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Klinische Pharmazie Altfragen Teil 1

STUDY
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Terms in this set (...)

Was ist die Hauptursache für COPD?
Rauchen
Kann man mit Bronchodilatatoren eine vollständige Heilung von COPD erreichen?
Nein
Theophyllin: Was passiert beim Rauchen?
Enzyminduktion von CYP1A2 → Dosiserhöhung nötig (CAVE: bei Raucherentwöhnung
Downregulation der Enzyme → Dosisminderung, sonst UAWs)
Outcomes (Ergebnisindikatoren, die Therapiewahl bestimmen) bei der Bewertung von
Lungenpatienten:
a) Krankenhauseinweisungen
b) Verbesserte Lebensqualität (LQ)
c) richtige Inhalationstechnik
(falsch: Mortalität; vermehrte Anwendung von Glucocorticoiden)
Asthma- Patient mit 2 Rezepten: Oxis Turbohaler - Formoterol und Berotec - Fenoterol;
Doppelverordnung?
Nein, da es Stufenplan entspricht [Stella: "Pseudodoppelverordnung"]:
Fenoterol (SABA) → Reliever (Bedarfsmedikation)
Formoterol (LABA) → Controller (Dauermedikation)
Welche Wirkstoffklasse sind Omalizumab und Salbutamol? Kontroller oder
Bedarfsmedikation?
Omalizumab Controller
Salbutamol Bedarfsmedikation
Durch was kann Asthma bronchiale verursacht werden?
a) Antibiotika
b) Analgetika
c) ß-Blocker
d) Schleifendiuretika
e) Sulfonylharnstoffe
a) Antibiotika → nein
b) Analgetika → ja
c) ß-Blocker → ja
d) Schleifendiuretika → nein
e) Sulfonylharnstoffe → nein
Aerosole und Deposition: Was ist richtig?
a) abhängig von den physikochemischen Eigenschaften des WS
b) abh. von Atemmethodik
c) abh. vom Aerosol-Gerät
d) abh. von den anatomischen Verhältnissen
a) abhängig von den physikochemischen Eigenschaften des WS → ja
b) abh. von Atemmethodik → ja
c) abh. vom Aerosol-Gerät → ja
d) abh. von den anatomischen Verhältnissen → ja
Frage zu SABA:
a) wirken innerhalb von 5 Minuten
b) wirken innerhalb von 30 Minuten
c) sind für den Akutfall
a) wirken innerhalb von 5 Minuten → richtig
b) wirken innerhalb von 30 Minuten
c) sind für den Akutfall → richtig
LABA:
a) kann auch für akute Anfälle verwendet werden
b) Wirkeintritt zu lange, daher nicht für Akutanfälle bestimmt
a) kann auch für akute Anfälle verwendet werden → falsch
b) Wirkeintritt ist zu lange, daher nicht für Akutfälle bestimmt → richtig
Worin liegen die Unterschiede zwischen Reizmagen und Reizdarm, wenn 25 % der Symptome
übereinstimmen?
Reizmagen: Sodbrennen, saures Aufstoßen
Reizdarm: veränderter Stuhlgang
Aus welchen Wirkstoffen besteht die italienische und französische Tripeltherapie zur Eradikation von H.
pyloris?
ital.: PPI, Metronidazol, und Clarithromycin
franz.: PPI, Clarithromycin und Amoxicillin
Was versteht man unter Zöliakie/Sprue?
