TCE 01-3 Wahrnehmung und Beobachtung

Term
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Defintion Wahrnehmung
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â—ŒErkenn der individuellen Situation eines Patienten
â—Œ Selbstpflegefähigkeit und Pflegebedürftigkeit einschätzen
â—Œ Veränderungen feststellen
â—Œ Pflegemaßnahmen evaluieren
◌ Therapieerfolg beurteilen
â—Œ Gefahren und Komplikationen frühzeitig erkennen
â—Œ Wünsche und Bedürfnisse des Patienten feststellen
Image: Pflegeprozess nach Fiechter/Meier oder Ziele der Beobachtung
- Gehirn kann sich viele Informationen aufeinander nicht merken, es hat verschiedene Filter vorgeschaltet, um Informationen zu selektieren/auszuwÀhlen

- Auswahl wird beeinflusst durch Interessen, Notwendigkeiten, Emotionen und Erfahrungen

Z.B. wenn eine Frau schwanger wird sieht sie plötzlich „viel mehr" schwangere Frauen als vor der eigenen Schwangerschaft
- aufgenommene Informationen werden an verschiedene Hirnregionen weitergeleitet und dort verarbeitet bzw. Interpretiert im Sinne eines Vergleichs mit Erfahrungen, Emotionen, SinneseindrĂŒcken der wahrnehmenden Person

- Bsp: die Farbe rot kennzeichne kein Blut, sondern erst die Vorerfahrungen/Situationen/Menge und anderen EindrĂŒcke
- Grenzen unserer LeistungsfÀhigkeit :

- die Temperaturrezeptoren können nur Reize von 10°C bis 45°C unterschneiden,
WÀrmer oder kÀlter? = werden nur als Schmerz wahrgenommen

- beeinflusst durch das VerhÀltnis von ReizstÀrke und Ausgangsreiz
Z.B. Nachdienst mit leiser GerÀuschkulisse: Piepen der Infusiomaten sehr laut
Gesetz der Ähnlichkeit- Physiologischer Faktor - Wahrnehmungsgesetz wir tendieren Ă€hnliche Strukturen als eine Einheit wahrzunehmen - SchĂŒler in der Schule, die stets zusammen sitzen werden als eine Einheit wahrgenommenGewöhnungseffekt- Physiologischer Faktor - Gewöhnungseffekt = Adaption - Gewöhnungseffekt kann mit Ausnahme des Schmerzes bei allen Sinnesorganen beobachtet werden, manchmal geht die Gewöhnung schneller manchmal langsamer Z.B. Die Gewöhnung Anne einen Geruch im RaumPsychologische Faktoren- BedĂŒrfnisse: aktuelle BedĂŒrfnisse lenken die Aufmerksamkeit, z.B. bei verstĂ€rkten Hunger nimmt man Reize im Zusammenhang mit Essen stĂ€rker wahr - Emotionen: Emotionale Stimmungen haben einen starken Einfluss auf die Wahrnehmung, z.B. wenn man verliebt ist sieht man alles durch eine rosarote Brille —>negative EindrĂŒcke weggefiltert - Reizentzug (Reizdeprivation): Menschen in einer Reizbarkeit Umgebung können mit der Zeit Trugwahrnehmungen und Halluzinationen bekommen, Selbstreizung des Gehirns, z.B. lĂ€ngerer Blick an weiße Decke, man sieht kleine Insekten oder Punkte sich bewegen - ReizĂŒberflutung: Filter- und Selektionsmechanismen des Gehirns funktionieren nicht mehr ausreichend, als Folge: NervositĂ€t, Aggression, gestörte Orientierung etc.WahrnehmungsfĂ€higkeit- und Verzerrungen- geschehen gerade in sozialer Wahrnehmung/Personenwahrnehmung - können sich auf die Beziehungsgestaltung und Interaktion zum Patienten auswirken - Halo-Effekt: = Hof um eine Lichtquelle, ein Merkmal/Eigenschaft einer Person ist so besonders wichtig, das es alle anderen Merkmale/Eigenschaften ĂŒberstrahlt z.B. Monitoring von Puls, RR und O2-SĂ€ttigung wird von Pflegekraft wahrgenommen, aber nicht die fleckige Bettdecke und der unrasierte PflegeempfĂ€nger an sich - Logischer Fehler: fĂ€lschlicherweise fasst der Wahrnehmende bestimmte Eigenschaften/Merkmale die „logischerweise" zusammengehören zusammen, durch Erfahrungen und Vorurteile geprĂ€gt,, z.B. TĂŒrkische Frau mit Kopftuch = demĂŒtig, spricht kein Deutsch - Kontrastfehler: Eigenschaften/Merkmale an Personen werden als stĂ€rker wahrgenommen, wenn sie sich von den eigenen oder denen einer Vergleichsgruppe deutlich unterscheiden Z.B. wirkt ein normalgewichtiges Baby auf einer FrĂŒhgeborenenstation als ĂŒbermĂ€ĂŸig groß und dickDefiniton Beobachtung„Beobachtung ist ein bewusster und systematischer Vorgang, mit dem Ziel Informationen zu gewinnen und Handlungsentscheidungen zu treffen."Beobachtungsprozess in der PflegeKriterien einer systematischen Beobachtung1. Zeitpunkt (Wann erfolgt die Beobachtung?) - beginn bei Erstkontakt, kontinuierlich, Pflegehandlungen, vorgegebener Rhythmus 2. Hilfsmittel (Womit erfolgt die Beobachtung? - Messinstrumente, Teststreifen, Skalen - eigene Beobachtung/Angehörige, Aussagen von Angehörigen 3. Systematik (Wie wird beobachtet?) - Ganzeinheitlich/Organbezogen - Zur Hilfenahme von Pflegetheorien: Ressourcen eines Menschen sowohl BeeintrĂ€chtigung in Beobachtung