
- Behinderung des geregelten Transport von Nahrung vom Mund zum Magen
- Ursachen: neurologische(SHT,Schlaganfall,infektiös, MS, Parkinson, Demenz, neuromuskulär), Presbyphagie, Medikamente(Antidepressiva, Antihistaminika, Antiemetika, Antiparkinson, Antihypertensiva, Anticholinergika, machen alle Mundtrockenheit), Zähne, Tumor, rheumatol. Erkrankungen(Mundtrockenheit), zenker Divertikel, Xerostomie
- Folgen: Mangelernährung, Gewichtsverlust, reduzierte Immunabwehr, Austrocknung/Exsicose, QoL reduziert, sozialer Rückzug, Aspiration/Pneumonie (55% tödlich verlaufende AP bei Demenzpatienten), Bolustod (vagale Reizung laryngeal)
Symptome der Dysphagie
- reduzierte Essgeschirr., Essverweigerung
- Würgen/Husten, feucht klingender Husten/Stimme
- Regurgitation
- Essensrückstände im Mundraum
- Engegefühl, Schmerzen retrosternal
- "Kloss im Hals"
- Aspirationpneumonien rezidivierend
- ungewollter Gewichtsverlust
- verstärkte Schleimbildung
- Kurzatmigkeit
Speicheldrüsen
Glandula Parotis
• Seröses Sekret welches in den Stenon-Gang mündet
• Chirurgisch wird ein oberflächlicher und tiefer Teil unterschieden, dazwischen liegt der N. facialis.
Glandula submandibularis
• Gemischtes Sekret, mündet im Warton-Gang
Glandula sublingualis
• Muköses Sekret, mündet grösstenteils via Warton-Gang, aber auch direkt unter die Zunge durch kleinere Gänge
Glandulae minores
• Labiales, palatinae, linguales und pharyngeae. Vorwiegend muköses sekret (können auch Ursprung von Tumoren sein)
Speichelsekretionsstörungen
• Dyschylie: Allgemein Störung der Speichelsekretion und -produktion
• Hypersalivation: vermehrter Speichelfluss (Nahrung, Gift, Medis)
• Sialorrhoe: pathologisches Abfliessen von Speichel aus dem Mund (Sabbern)
• Hyposalivation: verminderter Speichelfluss (Entzündung, Bestrahlung, Medis (Anticholinergika, beta-Blocker, Antihistaminika, Lithium)
Diagnostik bei Speicheldrüsen
• Anamnese
• klinische Untersuchung
• Sonographie
• FNP (Feinnadelpunktion)
• CT, MRT(wichtiger als CT)
Nicht-entzündliche Erkrankungen der Speicheldrüsen
Sialolithiasis: Konkrementbildung im Ausführgang/Drüse
• 80% in der Gld. Submandibularis, 20% Parotis
• Klinik: Schmerhafte Schwellung beim Essen
• Diagnostik: Inspektion, Palpieren, Sono
• Th: Marsupialisation (spezielle chirurgische Technik), Exstirpation, Endoskopische Entfernung
Sialadenosen: nicht Entzündliche, symmetrische Schwellung/Hyperplasie durch systemische Ursache
• Ursachen: Alk., DM, Proteinmangel, Anorexia nervosa!!!!
Verletzungen
• Offene Verletzung: Chirurgie, Pneumoparotis (selten)
• Gangverletzungen: Mikrochirurgie End-End-Anastomose
• N. Facialis Verletzung: Mikrochirurgie Anastomose bei vollständiger Durchtrennung
Entzündliche Erkrankungen der Speicheldrüsen
Mumps
• Inkubation: 18d, Hamsterbacken durch Paramyxovirus
• Th: Symptomatisch, Impfung möglich! (Propyhlaxe)
• Komplikationen: Meningitis/Meningoenzephalitis, Pankreatitis, Labyrinthitits (einseitige Ertaubung)
Chronische Sialadenitis
• Chronische rezidivierende oder sklerosierende Parotitis
• Oder Strahlensialadenitis,...
Sjögren-Syndrom
• Autoimmune Sialadenitis (Ak gegen Speichelgangepithel)
• Frauen 50-60 J.
