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VL 7: ANgststörungen und PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung)

Terms in this set (17)

1. Vermitteln von Störungswissen:
Patient das Modell zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Angststörung erläutern (Clark und Wells) → beinhaltet individuelle Entstehungsfaktoren des Patienten
a. Ziel: Patient ungünstiges Sicherheits-/Vermeidungsverhalten verdeutlichen und zur Exposition motivieren

2. Expositionsbehandlung:
a. Patient erstellt zuerst subjektive Angsthierarchie, indem er Situationen nach ihren Schwierigkeiten zuordnet (Zahlen)
b. Übung wird begonnen mit relevanten Situationen mittleren/-bis schweren Schwierigkeitsgrad
c. Exposition: Patient sucht in Therapeutischer Begleitung eine gefürchtete Situation auf, und verweilt dort so lange, bis die Angst spürbar abnimmt, ohne dass das erlernte Sicherheitsverhalten gezeigt wird. Mehrmals wiederholt, bis Habituation eintritt
d. Ziel: Vermeidungs-Sicherheitsverhalten ablegen und sich ängstlichen Situationen stellen
e. Z.B Patient liest vor kleiner Gruppe einen unbekannten wissenschaftlichen Text, bis die Angst auf ein erträgliches Maß gesunken ist (ca. 15 Minuten)

3. Kognitive Interventionen:
a. Identifikation von automatischen Gedanken des Patienten, die ihn in sozialen Situationen behindern (jetzt nicht stottern...pppppp-Paul)
b. Makroanalyse: Aufdecken von dahinter liegenden dysfunktionalen Konzepten, negative Überzeugungen über das Selbst... (Wenn ich Fehler mache, halten mich andere für Versager)
c. Ziel: hinderlichen Gedanken und Konzepte aufzudecken und abzuschwächen, ergänzen von hilfreichen annahmen
d. → Gedankenexperimente...

4. Resümee der Therapieinhalte

5. Rückfallprophylaxe:
a. Welche kritischen Situationen können auftreten? Wie kann man drauf reagieren?
b. Welche Frühwarnsignale gibt es, die Verschlechterung der Symptomatik andeuten?
1. Panikattacken nicht an bestimmte auslösende Situationen gebunden. Entstehen durch negative Bewertung von Körpersymptomen (schwer Lust, Zittern). Schwierig dies gewollt zu Konfrontieren

Lösung:
„Interozeptive Exposition" als Vorgehen wählen
· Ziel: Gewöhnung an Körpersymptome:
· Provoziert Körpersymptome, die normalerweise Panikattacke auslösen → zittern, Herzrasen, Schwindel...
· Durch Hyperventilationsübungen, Im Kreis drehen, Auf der Stelle rennen...

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2. Angst bei Konfrontation mit schlimmstmöglichen Situation zu extrem/schwierig zu Beginn (Vogelspinne auf Hand halten)

Lösung:
„Graduelle Exposition"
als Vorgehen wählen
Mit einfacher Situation beginnen und langsam steigern
→ Bild von Spinne-echte Spinne anfassen

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3. Überhöhte Aufmerksamkeit:
-Nicht nur Habituation wichtig, sondern auch Überprüfung von Befürchtungen
Werde ich tatsächlich beim Essen von allen beobachtet?

Lösung:
· Überprüfen welche Wirkung eine überhöhte Selbstaufmerksamkeit hat
- Referat mit vs. ohne Selbstaufmerksamkeit auf eigene Körpersymptome halten
→ Videofeedback anschauen später

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4. 1. Der Versuch die Sorge zu unterdrücken, kontrollieren scheitert daran, dass man dadurch gerade extrem dran denkt
(Denken sie nicht an einen rosa Elephant)

Lösung:
Konfrontation mit den Sorgen:
· Sorgen müssen zu Ende gedacht werden → den schlimmstmöglichen Ausgang in einem „Sorgenscript" festhalten. Habituation der Gedanken findet statt, durch tägliches schreiben der Endgedanken in Sorgenscript.