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Geschichte Weimarer Republik - Kalter Krieg

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Dawes-Plan
- Unterstützung ab 1924 durch USA
- Minderung der durch den Versailler Vertrag festgeschriebenen Reparationszahlungen
- Notenpresse führte zu Hyperinflation
- Einführung Rentenmark
- stabilisierte die Krise, führte zu Wirtschaftsboom
- Goldene 20er / Roaring 20ies
Locarnopakt
- Ziel: Deutschland wieder in den Kreis der europäischen Großmächte zu integrieren
- nur durch Kompromiss mit Frankreich möglich
- F und DE einigten sich darauf, die Westgrenze zu akzeptieren
- Frankreich, Belgien und Deutschland garantieren sich gegenseitige militärische Hilfe, wenn die Grenzen überschritten werden würden
- Da nun die Unverletzlichkeit der Grenze versichert und ein Sicherheitssystem geschlossen wurde, nahmen die europäischen Staaten Deutschland 1926 in den Völkerbund auf.
Völkerbund
- Der Völkerbund war eine Internationale Organisation mit Sitz in Genf
- Er war ein nach dem Ersten Weltkrieg errichtetes Bündnis, um den europäischen Frieden zu sichern
- Er sollte die Friedensordnung in Europa sichern
- Die Sowjetunion befürchtete ein Bündnis der Westmächte gegen sich selbst. Um diesem Konflikt zu umgehen, schloss Deutschland mit der Sowjetunion 1926 den Berliner Vertrag
Berliner Vertrag
- Der Berliner Vertrag war ein am 24. April 1926 zwischen Deutschland und der UdSSR geschlossener Freundschaftsvertrag
- Er war die Fortsetzung des Vertrags von Rapallo (1922) und sollte der UdSSR zeigen, dass das Deutsche Reich auch nach den Verträgen von Locarno mit dem Westen und dessen Verbündeten mit der UdSSR zusammenarbeiten wollte. Somit wurde ein Ausgleich auf beiden Seiten geschaffen.
Rapallo-Vertrag
- Durch den 1922 geschlossenen Rapallo-Vertrag nahm Deutschland wieder diplomatische Beziehungen zu Sowjetrussland auf
- Damit verzichteten beide Staaten auf gegenseitigen Anspruch auf Kriegsentschädigungen, die Russland durch den Versailler Vertrag noch zugesprochen worden waren. - Durch diese Verknüpfung sollte die politische Isolierung auf beiden Seiten durchbrochen werden.
- Auch wirtschaftliche Vorteile begünstigte der Vertrag für Deutschland, da nun ein neuer Handelsweg für Rohstoffversorgung geschaffen werden konnte
Spartakusaufstand
- Nach der enttäuschenden Niederlage auf dem Reichsrätekongress (Der Reichsrätekongress tagte vom 16. bis 21. Dezember 1918 und sollte durch ein Wahlverfahren über die neue Staatsform entscheiden) traten die drei USPD-Mitglieder aus dem Rat der Volksbeauftragten aus. - - Als auf Veranlassung der SPD das Militär gegen linke Demonstranten in Berlin eingeschaltet wurde, verschärfte sich der Aufstand.
- Der Spartakusbund war eine Vereinigung von marxistischen Sozialisten in Deutschland, die während des Ersten Weltkriegs am Ziel einer internationalen kommunistischen Revolution festhielten, die bisher der USPD angehört hatten.
- Die kommunistischen Spartakisten bildeten am 1. Januar 1919 die KPD (Kommunistische Partei Deutschlands wurde am 30. Dezember 1918 gegründet und hatte seine Wurzeln im Spartakusbund. Ziel war die Errichtung einer sozialistischen Staatsforn)
- Sie sahen nun eine gute Möglichkeit, die sozialdemokratische Regierung umstürzen zu können
- Der Spartakusaufstand wurde schließlich durch sogenannte Freikorps niedergeschlagen, die auch die Morde an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg (eine bedeutende Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung. Sie galt als marxistische Theoretikerin und leitete mit Karl Liebknecht den Spartakusbund) verantworteten.
- Sie sind Leitbilder der kommunistischen Bewegung in Deutschland gewesen.
- Da Berlin aufgrund der Aufstände als Verhandlungsort der Nationalversammlung ausschied, wurde Weimar als Ersatzort bestimmt1.
Versailler Vertrag
- Im Januar 1919 begannen in Versailles die Verhandlungen der Siegermächte über die deutsche Nachkriegsordnung
- Frankreichs Ziel war es, Deutschland durch den Gebietsverlust des Rheinlandes dauerhaft zu schwächen. - Auch harte Rüstungsbegrenzungen und Reparationsforderungen wurden von den Franzosen gefordert
- Großbritannien setzte sich hauptsächlich dafür ein, Deutschland als Flottenkonkurrenz auszuschalten
- Beschränkung deutsches Heers