• Symptome: trockener Mund, Keratoconjunctivitis sicca, Polyarthritis, Diagnostik: Lippenbiopsie
• Th: Immunsuppressive und symptomatische Therapie
• Kompl.: gehäuft Non-Hodgkin Lymphome im Verlauf
Benigne Tumoren der Speicheldrüsen
Allgemein:
• 80% gutartig
• 80% in der Parotis
• 80% pleomorphe Adenome
Klinik: Schwellung, ev SZ, ev Fazialisparese
Benigne Tumore
1) Pleomorphes Adenom (5% /10J Entartung)
• Häufigster Tumor der Kopfspeicheldrüsen, >w, derber Knoten
• Diag: FNP und Sono
• Th: laterale Parotidektomie (Achtung Pseudokapsel nicht aufschneiden → Streuung)
2) Zystadenolymphom (nur gutartig), keine Entartungstendenz
• 90% Männer, vor allem Raucher, gelegentlich beidseits (10%), Therapie erst bei Leidensdruck (ab 3cm) --> OP
Diag: FNP, Sono
Maligne Tumoren der Speicheldrüsen
Epithelialen Ursprungs:
- Mukoepidermoidkarzinom
- Azinuszellkarzinom
- Adenoidzystisches Karzinom
- Karzinom im pleomorphen Adenom
- Plattenepithelkarzinom (Metastase Kopfhautkarzinom)
- Undifferenziertes Karzinom
Nichtepithelialen Ursprungs:
- Sarkome
- Lymphome
Tumoren der Ohrmuschel und des Gehörgangs
• Arten: Basaliome (frühe Infiltration Knorpel)
Plattenepithelkarzinome (Metastasen in regionäre LK)
Melanome
• Klinik: exulzerierend, schmerzhaft, schlecht heilend
• Diagnostik: Probeexzision, US, CT, MRT (Staging)
• Therapie: Lokal chirurgisch, ggf. adjuvante Bestrahlung
Tumoren der Nasenhaupthöhle und NNH
• Arten: Epitheliale Tumore (80%) (Plattenepithel, Adeno, adenoidzystisches Karzinom)
selten mesenchymal
sehr selten Metastasen
• Klinik: einseitig Nasenatmungsbehinderung, Epistaxis immer gleiche Seite, Fötor, Nasenweichteilveränderung
• Diagnostik: Endoskopie, Probeexzision, US, CT, MRT (Riechtestung)
• Therapie: lokale Exzision, adjuvante Bestrahlung
• Klasifikation nach TNM
Tumoren des Nasopharynx
• Arten: vor allem Plattenepithelkarzinome, selten mesenchymale
• Klinik: einseitige Tubenbelüftungsstörung mit Paukenerguss (Frühsymptom), Nasenatmungsbehinderung, Blutung
• Diagnostik: Endoskopie, Probeexzision, CT, MRT
• Therapie: Hochvoltbestrahlung, ev. Chirurgie (falls möglich)
Tumoren der Lippen und Mundhöhle
• Arten: Plattenepithelkarzinom, B-Zell Lymphom, Leukoplakie (Präkanzerose)
• Sehr viele Pat sind Raucher
• Klinik: Schmerzen, Blutung, Fötor
• Diagnostik: Spiegelbefund, Probeexzision, CT, MRT
• Therapie: lokale Exzision, adjuvant Bestrahlung/Chemotherapie
Tumoren des Oropharynx
• Arten: in 80% Plattenepithelkarzinom der Tonsilla/Zungengrund
• Klinik: SZ, Fötor, Blutung
• Diangostik: Endoskopie, Probeexzision, CT, MRT
• Therapie: lokale Exzision, adjuvant Radio/Chemo, primäre Radio-Chemo-Therapie
Tumoren des Larynx
• Arten: hauptsächlich Plattenepithelkarzinom
• Klinik: Dysphonie/Stridor/Dysphagie (je nach Lokalisation des Tumors), Räusperzwang, Globusgefühl
• Jede Heiserkeit >14 Tage muss vom Facharzt abgeklärt werden!
