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Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

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- Im Gegensatz zu Röteln gehen Scharlach und Masern mit einem starken Krankheitsgefühl einher.
- Streptokokkenangina + Exanthem
- Scharlach wird durch Tröpfchen-/Schmierinfektion (z.B. Zahnbürste) übertragen. Hat im Gegensatz zu Masern (14d) eine sehr kurze Inkubationszeit von ca. 3d. Haupterreger: Streptokokkus pyogenes! Bilden pyrogene Exotoxine.
- Häufigkeitsgipfel zwischen 4 und 10 Jahren. (Masern: 1-4 Jahre!! Impfung MMR mit 1 J.)
- Aus völliger Gesundheit entwickelt das Kind Hohes Fieber, Halsschmerzen (kein Schnupfen - würde zwar auch mit sch anfangen wie scharlach, wär aber zu schön um wahr zu sein), Tonsillopharyngitis (geschwollen, ev. eitrig - Angina lacunaris; Himbeerzunge), Geschwollene zervikale LKs, oft auch Erbrechen und Kopfweh ('grippig'), trockene, rissige Lippen, Am Stamm manifestiert sich ein Hautausschlag, der in den Gelenkbeugen, v.a. der Leiste, am prominentesten ist und stecknadelkopfgroß, sandpapierartig (rau, Sand ist klein - kleinfleckiger Ausschlag) und papulös imponiert, und sich auf den restlichen Körper ausbreitet. Nach 1-2 Tagen wird der Ausschlag scharlachrot. Er juckt NICHT (Masern oft schon!). Typischerweise wird die Mundpartie ausgespart (Periorale Blässe), die Backen sind aber gut (scharlach-)rot (ähnlich wie die slapped cheecks bei Ringelröteln). Auch die Lippen sind hochrot.
- Nach Abklingen des Exanthems kommt es zu einer großflächigen Schuppung von Handflächen u. Fußsohlen. (Scharlach wie schälen) Auch die restliche Haut kann sich kleieförmig schälen.
- Wird durch die klin. Diagnose gestellt, ev. mit Streptokokken-Schnelltest.
- Behandlung mit Penicillin V (oral) über 10 d. Kinder sind bis 24h danach noch ansteckend. Ohne Antibiose wären die Kinder statt 24h 24 Tage ansteckend!! EBV ist eine wichtige DD, daher sollten keine Aminopenicilline gegeben werden, die dann quasi immer zum Arzneimittelexanthem führen. Im Zweifel Streptokokken-Schnelltest machen.
- Heilt bei adäquater Therapie folgenlos aus, sprich die Masern sind gefährlicher. Das Blutbild sollte wegen der Gefahr von aplastischer Anämie im Auge behalten werden. (Scharlachrot wie Blut - Die Erkrankung betrifft auch Blut und Gefäße: Petechien - am Hosenbund, um die Augen nach Husten/Erbrechen - mit pos. Rumpel-Leede-Test sind möglich, aplastische Anämie danach..)
- Heutzutage ist die Scarlatinella (symptomarme Version) durch regelhafte ABK-Gabe häufiger. Wird oft nicht diagnostiziert.
- Ätiologie: Entwickelt sich v.a. bei gestörter Tubenventilation u Seromukotympanon.
- 2 Arten: 1. chron. mesotympanale OM ist auf die Schleimhaut des Mittelohrs begrenzt und hat einen zentralen Trommelfelldefekt und 2. chron. epitympanale OM geht mit einer Entzündung von Schleimhaut und Knochen einher, sowie mit randständiger Perforation des Trommelfells.
- meist schmerzlos, aber Otorrhoe wegen Trommelfellperforation. Das Sekret kann putride, ev. auch fötide sein, und tritt meist intermittierend aus.
- Chron. Knocheneiterung = chron. epitympanale Otitis media = Cholesteatom: Hier bröckeliges, fötides Sekret bei Ohrtoilette, eitrige Beläge d. Trommelfells. Notfall weil destruierend, führt über kurz oder lang eig. immer zu Komplikationen. Selten angeboren ('echtes Cholesteatom' durch embryonale Keimversprengung), meist erworben.
- Komplikationen des Cholesteatoms: Schallleitungschwerhörigkeit durch Zerstörung der Gehörknöchelchen, Arrosionen der Bogengänge, Labyrinthitis, Labyrinthfistel, Fazialisparese, Meningitis, Hirnabszess, Sinusvenenthrombose.
- Myringoplastik (Rek. d. Trommelfells) oder Ossikuloplastik sind oft notwendig wegen Umbauprozessen durch chron. Entzündung.
- Rekonstruktionstechniken nach Wullstein (Gehörknöchelchen sind Kieselsteine, die über Wollfäden miteinander verbunden sind. Das Trommelfell ist aus Wolle gewebt.): Typ I reine Myringoplastik, Typ IV nur Stapesfußplatte noch erhalten, Typ V alle Ossikel ganz weg. Fenestrierung über lat. Bogengang