- dauerhafte Besetzung des linken Rheinufers (Gebiet in Westdeutschland, das im Ersten Koalitionskrieg erobert und von Frankreich annektiert worden war)
- alleinige Kriegsschuld Deutschlands
- Die Unterzeichnung dieses Vertrags löste landesweite Empörung aus. Er wurde als Schanddiktat bezeichnet und verstärkte die Propaganda der rechtsgerichteten Parteien, die durch die Dolchstosslegende die sozialdemokratische Regierung stürzen wollten
Dolchstosslegende
Die Dolchstoßlegende war eine von führenden Vertretern der deutschen Obersten Heeresleitung initiierte Verschwörungstheorie, die die Schuld an der militärischen Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg vor allem auf die Sozialdemokratie und andere demokratische Politiker abwälzen sollte.
Inflation
- bahnte sich schon während Krieg an
- anstatt drohenden Währungszerfall durch Sparmaßnahmen zu stoppen, gab die deutsche Regierung weiterhin Geld aus, über das sie gar nicht verfügte
- Dadurch konnten die ersten Reparationsforderungen und der Widerstand in der beglichen werden.
- 1923 Höhepunkt
- November Einführung der Rentenmark
Ruhrkrise
- Ruhrbesetzung = Höhepunkt eines politisch-militärischen Konfliktes, der 1923 im Ruhrgebiet zwischen dem Deutschen Reich und den belgisch-französischen Besatzungstruppen stattfand.
- Widerstand der Besetzung wird als Ruhrkrise bezeichnet
Kieler Matrosenaufstand
- Als die deutsche Seekriegsleitung im November 1918 den Befehl anordnete, nochmals gegen die britische Marine in den Krieg zu ziehen, protestierten Matrosen gegen diesen Auftrag.
- Krieg zu diesem Zeitpunkt bereits verloren gegangen war - wollten keine Opferung
- Regierung des Kaiserreichs unternahm nichts gegen diesen Widerstand, daher Ausbreitung durch die Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten
- lösten eine landesweite Revolution aus
- Ziel war die Stützung des Parlamentarismus und die Abdankung des Kaisers
Weltwirtschaftskrise
- Schwarze Freitag war Beginn einer globalen Rezession
- führte die politische Ordnung Deutschlands ins Chaos
- Aktienkurse in den USA brachen durch einen Finanzcrash ein
- USA zogen ihre Kredite aus Deutschland ab
- Kettenreaktion, da die deutsche Wirtschaft durch den Dawes-Plan mit US-amerikanischen Anleihen unterstützt worden war
- Deutsche Banken mussten zwangsläufig zusammenbrechen
- Industrieproduktion wurde drastisch reduziert
- hohe Arbeitslosigkeit
- keine Einigung über Arbeitslosenhilfe
Young-Plan
- Dieser Plan war letzte der Reparationspläne, die die Zahlungsverpflichtungen des Deutschen Reichs auf Grundlage des Versailler Vertrags regelten
- Er sollte ausgehen von den USA die deutsche Wirtschaft ankurbeln
Harzburger Front
- Die Harzburger Front war ein Bündnis antidemokratischer Nationalisten gegen die deutsche Regierung
- Ziel, die Regierung zum Abtritt zu zwingen
- durch deren Privatarmeen nahm der politische Terror wieder zu
Präsidialkabinette
-Parteien im Reichstag fanden keine regierungstaugliche Koalitionen
- Macht wurde dem Reichspräsidenten überlassen
- Dieser Beschluss entmachtete den Reichstag und ersetzte ihn durch Präsidialkabinette
- Präsidialkabinette war letzte der drei Reichsregierungen der Weimarer Republik
- Reichspräsident Hindenburg regierte nach dem Notverordnungsrecht, da die Parteien keine mehrheitsgerechte Koalition bilden konnten
Scheitern der Weimarer Republik
- Weltwirtschaftskrise
- p0litische Radikalisierung
- keine regierungsfähige Mehrheit bei Wahlen
- Zurückgreifen auf Notstandsartikel (Damit konnte man regieren (Exekutive), indem das Parlament vorübergehend ausgeschaltet wurde)
- Gesetze wurden verabschiedet, die im Parlament (Legislative) nicht durchgekommen wären
- Gewaltenteilung wurde ausgehebelt, hat Ansätze von Diktatur ermöglicht
- Bruch der Regierungskoalition
- Propaganda der NSDAP hat mehr Erfolge gezeigt als die Propaganda der Kommunisten
- Harzburger Front: Alle Parteien haben sich auf der rechten Seite zusammengeschlossen, die gegen die Demokratie waren. Es braucht eine starke Führung.
- Präsidialregierungen führen die Regierung, konnte vom entsprechenden Reichspräsident gewählt und abgesetzt werden. D.h. man hat dies nicht unbedingt nach dem Wunsch der Wähler, sondern nach dem Wunsch des Reichspräsidenten gemacht.
Chronologie Weimarer Republik
9. November 1918
Philipp Scheidemann (SPD) ruft die demokratische Republik aus
Karl Liebknecht (Spartakusbund) proklamiert die sozialistische Republik

