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Modul 3

Terms in this set (208)

Grundsatz
Im Grundsatz hat der Arbeitnehmende Anspruch auf den vollen Lohn während einer beschränkten Zeit. Je nach Sachlage kann die
Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers bei 80 % des Bruttolohns liegen.
Unfall
Falls der Arbeitnehmer auf Grund einer gesetzlichen Vorschrift gegen die wirtschaftlichen Folgen der unverschuldeten Arbeitsverhinderung
obligatorisch versichert ist, so hat der Arbeitgeber den Lohn nicht zu entrichten, wenn die für die beschränkte Zeit geschuldeten
Versicherungsleistungen mindestens 80 % des Lohnes decken (Art. 324b Abs. 1 OR). Eine obligatorische Versicherung liegt bei Unfall,
Militärdienst und Mutterschaft vor.
Der Gesetzgeber verlangt deshalb keine Zahlung des vollen Lohnes während der beschränkten Zeit, weil die versicherte Lohnfortzahlung
länger dauert als dies gesetzlich resp. in den Lohnfortzahlungsskalen vorgesehen ist. Die Unfallversicherung richtet z.B. während
zweier Jahre die vereinbarte Lohnfortzahlung aus. Die Wartefrist (Karenzfrist) bei Unfall nach Art. 16 Abs. 2 UVG beträgt zwei Tage. Der
Arbeitgeber hat während dieser beiden Karenztagen nur 80 % des Lohnes zu bezahlen. Der Unfalltag selbst gilt als «normaler» Arbeitstag!
Ab dem dritten Tag - nach dem Unfalltag - leistet die Unfallversicherung schliesslich das Taggeld von 80 %.
Bei der Unfallversicherung gilt zu beachten, dass die Taggeldhöhe plafoniert ist. Das maximale versicherte Jahresgehalt nach Art. 22
Abs. 1 UVV beträgt zurzeit CHF 126'000. Das maximale UVG-Taggeld beträgt somit CHF 100'800 pro Jahr. Falls der effektive Lohn des
BDO newsletter april 2014 80 % Lohnfortzahlung bei krankheit und unfall (1. Teil)
Nicht alle Schäden entstehen durch Ihr eigenes Verschulden und dennoch sind Sie aufgrund eines bestimmten Gesetzes dafür verant-wortlich, müssen also den Schaden ersetzen.
Beispiele:Schäden, die verursacht wurden durch ...
• Ihre Kinder (ZGB 333: Haftung des Familienoberhauptes),
• Ihre Tiere (OR 56: Tierhalterhaftung),
• Ihre Angestellten (OR 55: Geschäftsherrenhaftung),Schäden, die sich ergeben aus Ihrer Funktion als ...
• Grundeigentümer (ZGB: 679: Grundeigentümerhaftung),
• Werkeigentümer (OR 58: Werkeigentümerhaftung),
• Motorfahrzeughalter (SVG 58: Haftpflicht des Motorfahrzeughalters;= «Gefährdungshaftung»).


Haftung
als Arbeitgeber


Situation
Ein Gärtnermeister bekommt den Auftrag, einen Baum in einem Garten zu fällen. Er übergibt diese Arbeit einem An gestellten und dem Lehrling. Der Baum fällt leider auf das Gartenhaus der Nachbarin. Nun haftet der Gärtnermeister für den Schaden.

Als Tierhalter:
Ein Hundehalter lässt seinen aggressiven Hund von der Leine. Der Hund greift Kinder auf dem Spielplatz an und verletzt dabei ein Mädchen. Der Hundebesitzer muss für den Schaden aufkommen.



als Hauseigentümer Durch einen heftigen Wind fallen Ziegel vom Dach eines Ein familienhauses. Dabei wird das Auto der Besucherin beschä digt. Der Besitzer des Hauses haftet für den Schaden.
als Eltern Ein Vater lässt sein Feuerzeug im Wohnraum liegen. Der fünfjährige Sohn nimmt das Feuerzeug und zündet damit die Baumhütte auf dem Spielplatz an. Der Vater haftet für den Schaden.