Chronische Erkrankung der Dünndarmschleimhaut auf Grund einer Überempfindlichkeit gegen
Bestandteile von Gluten
Was sind mögliche Wirkstoffe bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen? (3 Stück)
Sulfasalazin, Mesalazin, Olsalazin, 6-Mercaptopurin, Azathioprin, Methotrexat, Adalimumab,
Infliximab, Golimumab, Ciclosporin, Tacrolismus
Was ist der (Haupt-)Grund für Dyspepsie?
Heliobacter Pylori
Was kennzeichnet einen unbehandelten Patienten mit leichter bis mäßiger Hypertonie? (3
Punkte)
zentralnervöse Symptome: Kopfschmerz, Schwindel, Konzentrationsschwäche, Sehstörungen
häufiges Nasenbluten, Flush
Welche 4 Parameter werden beim „Check-up-Service" für Hypertonie-Patienten gemessen?
Blutdruck [inkl. Puls], Blutzucker, Blutfettwerte, Körpergewicht/BMI
Zuordnung orale Antidiabetika:
Pioglitazon
Glibenclamid
Statine/Fibrate [?]
?
Pioglitazon → Gewichtszunahme (keine Hypoglykämie)
Glibenclamid (Sulfonylharnstoff) → Hypoglykämie-Symptome (Schweißausbrüche, Tachykardie)
... → Rhabdomyolyse
... → Hyperglykämie-Symptome
Welche Aussagen sind richtig?
a) Nach Herzinfarkt keine Statine wegen Rhabdomyolyse-Gefahr
b) Kombi Statine/Fibrate/Nikotinsäureamind gilt als sicher und belegt
c) ASS-Gabe als Präventionsmaßnahme bei Hypertonie, Albuminurie und bei Rauchern im Rahmen
des Diabetes induziert
d) Kombi aus ASS und Clopidogrel bei Stent-Implantation
a) Nach Herzinfarkt keine Statine wegen Rhabdomyolyse-Gefahr → richtig
b) Kombi Statine/Fibrate/Nikotinsäureamind gilt als sicher und belegt → falsch
c) ASS-Gabe als Präventionsmaßnahme bei Hypertonie, Albuminurie und bei Rauchern im Rahmen
des Diabetes induziert → falsch
d) Kombi aus ASS und Clopidogrel bei Stent-Implantation → richtig
Was trifft zu?
a) oGTT bei Schwangerschaftsdiabetes-Diagnose
b) Blutzucker im Vollblut niedriger als im Plasma
c) Symptome Diabetes: Polyurie; Polydypsie; Gewichtsabnahme; Abgeschlagenheit,
Wundheilungsstörungen, Acetongeruch
d) BZ>200mg/dl auf jeden Fall pathologisch
a) oGTT bei Schwangerschaftsdiabetes-Diagnose → richtig
b) Blutzucker im Vollblut niedriger als im Plasma → richtig
c) Symptome Diabetes: Polyurie; Polydypsie; Gewichtsabnahme; Abgeschlagenheit,
Wundheilungsstörungen, Acetongeruch → richtig
d) BZ>200mg/dl auf jeden Fall pathologisch → richtig
Ratschläge beim selbstständigen Blutdruckmessen (was ist richtig):
a) im Sitzen
b) im Stehen
c) Ruhewert, nicht nach körperlicher Anstrengung
d) Dokumentation
a) im Sitzen → richtig
b) im Stehen → falsch
c) Ruhewert, nicht nach körperlicher Anstrengung → richtig
d) Dokumentation → richtig
Zuordnung von arzneistoffen
a) Verzögerung der diabetischen Nephropathie
b) LDL-Senkung

