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Geburtshilfe - Refresher

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schwangerschaftsbedingter DM durch Steigerung der kontrainsulinären Hormonproduktion. 305 % der Schwangeren betroffen; nur jede Zehnte hat vorbestehenden DM.
Erhöhte Insulinempfindlichkeit in Frühschwangerschaft -> Resistenz in Spätschwangerschaft möglich -> vermehrter Insulinbedarf.
Risikofaktoren: Übergewicht, familiäre Disposition
Komplikationen eines schlecht eingestellten DM: dauerhaft erhöhter BZ -> Polyhydramnion, Permeabilitätsstörung der PlazentaSauerstoffmangel, fetaler Hyperinsulinismus -> Lungenunreife, Organunreife, Makrosomie (verstärkte Wirkung Steroide = "Insulinmast"), Polyhydramnion

Klinik: oft asymptomatisch. Auftreten: meist im 2. Trimenon

Diagnostik: Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchung:
- jedes Mal: Urin (Glukosurie?)
- in 24. SSW findet oGTT statt. Richtwerte:
Nüchtern-BZ sollte 92 mg/dl nicht überschreiten
verkürzter oGTT (Vorteil: keine obligate Nüchternheit, einfach: 50 g Glukose in 200 ml Wasser) -> BZ nach einer Stunde nicht höher als 140 mg/dl
vollstandiger oGTT: 75 g Glukose in 300 ml Wasser, Nüchternheit! Nüchternwert sollte unter 90 mg/dl sein, nach einer Stunde unter 180 mg/dl, nach 2 Stunden unter 152 mg/dl.
- HbA1c (Norm: 5-6,5 %)

Therapie:
- Diät
- bei maglelndem Erfolg Insulintherapie nach dem Basis-Bolus-Prinzip
-keine oralen Antidiabetika (Teratogenität)

Risiken:
- bei gut eingestelltem Diabetes keine
- 50% aller Frauen mit Gestationsdiabetes entwickeln in 10 Jahren DM 2
- Embryofetopathia diabetica bei schlecht eingestelltem Diabetes: erhöhte Fehlbildungsrate