• Tumoren haben oft um den Herd eine Entzüdung --> heiserer Pat. Mit Tumor --> Gabe von Medis lässt Heiserkeit verschwinden, weil die Entzündung um den Tumor weggeht! --> Tumor wächst weiter, bis er selbst durch seine Grösse eine Heiserkeit verursacht
• Diagnostik: Skopie, Probeexzision, MRT, CT
• Therapie: Chrurgisch oder primär Radio/Chemo
Der unklare Knoten
Def: keinem Organ/Grunderkrankung zuzuordnen, meist einseitig, lateral gelegen, solitär, indolent und seit Wochen oder Monaten bestehend
Abklärung:
1) Suche nach einem möglichen Primärtumor
- Anamnese: Schmerzen, Schluckstörungen, Heiserkeit, Schwellungen
- Lokalisation: LK-Metastasen hochzervikal oder supraclavikulär
- Vollständige ORL-Untersuchung
2) Feinnadelpunktion des Knotens (falls keine Diagnose)
3) CT/MRI (ob Knochen oder Weichteil) und erst dann offene Biopsie/Resektion
Larynxmuskulatur
Öffner: Postikus (Cricoarytaenoideus dorsalis)

Schliesser: Cricoarytaenoideus lateralis
Arytaenoideus transversus

Spanner: Tryoarytaenoideus (Vocalis)
Cricotyroideus (Anticus)

Entspanner: Cricopharyngeus
Stimmstörungen: Einteilung
- funktionell: kein anatomisches Korrelat, Hypo-/Hyperfunktion, Sprechberufe
- organisch: anatomisches Korrelat
- benigne: Singerknötchen, Polyp, Zysten, chronische Laryngitis, Stimmlippenlähmung, Reinke Ödem
- maligne: Leukoplakie, Karzinom
Hyperfunktionelle Dysphonie
- Ursache: lautes unökonomisches Sprechen, Sprechen im Lärm, nach Infekt
- Symptome: Heiserkeit unter Sprechbelastung, Missempfindungen laryngeal, Schmerzen, Räusperzwang, Stimmklang gepresst, rauh harter Stimmeinsatz, bei Erschöpfung leise belegte Stimme und Aphonie
Stimmlippen: Knötchen und Polyp
Knötchen
• Ät: chronisch Schreien, lautes Sprechen (chron. Stimmmissbrauch) → Schreiknötchen(Kinder,Buben), Sängerknötchen(v.a.erwachsene Frauen), Lehrer
• Klinik: bilaterales symmetrisches Knötchen
• Th: Stimmtherapie (weiche Knötchen), Op (harte Knötchen)
Polyp
• Ät: unklar, oft nach Infekt der oberen Luftwege
• Klinik: Heiserkeit, Räusperzwang, Diplophonie (Doppeltönigkeit)
• Th: Operation, Stimmtherapie (Logo-OP-Logo=Sandwich)
• CAVE: maligne Entartung
Stimmlippen: Laryngitis und Reinke Ödem
Laryngitis
• Akut: Infekt obere Luftwege mit Dysphonie/Aphonie, SZ
• Th: Stimmschonung, NSAR, Inhalation
• Chronisch: meist Nikotin!!!! atroph-hyperplastisch, raue heisere Stimme
• Th: Biopsie (Ausschluss CA!), Kontrollen, Rauchstopp!!!
Reinke Ödem
• Ät: Nikotin, Stimmgebrauch
• Pg: Wassereinlagerung in den Reinkeraum
• Klinik: tiefe männliche Stimme, meist Frauen betroffen
• Th: Schonung, Rauchstopp, selten OP (bei Karzinomverdacht oder Dyspnoe)
Stimmlippen: Papillome und Stimmlippenlähmung
Papillome
• HPV inudziert, Kinder und Erw. (HPV 6/11)
• Klinik: Heiserkeit, Blumenkohl-Befund
• Cave: Rezidive, maligne Entartung, Kinder (Husten, Heiserkeit)
• Th: Abtragung, lokal Virostatika
Stimmlippenlähmung
• At: idiopathisch, Infektiös, iatrogen, Neoplasie,...
• Klein: behauchte Stimme, aphon
• Th: Stimmtherapie, Operative Medialisation
Stimmlippen: Altersstimmt
Altersstimme
- Internusschwäche, Vox senilis, Presbyphonie
- Atrophie Vocalismuskeln
- Klinik: Stimme schwach, behaucht, hohe Sprechstimme
- Befund: ovalärer Glottisspalt
- Th: Evtl. Stimmtherapie, Beruhigung, OP
Granulome
- nach Reflux (DD Intubationsgranulom)
- Kl: Heiserkeit, Räuspern, FK-Gefühl
- Pg: Hammer-Amboss-Phänomen
- Th: Stimmtherapie, PPI, Psychotherapie und OP nur bei CA-Verdacht
Geruchstörungen
Arten
• Quantitativ: Hyper- (übersteigerte Wahrnehmung), Hypo- (verminderte Wahrnehmung), Anosmie (Ausfall)
• Qualitativ: Dysosmie, Parosmie (falsche Empfindung), Kakosmie (falsche Wahrnehmung als faul), Heterosmie (keine Unterscheidung möglich), Agnosmie (Gerüche können nicht erkannt werden),...