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andere Frage:
Welche Evidenz-basierten Effekte (Liste 1) können mit welchen Arzneistoffgruppen (Liste 2)
bei Diabetikern erzielt werden? Ordnen Sie richtig zu!
Liste 1:
(A) Verzögerung der diab. Nephropahtie
(B) LDL-Senkung -Reduktion von kardiovask. Ereignissen

Liste 2:
(1) ß-adreno-Rezeptorenblocker
(2) ATI-Rezeptor-Antagonisten
(3) CSE-Inhibitoren (Statine)
(4) Fibrinsäureanaloga (Fibrate)
Fachschaft:
a) Verzögerung der diabetischen Nephropathie → ß-Blocker, Sartane
b) LDL-Senkung → Statine, Fibrate
Stella:
a) Verzögerung der diabetischen Nephropathie → ---, Sartane, ACE-Hemmer
b) LDL-Senkung → Statine, Fibrate

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andere Frage:
A: 2
B: 3 und 4
Ein Patient zeigt seine Dokumentation von Blutzucker- und HbA1c-Werten. Sie hinterfragen
sein Insulinschema, den Korrekturfaktor und wie er diese Angaben anwendet. Welche
Aussagen des Patienten sind plausibel?
a) Bei einem Korrekturfaktor von 30 mg/dl müsse er sich im Falle einer präprandialen
Hyperglykämie zusätzlich zu seinem BE-abhängigen Insulin Alt-Insulin spritzen.
b) Das kurz- als auch langwirksame (NPH) Insulin appliziere er sich in das gleiche Bauchareal.
c) Der Patient erläutert Ihnen, dass er sich bei einem Korrekturfaktor von 60 mg/dl 2 IE Alt-Insulin
spritzen würde, um seinen Blutzucker um 60 mg/dl zu senken.
(Eine, keine oder mehrere Aussagen sind richtig)
Fachschaft:
a) Bei einem Korrekturfaktor von 30 mg/dl müsse er sich im Falle einer präprandialen
Hyperglykämie zusätzlich zu seinem BE-abhängigen Insulin Alt-Insulin spritzen. → falsch
b) Das kurz- als auch langwirksame (NPH) Insulin appliziere er sich in das gleiche Bauchareal. →
richtig
c) Der Patient erläutert Ihnen, dass er sich bei einem Korrekturfaktor von 60 mg/dl 2 IE Alt-Insulin
spritzen würde, um seinen Blutzucker um 60 mg/dl zu senken. → falsch (1 IE)
(Eine, keine oder mehrere Aussagen sind richtig)

Franzi und der Rotwein-Fan:
a) Schwachsinn // an der Frage vorbei geantwortet
b) falsch! (zum Oberschenkel gehört auch der BOBBES)
c) falsch - Jede IE muss mit einem persönlichen Faktor multipliziert werden.
Nennen Sie nichtmedikamentöse Maßnahmen, die ein Hypertoniker zur Unterstützung der
medikamentösen Therapie ergreifen kann.
Rotweintrinken - JUHUUU!

außerdem:
Sportliche Aktivität
Ernährungsumstellung (wenig NaCl, alternativ Pan-Salz (KCl);reichlich Obst und Gemüse; weniger
tierische Fette)
Rauchen einstellen
Gewichtsreduktion
Alkoholgenuss einschränken
regelmäßig Blutdruck messen
Stress vermeiden
Warum haben Hypertoniker eine schlechte Compliance?
symptomfrei
leiden erst an Spätfolgen
Nebenwirkungen
müde und nicht leistungsfähig zu Therapiebeginn
Welche WS-Gruppen gegen Dyslipoproteinämie verhindern die Aufnahme von Cholesterin?
Clofirbinsäure
Phytosterine (Sterole)
basische Anionenaustauscherharze
Ezetimib
Clofirbinsäure → falsch
Phytosterine (Sterole) → richtig
basische Anionenaustauscherharze → richtig
Ezetimib → richtig
Frage Schwachsinn??

Eine Altinsulin-Einheit morgens senkt den Blutzucker um xxx.
Eine Altinsulin-Einheit abends senkt den Blutzucker um x.
1 BE entspricht xxx
1 BE entspricht xxx.
(1BE ist kalorisch äquivalent mit xxx Kohlenhydraten.)
Eine Altinsulin-Einheit morgens senkt den Blutzucker um 30 mg/dl.
Eine Altinsulin-Einheit abends senkt den Blutzucker um 60 mg/dl.
1 BE entspricht 1 IE.
1 BE entspricht 30 mg/dl.
(1BE ist kalorisch äquivalent mit 12g Kohlenhydraten.)
Welche Mittel setzt man gegen Bluthochdruck ein?
ACE-Hemmer, β-Blocker, Sartane, Aldosteron-Antagonisten, Diuretika
Nennen Sie die 3 Einteilungen des Blutdrucks mit Angaben des systolischen und diastolischen
Blutdrucks.
[mm Hg] syst diast
Schweregrad 1 > 140 > 90
Schweregrad 2 > 160 > 100
Schweregrad 3 > 180 > 110
Insulin richtig oder falsch
a) Sport schwächt Insulinwirkung ab
b) Warmes Bad fördert die Resorption
c) Anteil des Altinsulins am Mischinsulin ist abhängig vom Übergewicht des Patienten
[Stella: "Sport senkt Blutzuckerspiegel"]
a) Sport schwächt Insulinwirkung ab → falsch (erhöht Insulinempfindlichkeit der Muskulatur)
b) Warmes Bad fördert die Resorption → richtig
c) Anteil des Altinsulins am Mischinsulin ist abhängig vom Übergewicht des Patienten → falsch
WS-Gruppen zur Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt?
Antikoagulantien (Heparin, Vit.K-Antagonisten)
Thrombozytenaggregationshemmer (ASS, Clopidogrel)
ACE-Hemmer, Nitrate, β-Blocker, Diuretika
Statine, Fibrate
Leitlinien Herzinsuffizienz?
ESC [Zeitliche Klassifizierung]
NYHA → Class 1-4 [symptomatische Klassifizierung]
ACC/AHA → Stage A-D [klinisch ganzheitliche Klassifizierung]
Was führt zur Herzinsuffizienz?
Virusinfektion
Hypertonie
KHK
Mitralklappendefekt
Hyperlipidämie
Diabetes
Niereninsuffizienz
übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum
Übergewicht; zu wenig körperliche Aktivität
Diabetes-Patient: INR>6
(international normalized ratio) => erhöhte Blutungsneigung!
(Warfarin?)
noch eine schwachsinnsfrage?

