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die weitere Entwicklung der polychromen Holzbildwerke in Europa seit der Reformation

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-viele Werkstätten in Mittel, West und Nordeuropa mussten wegen Reformation Betrieb mangels Nachfrage einstellen
-geistigen und künstlerischen Ideen Renaissance verbreiteten sich, verdrängten Ausdrucksformen Gotik
-wenige Künstler z.B. Cranach Werkstatt gelang Herausforderungen zu meistern, schafften neue Absatzmärkte zu erschließen
-Spaltung Europas in katholisch und protestantisch-> Jahrzehnte lange religiöse, politische und militärische Auseinandersetzungen innerhalb europäischer Staaten und zwischen ihnen
-30 jährige Krieg verwüstete weite Teile Europas, Bevölkerungszahlen sanken -> Folgen auf Kunstproduktion
-andererseits eröffnete Repräsentationskultur des Barock und Aktivitäten der Gegenreformation Existenz und Entwicklungsmöglichkeiten für verschiedenen Künste und Handwerke
-je nach ideologischer Ausrichtung einzelnen reformatorischen Strömungen kam zu mehr oder weniger starken Verlust an kirchlichen Bildwerken wobei Martin Luther öffentlich gegen Bilderstürmerei auftrat
-Zahl Altäre und Bildwerke in Kirchen reduziert, ikonografisch problematische Bildinhalte auch Überarbeitet
-Flügelaltäre mit reformatorisch beeinflussten Bildinhalte blieben teilweise in Gebrauch, viele andere Typen von Bildwerken verschwanden
-einige kunsttechnologische Traditionen wie Verwendung Pressbrokat gerieten aus der Mode und in Vergessenheit
-entwickelten neue Gestaltungskonzepte die auf liturgischen Anforderungen und neuen stilistischen Anregungen reagierten z.B. Kanzelaltar -> dieser betonte Bedeutung der Predigt für den Gottesdienst in der evangelisch-lutherischen Kirche
-Installation Orgel über Kanzelaltar betonte Rolle Kirchenmusik als dritte Säule protestantischen Gottestdienstes
-Niederlande im 17. Jhdt Blütezeit ihrer politischen und wirtschaftlichen Entwicklung (Deutschland durch 30 jährigen Krieg geprägt)-> Goldenes Zeitalter der Niederlande
-rege Kunstproduktion
-entstanden zahlreiche Zentren der Malerei in Amsterdam, Utrecht, Leiden usw. in denen jährlich etwa 70.000 Gemälde hergestellt wurden
-Bürger der protestantischen Niederlande lehnten traditionelle kirchliche Bildthemen ab, neue Bildgattungen, Erfindung neuer Bildthemen -> Einzelporträts, Gruppenbildnisse, Stilleben, Landschaftsmalerei, Interieurdarstellungen
-verbreitetet Verwendung textiler Bildträger und Malerei auf Holztafeln, aufgrund hohen Bedarfs vorgefertigte und vorgrundierte Bildtafeln hergestellt, Vertrieb durch spezialisierte Händler
-letzten Jahrzehnten 17. Jhdt führten Wirtschaftskrisen, politische Unruhen und mehrere Kriege Ende künstlerisch produktiven Epoche
-für Künstler und Kunsthandwerker späten 16.,17.,18. Jhdt waren Ausgestaltung Wohn und Repräsentationsräume der Monarchen, Adel, aufstrebenden Bürgertums von besonderer Bedeutung
-Absolutismus französischer Prägung Streben nach Repräsentation
-Ausstattung Innenräume Kunsttechniken zum Einsatz, oft entstanden Gesamtkunstwerke
-freie Künste, wie Architektur erreichten Symbiose
-Räume und Gebrauchsgegenstände wie Möbel oder Verkehrsmittel wie Sänften, Kutschen und Schiffe mit Malereien und Bildhauerarbeiten ausgeschmückt
-Interesse an exotischen Dingen , meist teure Importwaren nachahmen oder übertreffen z.B. Chinamode die zur Erfindung europäischen Porzellans oder Entwicklung chinoisen Lackkunst führte