Ursache
• Infekt, Polyp, Medikamente, CVI, Tumore (Aesthesioneuroblastom = Riechzellentumor), Zinkmangel, Erstsymptom bei M. Alzheimer/Parkinson
Abducenslähmung
o Innerviert motorisch: lateraler gerader Augenmuskel (Bewegung nach lateral aussen)
o Ätiologie: Diabetes, Arteriosklerose, Pseudotumor cerebri, Meningitis, Tumore, Guillain-Barré, MS
o Klinik: Doppelbilder
o Ev. in Kombination mit anderen Hirnnervenausfällen
Fascialisparese
Ät: meist idiopathisch
Klinik: Stirnrunzeln eingeschränkt, Lagophthalmus mit Bell-Phänomen, verstrichene Nasolabialfalte, Hyperakusis, verminderter Speichel, SZ, weniger Tränen
Diagnostik
• Inspektion (peripher vs. zentral, Gradierung, Bläschen Ohr), Palpation (Parotis), weitere Hirnnerven beteiligt?
• Adiogramm, Tympanometrie
• Sono, MRT, CT
• Labor, Serologie (HBV,HbA1c,FSME, Borrelia, HIV, Lues)
Prävention von Augenkomplikationen
• Uhrglasverband, Kontaktlinsen, künstliche Tränen, Vit.A-Augensalbe
Th: Logopädie und Physiotherapie (Mimikübung)
Glossopharyngeuslähmung
Innerviert
• Motorisch: Mm. Constrictor pharyngis sup/med, levator veli palatini, palatoglossus, ...
• Sensibel: weicher Gaumen, Pharynx, Tonsillen, Mittelohr
• Sensorisch: hinteres Drittel der Zunge (Geschmack)
Klinik: Gaumensegellähmung, Dysphagie, Dysgeusie (Schmeckstörung), Näseln
Es gibt auch eine Glossopharyngeusneuralgie(ähnlich wie Trigeminusneuralgie), ausgelöst durch Schlucken, Sprechen, Husten, Berührung Zunge/Rachen (Trigger), Ätiologie idiopathisch oder Tumore, Th: Medis, Physik
Vaguslähmung
Innerviert
• Motorisch: Larynx, Pharynxmuskulatur
• Sensibel: Ohrmuschel, äusserer Gehörgang
• Parasympathisch: Eingeweide
Klinik: Dysphagie, Aspiration, Stimmlippenstillstand (Recurrens, aber kein verlässlicher Hinweis), Dysarthrie, Würgereflex reduziert, Kulisssenphänomen (beschreibt die Bewegung der Rachenhinterwand, nicht die der Gaumensegel, Kulisse geht zur gesunden Seite hin! IX/X beteiligt)
Hypoglossuslähmung
o Innerviert motorisch: Zunge
o Klinik: Zunge weicht zur gelähmten Seite hin ab
o DD: beidseitig: ALS, Bulbärparalyse, Myasthenie, Syringobulbie
DD Gesichtsschmerz
- Sinugener KopfSz
- Rhinogener KopfSz(Sz durch Engstellen in Concha media)
- Dentogener GesichtsSz
- Trigeminusneuralgie (SZ einseitig,anfallsweise, Sek-Min.)
- Arteritis cranialis(=temporalis, Riesenzellarteritis=M.Horton):DauerSz an Schläfe,Auge,Ohr
- Bing-Horton = Cluster-KopfSz, während 6-12Wo, dann wieder anfallsfreies Intervall
- Psychogener GesichtsSz: bei brennenden Sz daran denken!!! konstante Lokalisation,Schwellung, kein Ansprechen auf Analgetika
- SpannungskopfSz: Helmartig von Nacken her über Tage
- Myofasziales Schmerzsnydrom der Kau- und Gesichtsmuskulatur (Verspannung Muskulatur)
Epistaxis
Ursachen
o Lokal: Manipulation, Rhinitis sicca, Infekt, Septumsporn, Fraktur, Neoplasie
o Syst.: Hypert., Koagulopathien, TCpenie, Medikamente
o Spontan vs traumatisch vs iatrogen
Lokalisation
o Hinten: A. ethmoidalis posterior, A. sphenoidalis --> läuft in den Rachen/Mund, stark bis vital bedrohend
o Vorne: A. ethmoidalis anterior, Locus Kieselbachii --> blutet primär aus der Nase, meist eher harmlos
Was tun?: sitzend, Eiskravatte, Nierenschale vor Mund/ Nase, BD messen, venöse Leitung → Volumenverlust, Lokalisation finden --> Inspektion (Nase betäuben!!)