10. November 1918
Bildung des Rat der Volksbeauftragten (SPD und USPD)

16. - 20. Dezember 1918
Reichsrätekongress in Berlin lehnt das sozialistische Rätesystem ab
Neuer Termin für Nationalversammlung

Januar 1919
Spartakusaufstand in Berlin
SPD erlangt die meisten Stimmen auf der
Nationalversammlung

6. Februar 1919
Nationalversammlung wählt Friedrich Ebert (SPD)
zum Reichspräsidenten

Februar 1919
Beginn der Friedensverhandlungen in Versailles

Juni 1919
Die deutsche Regierung unterschreibt den Versailler Vertrag

1920
Kapp-Lüttwitz-Putsch

1922
Rapallo-Vertrag zwischen Deutschland und
der Sowjetunion

1923
Landesweite Inflation
Putschversuch der NSDAP in München scheitert

1924
Dawes-Plan unterstützt die deutsche Wirtschaft

1925
Paul von Hindenburg wird neuer Reichspräsident
Locarnopakt mit Frankreich

1926
Deutschland tritt dem Völkerbund bei

1929
Schwarzer Freitag in den USA
(Weltwirtschaftskrise)

1930
Deutlicher Stimmenzuwachs der NSDAP
Bruch der Großen Koalition
Brüning wird neuer Reichskanzler

1931
Oppositionelle Parteien schließen sich in der
Harzburger Front zusammen

1932
Von Papen löst Brüning als Reichskanzler ab

4. Januar 1933
Geheimtreffen zwischen Hitler und von Papen

30.Januar 1933
Hindenburg ernennt Hitler zum Reichskanzler
(Kabinett der nationalen Erhebung)
Lebensraumpolitik
In Mein Kampf machte Hitler deutlich, dass Deutschland territorial zu klein sei, um das deutsche Volk dauerhaft ernähren zu können. Demnach müsste in Osteuropa ein "Großdeutsches Reich" geschaffen werden, das sich über Polen bis weit nach Russland erstrecken sollte. Neuer Platz für die arische Rasse sollte geschaffen werden.
Mussolini
Benito Mussolini war italienischer Politiker und ergriff 1922 durch einen Staatstreich die Macht. Er regierte bis 1943 als Ministerpräsident und Diktator.
Er hatte 1922 durch einen Staatsstreich die Macht.
NSDAP
- Seit 1925 versuchte die NSDAP, nicht mehr durch einen radikalen Umsturz, sondern mit der Teilnahme an Wahlen die Herrschaft zu übernehmen.
- Ihr unterstand mit der SA. Durch ihre Gewalt konnte sie politische Gegner einschüchtern
Reichstagsbrand
- Der Reichstagsbrand am 27. Februar 1933 wurde Kommunisten angelastet, wodurch Gesetze verabschiedet wurden, die die Verfolgung solcher Parteien legitimierte -- - Schon einen Tag später wurden die Grundrechte per Gesetz nochmals stark eingeschränkt
- Das Gesetz zum Schutz von Volk und Staat wurde einen Tag nach dem Reichstagsbrand vom Reichspräsidenten verabschiedet. Dies führte allmählich zur Beseitigung des demokratischen Rechtsstaat
- Kommunisten waren für diesen Anschlag verantwortlich gemacht worden
- Die Verfolgung und Einschüchterung politischer Gegner konnte somit in die Tat umgesetzt werden.
Reichstagsgesetz Nr. 17
- Bürgerliche Rechte werden aufgehoben (Schutz der Persönlichkeit, Privatsphäre, etc.)
- Eingriff in das Brief, Post und Telegraphen und Fernsprechgeheimnis = Lauschangriff
- demokratische Verfassung bzw. Grundrechte der Weimarer Verfassung werden damit ausgehebelt und ausser Kraft gesetzt
Ermächtigungsgesetz Nr. 25
- Aufheben der Gewaltenteilung
- Gleichschaltung der einzelnen Länder
- Ende des Föderalismus
- Hitler hat vorher gedroht, dass alle die dagegen stimmen, bestraft werden (Schlägertrupps)
Nürnberger Rassengesetze