Diabetes:
1) Korrekturfaktor, normal eingestellt, präprandial
2) alle Insulinarten können in gleiche Bauchregion gespritzt werden
Diabetes:
1) Korrekturfaktor, normal eingestellt, präprandial → plus 2 IE
2) alle Insulinarten können in gleiche Bauchregion gespritzt werden → richtig
Wie muss ein Insulin mit folgender Bezeichnung eingenommen werden?
Protaphane 30/70 12-6-12:
→ 9 schnellwirksame und 21 langwirksame Einheiten
morgens 12, mittags 6, abends 12 Einheiten jeweils max. halbe Stunde vor dem Essen
Diabetes richtig oder falsch
a) oGTT bei Schwangeren möglich
b) Blutzucker im Vollblut 10% höher als bei Messung in der Fingerkuppe
c) Blutzucker im Vollblut von 113-126 mg/dl ist nicht pathologisch
d) Symptome der Hyperglykämie sind Polyurie, Polydypsie und Dehydratation
a) oGTT bei Schwangeren möglich → richtig
b) Blutzucker im Vollblut 10% höher als bei Messung in der Fingerkuppe → falsch, da auch
Fingerkuppe kapillares Vollblut
c) Blutzucker im Vollblut von 113-126 mg/dl ist nicht pathologisch → richtig (normal: 70-
140mg/dl) [postprandial? chronisch?]
d) Symptome der Hyperglykämie sind Polyurie, Polydypsie und Dehydratation → richtig
Was bedeutet Polyurie und Polydypsie? (Antwortmöglichkeiten: Hunger, Durst, Harndrang,
Bettnässen)
Polyurie → Harndrang
Polydypsie → Durst
Muskelschmerzen als NW bei?
a) Statine
b) Fibrate
c) Nikotinsäurederivate
a) Statine → ja
b) Fibrate → ja
c) Nikotinsäurederivate → nein
HbA1c erklären und warum ist der Wert besser als der Blutzucker:
Wert gibt Anteil in % an irreversibel glykosilierten Hämoglobin an
erlaubt Aussage über den mittleren Glucosespiegel der vergangenen 8-12 Wochen
Nennen sie 5 Symptome von Diabetes
Polydypsie
Polyurie
Gewichtsabhname
Müdigkeit/ Abgeschlagenheit
Wundheilungsstörungen
Acetongeruch
Infektionen
Grenzwerte bei Diabetes mellitus Patienten
Gesamtcholesterin
LDL
HDL Männer
HDL Frauen
Triglyceride
Gesamtcholesterin Unter 180 mg/dl
LDL Unter 100 mg/dl
HDL / Männer Über 50 mg/dl
HDL / Frauen Über 40 mg/dl
TG Unter 150 mg/dl
Spätfolgen von Diabetes?
Mikroangiopathie
Makroangiopathie
diabetischer Fuß
Melagatran:
oraler [? - schlechte BV deswegen doch Ximelagatran] direkter Thrombinhemmer, hemmt das aktive Zentrum von Thrombin
Warum darf man bei Anthracyclinen die kumulative Gesamtdosis nicht überschreiten?
Kardiotoxizität (zuerst reversible Herzrhythmusstörungen, dann irreversible Kardiomyopathien),
auch dosislimitierende Knochenmarkssuppression
Studiendesigns in der Pharmakoepidemiologie?
deskriptive Studien (Correlational Studies; Case Report; Cross sectional surveys)
analytische Studien (Case Control Studies; Cohort Studies; Clinical Trials)
retrospektive Studien
prospektive Studien
transversale Studien
longitudinale Studien

