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Terms in this set (93)

Assoziierte Tumorformen:
Darm: 40-70%
Endometrium: 30-60% (!!)
Magen: 5-10%
Ovar: 5%
Pankreas: 2%
Dünndarm: 2-5%
Nierenbecken/Ureter: 2%
Haut: 1-4% (Muir-Tarrot-Syndrom)
Gehirn: 1% (-Turcot-Syndrom)
Gallengänge: 1%
Blase: 1%

Häufigste erbliche Darmkrebsform 2-3 % aller Darmkrebsfälle
Zweittumoren häufig
Mittleres Alter bei Diagnose: 44 Jahre
Tumorwahrscheinlichkeit bis 80.
Lebensjahr: 80%
autosomal dominant
Gen: Mutation in DNA-Reperatur-Genen: MLH1 (50%) zB, MSH2+6, PMS2
--> bei 70% der Pat. eines dieser Gene
--> Ausfall Gen - erhöhte Anzahl Neumutationen, Mikrosatelliten-Instabilität (- genetische Instabilität, NUR IM TUMOR NACHWEISBAR, NICHT IM BLUT)

MSI in 85% der Lynch-Syndrom Patienten --> MSI-Analyse an Tumor-DNA (Längernveränderungen)
--> Expressionsverlust von MMR-Genprodukten (Immunhistochemie)
60-70% aller Lynch-Pat. Tumore sind eher rechtsseitig/hoch! und häufig muzinös/siegelringzellige Adenokarzinome mit entzündlicher Infiltration

Mutationen in einem der Gene der DNA-Mismatch-Reparatur, wie z.B. MSH2, MLH1, MSH6, und PMS2. Durch den Funktionsverlust eines dieser DNA-Reparaturproteine kommt es vor allem in Darmkarzinomen, sowie teilweise auch in anderen assoziierten Tumoren, zur Ausbildung einer Mikrosatelliteninstabilität (MSI), dh. Längenveränderungen repetitiver DNA-Sequenzen (Mikrosatelliten). Bei der Replikation der DNA vor einer Zellteilung kommt es häufiger durch Verdoppelung oder Verlust von Repeats zu Längendifferenzen in solchen repetitiven Sequenzen. Diese Replikationsfehler werden üblicherweise durch DNA-Reparaturproteine beseitigt. Bei HNPCC funktioniert dieser Reparaturmechanismus nicht, wodurch Repeats unterschiedlicher Länge erhalten bleiben. Dieser als MSI bezeichnete Effekt kann im Tumorgewebe mittels PCR nachgewiesen werden. Er gilt, zusammen mit dem durch immunhistochemische Färbung nachgewiesenen Ausfall eines Reparaturproteines, als Hinweis auf eine Mutation in einem der DNA-MismatchReparaturgene.