- schränkten die Grundrechte der Juden in Deutschland zunehmend ein
- nicht nur die Eheschließung, sondern auch sexueller Verkehr zwischen Juden und Nicht-Juden wurde damit verboten
Reichskristallnacht
- Reichspogromnacht
- 1938 Höhepunkt des Antisemitismus im Nationalsozialismus
- radikale Truppen schlugen Fensterscheiben ein, plünderten Geschäfte und verprügelten jüdische Besitzer
- Synagogen wurden in Brand gesetzt
- jüdische Staatsbürger in Konzentrationslager deportiert
Sudetenkrise
- war die Auseinandersetzung zwischen der Tschechoslowakei und dem Deutschen Reich um das Sudetenland im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs
- Die Krise führte letztendlich zur widerstandslosen Besetzung der restlichen Tschechoslowakei durch Deutschland
Münchner Konferenz
- verhandelten Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland über die Debatte, ob ein Teil der Tschechoslowakei von Deutschland annektiert werden durfte
- die europäischen Staatsmänner kamen zu der Einigung, Deutschland die Eingliederung des Sudetenlandes zu gewähren.
- Tschechoslowakei war nicht beteiligt
Hitler-Stalin-Pakt
- Nichtangriffspakt SU und DE
- wurde am 23. August 1939 unterzeichnet
- Der Pakt garantierte Deutschland Neutralität seitens der Sowjetunion im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Polen
- Gleichzeitig wurde der Sowjetunion die im 1. Weltkrieg verlorenen Gebiete zugesprochen
- zwischen Deutschland und der Sowjetunion bekundeten die Staatschefs Neutralität in Bezug auf Polen
- Nur eine Woche später, am 1. September 1939, marschierten deutsche Truppen dennoch in Polen ein und setzten den Startschuss für den Beginn des Zweiten Weltkriegs
- geheimes Zusatzprotokoll (Aufteilung Polens)
- Frankreich und Großbritannien kamen daraufhin ihren Verpflichtungen nach und erklärten Deutschland den Krieg
Anti-Hitler-Koalition
- verbündete zwischen 1942 und 1945 die USA, Großbritannien und Sowjetunion im Kampf gegen das Deutsche Reich
Potsdamer Konferenz
- 1945 trafen sich die Staatschefs der USA, Großbritanniens und der Sowjetunion, um über eine politische und geografische Neuordnung Deutschlands zu beraten
- Gemeinsame Ziele waren:
- Demilitarisierung
- Denazifizierung
- Demokratisierung
- Deportationen
- Dezentralisationen
- Demontage
Alliierter Kontrollrat
- besteht aus USA, GB, F und SU
- soll das Land regieren, auch wenn sie einzelne Besatzungszonen hatten
Berlin-Blockade
- Berlin wurde nach 1945 in vier Besatzungszonen aufgeteilt, in denen sich die USA, Großbritannien und Frankreich 1948 zur Trizone
- Trizone ist der Zusammenschluss der westlichen Besatzungsmächte USA, Großbritannien und Frankreich, der im März 1948 erfolgte
- im östlichen Teil Berlins übernahm die Sowjetunion die Verwaltung
Eisener Vorhang
- Konfrontationen zwischen den USA und der Sowjetunion machten gemeinsame Verwaltung zu einem Ost-West-Konflikt, der die Welt in zwei Machtblöcke teilte
- westlichen Seite Kapitalismus und Demokratie
- östlich Sowjetunion in Mittel- und Osteuropa den Sozialismus (Der Sozialismus war eine Staatsideologie der Sowjetunion, die sich auf die Lehre von Karl Marx beruft)
- Er lehnt den westlichen Kapitalismus ab, betont soziale Gerechtigkeit und die Macht der Arbeiterschaft