____
Einteilung aus den Folien:
deskriptiv ↔ analytisch
retrospektiv ↔ prospektiv
transversal ↔ longitudinal
Jährlich werden immer mehr Kosten für das Gesundheitswesen ausgegeben (gemessen am
relativen Bruttoinlandsprodukt),
weil
die Einnahmen für das Gesundheitswesen vom Faktor Arbeit abhängen
schon davon abhängig, aber eher vermehrte Kosten durch Alterung der Gesellschaft
Altes Medikament vs. neues Medikament, bei beiden wurden Kosten
angegeben (für Behandlung und für Medikamente) sowie Anzahl der symptomfreien Tage
(alles in einer Tabelle).
Berechnung: incrementelle Kosten (= Kostendifferenz einer medizinischen Intervention +
Vergleichsstrategie)/ incr. Outcome und CEA
(incr. Kosten/incr. Outcome)
Bspl.:
altes Medikament: kosten 400€, Hilfsmittel 400€ und bringt 230 symptomfreie Tage
neues Medikament: kostets 1050€ + 50€ und bringt 290 SFD
alt:
(400 €+400 €)/230S FD=3,48 €/SFD

neu:
(1050 €+50 €)/290 SFD=3,79 €/SFD
Zeitungsartikel Schlaganfall- Auflistung von Kostentreibern: Welches Studiendesign?
Kosten-Nutzen-Studie (COI → Cost-of-illness Study)
Ausschlusskriterien bei Fentanyl-Studien?
Pat. mit Lungenerkrankungen (Asthma,COPD)
Pat. mit Hauterkrankung (Allergie, Sonnenbrand)
Drogenabhängige (Heroin)
Pat. mit Obstipation
Schwangere
Leistungssportler
Was ist bzw. Eigenschaften von CUA?
CUA = Cost-Utility-Analysis = Kosten-Nutzen-Analyse → Rechtfertigt der Zusatznutzen die
erhöhten Kosten?
Wichtig für Austauschbarkeit von 2 Präparaten?
Bioäquivalenz
in vitro Freisetzung
food-effect
Arzneistoffmenge bzw Dosis
Darreichungsform
Produzenten- / Konsumentenrisiko?
Produzentenrisiko: AM ist nicht bioäquivalent (Beurteilung), obwohl sie tatsächlich bioäquivalent
sind.
Konsumentenrisiko: AM ist bioäquivalent (Beurteilung), obwohl es tatsächlich nicht bioäquivalent
ist.
Erläutern die die Begriffe inter- und intraindividuelle Variabilität.
interindividuelle Variabilität: Variabilität zwischen verschiedenen Personen → Parallel-Gruppendesign
intraindividuelle Variabilität: Variabilität in einem Individuum → Cross-over-Studie
Welche Aussagen zu Bioverfügbarkeitsstudien treffen zu?
a) Die klinische Durchführung sollte möglichst standardisiert erfolgen
b) Zur Bewertung der BV dürfen nur modellfreie, d.h. direkt aus den Messwerten berechnete
Parameter herangezogen werden
c) Die wichtigsten Parameter zur Bewertung der BV sind AUC, cmax und tmax
d) Die untere Bestimmungsgrenze des analytischen Verfahrens sollte mindestens 1/10 von cmax
erfassen
e) Für die biometrische Auswertung von AUC und c max werden die Daten logarithmisch
transformiert
a) Die klinische Durchführung sollte möglichst standardisiert erfolgen → richtig
b) Zur Bewertung der BV dürfen nur modellfreie, d.h. direkt aus den Messwerten berechnete
Parameter herangezogen werden → richtig
c) Die wichtigsten Parameter zur Bewertung der BV sind AUC, cmax und tmax → richtig
d) Die untere Bestimmungsgrenze des analytischen Verfahrens sollte mindestens 1/10 von cmax
erfassen → [FALSCH: laut Folien und Stella 1/20 = LOQ (lowest ... quotient)]
e) Für die biometrische Auswertung von AUC und c max werden die Daten logarithmisch
transformiert → richtig
BV: Was ist richtig?
a) absolute BV durch Vergleich von Test gegen p.o.
b) relative BV durch Vergleich von Test gegen i.v.
c) BV kann durch Metabolismus in Darmzellen verringert sein
d) BV ist das Maß für die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Anflutens des WS im Blut
a) absolute BV durch Vergleich von Test gegen p.o.→ falsch, Vgl. gg. iv.v
b) relative BV durch Vergleich von Test gegen i.v. → falsch, Vgl. 2er Darreichungsformen
c) BV kann durch Metabolismus in Darmzellen verringert sein→ richtig
d) BV ist das Maß für die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Anflutens des WS im Blut → richtig
Üblicherweise werden die Akzeptanzgrenzen von 80 bis 125% für die
Bioäquivalenzentscheidung bezüglich AUC zugrunde gelegt,
weil
die europäischen Zulassungsbehörden eine Power von mindestens 80% bei solchen klinischen
Studien fordern.
richtig
Blutabnahmezeitpunkte für BV Studien
während der Anflutungsphase 3-5 Messwerte
um das Maximum 3-5 Messwerte
während der Eliminationsphase 3-4 Messwerte
Definieren Sie Effektivität und Effizienz.
Fachschaft:
Effektivität: Wirksamkeit unter Alltagsbedingungen
Effizienz: Wirksamkeit unter Idealbedingungen → FALSCH

