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Lektion 3 - Motivation

Terms in this set (65)

biogene Motive:
- Hunger, Durst, Sexualität
- dienen der Selbst- und Arterhaltung, sind mit den entsprechenden Emotionen verbunden und trotz ihrer genetischen Grundlage nicht frei von Lernerfahrungen

soziogene Motive:
- Leistungsmotiv
-> führt dazu, dass Menschen eine schwierige Aufgabe meistern
-> überwinden Hindernisse
-> verbessern persönliche Kompetenz
-> möchten persönlichen Leistungsstandard/Gütermaßstab erreichen
-> wird in Situationen gezeigt, in denen Individuen durch ihr Handeln Ergebnisse selbst herbeiführen & sich für diese verantwortlich fühlen
-> phylogenetischer Ursprung: Menschen streben natürlicherweise danach, ihre Fähigkeiten zu erweitern, um Lebensbedingungen zu verbessern

- Machtmotiv
-> bewirkt, dass Menschen Positionen erreichen wollen, in denen sie anderen überlegen sind und sie beeindrucken können
-> Ziele: Einfluss & Kontrolle, wodurch ein Gefühl von Stärke & Überlegenheit erreicht wird
-> persönliche Macht lässt sich durch das Sammeln von Prestigegütern, persönliche Vorteilnahme & durch sozial erwünschte Verhaltensweisen erreichen
-> evolutionärer Standpunkt: ranghöhere Individuen leichterer Zugang zu Ressourcen, verbesserter Fortpflanzungserfolg
-> Männer: Zusammenhang Testosteron & Dominanzverhalten; Frauen: Zusammenhang Machtmotiv & Östradiol

- Anschlussmotiv
-> bei einer starken Ausprägung: Menschen streben im Vergleich mit weniger anschlussmotivierten Personen nach Harmonie, mehr Zeit mit Freunden verbringen, häufiger Kontakt zu ihnen halten, mehr Augenkontakt zu anderen aufnehmen, häufiger in Gespräche involviert
-> können Gesichter besser wahrnehmen & richten Aufmerksamkeit stärker auf freundliche Gesichter & vermeiden ärgerliche
-> Hochanschlussmotivierte sind nicht immer beliebt -> neigen dazu, das Verhalten anderer als Zeichen absichtsvoller Zurückweisung zu interpretieren & sind deshalb unzufrieden in Beziehungen
-> verhalten sich sozial ängstlicher
-> wenn Partnerschaft in Gefahr: neigen zu übergriffigem & aggressivem Verhalten
-> bevorzugen Teamsprotarten & fühlen sich in flachen Hierarchien wohl
1. Meisterschaft (mastery experiency)
- effektivste Weg & kann erreicht werden, indem man Probleme in aufeinanderfolgenden, erreichbaren Schritten angeht und durch die hierbei erzielten Erfolge eine Bestätigung der persönlichen Selbstwirksamkeit erhält, die sich mit jedem erreichten Ziel erhöht
-> wichtig durch Beharrlichkeit Widerstände & Schwierigkeiten zu meistern

2. Stellvertretende Erfahrungen (vicarious experiences)
- wenn Personen andere dabei beobachten, wie sie durch ausdauernde Anstrengungen Erfolg haben, können sie zu der Überzeugung gelangen, auf diese Weite ebenfalls erfolgreich handeln zu können
- kompetente soziale Modelle können die Selbstwirksamkeit anderer fördern, indem sie diesen ihr Wissen und ihre Fertigkeiten übermitteln

3. Soziale Einflussnahme (social persuasion)
- Leute werden von anderen überzeugt, dass sie alles haben, um erfolgreich sein zu können, und entwickeln dadurch mehr Beharrlichkeit und eine größere Bereitschaft, sich anzustrengen
- wirksamer: Aktivitäten zu arrangieren, die anderen Personen erfolgreiche Erfahrungen ermöglichen & die zu vermeiden, die zu Misserfolgserlebnissen führen

4. Verbessern des physischen und emotionalen Status
- Personen orientieren sich an ihrem physischen und emotionalen Status, um Fähigkeiten einzuschätzen
-> Anspannung, Ängste, Depressionen = persönliches Defizit
-> Müdigkeit, Schmerzen bei körperlicher Aktivität = niedrigere physische Leistungsfähigkeit
- um negative Selbstwirksamkeitsüberzeugungen zu verändern, bedarf es einer Verbesserung des physischen & emotionalen Status + Korrektur der Falschinterpretation von körperlichen Erscheinungen
1. Prädezisionale Motivationsphase
- der Handelnde wägt ab, welches seiner Anliegen und welche Wünsche er gerne umsetzen möchte
- geprägt von einer abwägenden Bewusstseinslage, die objektiv & realistisch ausgerichtet ist, um beurteilen zu können, wie wahrscheinlich es ist, das Ziel erreichen zu können
- positive & negative Konsequenzen miteinander vergleichen
- kann theoretisch unendlich lange dauern -> Bewertungsprozess wird zu einem Zeitpunkt abgebrochen, zu dem eine weitere Informationsverarbeitung keinen Zusatznutzen mehr verspricht
-> Fazit-Tendenz
- führt Prozess zu einer Handlungsabsicht/-intention, ist der Rubikon überschritten -> entscheidende Schritt getan & Mensch hat beschlossen zu handeln

2. Präaktionale Volitionsphase
- Phase der Handlungsbewertung
- Intention ruht noch & es wird auf eine günstigere Gelegenheit gewartet
- vorausschauende Planung, planende Bewusstseinslage -> Optimismus & positive Beurteilung der eigenen Handlungsfähigkeit und der Zielrealisierung
- vorrangig werden Informationen wahrgenommen, die zur Handlungsrealisierung beitragen
- Informationen, die Zweifel ziehen können, werden ignoriert und als nicht wichtig empfunden
- Fiat-Tendenz = hypothetische Größe, die von der Intentionsstärke, der Dringlichkeit der zu erledigenden Handlung und der Wahrnehmung einer günstigen Gelegenheit bestimmt wird -> entscheidet über Beginn der Handlung

3. Aktionale Volitionsphase
- vorgefasste Pläne werden umgesetzt, geleitet von dem in der prädezisionalen Phase gesetzten Ziel & einer handelnden Bewusstseinslage
- Prozesse der Handlungskontrolle sorgen für eine gesicherte Handlungsausführung & das Erreichen der Handlungsziele (z.B. Steigerung der Anstrengung bei auftretenden Schwierigkeiten)

4. Postaktionale Motivationsphase
- nach Beendigung der Handlung
- bewertende Bewusstseinslage
- Handlungsintention wird deaktiviert
- Bewertung, inwieweit das in der prädezisionalen Phase gefasste Ziel erreicht wurde
-> wurde es erreicht, Steigerung der zukünftigen Motivation
-> wurde es nicht/nur teilweise erreicht, neue Handlungspläne werden gebildet oder Loslösung vom ursprünglichen Ziel