- Als nächste Stufe solle der Kommunismus entstehen als Staatsform durchsetzte und die besetzten Länder von sich abhängig machte. Dieses Vorgehen beobachtete die US-Regierung mit großem Misstrauen.
Truman-Doktrin
- wurde am 12. März 1947 vom US-amerikanischen Präsident Harry S. Truman vor dem US-Kongress verkündet
- Durch diesen Beschluss rechtfertigten die USA notwendige Interventionen für solche Staaten, die von einer Machteroberung durch die Sowjetunion gefährdet waren
- Dies betraf besonders Deutschland, Griechenland und Türkei
Nürnberger Prozesse
- 1945 bis 1949
- stellten SS-Hauptkriegsverbrecher vor einen internationalen Gerichtshof
Marshallplan
- war ein großes Wirtschaftswiederaufbauprogramm der USA, das nach dem Zweiten Weltkrieg dem an den Folgen des Krieges leidenden Westeuropa zugute kam
- Es bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren
Bizone
- ist die Bezeichnung für den Teil Deutschlands, der nach dem Zweiten Weltkrieg der US-amerikanischen und der britischen Besatzungsmacht unterstellt war
- Die beiden ursprünglich getrennten Besatzungszonen wurden am 1. Januar 1947 zusammengeschlossen
- Später schloss sich Frankreich an (Trizone)
Konferenz von Jalta
- 1945 Konferenz auf der Halbinsel Krim
- Churchill, Roosevelt und Stalin führen Verhandlungen
- Zu diesem Zeitpunkt war es offensichtlich, dass DE den Krieg verliert
- Forderung der bedingungslosen Kapitulation von DE und Japan durch die Alliierten.
- D.h. das besiegte Land hat NICHTS zu sagen (darf keine Forderungen stellen) und das Besetzte Land kann mit dem besiegten Land machen was es will
- Besatzung und Kontrolle DE
- Aufteilung in 3 Besatzungszonen
Konferenz von Teheran
- 1943 Konferenz (USA, GB und SU)
- Erste Konferenz der „Grossen Drei" bzw. der Regierungschefs der drei Hauptalliierten der Anti-Hitler-Koalition.
Inhalt:
- Absprache über die weitere Vorgehensweise in Europa
- Zeit nach dem Sieg der Alliierten über DE
- Plan: Aufteilung DE in Besatzungszonen durch die Alliierten
Blockfreien Staaten
haben weder zur westlichen (USA) noch zur SU Seite gehört
Jugoslawien
- hatte einen starken Widerstand (Partisanen (Kommunisten - Freiheitskämpfer)
- Tito war eine wichtige Persönlichkeit. Er war der Anführer der Partisanen
- Nach der Vertreibung der Deutschen hat er begonnen einen kommunistischen Staat aufbauen, aber nicht im Schlepptau der SU
- Tito hat sich gegen Einfluss von Stalin gewehrt. Den Jugoslawen ist es gelungen ein planwirtschaftliches System aufzubauen, welches trotzdem noch eine Verantwortung der Arbeiter zugelassen hat → Genossenschaften.
- Das ist ein anderes Modell als die staatlich verordnete Planwirtschaft
- Tito war nachher mit dem ägyptischen und indischen Präsidenten verantwortlich, dass die Blockfreien Staaten entstanden sind
Griechenland
- Auslöser für die Entstehung des kalten Krieges!
- Die stärkste Kraft gegen den Nationalsozialisten bzw. Faschisten waren die Sozialisten. Die Sozialisten wollten Beteiligung an Griechenlands Regierung. Nach dem Krieg bestand die Gefahr, dass die Sozialisten gewählt wurden. Stalin fand es super, wenn in Griechenland ein sowjetfreundliches System entsteht. Darum hat er die Sozialisten unterstützt.
- Mit der Wahl der Sozialisten hätte sich der Einflussbereich der SU vergrössert.