----
Effizienz= Verhältnis Wirksamkeit/Kosten

Wirksamkeit = Efficacy = klinische Wirksamkeit unter idealen kontrollierten Bedinungen
BV-/BÄ-Studien: Design
Probanden (m/w); n≥12
cross-over-Studien (intraindividueller Vergleich)
Nüchternapplikation
validierte, selektive Analytik
Zielgrößen Cmax (rate); AUC (extent)
Was sind deskriptive Studien und wofür verwendet man sie?
deskriptive Studien:
fokussieren auf Häufigkeit (frequenzy) und Verteilung (distibution) von Ereignissen/Erkrankungen;
dienen der Formulierung von Hypothesen
Bsp: Auswertungen von Datenbanken
rein beschreibende Studien

analytische Studien:
fokussieren auf die auslösenden und bestimmenden Faktoren (determinants) von
Ereignissen/Erkrankungen
dienen der Testung und der Bestätigung von Hypothesen
Bsp: Kausalzusammenhänge zur Prognostizierung von Therapieerfolgen, Erkrankungen oder
Risiken
Nennen Sie Kennzahlen für „frequency"
Prävalenz und Inzidenz [kumulativ und altersspezifisch]
Bei Fentanyl-Studien müssen Leistungssportler ausgeschlossen werden,
weil
man den Antagonisten Naltrexon oral geben muss
Fachschaft:
→ richtig (Leistungssportler haben einen hohen endogenen Endorphin-Spiegel → Auslösung einer
Entzugssymptomatik möglich)

Stella:
falsch, +additive Effekte Fentanyl+Endorphin → Atemdepression
Was sind Segment I-III Studien und an wem werden sie durchgeführt?
Stella:
Teratogenität
I: Präkonzeptionell
II: während der Schwangerschaft
III: postnatal
Was wird unternommen, um die Pharmakovigilanz in Europa zu verbessern? 2 zentrale
Stichpunkte nennen!
Reflexionsprozess über Möglichkeiten zur Verbesserung des Marktzugangs und die Initiativen im
Bereich der Arzneimittelforschung in der EU
Bekämpfung der immer häufiger auftretenden Arzneimittelfälschungen und illegalen Verbreitung
von Arzneimitteln
Bereitstellung von hochwertigen, für die Bevölkerung leicht zugänglichen Informationen über
verschreibungspflichtige Arzneimittel
besserer Schutz der Patienten durch den Ausbau des EU-Systems zur Sicherheitsüberwachung für
Arzneimittel („Pharmakovigilanz")
Was sind in der Pharmakoepidemiologie systematische Fehler und welche gibt es noch?
Selection bias
Information bias
Confounding

weiter: zufällige Fehler (Chance)
2 Arten von Verblindung nennen und erklären.
einfachblind: Patient kennt die Therapieform nicht, Arzt und Statistiker kennen die Therapieform
doppelblind: Patient und Arzt kennen die Therapieform nicht, Statistiker kennt die Therapieform
dreifachblind: weder Patient, noch Arzt, noch Statistiker kennen die Therapieform
Kennzahlen für Risiko
RR = Relatives Risiko (Relative Risk)
RRR = Relative Risiko-Reduktion (Relative Risk Reduction)
OR = Verhältnis der Chancen (Odds Ratio)
AR = zurechenbares Risiko (Attributable Risk)
AR% = zurechenbarer Risikoanteil (AR percent)
ER = AR (Attributable Risk = Excess Risk)
Grenzen sie die Pharmakoepidemiologie gegen die Pharmakologie ab
Fachschaft:
Pharmakoepidemiologie: Befasst sich mit der Verbreitung/ dem Verlauf von Ereignissen
(Erkrankungen) und deren bestimmenden bzw. verursachenden Faktoren in der Bevölkerung
Pharmakologie: Wissenschaft von Wechselwirkungen zwischen Stoffen und Lebewesen