Therapie: vorne: Tamponade legen, Locus Kieslbachii: Veröden, hinten:falls Tamp. ungenügend→ DK in die Nase!
Nasenbeinfraktur
Beurteilung
o Geschlossen vs. offen
o Disloziert oder nicht
Erstmassnahmen
o Blutstillung, Wundversorgung (Tetanus?, ev auch Reposition), Ausschluss weitere Frakturen/Verletzungen, Fotodokumentation!
o Abschwellen: Kühlen, Antophlogistika
o Nach 5-7d ev. Reposition anstreben und Schienen
Mittelgesichtsfraktur
Einteilung
o Le Fort I-III, Orbitafraktur bedenken!
Klinik
o Blutung Nase, Mund, ggf. Rhinoliquorrhoe
o Monokel-Brillenhämatom
Erstversorgung
o CT (Ausschluss Begleitverletzungen), Blutstillung, OP-Planung
Orbitabodenfraktur ("blow out fracture"): Orbita sind in Kieferhöhle, Doppelbilder, Sensibilitätsstörungen N. infraorbitalis
Epiglottitis
• bevorzugt im Kindesalter
• Ursache: bakteriell (Haem.influenca, Strept.pneumoniae, Staph. aureus)
• Klinik: Schluckschmerzen, klossige Sprache, Fieber, Dyspnoe, inspiratorischer Stridor
• Therapie: Antibiotika, Sauerstoff, Überwachung, ev Intubation, wenn nicht intubierbar: Konio-/Tracheotomie
Notfälle rund ums Ohr
- Cerumen obturans
- Hörsturz
- Otitis externa acuta
- Otitis media acuta
- Tubenbelüftungsstörung
- Trommelfellverletzung
Otitis externa
o Klinik: äusserliche Schmerzen, Tragus-SZ, selten Schwerhörigkeit, wässriges Sekret, selten Allgemeinsymptome, geröteter und verengter Gehörgang
o Assoziiert mit: Ekzem, Schwimmen (Feuchtigkeit), häufiger Reinigung
o Erreger: Staphylokokken, Pseudomonas, Proteus, Streptokokkus
o Th: Spülen und Tampon-Einlage (mit AB+Steroide) + Analgetika (selten orale Antibiotika, nur bei Lymphadenitis/Perichondritis)
Otitis media
o Klinik: tiefe Ohren-SZ (lässt nach nach Perforation), immer Schwerhörigkeit (Schallleitungsstörung), selten Sekret (nur nach Perforation, schleimig - eitrig), oft Fieber und verminderter AZ, gerötetes Trommelfell
o Assoziiert mit: vorausgegangenem Infekt der oberen Atemwege
o Erreger: Streptokokkus pneumoniae, Haemophilus influenzae, Moraxella
o Therapie: abschwellende Nasentropfen, Analgetika, keine Evidenz für den Nutzen von AB
Tubenbelüftungsstörung
o Definition: Retraktion des Trommelfells oder Ergussbildung infolge Störung der Tubenfunktion
o Ursachen: oberer Luftwegsinfekt, Neoplasie im Epipharynx, rasche Druckveränderungen der Umgebung
o Klinik: Hörminderung und Druckgefühl, retrahiertes TF und Erguss sichtbar
o Therapie: abschwellende Nasentropfen, Valsalva-Manöver, ultima Ratio Parazentese (Loch ins Trommelfell)
Trommelfellverletzung
o Ursache: Ohrfeige, Manipulation
o Klinik: Hörminderung und Schmerzen, ev blutiger Ausfluss
o Befund: Trommelfellperforation, Schalleitungsschwerhörigkeit
o Therapie: abwarten bei absolutem Wasserschutz
Störungen des Geschmacksinns
- quantitativ: Dysgeusien (messbar)
- qualitativ: Normogeusie, Hypogeusie, Ageusie (nicht messbar!!!)
- peripher: Chorda tympani (Oralchirurgie), N.lingualis(Oralchir.), N. glossopharyngeus(Tonsillektomie)
- zentral: Hirnstamm, Mesencephalon/Pons, Thalamus/Cortex (zB. Hirnschlag, MS, Tumor)
- epithelial: Entzündung, Radiochemo, Medis, Stoffwechsel
- nervale Axone oder afferenter Nerv geschädigt (chir.)
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