- Die Briten wollten verhindern, das Griechenland sozialistisch wird. Deshalb haben die Briten die Faschisten (und somit ehem. Kollaborateuren mit Hitler) unterstützt.
- Bürgerkrieg: Faschisten (mit Unterstützung GB) vs. Sozialisten (mit Unterstützung SU). 1947 entstand eine faschistische Diktatur.
- Dieses Beispiel hat dem Westen ziemlich zugesetzt. Westen hatte Angst, dass es sich noch mehr Länder (zB. Türkei oder Italien) mit der SU zusammenschliessen könnte.
- Italien hatte nämlich eine ähnliche Konstellation wie Griechenland. Partisanen und Faschisten. Der Westen hatte Angst, dass IT auch sozialistisch wird. Wichtig: hier muss man im Hinterkopf haben, dass der Krieg alles zerstört hatte. Den Menschen ging es nicht gut und der Sozialismus gab eine Hoffnung nach einem besseren Leben.
- Aus diesen Gründen musste sich die USA etwas überlegen. Sie wollten in die Länder investieren, anstatt Reparationszahlungen zu verlangen → Basis für
Albanien
Land wurde auch kommunistisch. War eng mit SU verbunden
- hat aber versucht einen autarken (absolut unabhängig von Aussen → eigene Wasser, Energie und Lebensmittelversorgung) Staat aufzubauen
- Es gab dort sogar Öl. Die Menschen waren zwar arm, aber absolut unabhängig!
- Später hat das Land sich China angeschlossen
Russland unter Stalin
- Friede, Land, Brot (Friede von Brest-Litowsk)
- Lenin: stellt rote Armee auf, Führer = Trotzki
- Problem: Kommissare (Volksbeauftragte, keine Ahnung von Ackerbau) sagten Bauern, was sie anpflanzen mussten. → Misswirtschaft bringt weniger Erträge und Bauern beginnen aufgrund des Zwanges die Arbeit zu verweigern. Überschüsse der Bauern sollen in die Städte gebracht werden. → Hungersnot
- Lenin: Kommunismus mit privater Initiative = Lösung. Gründet Kolchosen (Zwang zu Zusammenschlüssen von Bauern mit Privatbesitz)
• NEP = Neue Economische Politik
• 21. Januar 1924: Tod von Lenin
• Nachfolger = Stalin
• Verhältnis Lenin/Stalin: Lenin wollte Stalin nicht als seinen Nachfolger!
- Lenin hatte grosse Bedenken, dass es Stalin nur um die Macht ging
- Stalin hat mit verschiedenen Leuten Bündnisse geschlossen, um andere ins Abseits zu schlagen. Er wollte verhindern, dass jemand anderes ihn entmachten konnte.
- Stalin ordnete Zwangsumsiedlungen an, damit sich alle als Genossen bzw. Sowjets sahen und somit die einzelnen Nationalitäten in der Hintergrund rückten
- Stalin → Kommunismus im Mutterland (erstmal im eigenen Land die Revolution sichern bzw. die eigene Macht sichern, bevor Revolution in anderen Ländern durchgeführt wird)
- stellt 5-Jahres-Plan auf
Casablanca Konferenz
- Geheimtreffen der Alliierten bzw. der Anti-Hitler-Koalition zwischen Roosevelt (US-Präsident) und Churchill (britischer Premierminister). Stalin konnte nicht teilnehmen, war beschäftigt mit Stalingrad
Kriegsziele:
→ bedingungslose Kapitulation des dt. Reiches, Italien und Japan. DE konnte sich auf die in der Atlantik-Charte festgelegten Prinzipien berufen.
→ Verstärkung der Luftangriffe auf deutsche Städte, DE soll vollständig besetzt werden und via Bombenkrieg in die Knie gezwungen werden.
Atlantik-Charta
- (Vorgeschichte UNO)
Noch vor dem Kriegseintritt der USA verständigen sich Roosevelt und Churchill auf die Prinzipien einer globalen Nachkriegsordnung, um ein System dauerhafter Sicherheit zu gewährleisten:

→ Verzicht auf territoriale Expansion
→ gleichberechtigter Zugang zum Welthandel und zu Rohstoffen
→ Verzicht auf Gewaltanwendung
→ Selbstbestimmungsrecht für die alle Völker
→ engste wirtschaftliche Zusammenarbeit aller Nationen mit dem Ziel der Herbeiführung besserer Arbeitsbedingung, eines wirtschaftlichen Ausgleichs und des Schutzes der Arbeitenden
→ Freiheit von Furcht und Not
→ Freiheit der Meere
→ Verzicht auf Waffengewalt
Washington-Pakt
- Die 26 Staaten der Anti-Hitler Koalition unterzeichnen die Deklaration vereinter Nationen. Sie diente der Formalisierung und Bekräftigung der zuvor beschlossenen Atlantik-Charta und war ein Schritt auf dem Weg zur Gründung der Vereinten Nationen. Inhalt:
→ alle Anstrengungen im Kampf gegen die Achsenmächte (DE, Japan, Italien und deren Verbündete) zu unternehmen
→ dauerhaftes System internationaler Sicherheit errichten
→ Verzicht auf separate Friedensschlüsse oder Waffenstillstandsabkommen
UNO
- 1945 Gründung Weltorganisation zur Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit (politisch, wirtschaftlich und sozial Zusammenarbeit) → Vereinte Nationen. Jedes Volk darf seine Regierung selber wählen → das knüpft an das Selbstbestimmungsrecht der Völker an.
- Abstimmungsverfahren (UNO) → hier wurde noch keine Einigung erzielt. Ständige Mitglieder haben immer Veto-Recht → Abstimmungsmodus im UNO Sicherheitsrat (Siegermächte 2.WK GB, USA, SU, FR + China (weil es das bevölkerungsreichste Land der Welt ist)): Verpflichtung zur Einstimmigkeit. Alle Änderungen