Stella:
-kologie: Welche Auswirkungen entfaltet die Anwendung eines Arzneimittels am Individuum?
-koepidemologie: Welche Auswirkungen entfaltet die Anwendung eines Arzneimittels in der Bevölkerung?
Was ist kumulative Inzidenz? Wichtigste Parameter aufzählen.
Def: die kumulative Inzidenz ermöglicht es, das absolute Risiko oder die absolute
Eintrittswahrscheinlichkeit abzuschätzen, dass ein Individuum innerhalb einer bestimmten
Zeitspanne ein bestimmtes Ereignissen oder eine bestimmte Erkrankung erleidet
CI = Anzahl neuer Ereignisse während einer Zeitspanne / Summe der Risikoexponierten Population
Nennen Sie 3 Fetus-Fehlbildungen.
Neuralrohrdefekt
Hodenhochstand
Aplasie (Nichtausbildung eines Organes trotz vorhandener Organanlage)
Welches Antibiotikum wird bei der Kaiserschnitt-OP eingesetzt und in welcher Dosis?
Ceftriaxon 1x 1g
Entwicklungsphasen eines Fötus?
Blastogenese (0.-1. Woche)
Nidation (2. Woche)
Embryogenese (3.-8. Woche)
Fetogenese (9.-38. Woche)
5 schwangerschaftsspezifische Erkrankungen, die die Gesundheit von Mutter und/oder Kind
gefährden?
Schwangerschaftshypertonie
Schwangerschaftsdiabetes
Anämie
Genitale Infekte
Hypothyreose
Folsäuremangel (→Neuralrohrdefekt)

Stella:
+ Lebensmittelinfektionen
Rauchen in der Schwangerschaft ist schädlich für Mutter und Kind: 3 Auswirkungen von
Rauchen in der Schwangerschaft?
Schwangerschaftsverlauf: vorzeitiger Blasensprung; erhöhte Abort, Früh- und Totgeburtenrate;
Plazenta praevia (Fehllage der Plazenta)
Kind: Wachstumsretardierung; erhöhte perinatale Mortalität; erhöhtes Suchtpotential; erhöhtes
Risiko für Adipositas; intellektuelle und psychomotorische Entwicklungsstörungen
Therapie von Völlegefühl/Sodbrennen in der Schwangerschaft?
häufig kleine Mahlzeiten
„Säurelocker" vermeiden
viel Bewegung
Bett am Ende hochstellen
Antazida (Rennie®, Malgadrat®)
Was kann man einer Frau raten, die stillt aber nicht genug Milch gebildet wird?
Erwärmen der Brust oder Oxytocin
Welche Medikamente bei Bluthochdruck in der Schwangerschaft?
Methyldopa
β -Blocker
Hydralazin
Ca-Antagonisten
Diazoxid
Methyldopa → richtig
β -Blocker → richtig
Hydralazin → richtig
Ca-Antagonisten→ falsch, KI: Schwangerschaft
Diazoxid → falsch, KI: Schwangerschaft, Ind.: Hypoglykämie
Was ist Gestationsdiabetes, wie therapiert man (2 Optionen) und was sind die Ziel-BZSpiegel?
Def.: Erstmaliges Auftreten einer Glucoseintoleranz während der Schwangerschaft
Therapie: Ernährungsberatung, Diät; Insulin
nüchtern: <90 mg/dl
1 h postprandial:<140 mg/dl
5 Ratschläge für eine Schwangere mit Schlafstörungen
Spaziergang vor dem Schlafengehen
Entspannungsbäder(Heublume, Lavendel)
Baldrian, Hopfen
Magnesium
Benzodiazepine nur in Ausnahmefällen, niedrigste Dosis
5 Symptome in der Schwangerschaft, die für Mutter und Kind gefährlich sind.
Blutungen
starke Kopfschmerzen
Anschwellen von Fingern oder Gesicht [→Ödeme]
übermäßiges Erbrechen
drastische Veränderungen der fetalen Bewegung
Was ist Mastitis?

