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Lektion 2 - Emotionen

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James-Lange-Theorie der Emotionen:
- Annahme: körperliche Reaktionen (weinen, zittern, schlagen, ...) sind keine Wirkung, sondern Ursache der Emotionen
-> wir sind traurig, weil wir weinen oder fürchten uns, weil wir zittern

Cannon-Brand-Theorie:
- Cannon Annahme: Gehirn vermittelt zwischen Reiz und Reaktion, indem Reize in verschiedenen Hirnzentren verarbeitet werden & hierbei emotionaler Ausdruck sowie Gefühle entstehen
- Brad Annahme: körperliche Reaktionen sind nicht vorrangig für das Emotionsgeschehen; emotionaler reiz hat zwei Effekte, die voneinander unabhängig sind: körperliche Erregung (sympathisches Nervensystem) & emotionales Erleben (Großhirnrinde)

Theorie von Schachter und Singer:
- Annahme: Erleben von Emotionen basiert auf der physiologischen Erregung sowie einer hierzu passenden kognitiven Bewertung
- 3 zentrale Behauptungen:
1. Wenn ein Individuum für einen bestimmten Status physiologischer Erregung keine unmittelbare Erklärung hast, wird es diesen Status aufgrund der ihm aktuell zur Verfügung stehenden Gedanken etikettieren und beschreiben.
2. Hat ein Individuum für eine physiologische Erregung eine passende Erklärung gefunden, besteht kein Anlass, weitere alternative Erklärungen zu suchen, die möglicherweise ebenfalls in der Situation zur Verfügung stehen.
3. Stehen in einer Situation die gleichen kognitiven Faktoren zur Verfügung, wird ein Individuum nur in dem Ausmaß emotional reagieren oder seine Gefühle als Emotion beschreiben, in dem es den Status seiner physiologischen Erregung wahrnimmt