Symptome?

Therapie?
Entzündung der Brustdrüse
Symptome: gespannte, gerötete und heiße Brust, grippeartige Gliederschmerzen, matt
Therapie: Penicillin oder Cephalosporine, Bettruhe
Therapie der Schwangerschaftsdermatose?
Pflegemittel mit W/O-Emulsion [mit Mandelöl, ohne Menthol]
Reinigung mit rückfettenden Zusätzen
Antihistaminika
Hydrocortison
Antiemetische Therapie bei Zytostatika-Behandlung: 3 Substanzen aus verschiedenen
Klassen?
Granisetron, Odansetron, Metoclopramid ( 5-HT3-Antagonisten)
Dexamethason (Glucocorticoide)
Aprepitant (NK1-Antagonist)
Benzodiazepine
H1-Antagonisten
T-Zell Art bei MHC-I?
CD8
Rituximab?
Angriffspunkt CD19/20
verhindert/induziert Apoptose von B-/T- Zellen
Angriffspunkt CD20 induziert Apoptose von B- Zellen
Nennen Sie 4 Nebenwirkungen der Zytostatikatherapie.
Hämatotoxizität
Neurotoxizität
Organtoxizität
Stomatitis, Mukositis
Haarausfall
Übelkeit/Erbrechen
lokale Gewebeschäden (z.B. nach Paravasate)
Brustkrebs: Trastuzumab (Herceptin®) wird nur bei HER-2-Überexpression eingesetzt,
weil
sonst keine Wirkung vorhanden ist und die Nebenwirkungen stark zunehmen
richtig
Was versteht man unter Myelosupression?
= Knochenmarkdepression → Leukozytopenie, Thrombozytopenie und Anämie
Erythropoetin-Gabe bei Immunsuppressiva-Therapie,
weil
Blutzellen in der Leber zerstört werden.
nein; EPO-Gabe, weil die Bildung verringert ist
Was zählt man zu den Zytostatika?
Alkylantien
Antimetabolite
Mitosehemmstoffe
Topoisomerase.Hemmstoffe
Antibiotika
alle richtig
MDR-Gen (Multi-Drug-Resistance-Gen)?
a) bei Tumoren überexprimiert
b) MDR-Gen exprimiert P-gp
c) vor allem in Aussscheidungsorganen
d) transportiert WS zurück ins Blut
a) bei Tumoren überexprimiert → richtig
b) MDR-Gen exprimiert P-gp → richtig
c) vor allem in Aussscheidungsorganen → falsch
d) transportiert WS zurück ins Blut → richtig
Antiemetika bei Zytostatikatherapie
a) Aprepitant
b) Setrone
c) Prednison
d) MCP
e) MAO-B-Hemmer
f) Sumatriptan
g) Dexamethason
a) Aprepitant → ja
b) Setrone → ja
c) Prednison → ja
d) MCP → ja
e) MAO-B-Hemmer → nein
f) Sumatriptan → nein
g) Dexamethason → ja
Definieren Sie Paravasate.
Unter Paravasation oder Extravasation ist die versehentliche Injektion oder das Austreten von
Zytostatika-Lösung aus der Vene in das umliegende Gewebe während der i.v.-Applikation zu
verstehen.
Was sind Wirkstoffgruppen, die als Hilfsmittel in der Anästhesie eingesetzt werden?
Muskelrelaxantien, Analgetika, Sedativa und Anxiolytika
Ist die Mono- und die Dimerisierung des MLL-Gens als Onkogen zu bezeichnen?
ja
Arten des Zytostatika-bedingten Erbrechens und Therapie
akutes Erbrechen → 5HT3-Antagonisten (Setrone)
verzögertes Erbrechen → NK1-Antagonist (Aprepitant)
antizipatorische Erbrechen (dem Patienten ist bereits vor Therapiebeginn schlecht) → Anxiolytika
(Benzodiazepine)
Frage zu Zytostatika:
a) Es gibt unterschiedliche Wirkstoffklassen, daher kombiniert man in der Regel nicht
b) stark wirksame Zytostatika werden immer parenteral appliziert
a) Es gibt unterschiedliche Wirkstoffklassen, daher kombiniert man in der Regel nicht →falsch
b) stark wirksame Zytostatika werden immer parenteral appliziert → falsch